31.12.2013
32. Silvesterlauf Werl - Soest

Heute ist der erste Tag des Jahres 2014 und ich sitze zu recht früher Stunde bereits an meinem Laptop in einem Dortmunder Hotel. Ich bin zwar eh kein Langschläfer aber in Hotels kann ich noch weniger schlafen als zu Hause. Deshalb höre ich Jenny beim Schlafen zu und schließe die Augen im hoteleigenen Schreibtischstuhl. In Gedanken gehe ich den gestrigen Silvesterlauf erneut durch.

Eineinhalb Stunden vor dem eigentlichen Start des Hauptlaufes treffen wir bereits in Werl ein. Es sind noch nicht viele Autos unterwegs und wir rechnen  mit einem Parkplatz in der ersten Reihe. Unser Parkplatz liegt am Ende etwas mehr als 1,5 Kilometer vom Start entfernt. Aber für uns Läufer ist dies natürlich kein Problem. Da wir die Startunterlagen zum Westfälischen – Silvesterlauf-Klassiker bereits gestern abgeholt haben, stehen wir jetzt vor der wichtigsten Entscheidung des heutigen Tages, entweder intensives Warmlaufen oder Abhängen in der benachbarten Turnhalle. Wir entscheiden uns für Letzteres. Leider kennen wir  hier nur ganz wenige Läufer, deshalb erzählen wir uns bis zum Start von unseren Heldentaten bei den vorangegangenen zwei Teilnahmen bei diesem schönen Lauf.

Irgendwann stehen wir dann endlich im großen Starterfeld. Der Moderator puscht noch einmal richtig, um uns danach auf die Strecke zu schicken. Bis zum Ortsausgang sind beide Straßenseiten dicht gefüllt von Zuschauern. Erst auf der B1 wird es ruhiger. Diese Ruhe wird mit Sicherheit nicht lange dauern. Es gibt wenige Läufe in Deutschland mit einer so heißen Atmosphäre. Zwar ist die Strecke auf der Bundesstraße mit ihren endlos langen Geraden, ohne Bäume sehr ermüdend, doch die Ortsabschnitte haben es in sich. Hier ziehen die Anwohner eine unglaubliche Party ab, was den Lauf extrem kurzweilig macht.

Neben der B1 liegen große Felder, was die Strecke sehr windanfällig macht. Wir haben zwar fast blauen Himmel und + 7°C, doch der seitliche Wind lässt einen schnell auskühlen. Vielleicht laufe ich auch deshalb zu schnell los. Bis Kilometer 5 bin ich sogar auf Bestzeitkurs(1:17 Std.), was für meinen momentanen Zustand absolut unmöglich ist. Von hier an nehme ich etwas raus und genieße mehr die Anfeuerung der Zuschauer. Es ist ein wenig wie im Fußballstadion. Musik, Tröten, rhythmisches Klatschen. Was wünscht sich der Hobbyläufer mehr zum Jahresabschluss?

Die Strecke geht immer im leichten Anstieg in Richtung Soest, was die Angelegenheit nicht einfacher macht. Insgesamt heißt es zudem 15 Kilometer abzuspulen. Gerade deshalb kommt auf den letzten Orten die Unterstützung der Zuschauer gerade Recht. In Ampen stehen sie sogar in Dreierreihen um uns anzupeitschen. Etwas weniger als einen Kilometer vor dem Ziel geht es dann mal richtig den Berg hinunter in die Altstadt der Bördestadt. Ich kann zwar nicht mehr richtig Gas geben, doch freue ich mich auf den  Zieleinlauf auf dem Marktplatz. Dies ist das eigentliche Mekka der Veranstaltung. Noch dichter stehen hier die Fans und geben allen das Gefühl, ein kleiner Held zum Jahresabschluss zu sein.

Dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes. Leider ist Werl für uns nicht gerade um die Ecke. Sodass wir nicht jedes Jahr hierher kommen können. Zur Überbrückung haben wir ja zum Glück ebenfalls schöne Silvesterläufe in der Heimat. Nach dem Zieleinlauf bin ich etwas verwundert, denn die Uhr zeigt nur 1:23 Std. an. Da habe ich mir doch etwas zu viel Zeit gelassen. Jenny kommt 16 Minuten später auf dem Markplatz an. Nach der warmen Dusche im Hotel, wartet ein tolles Silvesteressen bei unserem Dortmunder Stamminder auf uns. Wir freuen uns auf eine lange Winterpause, die erst am 4. Januar, also in genau drei Tagen beim Mittlosheimer Silvesterlauf enden wird. Dann startet die neue Laufsaison für uns mit allen guten Vorsätzen. Ich bin gespannt, was von denen übrig bleibt...

Mit den Gedanken wieder im Hotel angekommen, wird auch meine bessere Hälfte wach. Die ersten Gedanken des neuen Jahres schenken wir dem großen Frühstücksbuffet des Hotels. Somit sind auch die ersten Vorsätze bereits über Bord geworfen bzw. auf den 2. Januar verschoben. Spätestens dann wird sich sicher gesünder ernährt.

Wir wünschen allen eine verletzungsfreie Laufsaison mit vielen tollen Erlebnissen bei unserem Lieblingssport. Wir sehen uns beim nächsten Volkslauf!!!

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Unser Laufjahr 2013 in Bildern

Von den Bestzeiten her war diese Saison genau wie die vergangene Saison sehr schwach für mich. Deshalb mussten andere Attribute herhalten, denn der Spaß am Laufen darf darunter nicht leiden. Für Jenny war es ein starkes Jahr. Sie konnte ihre 5 und 10 Kilometerzeit deutlich verbessern. Hier hat sich das Training endlich ausgezahlt. Nick lief ebenfalls neue Bestzeiten auf der 5 Kilometer Strecke. Wir freuen uns schon jetzt auf die neue Saison und wünschen allen einen tollen Start. Wir sehen uns bei unseren tollen Volksläufen im Saarland.

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1. Brodenbacher Berglauf - 2. Pfäzer Wald Trail - 3. Weihnachtsmarktlauf Landstuhl
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1. Fackellauf Rodenbach - 2. Osterlauf Heiligenwald
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1. Hochzeit am Schluchse mit anschl. Schluchseelauf - 2. Mai Trail Neubrücke
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1. Waldlauf Quierschied - 2. Schluchseelauf am Zoll Hüsli
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1. Schluchsselauf - 2. Kaltenstein Crosslauf Lebach
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1. Brodenbacher Berglauf - 2. Faschingswaldlauf Bad Dürkheim

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24.12.2013
12. Heiligabendlauf

Diesen Heiligmorgen fahre ich leider allein zum Bärenfels, denn Jenny ist nicht 100%  fit und möchte vor dem Silvesterlauf auch nichts mehr riskieren. In Neubrücke angekommen, sind die Marathonis bereits auf der Strecke. Bei 12° C  zu so früher Stunde könnte man eher an einen Frühjahrslauf denken, als an die weihnachtliche körperliche Betätigung vor  dem abendlichen Kalorienmissbrauch.

Auch in diesem Jahr haben neben den vielen auswärtigen Marathonteilnehmern wieder sehr viele bekannte saarländische Gesichter den Weg zur Familie Feller gefunden. Man quatscht hier und da, so dass man die alljährliche Verspätung zum Startschuss des Hauptlaufes kaum wahrnimmt.

Nachdem Start geht es wie immer gleich zur Sache, denn hier wartet ein fast drei Kilometer langer Anstieg zum Bärenfels hinauf. Zum Glück habe ich heute keinen Zeitdruck, da ich kein nerviges Patenkind im Nacken habe, das vielleicht dann doch schneller ist als ich und somit die Krone des schnellsten Familienmitgliedes übernimmt. Außerdem könnte ich heute überhaupt nicht schneller laufen. Meine Waden haben kein Feuer mehr. Vielmehr brennen sie bis zum Gipfel hinauf.

Deshalb lasse ich es auf den weiteren Kilometern eher langsam angehen. Spätestens nach Kilometer 5,5 geht es ohnehin nur noch bergab bis zum Ziel an der Autobahnunterführung. Mit 48 Minuten steht eine meiner langsamsten Zeiten beim Heiligabendlauf auf der Uhr. Dies spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Hauptsächlich  ist es heute eine Vorbereitung auf das anstehende (kalorienreiche) Fest.

Medaille am Bärenfels

Im Movie Town warten viele Läufer auf die Siegerehrung, denn man hat ja Zeit während die Lieben zu Hause den Abend vorbereiten. Zumindest ist es bei mir so und ich erspare mir somit einiges an Hausarbeit. Man geht sich halt so gut man kann aus der Hand. Ich denke hier wäre meine aktive Mithilfe auch nicht so gern gesehen.

Auch Werner war mit dabei. Selbstverständlich ist er den Marathon gelaufen

Nach der Siegerehrung in entspannter Atmosphäre im Kinosaal verabschiedet man sich und wünscht sich ein frohes Fest. Auf der Heimfahrt freue ich mich schon auf den letzten Lauf des Jahres, dann geht es zuerst zu den Bekannten/Verwandten nach Holland um im Anschluss beim Silvesterlauf in Werl die letzten 15 Kilometer bei bester Silvesterstimmung abzulaufen. Drücken wir die Daumen, dass Jenny bis dahin wieder fit ist und das Wetter etwas winterlicher wird.

14.12.2013
9. Nachtwächterlauf

Nachtwächterlauf heißt Weihnachtszeit und dies bedeutet, dass die Saison eigentlich gelaufen ist. So fühle ich mich auch. Ja und selbst Jenny fühlt sich etwas müde von der langen Saison. Deshalb lässt die Gute auch den Nachtwächterlauf 2013 kurzerhand aus. Recht hat sie. Nick und ich nehmen den Lauf jedoch in Angriff. Vier Runden durch die Ottweiler Altstadt bei festlich beleuchteten Straßen sollten reichen um das Abendessen beim Italiener ohne schlechtes Gewissen genießen zu können.

Nachdem ich die erste Runde recht flott unterwegs bin, trödele ich etwas auf der zweiten Runde bis mich mein Patenkind etwa 300 Meter vor dem Ziel überholt. Er wird nur die 5000 m laufen und grinst sich einen ab, weil er zum ersten Mal an mir vorbei läuft. Ich überlege mir schon ausreden warum der Kleine an mir vorbei ist, von wegen wir wären zusammen gelaufen oder ich hätte mir den Schuh binden müssen. Bringt alles nichts. Ich muss den Tatsachen ins Auge sehen. Er wird größer und schneller. Vielleicht nehm ich ihn einfach nicht mehr mit zu  Läufen. Spätestens wenn wir die gleiche Distanz laufen, werde ich ihn an der Autobahn aussetzen. Das hat er dann davon.

Die nächsten zwei Runden gehe ich gemütlich an, denn die Endzeit läuft auf 52 Minuten hinaus. Dies sollte zum Jahresabschluss reichen. Somit kann ich noch einmal die Powerpoints am Alten Weiher und in der Hauptstraße genießen. Wäre ich noch etwas flotter am Anfang gewesen, hätte ich mir an der Hausnummer 124 einen Glühwein genehmigt. So wartet aber unser Fanclub auf meinen Zieleinlauf um endlich zum gemütlichen Teil überzugehen, dem Abendessen beim Italiener gegenüber vom Startbereich.

So warten die beiden letzten Läufe in einem durchwachsenen Jahr auf Jenny und mich. Der Heiligabendlauf bei der liebenswürdigen Familie Feller und der Silvesterlauf von Werl nach Soest.

01.12.2013
25. Weihnachtsmarktlauf Landstuhl

Wer sagt eigentlich, dass aller guten Dinge drei sein müssen? Für mich sind aller guten Dinge sechs und ich glaube es werden noch viel mehr, denn heute sind wir zum sechsten Mal in Landstuhl. Dieses Mal zum bereits 25. Landstuhler Weihnachtsmarktlauf. Zum Jubiläum gibt es für jeden der über 600 Teilnehmer(inklusive Schülerlauf) ein bedrucktes Glas. Was heißt Glas? In der Pfalz ist es natürlich ein Schobbeglas. Hier trinkt man nämlich Wein und kein Bier wie im schönen Saarland.

Zum Jubiläum ist unsere komplette Elite am Start. Das heißt Nick, Jenny und meine Wenigkeit. Beim letzten Dreierstart 2010 war mein Patenkind irgendwie kleiner bzw. viel langsamer. Heute muss ich die Beine in die Hand nehmen, wenn ich vor ihm bleiben will! So geht es auch gleich auf die erste Runde in der Stadtmitte von Landstuhl. Insgesamt sind es drei Runden, die es zu laufen gilt.

Auf der Strecke fällt mir erst auf wie viele Saarländer heute hier sind. Man könnte gut dummschwetze wie wir Saarländer sagen, doch sitzt mir mein Patenkind sicher im Nacken und so hoffe ich bis Kilometer 5 vor ihm zu bleiben, denn dann bricht er immer ein. Danach wird wohl nichts mehr passieren. Nachdem ich zweimal über den Weihnachtsmarktlauf, wo etliche Besucher des Marktes anfeuern, geht es auf meine letzte Runde. Ich fühle mich gut und komme ganz knapp unter einem 5er Schnitt ins Ziel. Für meine aktuelle Verfassung bin ich sehr zufrieden. Vielleicht kann ich in Ottweiler doch noch die Jahresbestzeit angreifen. An mehr darf ich leider nicht denken, denn dafür müsste ich etwas Gewicht verlieren.

Nur etwa 1:30 Min nach mir kommt Nick ins Ziel. Er sieht sehr fertig aus. Leider hat er es noch nicht so mit der Einteilung. Wenn er das noch lernt, dann werd ich ihn im nächsten Jahr nicht mehr in Schach halten können. Jenny verbessert ihre Landstuhler Bestzeit um fast drei Minuten. In diesem Jahr hat sie einen großen Schritt gemacht. Für 2014 ist also einiges möglich und mit Sicherheit werden wir 2014 wieder nach Landstuhl kommen. Dann sind aller guten Dinge für mich sieben.

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10.11.2013
30. Potzberglauf

Zum 30. Jubiläum des Potzberglaufes sind wir heute nach Gimsbach bei Glan – Münchweiler gefahren. Am Start berichtet uns Bernhard vom LT Hirzweiler, dass der eigentliche Berglauf ab Föckelberg beginnt, der Rest sei nur Spaß. Also etwa 2,5 Km vor dem Ziel, unterhalb des Potzbergturms. Na da sind wir aber mal gespannt.
 
Ich habe den Lauf zwar schon einmal vor vier Jahren bestritten, aber an ein entspanntes Laufen bis zum besagten Ort, kann ich mich nicht erinnern. Wie dem auch sei, für Jenny ist dies der erste richtige Berglauf. Bisher hat sie nur kleinere Bergläufe bestritten. Von daher ist sie relativ unruhig vor dem Start. Ich bin gespannt, wie weit sie mittlerweile ist.
 
Nach ein paar netten Worten des Veranstalters geht es dann gleich auf die Reise. Die Strecke verläuft komplett auf Asphalt. Die Neunkircher Straße führt uns aus Gimsbach hinaus auf die L364. Diese Landstraße führt das Läuferfeld in Richtung Neunkirchen hinauf, über Föckelberg bis kurz unterhalb des Gipfels. Auch wenn ich bis Neunkirchen bei Kilometer 2,5 locker durchkomme, so empfinde ich die Worte von Bernhard vor dem Start als schlechten Scherz. Er hat gut lachen, denn bei seinem 21 Start am Potzberg kennt er alle Gemeinheiten des Berges.
 
Ich selbst muss mich zurückhalten um mich nicht zu übernehmen. Außerdem habe ich immer noch kleinere Probleme mit meiner Wade. Im Ziel komme ich nach knapp 51 Minuten relativ entspannt an. Mit meiner Einteilung kann ich zufrieden sein, denn ich spüre keine Überlastung. Leicht verkrampft aber in sehr guten 62 Minuten kommt dann auch wenig später Jenny ins Ziel. Sie scheint auch großen Geschmack an dieser Art von Bergläufen gefunden zu haben und so entschließen wir beim Rückweg zum Auto am nächsten Wochenende nach Maikammer zu fahren. Eigentlich sollte dies ein lauffreies Wochenende vor den vielen Weihnachtsläufen sein... Nun fahren wir mit großer Vorfreude zum Kalmit-Berglauf, der den Abschluss des Pfälzer – Berglaufpokals bilden wird.
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03.11.2013
34. Fackellauf in Rodenbach

Wenn die Tage kürzer sind und das Wetter schlecht, dann ist es Zeit in die Pfalz zu fahren. Beim Fackellauf wird eine anspruchsvolle 7 Kilometerrunde um Rodenbach mit Fackeln ausgeleuchtet. Die Strecke ist eigentlich leicht einzuteilen. Bis Kilometer 3 geht es stetig hoch und danach wieder runter, bis man irgendwann in der Ortsmitte wieder ankommt.

Dies zur Theorie, in der Praxis sieht es für mich etwas anders aus. Nachdem ich starke Probleme mit der Wade hatte und in 14 Tagen nur 2-3 Mal Laufen konnte, werde ich den Fackellauf völlig entspannt angehen. So kommt es, dass ich bis zum höchsten Punkt bei Kilometer 3 noch gut bei Atem bin. In Rodenbach ist mir das bei den beiden Läufen zuvor noch nicht passiert. So kann ich relativ entspannt den Abstieg angehen.

Spätestens hier bewährt sich meine Kopflampe, denn bei leichtem Regen sind die Asphaltwege in den Wiesen von Rodenbach etwas rutschig. Mit der Lampe läuft es sich durchaus sicherer. Die mühsam aufgebauten Fackeln des Veranstalters sind durch den Regen meist schon erloschen. Dies ist sehr schade, denn bereits im letzten Jahr hatten wir ähnlich schlechtes Wetter. Dieses Jahr ist es mit knapp über 10°C Grad wenigstens mild.

Am Ortseingang von Rodenbach werden die Läufer schon von einigen Zuschauern empfangen. Es ist von hieraus nur noch einen Kilometer bis zum Ziel an der Sporthalle, doch sollte man sich trotzdem noch zurückhalten. Etwa 500 Meter vor der Halle wartet ein letzter, kleiner, giftiger Buckel auf die Teilnehmer. Danach ist es aber geschafft und der dritte(für uns) Rodenbacher Fackellauf endet für mich bei 36 Minuten. Es ist zwar mein langsamster Lauf, doch bin ich sehr zufrieden. Am Anfang der Woche habe ich gezweifelt, überhaupt starten zu können. Durch die Zurückhaltung fühle ich mich außerdem relativ entspannt. So kann ich die nächste Woche hoffentlich wieder normal trainieren.

Jenny kommt nur kurze Zeit(43:48) später ins Ziel. Sie verbessert ihre Zeit vom letzten Jahr um ganze 2 Minuten. Auch dies ist ein toller Erfolg.

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26.10.2013
23. Lemberg- Berglauf

Die Vorzeichen waren leider nicht gut. Der gerade erst liebgewonne Berglauf in Duchroth ist nach der 23. Auflage Geschichte. Leider ist es auch hier so, dass nur noch Wenige etwas machen möchten und einen neuen Organisator konnte man trotz dreijähriger Suche nicht finden. Jedenfalls war dies die ernüchternde Nachricht bei der Anmeldung im Clubheim des TuS Duchroth.

Ein letzter Lauf steht aber noch bevor. So laufen wir etwas traurig, aber trotzdem mit Vorfreude von Duchroth aus durch die Weinberge hinunter zum Start nach Oberhausen an der Nahe. Leider merke ich schon jetzt, dass meine Wade nicht mitspielen wird. Die ganze Woche habe ich pausiert um die Wadenzerrung auszukurieren. Die Zeit war scheinbar zu kurz. Somit bleibt mir nur ein Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen.

Jenny und ich wollen den Lauf noch einmal genießen. Die Landschaft um den Lemberg ist im bunten Herbstkleid wirklich herrlich. Da die Strecke etwas verkürzt wurde, da es zur Zeit Baumfällarbeiten um den Lemberg gibt, bleiben uns gerade mal 5,4 Kilometer. Am Start kennen wir eigentlich nur Bernhard vom LT Hirzweiler. Viel Zeit zum quatschen bleibt nicht, doch nehmen wir seine Einladung auf eine Flasche Wasser aus seinem Auto gerne an. Wir haben die heutigen 20°C Grad doch unterschätzt, denn wir fühlen uns etwas dehydriert. Letztes Jahr gab es hier im Oktober schon den ersten Schnee am Ziel.

Diese Schwüle bereitet uns dann nach dem ersten Kilometer bereits enorme Probleme, da wir das warme Wetter nicht mehr gewöhnt sind. Mir macht das Wetter so viele Probleme, dass ich es sogar an den Kreislauf bekomme. Somit habe ich mit meiner Wade noch ein weiteres Problem, was mir den Genuss am letzten Lemberg- Berglauf schwermacht. Vielmehr schleppe ich mich den Berg hinauf. Auf dem letzten Kilometer zickt die Wade ganz extrem. Ich hätte besser ganz pausiert, ist mein Fazit. Jenny kommt wenig später ebenfalls oberhalb der Lemberghütte ins Ziel. Sie schein nicht so fertig zu sein und ist mit ihrem letzten Lauf an diesem Berg zufrieden.

Als Fazit bleibt die traurige Gewissheit, dass wir hierhin nicht mehr zum Laufen kommen. Die tolle Strecke durch den Herbstwald werden wir vermissen. Außerdem hatten wir das freundliche Helferteam des TuS Duchroth richtig ins Herz geschlossen. Die Siegerehrung mit tollen Preisen für alle Teilnehmer haben wir so noch nicht erlebt. Die TuSler können aber Stolz auf das Geleistete sein.

Tipp für die Heimfahrt: Ein Abstecher ins Freilichtmuseum von BadSobernheim lohnt sich auch bei stürmischem Herbstwetter.

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19.10.2013
8. Benin - Lauf


Klein, aber fein. So ist der Benin – Lauf in Hirzweiler am einfachsten zu beschreiben. Hauptsächlich geht es natürlich um den guten Zweck. Aus diesem Grund gibt es auch nichts zu gewinnen und die wenigen verbissenen Läufer in  der Saarländischen Laufszene sind genauso entspannt wie wir nichtambitionierten Läufer.

Gut so, denn nur so kann man die herrliche Strecke über dem Ort Hirzweiler bis zum Hundeplatz, oberhalb von Urexweiler so richtig genießen. Schon nach dem Start wird es schnell ruhig im Feld, wobei dies nicht an der entspannten Atmosphäre liegt. Nein, es geht die ersten 1,8 Kilometer den Berg hinauf bis zum oben erwähnten Feldwirtschaftsweg, der die beiden Orte miteinander verbindet.

Für die Jahreszeit ist es im Übrigen fast zu warm. Man bekommt aber ein tolles Gefühl für den Herbst, wenn man die bunte Landschaft rechts und links vom Höhenzug aus betrachtet. Vielleicht beflügelt mich das heute ein wenig. Normal dürfte es nicht so rund laufen bei meinem aktuellen Kampfgewicht. Auf der anderen Seite kenne ich die sehr wellige Strecke nur zu gut. Die Einteilung ist gerade zu perfekt. Obwohl ich bei meinen vorherigen Teilnahmen in Hirzweiler immer schneller war,  kann ich heute vom Gefühl her auf den letzten zwei Kilometern den Berg hinab viel mehr Tempo machen. Mit 53 Minuten bin ich doch recht zufrieden und guter Hoffnung, dass dieses Jahr noch was gehen kann.

Nick steht bereits im Ziel. Er ist beim 5er in sagenhaften 25 Minuten ins Ziel gekommen. Ohne Training wäre ich mit der Zeit mehr als zufrieden. Irgendwie nimmt es bei den jungen kein Ende mit Wachstumsschüben. Warum nur kommen diese bei mir nicht mehr??? Das habe ich schon öfter bemängelt. Bei Jenny wird es ähnlich sein, denke ich noch so bei mir, doch da kommt sie schon gut gelaunt um die Ecke. Sie ist erst zum zweiten Mal in Hirzweiler an den Start gegangen. Nachdem sie beim ersten Start noch 67 Minuten auf der Uhr hatte, so kann sie mit einer Steigerung von 3 Minuten, mehr als zufrieden sein. Bleibt also alles wieder an mir und meinem Wachstumsproblem hängen...

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05.10.2013
2. Pfalz - Trail


Regen, Regen und nochmals Regen begleitet uns auf dem Weg in und durch die Pfalz. In Carlsberg angekommen, werden wir auf einen Parkplatz am Sportplatz eingewiesen. Merkwürdigerweise stehen dort kaum Autos. Da wir etwas spät ankommen, machen wir uns gleich auf den Weg zur Dorfmitte. Bis dorthin geht es knapp über einen Kilometer steil bergab. Wir merken somit gleich, welches Profil uns im Leiningerland erwartet.

Das Abholen der Startunterlagen verläuft reibungslos. Nach kurzem Warten  begeben wir uns aus der Anmeldehalle hinaus in den Startbereich. Die ganze Organisation findet im Übrigen auf einem Bauernhofgelände statt. Die eben genannte Anmeldehalle ist eine große Scheune, die extra für die Veranstaltung ausgeräumt wurde. Man muss aber sagen, dass es eine sehr professionelle Trail - Orga ist. Alles hat bis dato Hand und Fuß.

Nach dem Start geht es direkt in die Wiesen hinaus. Das Trail-Starterfeld macht einen extrem entspannten Eindruck. Man quatscht hier und da oder lacht über die Strapazen, die wir uns selbstverständlich freiwillig antun. Trotz des Dauerregens, dem leichten Nebel über den Wäldern und nur 12°C Grad, haben wir gute Laune. Ich laufe heute mit Jenny zusammen, denn wir haben in den nächsten Wochen sehr viele Volksläufe vor uns, weshalb wir es  entspannt angehen wollen. Doch spätestens nach 3,5 Kilometern ist an Entspannung nicht mehr zu denken. Hier geht es auf einem wunderschönen Singletrail steil den Berg hinauf. Wir haben schwer zu kämpfen.

Oben angekommen geht es erstmal wieder entspannt weiter. Doch auch hier lässt der nächste Anstieg nicht lange auf sich warten. Im ständigen Wechsel geht es auf dem Pfalz – Trail von ganz tief nach oben und umgekehrt. Durch den vielen Matsch auf der Strecke heißt es immer die Konzentration bewahren. Außerdem macht der Trail seinem Namen alle Ehre. Es geht wirklich fast nur auf Trailpfaden durch den Wald. Dies bedeutet Wurzeln, Äste, Steine etc. Für unseren Geschmack ist diese Strecke optimal gewählt. Nach hartem Kampf kommen wir nach 2:10 Stunden ins Ziel. Damit dürften wir für den Schaumberglauf am nächsten Wochenende gut gerüstet sein.

Der Pfalz – Trail bietet alles, was das Herz begehrt. Abzüge gibt es jedoch bei der Verteilung der Verpflegungsstellen, denn diese sind mit Kilometer 6 und 8 schlecht gewählt. Selbst die Ultraläufer dürften hier etwas merkwürdig versorgt sein. Auf der anderen Seite gibt es für die Ultraläufer alles was man braucht um seine Speicher wieder aufzufüllen. Der Zweite Minuspunkt sind die Parkplätze. Gerade nach dem Lauf ist es wirklich heftig zum Sportplatz zurück zu laufen(es waren ja genügend Parkplatze in der Nähe frei). Ich bin ein Freund des Auslaufens, aber nicht nach so einem schweren Lauf bzw. den Temperaturen. Dies sind aber nur zwei Punkte, alles andere macht Lust auf mehr. Für die 2. Veranstaltung war es wirklich eine tolle Geschichte. Wir kommen gerne wieder nach Carlsberg.


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Sieht noch gut aus im Ziel

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Optimales Zugpferd

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Steile Anstiege im Leiningerland

29.09.2013
3. Heggestorzelauf


Zum dritten Mal sind wir am Start des Heggestorzelauf in Heckendalheim. Da ich bereits schon zweimal von der sympathischen Veranstaltung mit viel Herzblut berichtet habe, möchte ich heute mehr auf die Strecke eingehen. Grundsätzlich finde ich solche Veranstaltungen als eine Bereicherung der Laufszene an der Saar. Da mir natürlich die reinen Volksläufe am Herzen liegen, empfinde ich die Läufe mehr als willkommene Spaßveranstaltung, die ich gern ein- oder zweial im Jahr einstreue. Darum geht es heute überhaupt nicht um Zeiten. Die Garmin hätte ich besser mal zu Hause gelassen, was sich noch bestätigen wird.

Nicht nur die Teilnehmerzahlen werden Jahr für Jahr gesteigert, nein auch die Strecke entwickelt sich jedes Jahr neu. So hat man eine tolle 11 Kilometer- Runde um Heckendalheim gefunden. Die 5 Kilometerläufer/innen gehen zwar noch gemeinsam mit dem Hauptlauf auf die Strecke, doch biegen sie direkt nach dem Start auf die alte 5 Kilometerrunde ab. Diese wird in diesem Jahr umgekehrt gelaufen.

Wir Hauptläufer biegen rechts ab in Richtung Heckendalheim(Der Sportplatz liegt auf einer Anhöhe vor dem Ort). Nach ca. 3 Kilometern Bergablaufens folgt das erste Hindernis. Es handelt sich um einen sehr langen Treppenabschnitt. Hier fällt der größte Teil der Läufer in den Gehschritt zurück. Im Anschluss warten jede Menge steile, knackige Anstiege mit wechselndem Untergrund. Neben Wiesen, Asphalt und Waldwegen wartet selbstverständlich viel Matsch. Wir hangeln uns Böschungen hinunter und an den andern Seiten wieder hoch. Zur Regeneration wartet an freundlichen Verpflegungsstellen, alles was das Herz begehrt. Spätestens wenn nichts mehr geht, dann hilft ein kleiner Schluck Cremant. Ok, mir wurde im ersten Moment davon übel, das liegt aber an meinem mangelnden Alkoholkonsum. Ein Versuch war es jedenfalls wert und zum Schluss hin konnte ich wieder schneller laufen. Wer weiß, ob das Getränk dafür gesorgt hat....

Bis kurz vor Schluss bin ich eigentlich sehr sauber durchgekommen. Doch an den Heuballen ist es soweit. Während ein weiterer Laufkollege mit mir den Ballen überwindet, wirft die Feuerwehr den Wasserwerfer an und ich rutsche im gleichen Moment vom Ballen ab. Meine Landung im Morast ist sehr weich, doch von meiner Hose ist nichts mehr zu erkennen. Was soll´s, dafür sind wir alle nach Heckendalheim gekommen. Somit kündige ich wenig später auch meinen Sprung in das letzte Schlammbad vor dem Ziel an. Die Helfer springen erschreckt zur Seite. Die Landung ist so tief, dass von meiner Garmin, wie zu Beginn angesprochen, nichts mehr zu sehen ist. Ich bin überrascht wie die Uhr das alles mitmacht, denn sie funktioniert immer noch.

Im Zielbereich auf dem Sportplatz stehen Manni, Jenny und Nick, der übrigens den Jedermannslauf auf einem tollen 17. Platz beendet hatte. Die Drei nötigen mich auf das letzte Hindernis zu klettern. Dort soll man sich einige Meter über dem Boden hinweghangeln. Trotz möglicher Pussylane-Runde zögere ich keine Sekunde und hechte auf das Hindernis. Meiner Meinung nach habe ich diese Übung mit Bravur gemeistert. Doch werde ich  selbst auf der Heimfahrt noch hierfür von allen Begleitern gemobbt. Dieser Zustand ist für mich unerträglich, sodass ich ein Comeback für die nächste Saison ankündige. Dann zerlege ich das Klettergerüst in Heckendalheim mit einem Mayerischen Flickflack.


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Vor dem Lauf sind alle entspannt.NOCH!!!
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Nick beim 1. Hindernis
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Nur die Harten kommen an den Haken
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Beim Zieleinlauf
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Hat Spaß gemacht

21.09.2013
Jubiläumsvolkslauf "50 Jahre Volkslauf Deutschland" Bobingen


Die Wiege des Volkslaufes in Deutschland liegt in Bobingen bei Augsburg. Zwar gibt es viele Läufe, die schon sehr viel länger ausgetragen werden(z.B. Paderborner Osterlauf, Rennsteiglauf usw.), doch wurde in Bobingen vor genau 50 Jahren der erste offizielle Volkslauf über 10 Kilometer vom TSV Bobingen veranstaltet.

Herwig Leiter der beim 1. Volkslauf für die Zeitmessung zuständig war, hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren für die heutige Jubiläumsveranstaltung stark gemacht. Nach vieler Vorarbeit hat dann der DLV dem Wunsch von Herwig Leiter entsprechend die deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer an den TSV vergeben. So kommt es, dass auch ich nach Bobingen fahren darf, denn alle Volkslaufwarte sind zum einen zur Jubiläumsfeier am Abend, als auch zur alljährlichen Volkslaufwarttagung eingeladen.

Meine Unterkunft ist im Gasthaus Krone, direkt neben dem Zielbereich. Eine solch komfortable hatte ich bisher selten.  So kann ich die Einläufe der Meisterschaften bestens verfolgen. Im ersten Lauf gehen die männlichen Senioren im kleinsten Teilnehmerfeld auf die Strecke. Mit Hans Hörmann treffe ich vor dem Start noch einen Läufer, der vor über 20 Jahren beim Volkslauf in Stennweiler unter die ersten drei Plätze gelaufen ist. Er musste sich damals noch Werner Dörrenbächer geschlagen geben. Wir hatten bis dahin nur Kontakt per E-Mail, da er in München wohnt und damals im Saarland zu Urlaub war. Im Rahmen unserer Internetseite Laufdatensaar.de gab er im vergangenen Jahr zum Thema "Volksläufe früher und heute" ein Intervieuw. Ich wünsche ihm viel Glück, was ihm letztendlich den deutschen Meistertitel in der Mannschaftswertung der Klasse M50 einbringt.

Der zweite Lauf ist ganz im Zeichen von Sabrina Mockenhaupt. Mit ihrer sympathischen Art hat sie die Zuschauer fest im Griff. Mit über 2 Minuten Vorsprung deklassiert sie geradezu ihre Konkurrenz. Der dritte und damit letzte Lauf gehört den jüngeren Männern. Am Ende stehen für deutsche Verhältniss drei starke Zeiten unter 30 Minuten auf dem Papier. Irgendwie könnte man sich an das reine Zuschauen gewöhnen. Es ist mir nicht wirklich klar, dass ich jetzt mit knapp über 100 Teilnehmern beim Volkslauf selbst an den start gehen werde.

Allgegenwertig ist die Historie des heutigen Laufes. Schade nur, dass wir nicht auf der ursprünglichen Strecke laufen können. Diese führte damals durch die Wälder um Bobingen. Ein reiner Citylauf ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Einige meiner Laufwartkollegen geben sich ebenfalls die Ehre mitzurennen. Doch Ambitionen hat von ihnen auch niemand. Die Strecke geht über eine kleine Einführungsrunde zu vier weiteren Runden auf einer fast flachen 2,2 Kilometer- Runde. Sowohl in den kleinen Nebenstraßen, als auch an der Hauptstraße machen die Bobinger viel Stimmung. Dies lässt den Citylaufcharakter schnell vergessen. Trotzdem läufts mal wieder nicht so ganz rund. Es nervt mich etwas, dass ich zur Zeit nicht unter 52 Minuten laufen kann. Woran es liegt, weiß ich selbst am besten. Ich sage nur so viel, die Jubiläumsfeierlichkeiten am Abend haben nicht dazu beigetragen die Zeiten wieder schneller werden zu lassen....


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Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt
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Männerstart
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Medaillen zum Jubiläum

15.09.2013
8. Pfälzerwald Marathon


Pirmasens war für uns immer nur eine Durchfahrtsstadt. Was kann es da schon Gutes geben? Jetzt stehen wir in der Messehalle  6A bei der Startunterlagenausgabe und sind schon etwas überrascht, wie reibungslos bisher alles funktionierte. Bei einem Marathon ist es nicht selbstverständlich, dass man quasi direkt vor der Halle parken kann, seine Unterlagen bekommt und mit den anderen Teilnehmern völlig entspannt in der Halle sitzt.

In der Messehalle wird später der Zieleinlauf sein. Der Start selbst, zu dem wir uns gleich hinbewegen, liegt ein paar hundert Meter entfernt auf dem Exerzierplatz im Zentrum von Pirmasens. Auf dem Weg dorthin beherrscht die Kleiderfrage das Gesprächsthema. Bei 13°C Grad, leichtem Regen und dunklem Himmel ist es nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Mit einem Langarmshirt unter dem T-Shirt bzw. kurzer Hose bin ich wahrscheinlich zu warm an. Jedoch führt kein Weg mehr zurück, denn wenig später wird der Lauf angepfiffen und das bunte Läufervolk schlängelt sich durch die Exerzierplatzstraße.

Am Ende dieser Straße geht es für die nächsten 2,5 Kilometer nur noch bergab. Pirmasens liegt auf einer Anhöhe und war in früheren Zeiten eine Schuhmetropole. Heute bekommt man den Strukturwandel nur schleppend in den Griff. Dies fällt einem beim Durchlaufen der Stadt an der einen oder anderen Ecke deutlich auf. Spätestens an der Stadtgrenze wird es dann grün. Auf jeder Seite ist man vom dichten Pfälzer Wald sozusagen eingerahmt. An der B10, unterhalb des Grasberges biegen wir in den heute dampfenden Pfälzer Wald ein. Leider ist das schöne Bergablaufen damit auch passee.

Die Strecke ist von hier an sehr trailig, mit vielen Wurzeln, und wie es für den Pfälzer Wald üblich ist, mit großen Felsen bestückt. Man muss sich also konzentrieren  nicht zu stürzen. Kurz vor dem Kilometer 11 kommen wir aus dem Wald heraus. An dieser Stelle überqueren wir die B10 und mir wird schlagartig die Schwierigkeit der zweiten Hälfte des Halbmarathons bewusst. Auf dieser Straße fährt man, wenn man in Richtung Landau unterwegs ist. Bis Pirmasens sollte das härteste Stück noch vor uns liegen, denn selbst im Auto merkt man den Höhenunterschied  auf besagter B10.

So kommt es, dass ich mir beim Verpflegungspunkt Hombrunnerhof, was gleichzeitig der Staffel – Wechselpunkt ist, viel Zeit lasse. Genauso wollte ich mir beim ersten Anstieg eine Auszeit nehmen. Doch dann motiviert mich zum Glück eine Mitläuferin aus Chile weiterzulaufen. So gehen wir also gemeinsam die letzten 8 Kilometer an. Manchmal ist es schon gut, wenn das Teilnehmerfeld sich gegenseitig motiviert. Irgendwann kommt noch ein Bekannter von ihr zur Verstärkung  und wir laufen  zu dritt. Zum Reden ist zwar keine Luft da, trotzdem erleichtert die Gemeinsamkeit das Berglaufen enorm.  

Selbst nach Erreichen der Stadtgrenze bleibt das Streckenprofil sehr wechselhaft. Gerade das macht den Lauf aus. Man freut sich, die Schwierigkeiten gemeistert zu haben und dann lauert der letzte, nicht lange aber sehr steile Stich auf dem Messegelände. Am Ende angekommen, fällt der nun asphaltierte Weg steil nach links ab in die Messehalle. Man hört beim Einlaufen in die Vorhalle schon die Zuschauer. In der Halle 6A angekommen, begrüßt der Spreche jeden Läufer und die Cheerleader klatschen uns mit den restlichen Zuschauern ins Ziel. Ein toller Abgang eines wunderschönen Laufes.

Mit 2:12 Std. kann ich gut leben. Bedenkt man, dass ich bei alleinigem Laufen wohl eher ein gemütliches Tempo ab dem Hof bei Kilometer 12 eingelegt hätte. Jenny komm mit 2:29 Std. sehr zufrieden in die Messehalle eingelaufen. Sie darf zu recht auf ihre Zeit stolz sein. Ihr letzter Halbmarathon liegt lange zurück und war im Flachen. Damals war sie gerade mal 3 Minuten schneller. Somit darf sie sich berechtigt Hoffnung machen, im Frühjahr in Kandel ihre Bestzeit deutlich zu verbessern.

Mit einer sehr schönen Medaille um den Hals behangen machen wir uns auf zum Duschen. Irgendwie gehen wir wie echte Marathonis, denn die Strecke hat uns sehr zugesetzt. Wir verraten Keinem der nachfragt, dass wir nur die halbe Distanz zurück gelegt haben. Wäre ja sonst peinlich. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung noch lange weitergeführt wird. Wir hatten viel Spaß und der nächste Pfälzer Wald – Marathon steht bereits auf unserem Plan.

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Jenny beim Zieleinlauf

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Nach dem Lauf in der Messehalle

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Sehr schöne Finisher - Medaille

24.08.2013
5. 12h Lionslauf Lebach


Langer Trainingslauf zu Hause oder beim 12 Stundenlauf in Lebach an den Start gehen?!?!?!? Ich hab mich dann zum Ende der Woche für Lebach entschieden und ich muss sagen, es war eine gute Idee. Denn ein 12 Stundenlauf auf der Bahn ist zwar eintönig, aber man findet ein völlig entspanntes Teilnehmerfeld vor. Mit viel Dummschwätze, wie wir Saarländer sagen, wirkt der Trainingslauf sehr kurzweilig. Umso mehr freu ich mich am Ende über die 30 Kilometer auf meiner Uhr. Für mich bedeuten solch lange Strecken immer viel Überwindung. Auch wenn das Laufen auf der Bahn nicht zu meiner Lieblingsdisziplin beim Laufen zählt, so hat es mir beim Lebacher Lionslauf sehr gut gefallen und ich schließe es nicht aus bei Gelegenheit wieder teilzunehmen.

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15.08.2013
17. Volkslauf “Steine an der Grenze“


Hart aber herzlich, so trifft es den Volkslauf in Merzig wohl am besten. Schon vor dem Start wird mir heute von meinen Begleitern Erwin und Bernhard vom LT Hirzweiler klargemacht, dass ich kein Leichtgewicht bin. Beim Einparken auf einem frisch geernteten Kornfeld deutet mir der kritische Blick von Erwin  an, dass es wohl besser sei, wenn ich das Auto verlassen würde. Andernfalls könnte  sein Auto beim Einfahren in das Feld hängen bleiben. Wer den Schaden hat braucht ja bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen…

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 In diesem Sinne geht es zur Anmeldung. Neben dem Volkslauf findet heute Abend noch ein kleines aber feines Grenzlandfest statt. Da sage doch Einer, die Saarländer und Franzosen würden sich nicht vertragen. Zumindest beim Trinken werden alle Vorurteile über Bord geschmissen. Die Veranstaltung ist eine logistische Meisterleistung. Die Örtlichkeiten befinden sich mitten auf den Feldern zwischen Merzig und Launstroff auf französischer Seite. Außerdem ist Erntezeit. Aus diesem Grund sollte man Zeit mitbringen. Wenn ein Traktor die Wege versperrt, dann muss man eben warten. Für alle, die diese Geduld aufbringen,  ist der Steinelauf eine tolle Sache.

Die Steine an der Grenze gehen auf die Initiative von Paul Schneider zurück. Dies ist aber ein eigenes Kapitel für sich. Dieses haben wir bereits in unserm Taschenbuch “In Laufschuhen ums Saarland“ angesprochen. Jedenfalls kommt man beim Volkslauf ständig an den Skulpturen vorbei. Der Start des Laufes hat sich durch die hohe Teilnehmerzahl etwas verzögert, was aber die Wenigsten wirklich stört. Man unterhält sich angeregt wie es im Saarland Sitte ist. Als es endlich los geht, macht der hintere Teil des Feldes in dem ich mich befinde einen entspannten Eindruck. Man genießt die letzten Sommerläufe, ehe es so langsam in Richtung Herbst geht.

Die Einführungsrunde bringt uns nach knapp 3 Kilometern in den Start-/Zielbereich zurück. Hier geht es direkt auf der Skulpturenstraße immer leicht ansteigend hinauf in Richtung A8. Hinter jeder Kuppe vermutet man die Abbiegung hinunter nach Frankreich, denn der leichte Anstieg auf etwa 3 Kilometern zieht sich doch sehr und die Einführungsrunde hatte es mit kleinen Anstiegen ebenfalls in sich. Bei Kilometer 6 ist es dann soweit. Direkt unterhalb der Autobahn geht es in Richtung Frankreich. Bis zum Ort Launstroff geht es nur noch bergab. Erst hinter dem Ort bei Kilometer 9 wartet der letzte Kilometer mit seinem schon von mir befürchteten bzw. erwarteten Anstieg.
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Eine Zuschauerin brüllt mir noch einmal das Motto des heutigen Tages “HART ABER HERZLICH“ entgegen. So überwinde ich mich um nach einem sehr langen Zieleinlauf in etwas über 54 Minuten unter dem Bitburger-Bogen ins Ziel einzulaufen. Für die Strecke ist die Zeit ganz ok. Wie gesagt, man sollte Zeit mitbringen. Dann ist es eine wunderschöne Veranstaltung. Nach dem Duschen empfiehlt es sich noch auf dem Grenzlandfest zu verweilen. Die Leute sind sehr gastfreundlich. Die einzigen, die nichts von der Veranstaltung haben sind die Bauern, denn diese sieht man noch bis spät in die Nacht mit ihren Scheinwerfern in der Ferne beim Ernten.
 

Zum Wochenabschluss geht es dann noch nach Homburg zum 11. Citylauf des TV Homburg. Zu viel erwarten sollten wir von diesem Lauf aber nicht. Am Freitag haben wir den Übergangstag nach dem Wochenende zum Intervalltraining genutzt. Der Lauf in Homburg wird über drei Runden durch die Stadt ausgetragen. Eingebettet ist die Veranstaltung in die Festa Italiana. Somit wird das ganze Wochenende in Homburg gefeiert bzw. am Sonntagmorgen wird noch etwas gelaufen.

 Im Start- Zielbereich befinden sich einige Zuschauer, die schon mächtig Stimmung machen. Nach dem Startschuss schicken sie uns hinaus in Richtung ehemaliges Freibad. Leider ist dieses seit Kurzem geschlossen. Bei unserer Reise um das Saarland auf dem Saarland – Radweg sind wir hier auch schon vorbei gekommen. Damals konnte man hier in den Sommermonaten noch schwimmen gehen. So ist das leider zur Zeit im Saarland. Die Kommunen haben kein Geld mehr für Schwimmbäder.

Nach 3,35 Kilometern komme ich zum ersten Mal in den Start-/ Zielbereich zurück. Noch fühle ich mich gut, doch merke ich, dass ich das Tempo nicht halten kann über die beiden letzten Runden. So entschließe ich mich auf Jenny zu warten. Vielleicht können wir wieder die 60 Minuten- Marke in Angriff nehmen. Sie macht einen guten Eindruck und liegt noch etwas unter einem 6er Schnitt. Die zweite Runde fällt ihr sichtlich schwer. Umso erstaunlicher ist das schnellere Tempo in der dritten Runde. Durch die etwas längere Strecke reicht es aber nicht ganz für eine Nettozeit unter 60 Minuten. Trotzdem sieht meine bessere Hälfte mehr als zufrieden aus. Kann sie auch sein!!! Jetzt folgt eine kleine Laufpause, ehe es im September mit dem 10 Kilometerlauf in Rehlingen weitergeht.

03.08.2013
9. Berglauf Brodenbach

Brodenbach liegt an der sogenannten Terrassenmosel. Der Ort liegt etwas mehr als 20 Kilometer vor Koblenz. Die größte Sehenswürdigkeit der 600- Seelengemeinde ist mit Sicherheit die stolze Ehrenburg, die über dem Ehrbachtal thront. Auf dieser Burg befindet sich das Ziel des 9. Brodenbacher Berglaufes.

Da wir ein gemütliches Wochenende an der Mosel verbringen wollen, konnten wir die Strecke bereits am Vortag besichtigen. Von unserer Ferienwohnung, der Pension "Haus Christiane" sind es nur 3 Kilometer bis hinauf zur Burg. Bei weit über 30°C Grad mussten wir feststellen, dass die vier Rampen am Schlussanstieg es in sich haben.

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Umso mehr freuen wir uns über die viel angenehmeren 26°C Grad am heutigen Starttag. Es ist zwar immer noch sehr schwül, aber mit viel Trinken dürfte es kein Problem sein, die knapp 6 Kilometer zu meistern. Der Start befindet sich direkt vor der Feuerwehr Brodenbach. Leider muss der Veranstalter sich mit 50 Startern zufrieden geben. Neben Manni und Moni haben wir auch Nick zur Fahrt an die Mosel überredet. Er lässt es sich nicht nehmen beim richtigen Berglauf zu starten. Kinderläufe möchte er nicht mehr laufen. Von daher geht er den Lauf erst mal mit Jenny zusammen an.

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Nach dem Start geht es eine Runde durch den kleinen Ort. Überall stehen Brodenbacher und Brodenbacherinnen, die fleißig anfeuern. Selbst die Vermieter vom "Haus Christiane" hat es an die Strecke verschlagen um uns kräftig einzuheizen. Nach dieser Runde geht es auf die L206. Diese belaufen wir etwa auf einem Kilometer. Danach geht es in ein kleines Waldstück und hinaus zum Sonnenwinkel, wo auch schon die erste Verpflegung auf uns wartet. Dann geht es erst richtig los mit dem eigentlichen Berglauf. Die ersten beiden Rampen sind zwar nicht lang, dafür sehr steil.

Insgesamt sind es für meinen Geschmack vier Rampen mit fast 200 Höhenmetern auf 1,5 Kilometern. An der letzten Rampe sind wir direkt unterhalb der Burg. Um noch etwas auf Kilometer zu kommen, haben die Veranstalter diesen letzten Anstieg mit eingebaut. Oben angekommen, fühle ich mich noch relativ gut und kann mit lockerem Puls in die Ehrenburg einlaufen. Bei nur 50 Teinehmern mache ich mich mit Positionskämpfen nicht verrückt. Dafür ist der Berglauf im Brodenbacher Wald zu schön. Die sagenumwobene Ehrenburg gibt ihres zur gelungenen Veranstaltung dazu.

Im Ziel warte ich gemeinsam mit Manni und Moni auf Nick bzw. Jenny. Beide kommen dann auch in kurzem Abstand in den Burghof gesprintet. Nick hat sich an der Verpflegungsstelle von Jenny verabschiedet. Der Anstieg hat unserem Leichtgewicht gut gelegen. Er konnte sogar noch zwei Läufer einsammeln bis zum Ziel. Auch Jenny sieht zufrieden aus.

Nach kurzem Auslaufen bzw. einer erfrischenden Dusche geht es auf das Dorffest bei der Feuerwehr. Jenny und Nick werden sogar mit einer Flasche Riesling für ihren 1. Platz in der jeweiligen AK belohnt. Dass außer ihnen sonst keiner in den Klassen an den Start ging, werden wir jedoch für uns behalten. Ich begnüge mich mit Weißweinschorle und lasse das Wochenende mit meinen liebsten an der Mosel auf dem Dorffest ausklingen. Dieser Lauf war was ganz Besonderes. Klein aber fein ist unser Fazit. Übrigens ist die Homepage des Veranstalters für einen Statistikfreak wie mich eine einzige Freude. Am besten selbst mal reinschauen... Und auf der After-Run-Party lernt man nicht nur Einheimische kennen. Im Gegenteil, die Gäste kommen von überall her, da es sich an der Mosel natürlich um einen Touristenort handelt. Wobei die meisten eher mit gelben Nummernschildern angereist sind:O)

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28.07.2013
31. Straßenlauf Kaiserslautern

Der 31. Straßenlauf des 1. FC Kaiserslautern stand dieses Jahr eigentlich nicht auf unserem Terminplan. Da wir gestern zudem auf der Hochzeitsfeier von Martina und Christian unseren Spaß hatten, sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Lauf nicht gerade optimal.  Jenny allerdings ist seit Tagen schon motiviert und als ich um 6 Uhr nach 3 Stunden Schlaf  in die Küche komme, muss ich geschockt feststellen, dass meine bessere Hälfte bereits in Laufkleidern beim Frühstück sitzt und sich professionell auf den Start zwei Stunden später vorbereitet.
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So kam es auch, dass wir recht müde, aber pünktlich am Start auf dem Einsiedlerhof stehen. Ich frage mich, was bei meinem momentanen Trainingszustand möglich ist. Viel interessanter ist jedoch die Frage, wie Jenny mit dem bisschen Schlaf zurechtkommt. Seit Wochen lassen ihre Trainingszeiten vermuten, dass sie nach 4 Jahren endlich in der Lage ist, die 10er – Distanz unter einer Stunde zu laufen. Mir wäre es nicht recht, wenn sie endlich schneller würde, denn dann müsse ich mich mit meinen gehässigen Bemerkungen über ihre Art zu laufen wohl zurückhalten.

Warten wir also ab, was also kommen wird. Die Strecke in Kaiserslautern ist sehr schnell. Nicht nur wegen der Pfalzmeisterschaften sind heute wieder viele schnelle Läufer am Start. Auch sie werden mit den schwülen Temperaturen zu kämpfen haben. Der Wechselpunkt beim Straßenlauf liegt im Vorort Kindsbach. Bis dahin läuft es für mich klasse. Ich liege genau auf einem 5:00er Schnitt. Jedoch lassen die Kräfte bereits nach. Um nichts zu riskieren, trinke ich ausgiebig am Wendepunkt und verabschiede mich gleichzeitig von einer 50er Zeit.  
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Noch vor Kilometer 6 kommt mir bereits Jenny entgegen. Mit ihrer Zielsetzung sieht es gut aus. Von hier an nervt mich ein neuer Begleiter. Er überholt ständig, um dann vor mir zu gehen. Sobald ich vorbei bin, läuft er wieder an. So was kann ganz schön nervig sein.  Nach dem vierten Überholen bleibt mir nichts anderes übrig, als anzuziehen um ihn abzuschütteln. Danach laufe ich relativ konstant zurück ins Ziel. Dort muss ich dem Abstopp-Überholer noch dankbar sein, denn die Uhr bleibt wenige Sekunden unter 52 Minuten stehen. Somit hatte die Tempoverschärfung was Gutes. Für mich ist dies die schnellste 10er Zeit seit Silvester.

Nach kurzem Auftanken laufe ich Jenny entgegen. Doch ich komme nicht weit. Nach nur wenigen Metern sehe ich sie schon aus dem Wald kommen. Die Uhr im Ziel zeigt 57:XX Minuten an. Das sollte auf der langen Zielgerade in der Weilerbacher Straße locker reichen, um unter 60 Minuten zu bleiben. Als sie auf meiner Höhe ist, sieht man schon, dass sie weiß was Sache ist. Am Ende steht die Uhr bei knapp über 59 Minuten und es gibt das Gerücht, ein saarländischer Blitz wäre durch die Wälder zwischen dem Einsiedlerhof und Kindsbach gefegt. Mist!!!! Solche Sprüche muss ich ab jetzt für mich behalten, denn das war heute ein ganz toller Erfolg für Jenny. Ich glaube sogar, jetzt wo der Knoten geplatzt ist, ist noch mehr drin auf dieser Distanz. Als nächstes wartet aber ein kleiner Berglauf an der Mosel auf uns. Die Teilnahme an diesem Lauf in Brodenbach verbinden wir mit einem verlängerten Wochenende an besagter Mosel…

19.07.2013
6. Mittelpunktlauf
Bericht von Jenny

Heute geht es für uns zum Mittelpunkt des Saarlandes in Habach (Eppelborn).Da wir viele Mittelpunktläufer kennen und diese auch immer sehr zahlreich an unserem Osterlauf teilnehmen, ist es für uns Ehrensache hierher zu kommen. Bei diesem 5 km-Lauf kann man als Einzelner oder im Team an den Start gehen, was auch von vielen Läufern zum Anlass genommen wird, einen Firmenausflug zu machen.  Auch wir wollten ursprünglich mit zwei Osterlauf-Mannschaften antreten. Aber mehrere Absagen und die schwere Bänderdehnung von Thorsten bei den Fellers vor einigen Tagen, führten dazu, dass heute nur eines der Teams, bestehend aus Bernd Hellbrück, Bodo Lieser, Alexander Schamma  und mir, an den Start geht. Und das bei 28°C im Schatten! Naja, wir sind ja hart im Nehmen….

So fahren dann Thorsten, Bodo (haben wir unterwegs mitgenommen, da er schon im Vorfeld sein Besäufnis angekündigt hat) und ich nach Habach, wo schon vor dem Lauf eine ausgelassene Stimmung herrscht. Thorsten schickt uns dann auch schon bald mit den Worten: “ ich will was sehen von euch!“ auf die Strecke und vertreibt sich die Zeit, bis er seinem heutigen Einsatz als Fotograf dann kurz vor dem Ziel (wo ich natürlich wieder total unvorteilhaft fertig aussehe…) nachkommt.

Schweißgebadet und pumpend wie ein auf dem Rücken liegender Maikäfer, komme ich nach 31 Minuten als Letzte unserer Mannschaft im Ziel an. Natürlich wäre ich gern unter 30 gelaufen, aber bei der Hitze und dem Streckenprofil war für meinen jetzigen Trainingszustand nicht mehr drin. Und trotzdem haben wir mit unserem Team noch den 15. von 27 Plätzen belegt! Nach einer erfrischenden Dusche sehen wir dann auf Thorstens Fotos auch alle wieder gut aus und es kann losgehen mit der Kohlenhydratzufuhr und der After-Run-Party! Und die kann sich sehen lassen! Bei leckerem Essen und toller Musik vergeht die Zeit im Nu und unser Mitfahrer Bodo vertilgt mit Thorsten ein Bier nach dem anderen und Bodo will am liebsten gar nicht mehr heim… Um kurz nach elf kann ich die Beiden dann doch noch ins Auto verfrachten und somit endet eine gelungene Laufveranstaltung. Auch nächstes Jahr werden wir wieder hierher kommen, dann hoffentlich wieder mit Thorsten als Läufer, denn das kann er besser als fotografieren  ;-)     

Vielen Dank an Bodo, Alex und Bernd für Ihren Osterlauf - Einsatz!!!

13.07.2013
10. Bärenfels - Trail

Zum Jubiläumslauf am Bärenfels breche ich mit Bodo von den Fribis bereits um 6:30 Uhr auf. Der Bärenfels – Trail ist bekannt für seine vielen Höhenmeter und lockt überwiegend Ultraläufer aus dem ganzen Land an. Wir entscheiden uns für die Halbmarathonstrecke, die jedes Jahr nach Lust und Laune von Robert Feller variiert. Alle Hartgesottenen entscheiden sich entweder für die Marathon- oder die Ultra- Distanz.

Wichtig für den Bärenfelslauf ist eine gute Portion Humor bzw. Zeit, denn ganz nach guter alter Tradition wird der Start eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Nach kurzer Ansprache geht es dann auf die erste Runde. Bis zum Bärenfels geht es überwiegend den Berg hinauf. Schmale Pfade wechseln sich mit Wurzelwegen bis hierhin ab. Durch die vielen Teilnahmen beim Heiligabendlauf und 1. Mai – Trail sind mir die Pfade gut bekannt. Auf der zweiten Streckenhälfte warten noch Wiesen, ein Steinbruch, jede Menge kleiner Brücken und vieles mehr.

Da diese Strecke sehr an die Substanz geht, habe ich umso mehr Respekt vor den zwei oder drei Runden- Läufern. Unglaublich, wie man diese Strecke bewältigen kann, denn mehrere Anstiege sind gar nicht zu belaufen, weil sie so steil sind. Ganz stark ist die Verpflegung bei dieser Veranstaltung. An jeder Station wartet etwas anderes auf die Teilnehmer. Von Gummibären über Waffeln bis hin zu Schokolade wird jeder seine Stärkung finden.

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Bis etwa Kilometer 11/12 bin ich in einer Gruppe mit vielen Bekannten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Leider ist die Gruppe einen Tick zu schnell für mich. Ich lasse abreißen und verfalle in einen langsameren Trott. Ich wollte den Lauf eher mit Spaß angehen. Darum mache ich mir für die letzten Kilometer keinen Stress mehr. Blöderweise werde ich unaufmerksam. So kommt es, dass ich hinter Kilometer 17 eine Wurzel übersehe. Gleich beim Umknicken spüren ich einen Knacks. Mein leichtes Übergewicht von XX Kilo tut sein Übriges. So liege ich mitten im Wald, überlege was zu tun ist. Drehen lässt sich der Fuß noch. Also aufstehen, einrollen und zu Ende laufen!

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Die Bärenfellers kommen mir bei diesem Vorhaben entgegen, denn ausnahmsweise ist die Strecke nur 19 statt 21,095 Kilometer lang. Bis ins Ziel geht es einigermaßen. Danach schwillt mein Knöchel auf Maximalgröße an. Den Rest des Sonntags verbringe ich mit Eisbeuteln auf unserm neuen Sofa, um mir eine weitere Tour-Etappe reinzuziehen. Leider muss ich mir selbst vorwerfen, dass man nach 165 Läufen wissen sollte, welche Schuhe man bei einem Trail tragen sollte. Mit meinen Trail-/Cross -Schuhen wäre die Aktion sicher nicht ganz so heftig ausgegangen. So bin ich um eine Erfahrung reicher.

Die Bärenfellers haben wieder alles geboten um einen schönen Lauf in toller Landschaft zu veranstalten. Mein Respekt gilt dieses Mal den Marathonis bzw. Ultras. Unglaublich, was sie bei den warmen Temperaturen heute geleistet haben. Bärenfels ich komme wieder, mit abgeschwollenem Knöchel...

07.07.2013
32. Kirkeler Volkslauf

"Die Strecke ist profiliert und somit nicht “bestzeitentauglich“, aber es handelt sich NICHT um einen Berglauf. Trotzdem erhalten wir immer wieder besorgte Anfragen über den Charakter der Strecke."

Diese Zeilen findet man, wenn man die Internetseite des TV Kirkel aufruft. Und die Bedenken sind durchaus begründet. Ein Start lohnt sich jedoch allemal, denn der Volkslauf hat eine sehr lange Tradition. Er ist einer der ältesten Läufe im Saarland. Gleichzeitig dürfte er landschaftlich auch einer der schönsten sein.

Doch alles der Reihe nach. Wir starten um 10 Uhr am alten Turnplatz des TV Kirkel. Nach einer Sportplatzrunde geht es am Festzelt vorbei hinaus in den Wald. Das Waldgebiet erstreckt sich von Kirkel bis nach Niederwürzbach. Kurz bevor wir den Ort erreichen würden, kommen wir an die Wende. Diese ist nicht wie üblich ein Hütchen. Beim Kirkeler Volkslauf bildet der Sägeweiher den Wendepunkt. Bis hier hin ist die Strecke zwar stark wellig aber es geht eher bergab.

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Das heißt auf dem Rückweg noch einmal auf die Zähne beißen. Bei gut 27°C Grad im Wald fällt dies nicht leicht. Nach Kilometer 6 gilt es sich zu erfrischen, denn sofort hinter der Kurve folgt ein steiler Anstieg. Bis zum Sportplatz folgen mindestens 3 steilere Stücke. Erst nach Kilometer 9 ist der schwerste Teil geschafft und so laufe ich ins Stadion ein.

Leider bin ich mit meiner 56er Zeit überhaupt nicht zufrieden. Nach kurzem Auftanken ist der Ärger aber schon verflogen. Ich schiebe es mal auf die vielen Trainingskilometer. Nach knappen 65 Minuten läuft Jenny über die Ziellinie. Bei dem harten Streckenprofil ist sie berechtigterweise zufrieden mit ihrer Zeit. Am Ende des Monats würde sie gern in Kaiserslautern die 60 Minuten auf flacher Strecke knacken. Nach den Ergebnissen der letzten Zeit ist das jetzt drin.

Im Anschluss an den Lauf suchen wir die schattigen Plätze um den Sportplatz auf, um mit vielen bekannten Gesichtern den Lauf und die Neuigkeiten der saarländischen Laufzene revuepassieren zu lassen.  Der TV Kirkel hat sich neben der Siegerehrung noch weitere interssante Dinge einfallen lassen. Es gibt für alle Teilnehmer eine große Tombola. Außerdem gibt es die feinsten Speisen, die das Saarland zu bieten hat. Bei Gefillden, Rostwurst oder leckeren Salaten dürfte für Jeden was dabei sein. Der Lauf ist in das Burgfest integriert. Um den Tag zu komplettieren, gibt es am Nachmittag noch einen Run and Roll. Bei diesem Lauf gehen Zweier- Teams an den Start. Einer auf dem Rad und der andere läuft eine 20 Km bzw. 10 Km – Strecke ab.

Eine gelungene Veranstaltung mit  vielen kleinen Ideen. Es wäre zu wünschen, dass der Lauf in diesem kleinen Rahmen bleibt. Denn ein Teilnehmerfeld zwischen 150 bis 200 Läufern macht die Traditionsveranstaltung aus.

21. und 23.06.2013
Wochenende - Triple auf Asphalt

Dieses Wochenende sind  drei Volksläufe angesagt. Von Glan-Münchweiler über Dudweiler bis nach Kaiserslautern stehen alle Straßen der Region auf unserem Plan.

Fangen wir also in Glan-Münchweiler an. Zur Verstärkung haben wir uns Monika und Erwin vom LT Hirzweiler ins Auto geladen, um gemeinsam beim Mitternachtslauf in besagtem Glan-Münchweiler zu starten. Monika ist als moralische Stütze ihres Erwins mitgekommen. So kommt es, dass wir beim letzten Licht des Tages auf die 4 Runden durch den Ort geschickt werden.

Hier ist immer beste Stimmung garantiert. In den Vorgärten werden Raketen gezündet, gegrillt oder einfach nur applaudiert. Auch der Sirenenmann steht wie jedes Jahr in der Straße “Im Teich“, was sehr motivierend ist. Jede Runde endet nach ca 2,2 Kilometern. Nachdem man vier absolviert hat, leiten die Helfer des TuS Glan-Münchweiler alle Läufer in den Zielkanal.

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In diesem Jahr endet die Reise für mich nach 44:34 Minuten. Nach vier Teilnahmen ist es die zweitbeste Zeit für mich. Jenny hatte vor, ihre Bestzeit von vor zwei Jahren unterbieten, was schwer genug ist für ihre kleinen Beine. Umso erstaunter bin ich dann, als ich sie schon wenige Minuten nach mir im Zielkanal entdecke. Erwin hat sie mit all seiner Routine auf eine Zeit von 52:58 Minuten gezogen. Jetzt ist meine bessere Hälfte zu Recht stolz, da sie ihre Bestzeit um 1:12 Minute steigern konnte. Obwohl Jenny normalerweise zu so einer späten Stunde eher ans Schlafengehen denkt, ist sie heute nicht klein zu bekommen. Warten wir also ab was das Wochenende noch so bringt.

Am Sonntag ist es bereits so weit und der Wecker klingelt sehr früh für mich. Jenny darf noch etwas weiter schlafen, um von vergangenen Taten aus Glan – Münchweiler zu träumen. Ich mache mich auf den Weg nach Dudweiler. Hier findet der 5. Stadtlauf der Phönix Dudweiler statt. Eigentlich sollte man sich nicht so viel zumuten. Aber die Jungs und Mädels aus Dudweiler waren mit großer Zahl bei unserem Osterlauf. Ähnliches gilt für die Läufer vom FCK-Running-Team, die heute Mittag in Kaiserslautern ihren bereits 28. Citylauf austragen werden. Wir möchten diese Vereine gerne unterstützen. Selbst wenn es nur mit der Teilnahme beim 5 Kilometerlauf ist. Heute Mittag wird sich dann auch meine Bestzeitenjägerin aus Glan-Münchweiler anschließen.

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Doch zunächst geht es nach Dudweiler. Hier trifft man jede Menge bekannte Gesichter vor dem Start. Die Zeit vergeht also wie im Flug. Auch hier ist alles bestens organisiert. Auf dem Marktplatz stehen nicht nur Läufer/innen. Nein, es gibt jede Menge Zuschauer, die schon bei den Schülerläufen mächtig anfeuern. Das macht einen Stadtlauf  besonders, denn auf Dauer ist das Rundenlaufen schon langweilig. Da tut die Anfeuerung Jedem gut. In Dudweiler sind es beim Jedermannslauf 2 Runden über 2,5 Kilometer. Diese hat nur in der Scheidter Straße einen leichten Anstieg. Dieser wird aber von Runde zu Runde länger. Darum bin ich gar nicht böse, dass ich nur zwei Anstiege zu bewältigen habe. Nach dem letzten Erklimmen des Berges, lass ich es bis ins Ziel ausrollen, um heute Mittag noch genug Kraft zu haben. Mit knapp über 25 Minuten und den 8,4 Kilometern vom Freitag in den Beinen bin ich relativ zufrieden.

Ich mache noch einige Bilder vom Hauptlauf um dann über Wemmetsweiler nach Kaiserslautern zu fahren. In Wemmetsweiler springt mir noch wie geplant Jenny in die geöffnete Beifahrertür. Somit verlieren wir keine Zeit und kommen rechtzeitig in der Altstadt von Lautern an. Hier in der absoluten Fußballhauptstadt von Deutschland wartet der 28. Citylauf auf uns. Für uns ist es jedoch die erste Teilnahme hier. Nachdem man bis zum letzten Jahr noch einen 10er im Angebot hatte, wurde dieser  2013 gestrichen. Eine merkwürdige Entscheidung, denn jetzt gibt es neben dem Lauf der Asse und den Schülerläufen nur noch einen 5 Kilometer Hauptlauf, der auf einer 1 Kilometer-Runde ausgetragen wird. Wir würden normalerweise nicht auf die Idee kommen bei so einem Lauf teilzunehmen, wären da nicht die bereits erwähnten Vorsätze.

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So gehen wir den Lauf heute Mittag gemeinsam an, um zu schauen was dabei rauskommt. Nach dem Start geht es sehr stimmungsvoll auf die erste Runde. Nach der ersten Runde kommen wir direkt in die Altstadt. Auch hier stehen viele Menschen, die uns anfeuern. Haben wir doch ein zu vorurteilsvolles Denken über Cityläufe. Nach der ersten Runde zeigt die Uhr für Jenny sogar eine deutliche Bestzeit für sie an. Also entweder haben wir gnadenlos überzogen oder die tolle Stimmung ergibt hier ihr Übriges. Normalerweise müsste Jenny noch deutlich schwerere Beine vom Freitag haben.

Wie dem auch sei, nach Runde Zwei, Drei und Vier sind wir immer noch auf Kurs. So läuft es sich schon fast von allein. Jenny hängt sich nochmals voll rein, um sich die angebotene Bestzeit nicht mehr nehmen zu lassen. Nach der letzten Runde steht diese bei 28:18 Minuten für sie. Da ist für die Zukunft noch einiges zu erwarten. Kaiserslautern hat uns sehr überrascht. Auch ist nach unserer Meinung der Umstieg auf den 5 Kilometer Hauptlauf mehr als gelungen. Es macht wirklich Spaß bei dem Publikum an seine Grenzen zu gehen. Wir laufen ja sehr wenige 5er im Jahr. Doch um unsere Zeiten zu vergleichen, werden wir wahrscheinlich im nächsten Jahr diesen Lauf wieder auswählen. Für alle Teilnehmer gab es im Übrigen ein Fritz-Walter-Gedächnislauf-Shirt + eine sehr schöne FCK-Medaille.

Um in der FCK-Stimmung zu bleiben, laufen wir noch eine Runde über den altehrwürdigen Betzenberg aus. Danach sind die Beine dann doch etwas müde und wir treten unsere Heimreise an. Kaiserslautern sieht uns wieder beim Straßenlauf auf dem Einsiedlerhof nächsten Monat. Bis dahin müssen aber wieder  Waldläufe her. Ein Triple-Wochenende auf Asphalt reicht fürs erste.

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16.06.2013
26. Köllertaler Sonnenwendlauf


Nachdem wir am Freitag beim wirklich tollen Freundschaftslauf in Selbach an den Start gingen, haben wir uns heute Morgen in Völklingen erneut unter das Läufervolk gemischt. Im Gegensatz zu dem Lauf im Nordsaarland, geht es heute in der alten Hüttenstadt wieder um die Zeitenjagt.

Wer jetzt glaubt uns würde ein Lauf durch die graue, verstaubte Stadt bevorstehen, der irrt gewaltig. Vielmehr stehen wir vor dem Start eines herrlichen Landschaftslaufes. Jenny und ich gehen zum ersten Mal auf die 16,1 Kilometer Strecke durch das Köllertal. Die ungerade Zahl ergibt sich wegen den 10 Meilen, die hier angeboten werden. Außerdem gibt es einen Schülerlauf bzw. einen 5 Kilometer Jedermannslauf.Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.

Der Startschuss wird aus unbekanntem Grund gute 35 Minuten später abgefeuert. Von hieraus laufen wir durch die Stadionstraße um in der Moselstraße in Richtung Berufsschulen, den kleinen Anstieg hinauf in Angriff zu nehmen. Hier laufen wir dann in den Wald zum Köllertal hinein. Auf einer 5 Kilometerrunde laufen alle eine erste Schleife, bis man wieder am Stadion rauskommt.

Beim zweiten Anstieg in der Moselstraße merkt man erst wie angenehm kühl es bei den heutigen 20° Grad im Wald ist. Durch den späten Startschuss werden die Temperaturen sicher noch weiter ansteigen an diesem Sonntagmorgen. Nun biegen wir aber nicht mehr auf die 5 Kilometerschleife, sondern gehen direkt auf die ehemalige Bahntrasse, die durch den Wald nach Püttlingen führt.

Die Bahntrasse ist im Übrigen nicht wirklich ausgebaut. Sie führt von Völklingen über gerade mal 3,8Km nach Püttlingen. Die ursprüngliche Trasse führte von Völklingen nach Lebach und wurde 1985 stillgelegt. Heute ist dieser Abschnitt ein Teilabschnitt des Köllertal-Radweges.

Jedenfalls laufen wir weiter durch den kühlen Wald bis in die Püttlinger Grünanlage. Dies ist ein kleiner Park, den wir einmal durchqueren um am Ende wieder zur Bahntrasse zu gelangen. Dieser Teil wird wieder mit Sonne durchflutet, was das Laufen nicht gerade leichter macht. Bis Kilometer 13 ist die Trasse leicht abfallend. Kurz vor dem Kilometerschild befindet sich die vorletzte Wasserstelle. Der veranstaltende LTF Köllertal hat beim Sonnenwendlauf keine Kosten und Mühen gescheut, genügend Wasserstellen aufzubauen. Dies sollte beim heutigen Sommerwetter extra erwähnt sein.

Für mich folgt nun der schwerste Streckenabschnitt. Wir kommen nun wieder auf die leicht hügelige 5 Kilometerrunde durch den Völklinger Wald. Zwar sind es nur noch knappe 3 Kilometer, doch bin ich mit meinen Kräften schon ziemlich am Ende. Um eine Zeit von unter 1:30 Std. zu erreichen darf ich mir jetzt nicht mehr viel Zeit lassen. So laufe ich an der letzten Wasserstelle bei Kilometer 14 vorbei, am Simschel Weiher entlang bis ich den Waldrand am Herrmann-Neuberger-Stadion erreiche. Hier sind es nur noch wenige hundert Meter bis zum Ziel vor der Herrmann-Neuberger-Halle. Einige Läufer bzw. Zuschauer empfangen uns Läufer im Ziel mit großem Beifall, was alle Anstrengungen vergessen lässt.

Mit knapp unter 1:30 Std. bin ich am heutigen Tag sehr zufrieden. Jenny braucht 16 Minuten länger. Dafür kann sie ebenfalls mit sich zufrieden sein. Die warme Witterung ist immer noch recht ungewohnt nach dem Dauerwinter. Somit sind keine Wunder zu erwarten. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der Sonnenwendlauf einen festen Termin in unserem Laufkalender einnehmen wird. Es wäre schön, noch mehr Läufe über solche Distanzen im saarländischen Laufkalender zu finden. Gerade an Streckenführungen die nicht immer durch die City gehen, haben wir in der letzten Zeit unseren Spaß gefunden.

Nächste Woche geht es dann nach Glan-Münchweiler zum Mitternachtslauf. Dort steht dann wieder der Spaß im Vordergrund, denn in der Pfalz geht das Publikum zur späten Stunde richtig mit.

09.06.2013
4. Saarkohlewald Volkslauf in Quierschied


Eine Woche voller Sonnenschein und Temperaturen deutlich über 20°C. Endlich, der Sommer ist da! So hätte die Woche auch ausklingen können, doch pünktlich zum Sonntagmorgen fängt es an zu gießen wie aus Eimern. Ok, ich muss zugeben, Laufen bei Regen liebe ich. Doch ist es wirklich heftig wie es an der Läuferhütte in Quierschied heute runter macht.

Der Lauf liegt heute direkt vor der Haustür, so trifft man jede Menge bekannte Gesichter, die das Warten bis zum Start extrem kurzweilig machen. Mit etwas Verspätung geht es direkt hinein in den Saarkohlewald. Die Läufer- Hütte des TV Quierschied liegt direkt am Eingang des riesigen Waldgebietes, das sich bis nach Saarbrücken hinunter zieht.

Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.
Zieleinlauf(Foto Peter Crolla)

 
Den Jedermannslauf über 5 Kilometer nutze ich ein wenig zum Tempo machen. Danach möchte ich mit Jenny zusammen den Hauptlauf bestreiten. Sie hat sich viel vorgenommen auf ihrer Trainingsstrecke. Ja wir laufen relativ oft hier. So kenne ich auch die 5er – Runde recht gut und lasse es eher gemächlich angehen. Bis kurz vor Kilometer 2 steigt die Strecke stetig an, ehe es danach nur noch bergab bzw. flach bis ins Ziel geht. Nach der Streckenhälfte wird die Strecke durch den Regen sehr matschig. Jeder Läufer hat mittlerweile seine Position gefunden. Zwischen den Teilnehmern herrschen recht große Lücken. Da die Kraft nachlässt, peile ich eine Zeit um die 25 Minuten an.

Nach exakt 25:33 Minuten komme ich dann wieder am Waldrand an, um erschöpft über die Zielmatte zu hecheln. Dort steht bereits Jenny zum Abklatsch bereit. Der Wettergott meint es gut mit ihr und schließt seine Schleusen pünktlich vorm Start des Hauptlaufes. Das scheint ja ein gutes Omen zu sein.
Nachdem ich mir ein neues Laufshirt angezogen habe geht es relativ unkompliziert auf die zweite Strecke. Anfangs noch von Alex und Bernd begleitet, machen wir uns nach Kilometer 2 auf zu dem einzigen aber heftigen Anstieg. Dieser zieht sich fast 2,5 Kilometer in Richtung der Ortschaft Holz hinauf. Zum Glück müssen wir nicht ganz bis zu diesem Ort laufen, denn er ist die höchste Erhebung in dieser Region.
 
Nach etwas mehr als einer viertel Stunde erreichen wir die ersehnte Kuppe im Wald. Hier verabschiedet sich auch Alex. Jenny hat den Anstieg gut verkraftet und wir können gleich ein flotteres Tempo anschlagen. Nach Jennys 62 Minuten vor zwei Jahren würde sie gerne eine Zeitverbesserung anpeilen. Diese scheint auch machbar. Spätestens an der unteren Reiterbrücke haben wir Gewissheit, dass es klappen könnte. Trotzdem muss meine bessere Hälfte alles geben um nach knapp über 60 Minuten ins Ziel zu fallen.

Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.
Müde Krieger nach dem Lauf

 
Trotz durchwachsenem Wetter konnten wir einen erfolgreichen Sonntagmorgen abschließen. In der Jahnturnhalle gibt es für Jenny und mich noch ein kleines Präsent für den jeweils 2. Platz der AK. Es ist immer schön als ambitionslose Läufer eine Kleinigkeit zu erhalten. Trotzdem wäre es uns lieber einen schlechteren Platz zu belegen, wenn dadurch im Umkehrschluss mehr Teilnehmer für den Veranstalter rausspringen würden. Doch leider wird zurzeit diese tolle Waldstrecke des TV Quierschied nicht mit mehr Teilnehmern belohnt. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder mehr Läufer an den Start gehen.
 
Start/Ziel:
Lauftreff Hütte am Saarkohlewald(Nähe Sportplatz Quierschied)

Strecken:
Hügelig, komplett im Wald

Wetter:
16°C Grad, beim 5er Regen, beim 10er trocken(und schwül)

Startgeld:
6€, Jedermannslauf 3,50€

Duschen:
Jahnturnhalle

Zuschauer:
Keine

Internet:

www.tv-quierschied.de
 
Besonderes:
Schöne Waldstrecke im Saarkohlewald

09.06.2013
4. Saarkohlewald Volkslauf in Quierschied


Eine Woche voller Sonnenschein und Temperaturen deutlich über 20°C. Endlich, der Sommer ist da! So hätte die Woche auch ausklingen können, doch pünktlich zum Sonntagmorgen fängt es an zu gießen wie aus Eimern. Ok, ich muss zugeben, Laufen bei Regen liebe ich. Doch ist es wirklich heftig wie es an der Läuferhütte in Quierschied heute runter macht.

Der Lauf liegt heute direkt vor der Haustür, so trifft man jede Menge bekannte Gesichter, die das Warten bis zum Start extrem kurzweilig machen. Mit etwas Verspätung geht es direkt hinein in den Saarkohlewald. Die Läufer- Hütte des TV Quierschied liegt direkt am Eingang des riesigen Waldgebietes, das sich bis nach Saarbrücken hinunter zieht.

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Zieleinlauf(Foto Peter Crolla)
Den Jedermannslauf über 5 Kilometer nutze ich ein wenig zum Tempo machen. Danach möchte ich mit Jenny zusammen den Hauptlauf bestreiten. Sie hat sich viel vorgenommen auf ihrer Trainingsstrecke. Ja wir laufen relativ oft hier. So kenne ich auch die 5er – Runde recht gut und lasse es eher gemächlich angehen. Bis kurz vor Kilometer 2 steigt die Strecke stetig an, ehe es danach nur noch bergab bzw. flach bis ins Ziel geht. Nach der Streckenhälfte wird die Strecke durch den Regen sehr matschig. Jeder Läufer hat mittlerweile seine Position gefunden. Zwischen den Teilnehmern herrschen recht große Lücken. Da die Kraft nachlässt, peile ich eine Zeit um die 25 Minuten an.
 
Nach exakt 25:33 Minuten komme ich dann wieder am Waldrand an, um erschöpft über die Zielmatte zu hecheln. Dort steht bereits Jenny zum Abklatsch bereit. Der Wettergott meint es gut mit ihr und schließt seine Schleusen pünktlich vorm Start des Hauptlaufes. Das scheint ja ein gutes Omen zu sein.
Nachdem ich mir ein neues Laufshirt angezogen habe geht es relativ unkompliziert auf die zweite Strecke. Anfangs noch von Alex und Bernd begleitet, machen wir uns nach Kilometer 2 auf zu dem einzigen aber heftigen Anstieg. Dieser zieht sich fast 2,5 Kilometer in Richtung der Ortschaft Holz hinauf. Zum Glück müssen wir nicht ganz bis zu diesem Ort laufen, denn er ist die höchste Erhebung in dieser Region.
 
Nach etwas mehr als einer viertel Stunde erreichen wir die ersehnte Kuppe im Wald. Hier verabschiedet sich auch Alex. Jenny hat den Anstieg gut verkraftet und wir können gleich ein flotteres Tempo anschlagen. Nach Jennys 62 Minuten vor zwei Jahren würde sie gerne eine Zeitverbesserung anpeilen. Diese scheint auch machbar. Spätestens an der unteren Reiterbrücke haben wir Gewissheit, dass es klappen könnte. Trotzdem muss meine bessere Hälfte alles geben um nach knapp über 60 Minuten ins Ziel zu fallen.

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Müde Krieger nach dem Lauf
Trotz durchwachsenem Wetter konnten wir einen erfolgreichen Sonntagmorgen abschließen. In der Jahnturnhalle gibt es für Jenny und mich noch ein kleines Präsent für den jeweils 2. Platz der AK. Es ist immer schön als ambitionslose Läufer eine Kleinigkeit zu erhalten. Trotzdem wäre es uns lieber einen schlechteren Platz zu belegen, wenn dadurch im Umkehrschluss mehr Teilnehmer für den Veranstalter rausspringen würden. Doch leider wird zurzeit diese tolle Waldstrecke des TV Quierschied nicht mit mehr Teilnehmern belohnt. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder mehr Läufer an den Start gehen.
Start/Ziel:
Lauftreff Hütte am Saarkohlewald(Nähe Sportplatz Quierschied)

Strecken:
Hügelig, komplett im Wald

Wetter:
16°C Grad, beim 5er Regen, beim 10er trocken(und schwül)

Startgeld:
6€, Jedermannslauf 3,50€

Duschen:
Jahnturnhalle

Zuschauer:
Keine

Internet:

www.tv-quierschied.de
Besonderes:
Schöne Waldstrecke im Saarkohlewald

24.05.2013
16. Kliniklauf


Da lässt man drei Jahre lang den Klinklauf ausfallen, und was stellt man bei der Ankunft im Ziel fest? Nichts hat sich verändert. Alles ist genauso stark wie immer. Außer die Teilnehmerzahl. Diese ist zur Freude der Veranstalter wieder leicht angestiegen. Früher war der Klinklauf eher ein Geheimtipp mit vielleicht 60 Teilnehmern. Mittlerweile sind es beim Hauptlauf schon über 140 Starter.

Im Ziel habe ich eine 54er Zeit auf der Uhr, was mich zufrieden stimmt. Denn die Strecke auf dem Rastpfuhl hat es wirklich in sich. Zwar geht es vom Start weg erst einmal gemächlich los. Dieser liegt im Hof der  Caritasklinik. Von dort ist es etwa 1 Kilometer bis zum Waldeingang am Friedhof. Hier läuft man sogar ein steiles Stück den Berg hinab zum Burbacher Weiher, wo der Lauf erst richtig  losgeht.

 Etwa bei Kilometer 3 sind es drei große Serpentinen, die sich durch den Wald hinauf bis zum Ziel schlängeln. Es sind jedes Mal lange Geraden, die sich leicht ansteigend bis zur nächsten Abbiegung ziehen. Ein klarer Vorteil für Diejenigen, die den Lauf schon kennen. Nach Kilometer 7,5 kommt man etwas unterhalb der A1 an die letze Biegung und damit an die höchste Stelle der Strecke. Es folgt noch ein kleiner giftiger Anstieg 800 Meter vor dem Ziel. Dieser hat jedoch nur noch etwa 150 Meter bis zum Gipfel. Auf der Kuppe angekommen hört man schon den Zielbereich, was es einem erleichtert die wenigen hundert Meter den Berg hinunter wieder richtig Gas zu geben. 

12 Minuten später kommt auch Jenny im Ziel an. Genau wie ich musste sie heute an ihre Grenzen gehen. Trotzdem steht unser gemeinsames Fazit. Ein sehr interessanter Waldlauf auf schwerer Strecke. Für mich hatte die momentane Witterung, die wir seit Wochen im Saarland haben, ihren ganz eigenen Reiz. Als Laufferkel wie ich eins bin, konnte ich die tiefen Wasserlöcher mit den ganzen Rinnsalen so richtig genießen. Ein Lauf in der Regenzeit ist doch nur so schön wie die Anzahl der Matschtropfen auf dem Lauftrikot. Bis zum nächsten Start beim Kliniklauf vergehen im Übrigen mit Sicherheit keine drei weiteren Jahre.

Nun beginnt eine kleine Vorbereitung mit etwas längeren Trainingsläufen für den Sonnenwendlauf in Völklingen.


 

12.05.2013
29. Int. Schluchseelauf


Nach fast zehnjähriger wilder Ehe haben wir am Freitag den 10.05. unsere Beziehung mit dem Ja-Wort gefestigt. Da wir diesen besonderen Tag mit einem besonderen Lauf verbinden wollten, hatten wir den Ort Schluchsee im Hochschwarzwald ausgewählt. Hier findet heute der 29. Internationale Schluchseelauf statt.

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Wir bzw. ich liegen leicht verkatert im Bett unserer Pension und trauen uns nicht aus dem Fenster zu schauen. Draußen sind es gerademal 6°C Grad, der Wind peitscht um das Haus von ständigen Regenschauern begleitet. Da mir nach zwei Tagen Feiern immer noch nicht ganz wohl ist, würde ich am liebsten im Bett liegen bleiben. Unser Tross aus Eltern, Bekannten und Freunden denkt wohl nicht viel anders. Da es unser erster gemeinsamer Lauf unter gleichem Namen ist, schleppen sich Jenny und ich doch zum Frühstücksraum. Eine gute Grundlage ist immer wichtig zum Laufen.

Eigentlich wollte uns Peter zum Start nach Schluchsee bringen um noch einige Bilder zu machen. Als er und seine bessere Hälfte den prasselnden Regen auf der Frontscheibe sehen, wirft er uns an der Landstraße die durch den Ort führt raus, um mit quietschenden Reifen in Richtung Saarland zu verschwinden. Wie begossene Pudel watscheln wir durch den Ort zum Startbereich. Der Lauf geht heute über 18,2 Kilometer. Viel Aufwärmen ist bei dem Wetter eh nicht drin. Von daher sind wir froh, dass wir relativ pünktlich zum Start gekommen sind. Dieser wird in drei Blöcken durchgeführt. Ein weiterer dreier Block wird etwa 30 Minuten später auf die Reise geschickt.

Gleich nach dem Start geht es ein kleines Stück durch den Wald, nach etwas mehr als einem Kilometer dann auf die B500. Auf dieser Bundestraße macht uns das Wetter am meisten zu schaffen. Der Regen wird einem durch den Wind ständig ins Gesicht getrieben. Man kann heute nicht einmal über den See blicken, so trübe ist die Regensuppe. Kurz vor Kilometer vier geht es über die Staumauer und von dort hinunter nach Blasiwald. Dort stehen nach der ersten Versorgungsstelle unsere tapferen Fans aus Holland bzw. Wemmetsweiler.
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Von hier an geht es die nächsten 2 Kilometer stetig bergauf. Der Anstieg ist nicht wirklich steil. Er zieht sich aber wie  Kaugummi. Hier merke ich dann wieder die Feierlichkeiten von den beiden Tagen, die zwischen der Hochzeit und heute liegen. Ich bin aber immer noch von einem schnellen Lauf überzeugt, denn vom höchsten Punkt, der Winterseite kann man es zwei weitere Kilometer bis zum Unterkrummenhof rollen lassen. Am Unterkrummenhof gibt es eine weitere Verpflegungsstelle, bei der unter normalen Umständen sehr viele Zuschauer stehen. Bei immer noch 6°C Grad sieht es aber eher trostlos aus.

Bis Kilometer 12 bei Aha schleppe ich mich halbwegs über die Runden. Plötzlich habe ich ein Gefühl, dass ich mir die letzten Tage noch einmal durch den kopf gehen lassen sollte. Fast schon mit dem Kopf über dem See hängend, kommt ein freundlicher Läufer um mir auf den Rücken zu klopfen, es wäre nicht mehr weit bis ins Ziel. Recht hat er! Nur noch 6,2 Kilometer mit mehreren kleinen, giftigen Anstiegen, die zum Glück nur maximal 50 Meter lang sind. Trotzdem gehen sie einem ohne Ende bei.

Die wenigen Zuschauer, die sich heute an die Strecke gewagt haben, geben mir wieder Motivation genug um im Trainingstempo wieder meinen Lauf aufzunehmen. Auf der unteren Seeseite ist der komplette Weg eine einzige Matschlandschaft. Dies bringt bringt wieder etwas Spaß in den Lauf für mich und ehe ich mich versehe, komme ich auf die Seepromenade vom Ort-Schluchsee. Von hier ist es nur noch ein Kilometer bis ins Ziel. An der Seestation schließt sich dann der Kreis zur Trauung von vorgestern. Das Ja-Wort haben wir uns dort im ersten Stock gegeben. Der Zielbereich liegt auf der anderen Straßenseite, wo bereits Manni, Moni, Lien und Henk auf uns bzw. in dem Fall mich warten. Die Zeit von 1:50 Std. ist nicht erwähnenswert. Dafür aber der Schluseelauf selbst. Bei schönem Wetter ist es ein ganz toller Lauf im Hochschwarzwald. Viel Zeit um mir Gedanken über den Lauf zu machen habe ich heute nicht, denn schon nach 2:04 Std. kommt meine FRAU bereits durch den Zielbogen gelaufen, um ihre wirklich sehr schöne Medaille in Empfang zu nehmen.
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Durch das nasskalte Wetter können wir uns leider nicht lange aufhalten. Wir nehmen den ersten Zug zurück nach Seebrugg, um uns eine heiße Dusche zu gönnen. Danach folgt der Abschluss im Gasthaus zum Hirschen. Ein verlängertes Hochzeits-/Laufwochenende mit vielen Freunden endet am Montag mit der Heimfahrt ins Saarland. Am nächsten Wochenende folgt die Hochzeitsparty bei vollem Haus.

27.04.2013
34. Stadtlauf St. Ingbert


St. Ingbert – Nohfelden/ Neubrücke – Mertesdorf. So lautet der Wochenplan der Fribi – Mayer. Da ich mir nicht so ganz sicher bin wo ich stehe, werde ich den Stadtlauf in St. Ingbert nutzen um meine aktuelle Geschwindigkeit bzw. Langsamkeit herauszufinden. Die werde ich natürlich über den 6,3 Kilometer langen Jedermannslauf machen.

Da Nick mal wieder fußballfrei hat, steht auch er in der St. Ingberter City unter dem großen Startbogen. Die Strecke des Stadtlaufes ist für meinen Geschmack nicht so toll. In verschiedenen Runden geht es durch die Stadt, bis man entweder auf besagte 6,3 oder wie die Hauptläufer auf 10 Kilometer kommt. Auch sind jedes Jahr viele schnelle Läufer hier am Start, die ihre Form checken.

Nach kurzer Begrüßung gehen insgesamt 350 Teilnehmer auf die Strecke. Bis Kilometer 3 kann ich volles Tempo gehen. Danach halte ich meine Geschwindigkeit nur noch. Spätestens im Stadtpark wird es richtig hart. Der Stadtpark ist im Übrigen der schönste Streckenabschnitt. Die Hauptläufer dürfen hier zweimal durchlaufen. Hinter der Wende sehe ich in respektvollem Abstand Nick. Wir klatschen kurz ab und ich laufe dem Ziel entgegen. Mit 31 Minuten habe ich seit langem wieder einen Schnitt von unter 5 Minuten pro Kilometer erzielen können.

Für den 10er am nächsten Samstag in Mertersdorf lässt dies viel Platz zum spekulieren. Bei einer realistischen Einschätzung, sollte eine 50er oder 51er Zeit am ehesten zu erreichen sein. Alles andere wäre nur Quälerei. Kurze Zeit nach mir kommt Nick mit einem unglaublichen Endspurt, den er gegen einen Altersgenossen gewinnt, ins Ziel. Auch er wurde durch die vielen Zuschauer in der Stadt zur bestmöglichen Leistung angespornt. Neben der starken Orga der DJK St. Ingbert, zeichnet die tolle Stimmung den Citylauf aus. Wer sich mit den schnellen messen will, dem sei dieser Lauf zu empfehlen.

Mitte der Woche werde ich am Tag der Arbeit mit Jenny unsere ganz eigene Mai-Tour starten. Dann nämlich geht es bei Bärenfellers in Nohfelden/Neubrücke gemeinsam durch die tiefen Wälder am Bärenfels über 13,5 Kilometer.

Start/Ziel:
Innenstadt St. Ingbert. Ziel vor der Ingobertushalle

Strecken:
Überwiegend Asphalt, zwei kleine Runden durch den Stadtpark

Wetter:
7°C Grad, leichter Regen

Startgeld:
5€

Duschen:
Ingobertushalle

Zuschauer:
 Trotz miesem Wetter in der Stadt sehr viele

Internet:

www.stadtlauf-st-ingbert.de

Besonderes:
Gute Stimmung garantiert, schnelle Strecke


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01.05.2013
6. 1. Mai - Trail


Wenn ihr nach einiger Zeit keine Kilometerschilder mehr im Wald sehen könnt, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Ihr habt euch verlaufen oder die Schilder wurden geklaut. Mit diesen eindeutigen Worten schickt Robert vom Bärenfels – Team die Teilnehmer auf den 6. Mai – Trail. 2006 und 2007 wurde der Mai – Trail noch als Jubiläumslauf des Fußballvereins ausgetragen. Seit 2008 hat sich die Veranstaltung am Tag der Arbeit etabliert.Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.

Reichlich Arbeit ist es auch die Runden um den Bärenfels zu meistern. Offiziell wurden etwas mehr als 13 Kilometer ausgeschrieben. Die ganz harten, die sogenannten Ultraläufer muten sich die Runde sogar viermal zu. Unglaublich, zu was einige von uns Läufern fähig sind. Auch wenn die Ultraszene teilweise aus Bayern, NRW usw. anreist, handelt es sich eher um ein kleines Teilnehmerfeld.

Ich selbst lasse es heute etwas gemächlicher angehen um Jenny zu unterstützen. Genau wie im letzten Jahr gehen wir den Lauf gemeinsam an. Bis Kilometer 10 sind es viele kleinere aber auch sehr steile Anstiege, die wir hinter uns bringen. Wir passieren viele kleine Pfade teilweise quer durch den Wald. Dann folgen Wiesen, ein Steinbruch und ganz nebenbei passieren wir bei Kilometer 7,5 die Verpflegungsstelle. Hier lasse ich es mir gut gehen, da ich Jenny ja eh schnell wieder einholen werde. Doch hab ich da die Rechnung ohne den Wirt gemacht.


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Heute ist meine bessere Hälfte erstaunlich gut drauf. Es dauert bis zum Steinbruch ehe ich sie wieder einholen kann. Danach  muss ich mich selbst sputen, um dran zu bleiben, denn ab Kilometer 10 geht es nur noch bergab. Da es gerade so gut läuft, lässt es Jenny noch einmal krachen. Wer weiß schon, wann es wieder so ist. Die vielen Gummibärchen und Schokolade bei der Verpflegung machen mir nach 1:54 Std. doch ziemlich zu schaffen.

Im Übrigen sind die letzten beiden Kilometer, dieselben wie beim Heiligabendlauf. Nur eben ohne Schnee, Gott sei Dank. Dieses Jahr haben sich Robert und Gernot vom Orga-Team noch eine Besonderheit einfallen lassen. Kurzentschlossen hat man am Veranstaltungstag die Strecke etwas weiter in Richtung Industriegebiet verlegt. Für uns bedeutet dies 14 Kilometer, die armen Ultras haben dadurch in etwa 2 Kilometer mehr auf dem Tacho, wenn sie fertig sind.

Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.

Insgesamt steht am Ende wieder ein wunderschöner Trail - Lauf bei Familie Feller in unserem Lauftagebuch. Genauso wie es Tradition geworden ist, vor dem Heiligenabend hier zu laufen, ist es für uns nur dann eine gelungene Mai – Tour, wenn sie am Bärenfels ohne Bollerwagen stattfindet. Vielmehr brauchen wir Verpflegungsstellen mit Gummibären bzw. Coca – Cola.

In diesem Sinne verbleiben wir in der Hoffnung, dass der dritte Volkslauf dieser Woche in Mertesdorf ebenfalls mit Gummibären auf uns wartet. Wir sind gespannt…..

Start/Ziel:
An der Autobahnunterführung in der Nähe des Movie-Towns

Strecken:
Trail, Wald, Wiesen, Steinbruch

Wetter:
9°C Grad, bewölkt und windig

Startgeld:
7€

Duschen:
Gemeindezentrum

Zuschauer:
Keine

Internet:

www.baerenfelslauf.de

Besonderes:
Super schöne Waldstrecke, Waldlauf mit familiärem Charakter

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04.05.2013
Ruwer - Riesling - Lauf


Bei absolutem Bilderbuchwetter fahren wir am heutigen Samstagnachmittag in das Ruwertal und sind völlig überrascht von der wunderschönen Gegend. Unser Ziel ist Mertersdorf. Umgeben von Weinbergen findet hier der Ruwer – Riesling – Lauf statt. Dieser wird auf der Trier/Ruwer – Hermeskeil - Bahntrasse ausgetragen. Auf der gleichen Trasse sind wir vor wenigen Wochen in Hermeskeil den Radweglauf über 15 Kilometer gelaufen.

Da wir innerhalb einer Woche den dritten Volkslauf angehen, hat Jenny sich für den Jedermannslauf angemeldet. Der Hauptlauf beginnt erst eineinhalb Stunden später. Somit habe ich noch etwas Zeit. Die Anmeldung befindet sich lustigerweise im Freibad von Mertesdorf. Alle Teilnehmer haben die Gelegenheit, nach dem Lauf einige Bahnen, quasi zum "Auslaufen" zu ziehen. Bei 20°C Grad ist das nicht die schlechteste Idee. Außerdem hat das Bad mit dem Lauf gleichzeitig Saisoneröffnung. Eine schöne Tradition wie ich finde.

Die Bahntrasse ist auf der anderen Ruwerseite, etwa 100 Meter von der Anmeldung und dem Festzelt entfernt. Nach kurzem Aufwärmen geht es für Jenny und weitere 70 Personen auf die 5 Kilometer – Wendepunktstrecke. Die Bestzeit von Jenny ist noch aus ihren Laufanfangszeiten und somit auch realisierbar. Da das Fernziel von ihr auf der 10 Kilometerstrecke mit einer Zeit von unter einer Stunde liegt, sollte sie mittlerweile in der Lage sein, eine Zeit von ca. 30 Minuten zu laufen. Als Jenny dann bereits nach 28:50 Minuten zurück im Ziel ist, ist sie selbst überrascht von ihrer heutigen Leistung. Sie kann sich zu Recht feiern lassen.

Etwa zwei Stunden später empfängt mich Jenny im Ziel mit einer 52er Zeit. Am besten trifft Franz vom Bärenfelsteam das Fazit mit dem Satz: Ich sach mal ehmmmm….. gut! Also mit der Zeit kann ich nicht zufrieden sein. Dafür aber mit der Entscheidung heute nach Mertesdorf zu kommen. Bei einem herrlichen Frühlingsabend auf dieser Bahntrasse zu laufen macht unheimlichen Spaß. Nach ca 1,5 Kilometern durchläuft man den ersten Ort namens Kasel. An vielen Punkten stehen kleine Gruppen von Zuschauern um die Läufer anzufeuern. Hinter dem Ort beginnt wieder die herrliche Landschaft des Ruwertals mit den steilen Weinberghängen.

Dann folgt Waldrach mit ebenfalls kleinen Zuschauergruppen. Über vereinzelte Steinbogenbrücken, die zum Teil überdacht sind, geht es immer weiter in Richtung Wendepunkt. Dort angekommen nimmt man den stetigen Anstieg nur auf der Uhr wahr. Auf dem Rückweg sollte bei optimaler Einteilung der Schnitt wieder etwas runter gehen, denn es sind immerhin 40 Höhenmeter auf 5 Kilometer, die sich leicht bemerkbar machen. Auch auf dem Rückweg warten die Zuschauer bis alle Teilnehmer durch sind, um sie ein letztes Mal zu pushen.

Bis auf das warme Wetter gibt es keine Ausreden für den heutigen Tag. Man muss sich halt noch an das wärmer werdende Wetter gewöhnen. Geduscht bzw. gefeiert wird in Mertesdorf auf dem Freibadgelände, was einen tollen Rahmen bietet. Leider erfahren wir, dass es noch gar nicht so klar ist, ob es einen weiteren Ruwer – Riesling – Lauf geben wird, denn es sind noch keine neuen Veranstalter gefunden. Der aktuelle möchte nach 5 Jahren sein Amt niederlegen. Bleibt zu hoffen, dass es weiter geht. Wir im Saarland sind da schon etwas verwöhnt mit den vielen Läufen in unserem Bundesland. Im Trierer Umland sieht es da schon etwas anders aus. Auch möchte sich nicht jeder die Arbeit eines Volkslaufes machen...

Start/Ziel:
Auf der Trasse in der Nähe des Freibades von Mertesdorf

Strecken:
Asphalt

Wetter:
19°C Grad und Sonnig

Startgeld:
6€(+ event. Chipgebühr)

Duschen:
Freibad

Zuschauer:
Immer wieder in den Orten, die durchlaufen werden

Besonderes:
Lauf auf der ehemaligen Bahntrasse durch das Ruwertal

20.04.2013
5. TEBA - Radweglauf


In Hermeskeil findet heute der einzige 15 Kilometerlauf unserer Region statt. Da wir im letzten Jahr trotz schlechtem Wetter viel Spaß bei dieser Veranstaltung hatten, machen wir uns auch in diesem Jahr auf nach Hermeskeil. Nach Kurzem Zwischenstopp in Marpingen, wo wir Bernd von der LLG Wustweiler aufladen, erreichen wir dann relativ zeitig unser Ziel.

Die Startunterlagen beim Radweglauf bekommt man in der Schulturnhalle im Stadtzentrum. Der eigentliche Volkslauf liegt jedoch etwas außerhalb von Hermeskeil auf dem Ruwer- Hochwald – Radweg. Dies ist eine alte Bahntrasse, welche für Radfahrer, Wanderer, Inliner eben Läufer freigegeben wurde.

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Bereits im letzen Jahr waren wir über die doch relativ geringe Teilnehmerzahl erstaunt. Ein 15 Kilometerlauf ist eigentlich eine gute Strecke um Läufer anzuziehen, doch auch in diesem Jahr muss der TV Hermeskeil sich mit etwa der gleichen Teilnehmerzahl vom Vorjahr zufrieden geben. Mit Sicherheit liegt dies nicht an dem windigen Wetter bei 11°C Grad. Schade, denn die Organisation des Laufes ist vorbildlich. Selbst ein Triathlon-Profi wie Maik Petzold lässt sich hier den Start nicht nehmen, was für sich spricht.

Die Strecke ist eine Wendepunktstrecke. Von Beginn an geht es leicht bergan bis Kilometer 3,8. Ab hier laufen wir hinunter nach Rheinsfeld auf leicht abfallendem Untergrund. Im Ort stehen vereinzelnd Zuschauer, die die Läufer abklatschen. Freundliche Feuerwehrleute sperren die Hauptstraße ab, um uns sicher auf den Radweg aus dem Ort hinaus zu leiten. Nach weiteren 1,5 Kilometern erreichen wir den Wendepunkt.

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Hat man die Strecke bereits in den Vorjahren gelaufen, so hat man einen klaren Vorteil. Wenn man diese gut einschätzt, dann weiß man wie sehr sich der leichte Anstieg  zwischen Rheinsfeld und Hermeskeil zieht. Spätestens hinter Kilometer 11 kann man noch einiges rausholen, sofern man die Kraft wie beschrieben eingeteilt hat. Ich selbst komme den Umständen entsprechend gut durch und kann noch einmal bis ins Ziel zulegen. Was mir beim Körpergewicht ständig gelingt ist heute überraschend auch mal beim Laufen möglich.
 

Im Ziel(bei 1:19 Std.) wartet bereits Bernd(1:14 Std.). Mit ihm laufe ich Jenny entgegen, um sie bei ihrer neuen Bestzeit auf dieser Distanz mit 1:37 Std. auf den letzten Metern einzuheizen. Der Radweglauf war für uns alle eine gelungene Veranstaltung. Ab dem nächsten Wochenende geht es Schlag auf Schlag mit vielen tollen Läufen. Durch den Feiertag laufen wir in kurzen Abständen bei den Läufen in Mertersdorf(Ruwer-Riesling-Lauf), St. Ingbert(Stadtlauf) und beim 1. Mai-Trail der Familie Feller in Nohfelden / Neubrücke.



Start/Ziel:
Beim MGM Sportpark am Radweg

Strecken:
15 Kilometer, Asphalt durch Wiesen, Wald, Ortschaft.

Wetter:
11°C Grad, sehr Windig. Gefühlt leider viel kälter.

Startgeld:
10€

Duschen:
Schulturnhalle in Hermeskeil(Etwas vom Start/Ziel entfernt)

13.04.2013
1. Hoxberg Berglauf


Gespannt sind wir schon die ganze Woche auf den 1. Hoxberg- Berglauf in Lebach. Der Lauf wurde kurzfristig vom TV Lebach als Ersatz für den Litermont- Berglauf in Nalbach organisiert. Leider sind die Voranmeldezahlen für den Veranstalter im überschaubaren Rahmen geblieben. Die Gründe hierzu sind mit Sicherheit einige. Kaum Zeit zur Werbung, kein Lauf der im Veranstaltungskalender des SLB steht oder der Zwei- Seenlauf in Otzenhausen am Sonntag, welcher von vielen Läufern im Saarland als Marathonvorbereitung  genutzt wird. Der Hauptgrund für uns ist wahrscheinlich aber die fehlende Berglaufszene im Saarland. Da wir gerne solche Läufe angehen, ist es für uns Ehrensache nach Lebach zu fahren. Leider hat es jedoch Jenny die Woche wieder erwischt. Sie schlägt sich wieder mit einer Erkrankung rum. Wenigstens kann sie sich noch als Fotografin betätigen.

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 Ich könnte es jetzt einfach machen, wenn ich sage die Strecke ist genauso wie die vom Litermont. Vom Prinzip her stimmt das sogar. Man läuft ständig gegen den Berg, um wieder einige hundert Meter, teilweise einige Kilometer, hinunter zu laufen. Eine andere Berglauforganisation ist in unseren Breitengraden nicht möglich, denn einen Höhenunterschied von 1000 Metern wird man nicht finden. Steile anstiege sind aber gegeben und somit ist es kein Problem, auf diese Art einen 10 Kilometerlauf zu organisieren. Außerdem gibt es am Hoxberg ein großes Waldgebiet wie beim Vorgängerlauf in Nalbach auch.

Der Unterschied zum Litermontberglauf liegt jedoch bei den Single-Trails. Davon gibt es viel mehr am Kaltenstein. Ich finde es ist das Prunkstück des Laufes. Man muss sich zwar ständig konzentrieren  nicht zu stürzen, doch befindet man sich tief im Wald, ganz allein mit der Natur. Natürlich liegt dies auch am kleinen Teilnehmerfeld. Durch den Regen der letzten Tage ist die Strecke sehr matschig. Es gibt tiefe Schlammlöcher in denen man(n) sich so richtig schön einsauen kann. In einer Kurve küsse ich den Schlamm mit meiner ganzen Längsseite. Durch diesen Ausrutscher hat der Lauf spätestens meinen Geschmack voll getroffen. Es gibt doch nicht schöneres als sich im Dreck zu suhlen.

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Der Lauf hat natürlich noch viel mehr zu bieten als Vogelgezwittscher im tiefen Wald. Nach einem steilen Anstieg folgt eine Treppe im tiefen Wald, die auf einen Buckel hinaufführt. Unverständlicherweise sind die Stufen nicht im genormten Abstand. Spätestens hier werden die Waden bei jedem Normalo-Läufer brennen. Ja und dann die ständigen Abstiege, wo einem regelrecht der Matsch um die Ohren fliegt. So soll es sein. Als krönender Abschluss wartet ein etwa 200 Meter langer Anstieg ins Ziel. Dieses Stück würden wohl die meisten gehend beschließen, doch warten alle Finisher auf dem Gipfel unter dem Hoxbergturm, um die nachfolgenden Kollegen/innen ein letztes Mal mit Anfeuerungen zu pushen. So sind die Läufer, wenn keine Zuschauer da sind feuern wir uns eben gegenseitig an. Spätestens bei Jenny, die mit dem Fotoapparat wartet, ziehen alle ein letztes Mal an, um erschöpft aber glücklich im Ziel zu landen.

Irgendwie sind sich alle einig, verdammt hart aber gut. So trifft es wohl den Punkt. Der Berglauf hat alles geboten, was das Bergläuferherz begehrt. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstalter mit den Teilnehmerzahlen leben können bzw. einen langen Atem beweisen, denn der Berglauf ist dem saarländischen Publikum nur schwer zu vermitteln. Selbst beim größten saarländischen Berglauf, dem Tholeyer Schaumberglauf hat man schwer zu kämpfen, um die Teilnehmerzahlen nicht absinken zu lassen.

Von den Bergen geht es nächste Woche zu der etwas längeren Strecke nach Hermeskeil(15 Km).

Start/Ziel:
Nördlich vom Busbahnhof des Schulgeländes

Strecken:
Waldstrecke mit Singeltrails, teilweise Crosslauf-Charakter

Wetter:
13°C Grad, etwas Wind

Startgeld:
5€

Duschen:
Schulturnhalle hinter der Aula

Zuschauer:
Keine

Internet:

www.tv-lebach.de

Besonderes:
Tolle Waldstrecke

 

Unsere Fotos

07.04.2013
1. Garten-Reden Haldenlauf

Altes Gelände, neue Veranstaltung

Nachdem es bereits in der Vergangenheit einen Haldenlauf in Landsweiler-Reden auf dem alten Grubengelände gegeben hat, läuft es sich bei der diesjährigen Veranstaltung unter dem Namen 1. Garten-Reden Haldenlauf. Hierbei werden die neuangelegten Wassergärten in die Veranstaltung mit eingebunden. Außerdem heißen die neuen Partner TG 1884 Landsweiler-Reden und SSV Heiligenwald.

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Mit Kurt auf den letzten Metern des Berglaufes im Garten - Reden

Gemeinsam haben die beiden Vereine weit im Vorfeld die Werbetrommel gerührt. Viele Läuferinnen und Läufer sind diesem Ruf gefolgt. Auch Nick und ich tun das, um beim Berglauf bzw. im Anschluss gemeinsam den Jedermannslauf zu bestreiten. Den Berglauf werde ich noch allein unter die Füße nehmen. Auf neuer Strecke, die eine verlängerte Runde auf der 80 Meter hohen Bergehalde bereit hält, folgt im Anschluss eine große Runde durch den oben bereits erwähnten Garten-Reden. Die Aussicht auf der Halde ist wie jedes Jahr die Mühen wert. Die Runde in den Gärten hat ihr ganz eigenes Flair. Seit einigen Monaten erst ist dieser Bereich frei gegeben worden. Grubenwasser wird aus den Tiefen der ehemaligen Grube Reden nach Übertage gefördert, um die Grube vor dem Absinken zu schützen. Dieses warme Grubenwasser wird in verschiedenen Becken über Kanäle in den Klinkenbach geleitet. Bis es den Bach erreicht, kann man den Lauf des Wassers beobachten oder einfach das Gurgeln an kleinen Stromschnellen  bzw. das Neumodische im Rahmen des alten Grubengeländes entdecken. Dies ist wirklich ein kultureller Gewinn für unsere Region.

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Michel Weigel vom Laufticker hat einen tollen Bericht unter laufticker.de geschrieben zum Haldenlauf

Auf den letzten Metern durch die Gärten laufe ich gemeinsam mit Kurt von den Bisttal-Runners. Wir unterhalten uns noch ein wenig über den Osterlauf, welchen Jenny und ich vor einer Woche organisiert haben. Im Ziel sind wir uns einig, die knapp über 9 Kilometer Berglauf haben es in sich. Wir sind beide froh, die letzten 2 Kilometer mit etwas Dummschwätze verkürzt zu haben. Außerdem ist die Strecke 700 Meter kürzer als angeben. Bei der Intensität kommt es mir heute sehr entgegen. Die knapp 50 Minuten auf der Zieluhr relativieren sich dadurch aber ein wenig, was ich gerne in Kauf nehme.

Im Ziel wartet bereits Nick auf seine 5 Kilometer-Begleitung. Ich ahne Böses, lasse mir aber nicht anmerken, wie sehr mir der Berglauf zugesetzt hat. Der Jedermannslauf geht nur über den mitleren Haldenring, was aber schon Anstrengung genug bedeutet, wenn man die Höhenmeter bis zum erreichen des Rings berücksichtigt. Der 10 Kilometerlauf muss auf dieser Runde zweimal gemeistert werden. Mir reicht diese eine Runde mit Nick. Hin und wieder mache ich ihn auf die bevorstehenden Anstiege aufmerksam. Leider tue ich dies mehr aus Selbstschutz, um dem Jungen nicht mitteilen zu müssen, dass sein Patenonkel eigentlich aus dem letzten Loch pfeifft. So kommen wir mit einem stetigen Schnitt unter 6 Minuten pro Kilometer wieder in den Wassergärten an. Dort gilt es zwar nur eine verkürzte Runde zu laufen, doch hat Nick jetzt die einzelnen Läufer vor sich fest im Blick. Bis zum Ziel in einem Kilometer Entfernung wird er diese auch fleißig einsammeln, was für mich eine erneute Tempoverschärfung bedeutet. Ich bin erneut heilfroh im Ziel angekommen zu sein.

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Mit nick beim Jedermannslauf in den Gärten

Die Jedermannsstrecke ist über 500 Meter länger als angegeben. Von daher sind knapp 32 Minuten sehr gut für Nick. Im nächsten Jahr werde ich solche Aktionen mit Nick nicht mehr durchziehen können. Schon gar nicht werde ich ihm die Begleitung als lockere Trainingseinheit verkaufen können.

 Der neue Garten-Reden Haldenlauf ist eine organisatorisch nicht ganz leichte Veranstaltung. Umso erstaunlicher wie die beiden Vereine die ganze Organisation durchgezogen haben. Die Nachmeldegebühr war für meinen Geschmack relativ hoch. Dafür wurde aber ein tolles Rahmenprogramm mit einer großen Tombola und einer Messe geboten. Mein Vereinskumpel Siggi hat sogar den Hauptpreis der Tombola gewonnen. Was ich ihm natürlich zähneknirschend von Herzen gönne. Dafür ist er seit diesem Jahr ein Gesundheitsläufer und ich ein Haldenläufer;O)

Viele nette bekannte Gesichter haben wir heute auf und neben der Strecke getroffen. So kann es weitergehen. Der April ist ein wettkampfintensiver Monat der als nächstes mit dem Hoxberglauf in Lebach auf uns wartet.

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Anstieg zur Halde hinauf

Start/Ziel:
Vor der Bohrhalle auf dem Grubengelände.
Strecken:
Asphalt. Schülerläufe, 5 Km, 10 Km und Berglauf. Alle Strecken  unterscheiden sich in der Längen zur offiziellen Angabe.
Wetter:
7°C Grad, etwas Wind. Trotz Wind auf der Halde gut zu laufen.

Startgeld:
5€ bei Voranmeldung für den Berglauf. Für die 5 Kilometer mussten wir eine Nachmeldegebühr von jeweils 2€ zahlen.

Duschen:
Sachsenkreuzhalle

Zuschauer:
Im Start-/Zielbereich und gelegentlich Wanderer auf der Strecke.

Internet:

www.tg1884.de

Besonderes:
Sehr interessante Umgebung mit den Grubenareal.

10.03.2013
37. Int. Bienwald - Marathon


Das Frühjahr stand im Zeichen des Kandel–Halbmarathons für Jenny und mich. Leider war die Vorbereitung in diesem Jahr nicht so einfach wie in den Wintermonaten zuvor. Viel Eis und Schnee machten lange Läufe auf gutem Untergrund sehr selten. Eigentlich war dies nur im Januar bzw. in der vergangenen Woche so richtig möglich. Auch fehlen Jenny 14 Tage durch Krankheit, in denen sie noch zwei lange Läufe hätte machen können. Doch alles Jammern nützt nichts. Ziele sind nicht nur da zum setzen, sondern auch um sie einzuhalten und so sind wir einmal quer durch die Pfalz gedüst, um nun in der Bienwaldhalle unsere Startunterlagen entgegen zu nehmen.


Die letzten Meter sind die härtesten beim Halbmarathon bzw. Marathon

In Kandel heißt es rechtzeitig vor Ort zu sein um stressfrei an den Start zu gehen. Mit einer kleinen Marathonmesse gibt es zudem viel zu sehen, was die Wartezeit bis zum eigentlichen Start verkürzt. Auch kommt man schnell ins Gespräch mit Teilnehmer/innen aus der Großregion, die hier bis nach Frankreich hinein reicht und im Süden bis tief in den Schwarzwald. Auch sind die Wege zu den Parkplätzen sehr kurz. Von daher könnten wir eigentlich wie geplant stressfrei in den Startblock gehen, wenn da nicht das bekannte Frauenproblem wäre. 8 Minuten vor dem Start sucht Jenny noch die Toiletten auf und 4 Minuten vor dem Start verliere ich schon langsam die Nerven. Zum Glück habe ich den Autoschlüssel, sodass wir mit einem kurzen Zwischensprint noch rechtzeitig zum Startschuss vor dem Bienwaldstadion eintreffen.

Die Strecke des Bienwald – Marathons habe ich ja im letzten Jahr schon ausführlich beschrieben. Hier geht es meist auf langezogenen Landstraßen durch den Bienwald. Bis man zu diesem Wald gelangt, müssen aber erst 7 Kilometer durch Kandel, Minfeld, Freckenfeld und Schaidt gelaufen werden. Der Wendepunkt im Bienwald liegt kurz hinter Kilometer 12. Bis dort läuft es für mich überraschend gut. Eigentlich wäre eine Zeit zwischen 1:55:00 Std und 1:59:59 Std. optimal für mich. Zumal ich auch diesen Winter nicht mehr gewachsen bin, und mein BMI genauso mieserabel ist wir vor einem Jahr in Kandel.


Zwei Bienen im Stadion

Am Wendepunkt verabschieden sich die Marathonis auf ihre große Schleife. Ich bin froh nur die Hälfte laufen zu dürfen. Denn so langsam geht mir das Benzin aus. Ein Blick auf die Uhr lässt aber eine Zeit von deutlich unter 1:55 Std. erhoffen. Im selben Moment kommt mir dann auch die gut gelaunte Jenny entgegen. Wir klatschen ab und jeder macht sich auf, seinen eigenen Lauf so gut wie möglich zu beenden. Bei dieser guten Ausgangslange mache ich an den letzten beiden Wasserstellen ausgiebig Pause, um mit einer guten 1:54er Zeit im Bienwaldstadion einzulaufen. Jenny kommt in etwa mit der selben Zeit wie in Karlsruhe letzten Herbst ins Ziel. Mit zwei weiteren langen Läufen in der Vorbereitung hätte sie ihre Bestzeit wohl deutlich unterbieten können. Naja egal... Hauptsache der Saisonstart ist gelungen. Der Spaß hierbei ist auch nicht zu kurz gekommen, auch wenn Jenny im Ziel nicht mehr so gut gelaunt aussieht wie nach dem Wendepunkt.

Der Bienwald war wieder ein voller Erfolg. So langsam gewöhne ich mich an die eintönige Landstraße, die die Läufer durch den Wald führt. Außerdem freue ich mich immer, die Unterstützung der Zuschauer am Naturfreundehaus mitten im Wald zu genießen. An dieser Stelle kommt man auch kurz vor Ende des Halbmarathons vorbei, was dann besonders förderlich für die Motivation ist. Aber das schönste an Kandel ist eigentlich der Rückweg. Damit mein BMI nicht in den Keller sinken kann, machen wir nach Besuchen im Süden der Republik immer in Annweiler bei unserem Lieblingsitaliener halt. Dies rundet jede Autofahrt ab.


Da kann man ruhig mal abklatschen

Nächste Woche geht es nach Landstuhl zum Berglauf. Dann heißt es die Burg Nanstein zu erobern.

Start/Ziel:
Start neben dem Bienwaldstadion. Das Ziel ist dann nach einer Runde auf der Bahn im Stadion.

Wetter:
10°C Grad, ganz leichter Wind. Fast ideal zum Laufen in dieser Jahreszeit.

Startgeld:
16€ bei rechtzeitiger Voranmeldung für den Halbmarathon

Duschen:
Im Stadion und in der Bienwaldhalle

Zuschauer:
Wenige im Ziel. Ein paar wenige Anwohner in den Straßen. Dafür tolle Unterstützung am Naturfreundehaus im Wald.

Internet:

www.bienwald-marathon.de

Besonderes:
Sehr schnelle Strecke mit einer sehr guten Orga.

04.03.2013
Vorstellung der neuen Haldenlauf – Berglaufstrecke 2013


Heute habe ich die neue Strecke des Halden-Berglaufs in Landsweiler-Reden getestet. Die neue Strecke hat eine Gesamtdistanz von 9,35 Kilometer laut meiner Garmin. Bei herrlichem Sonnenschein kommt die Lust auf Frühlingsläufe. Der Haldenlauf ist ein solcher Frühlingslauf. Neben dem Berglauf gibt es selbstverständlich noch viele weitere Distanzen wie ein 5 Kilometer Jedermannslauf, einen 10 Kilometer Volkslauf, verschiedenste Schülerläufe als auch ein Benefizlauf / Promilauf.

Mein Testlauf geht heute über die Berglaufstrecke da es dort geringfügige Änderungen gibt. Diese liegen zum einen bei der großen Runde durch den neuangelegten Garten – Reden und auf der Halde selbst. Der Garten – Reden bildet eine schöne Abwechslung auf flachem Terrain. Außerdem bietet er einen kulturellen Anteil der neuen Strecke.

Die für mich interessanteste Veränderung wurde aber bei Kilometer 3,8 eingebaut. Hier befindet man sich eigentlich auf dem höchsten Punkt der Strecke. In den vergangenen Jahren hatte man somit keine Schwierigkeiten mehr bis ins Ziel zu befürchten. Doch jetzt laufen die Teilnehmer/innen an dieser Stelle einen kleinen steilen Weg, unterhalb der Alm hinunter um auf der andern Seite wieder einen giftigen Anstieg in Angriff zu nehmen. Dies ist mit einem Höhenunterschied von knapp 25 Metern nicht wirklich viel, doch sollte man sich die Kräfte in diesem Jahr sehr gut einteilen. Hier können die Ambitionierten Läufer schon einiges verlieren.

Der diesjährige Berglauf eröffnet übrigens die Serie zum saarländischen Berglaufcup.

Hier nun die Strecke in Bildern:
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Neue Strecke, neuer Spaß
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Serpentinen direkt nach dem Start im Park
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Herrlicher Ausblick von der Halde bei Kilometer 3,5(Richtung Heiligenwald)
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Auf der Halde läuft es sich wieder locker
(Aber es ist noch nicht vorbei mit den Anstiegen)

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Steiler Abstieg von der Halde
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Der letzte Schnee auf der Halde hällt auch nicht mehr lange durch.
(Im Hintergrund sieht man den Madenfelderhof)

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Nach dem 1. Abstieg folg der Schlammweiher. Der Schnee hat sich hier komplett verabschiedet.
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Zwischen der ehemaliger Grube und dem Madenfelderhof war es früher verboten zu Laufen oder zu Wadern. Im Anschluss folgt der neue Garten - Reden unterhalb des Gondwana Parks.
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Der Förderturm aus dem Garten - Reden

24.02.2013
6. Ferraro Gutsweiherlauf in Furpach


Der Saisonstart zu den 10 Kilometer – Volksläufen im Saarland beginnt traditionell am Gutsweiher in Neunkirchen / Furpach. Speziell für diesen Lauf denkt sich Petrus immer was ganz Besonderes aus. Im letzten Jahr z. B. war es tiefer Morast, vor drei Jahren ein orkanartiger Sturm und in diesem Jahr passt das Wetter genau in die Jahreszeit. Bei -4°C Grad hat sich in den letzten beiden Tagen auch wieder etwas Schnee im Saarland eingefunden. Dies zeigt sich leider auch bei den Teilnehmerzahlen. Mit nur 146 Läufer/innen beim Hauptlauf ist der Veranstaltende VfA Neunkirchen sicher nicht ganz so glücklich. Wobei es mit Sicherheit hätte schlimmer kommen können.


Von uns Fribi´s sind heute  mit Jenny und mir noch vier weitere Urgesteine unseres kleinen Lauftreffs mit am Start. Apropos Start! Hier beginnt die ganze Misere der heutigen Veranstaltung für mich. Etwa 15 Minuten vor besagtem Start merke ich, dass mein Autoschlüssel nicht mehr da ist wo er sein sollte. Von da an ist mein Puls bereits auf Wettkampfniveau. Also ausloten was Sache ist, suchen oder laufen.
 

Jenny und ich entscheiden uns natürlich fürs Laufen. Im Schnee suchen, können wir schließlich noch nach dem Lauf. Aber irgendwie war es von da an schon wie verhext. Bis nach dem ersten Anstieg bei Kilometer 4 lief es noch halbwegs normal. Danach merkte ich die vielen Trainingskilometer vom Januar bzw. Februar. Das Frühjahr sollte auch im Zeichen der Halbmarathonvorbereitung für Kandel in 14 Tagen stehen. Von daher gebe ich mich geschlagen und hake den Lauf als besserer Trainingslauf ab. Für Jenny gilt wohl das Gleiche, jedoch musste sie 14 Tage das Krankenbett hüten. Mit 68 Minuten bei ihr und 54 Minuten auf meiner Uhr treffen wir uns nach dem Lauf bei Dieter Burkhard vom VfA Neunkirchen wieder. Da er als Sprecher fungiert, nehme ich bei ihm meinen Autoschlüssel wieder in Empfang. Ein freundlicher Laufkollege muss den Schlüssel in den Wiesen am Weiher gefunden haben. Ich war nie so erleichtert nach einem Zieleinlauf wie heute. Somit endet der Lauftag doch noch versöhnlich für uns. Erwähnt werden sollte noch, dass die Strecke trotz des knüppelhart gefrorenen Untergrundes hervorragend zu laufen war.
 

Gehen wir noch kurz auf den Gutsweiherlauf selbst ein. Dieser wurde heute bereits zum 35 Mal ausgetragen und hat somit eine sehr lange Tradition. Je nach Witterung ähnelt der Lauf einem Crosslauf. Die Wälder um den Gutsweiher halten bei jedem Wetter eine sehr schöne Waldlaufstrecke für die Teilnehmer/innen bereit. Jedoch sollte man seine Kräfte gut einteilen. Wenn man das Profil ganz simpel betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei richtige Anstiege. Der erste hinter Kilometer 2, der eine Länge von ca 1,3 Kilometern hat und dann den letzten giftigen Anstieg hinter dem Furpacher Friedhof. Dieser macht im ersten Moment gar keinen wilden Eindruck, doch entpuppt er sich gegen Ende des flachen Anstieges als knüppelhart, da man nach 8 Kilometern kaum noch Kraft hat und der Weg sehr verwurzelt ist. Diese fiesen Anstiege machen den Lauf zu dem was er ist. Wir können ihn jedem Volksläufer/in zum Frühjahrsformchek ans Herz legen.

Dies sollte eigentlich unsere Generalprobe für Kandel sein. Da diese äußerst durchwachsen verlief, kann der Halbmarathon eigentlich nur noch gut werden. Warten wir ab was da so alles kommt.


Neue Saison, neue Trikots

Start/Ziel: Direkt am Gutsweiher

Wetter: -4°C Grad, hart gefrorene Waldwege, die teilweise vereist sind mit etwas Schnee.

Startgeld: 6,00 € Erwachsene

Duschen: Schule in Furpach

Zuschauer: Keine Zuschauer bei diesem Wetter. Bei gutem Wetter vereinzelt am Weiher.

Internet:
www.vfa-neunkirchen.de

09.02.2013
9. Faschingswaldlauf in Bad Dürkheim


Veni vidi vici, ich kam,  sah und siegte. Dies können Nick und ich mit Sicherheit am Ende des Tages nicht von uns behaupten. Dafür sind wir wohl etwas zu untrainiert. Was wir aber mit Sicherheit haben werden, ist viel Spaß als römischer Legionär bzw. als Cäsar beim 9. Faschingswaldlauf des LTV Bad Dürkheim. Leider musste Jenny wegen anhaltender Krankheit passen.

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An den Teufelsstein selbst, der etwas oberhalb in den Wäldern von Bad Dürkheim liegt, haben die Veranstalter den Start- Zielbereich völlig abseits von jeglicher Zivilisation, an einen Wegepunkt namens Schlagbaum gelegt. Von hier aus werden die einzelnen Startfelder in den Wald geschickt. Bis man zu diesem Bereich gelangt, muss man schon ein kleines Stück zu Fuß zurücklegen. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind somit nur die ganz harten Läuferinnen und Läufer gefragt, denn z.B. eine warme Turnhalle zum Aufwärmen wird man hier vergebens suchen. Auch alle Warmduscher werden somit bei diesem Lauf nicht glücklich.

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Für den eisenharten Nick bzw. mich als römischer Legionär kommen die vereisten Wege gerade recht, doch muss man aufpassen. Die 5 Kilometer - Runde verläuft quasi um den Berghang herum. Hierbei werden auch ordentlich Höhenmeter zurückgelegt. Zwar sind dies nicht so viele wie beim Bad Dürkheimer Berglauf, doch muss man sich die Strecke clever einteilen. Der Weitblick auf dem größten Teil der Runde entschädigt für vieles. Bis etwa zur Hälfte kann man in das Tal nach Hardenburg durch die zurzeit kahlen Bäume der Winterlandschaft blicken. Mit leichtem Schneepuder bedeckt, sieht man auf der gegenüberliegenden Bergseite die Klosterruine Limburg. Oberhalb von Bad Dürkheim ergibt sich der letzte Weitblick in das schöne Tal. Dann sind es noch etwa zwei Kilometer auf sehr welligem Untergrund bis zum Start- /Zielbereich.

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Die Wege selbst sind reine Waldwege. Es gilt wie schon erwähnt, die Konzentration hochzuhalten. Viele Steine, Wurzeln und natürlich das Eis machen es den Teilnehmern nicht so ganz leicht auf teilweise Single- Trails die direkt durch den Wald führen. Der Spaß kommt aber unter dem närrischen Volk nicht zu kurz. Selbst im Wald stehen vereinzelt Spaziergänger, die begeistert vom bunten Treiben jeden Teilnehmer anfeuern. Am Schlagbaum treibt dann der Vanman von Runnerspoint die Läufer zur nächsten Höchstleistung bzw. für die zweite Runde bei den 10 Kilometerläufern an. Für uns Saarländer lobt er sogar eine eigene Schwenkerwertung aus.

Zu unseren Läufen selbst ist zu sagen, dass wir den Lauf nicht ganz so ernst genommen haben. Außerdem ist die Strecke doch um etwa 150 Meter zu kurz vermessen. Wen juckt das schon an Fasching? Für Nick steht jedenfalls eine tolle 27er Zeit auf dem 5 Kilometer - Papier. Bei mir blieb die Uhr bei 52:37 Minuten stehen. Für die Vorsaison empfinde ich dies als ganz passabel.

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Ende Februar folgt der erste Härtetest vor dem Kandel- Halbmarathon im März. Dann nämlich läuten die Saarländer ihre 10 Kilometer- Volkslausaison mit dem Gutsweiherlauf in Neunkirchen / Furpach ein. Bleibt zu hoffen, dass Jenny dort auch wieder halbwegs fit an den Start gehen kann, denn es ist einer ihrer Lieblingsläufe.

Wettbewerb: Verschiedene Schülerläufe, Jedermannslauf, Hauptlauf über 10 Km und Stadtmeisterschaften.

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Start/Ziel: Unter der Eiche am Schlagbaum. Dieser Platz befindet sich oberhalb in den Wäldern von Bad Dürkheim.

Wetter: -1°C Grad, hart gefrorene Waldwege, die teilweise vereist sind mit etwas Schnee.

Startgeld: 3,50 € Erwachsene, 2,00 € Schüler.

Duschen: Keine

Zuschauer: Im Start- / Zielbereich und ein paar wenige auf der Strecke.

Internet: www.faschingswaldlauf.de

Besonderes: Familiäre Veranstaltung mitten im Wald. Für Kuchen und Kartoffelsuppe wird bestens gesorgt. Verkleidete Läufer, tolle Waldstrecke mit herrlichem Ausblick.


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27.01.2013
2. Überherrn – Crosslauf


Zweiter und somit letzter Crosslauf der Frühjahrsvorbereitung. Der Überherrn – Crosslauf wird in Altforweiler auf dem Hartplatz des SSV Altforweiler ausgetragen. Mit einem großen Teilnehmerfeld ist jedoch nicht zu rechnen. Bei etwa 0°C Grad, Eis, Schnee und Wind lockt es nur die wenigsten hinter dem warmen Ofen heraus.

Nichtsdestotrotz merkt man gleich bei der Anmeldung, dass die Veranstalter viel Wert auf die kleinen Dinge eines Laufes legen. Für einen völlig ambitionslosen Läufer wie mich ist das immer schön zu sehen. Zum Beispiel steht auf der Startnummern auch der Name des jeweiligen Läufers. Auch der Sprecher gibt sein Bestes um die kleinen Startfelder bei Laune zu halten. Somit hat man auch als Läufer aus dem hinteren Feld das Gefühl, willkommen zu sein.

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Ich habe mich heute für die Mittelstrecke entschieden. Nach kurzem Warmlaufen geht es auch gleich auf den 4,2 Kilometern zur Sache. Da wir nur 16 Teilnehmer sind, läuft im Prinzip jeder sein eigenes Rennen. Vor und hinter mir ist niemand zu sehen. Aus guter Crosslauftradion laufe ich auch dieses Mal auf den vorletzten Platz. Mich kann das aber nicht schocken, denn für mich ist es nur wichtig die entsprechende Laufhärte zu trainieren, die man auf Eis und Schnee bekommt. Ok, vielleicht sollte ich mir für solche Tage doch endlich mal Spikes anschaffen. Die Strecke selbst ist eine verlängerte Stadtionrunde, bei der man die umliegenden Wiesen mit einbezieht. Es gibt auch kleine Rampen zum auf- bzw. ablaufen. Richtig steile Rampen wie z.B. in Schmelz gibt es aber nicht. Umso besser für mich als sehr schweren Läufer.

Mit knapp unter 24 Minuten komme erschöpft im Ziel an. Danach gönne ich mir einige Kilometer zum Auslaufen, um im Anschluss die Langstrecke zu verfolgen. Bleibt zu sagen, dass die LG Berus sich viel Mühe gibt, den Crosslauf auszurichten. Da der Sportplatz in ein Industriegebiet eingebettet ist, bietet sich auch keine Verlängerung in Wälder oder ähnliches an. Es ist halt nicht Jedermannssache auf so einem Kurs zu laufen. Für einen eher kleinen Lauf sollte das Laufen auf kleinem Raum zwischen Absperrbändern hindurch aber reichen. Die große Runde von knapp über einem Kilometer passt dann auch, da die Langstrecke eh nur 7 Kilometer hat. Bei 12 Kilometerläufen wäre es wohl etwas eintönig.

Der Lauf ist unkompliziert organisiert. Auch zwischen Absperrbändern macht es Spaß zu laufen. Hoffen wir im nächsten Jahr auf mehr Zuspruch für die LG. Meine Crossvorbereitung ist damit abgeschlossen. Solche Läufe sind zwar nicht meine Lieblingsbeschäftigung, doch hat es Spaß gemacht auf Eis und Schnee in Lebach bzw. Altforweiler zu laufen.

Als nächstes steht nun der Faschingslauf in Bad Dürkheim an. Dieser ist noch eher als Spaß anzusehen. Allerdings folgt Ende Februar in Furpach beim Gutsweiherlauf der erste Formtest. Ich bin gespannt, was dabei herausspringt. Man sagt ja nicht umsonst, dass die Sieger vom Sommer im Winter geschnitzt werden. Seit nunmehr sieben langen Wintern warte ich auf die Ernte im Sommer. Mal sehen ob 2013 soweit ist...

Wettbewerb:
Schüler, Mittelstrecke(4,2 Km), Langstrecke(7 Km), Volks-Cross-Überherrn(4,2Km)

Start/Ziel:
Auf dem Sportplatz des SSV Altforweiler

Wetter:
0°C Grad, bedeckt, Wind, Schnee und Eis

Startgeld:
4€

Duschen:
Im Sportheim(Industriestraße in Altforweiler) direkt neben dem Sportplatz

Zuschauer:
 Meistens andere Läufer/innen, die auf ihren Start warten

Internet:

www.lg-berus.de

Besonderes:
Kurze Wege, exakte Orga

20.01.2013
19. Kaltenstein - Crosslauf Lebach

In den letzten Jahren habe ich im Januar immer ohne Ende Kilometer gebolzt. Dies waren stets 20 bis 23 kleine, langsame Einheiten. In diesem Jahr möchte ich es mal anders angehen. Ich habe mir weniger Einheiten vorgenommen. Dafür laufe ich in der Saisonvorbereitung wieder langsame aber lange Einheiten(15 bid 25 Km). Außerdem sollen es zwei klassische Crossläufe sein um schnelle kurze Läufe einzustreuen. Das Krafttraining kommt bei dem vielen Schnee ohnehin nicht zu kurz.

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Der erste Crosslauf steht heute mit dem Kaltenstein- Crosslauf in Lebach an. Es ist mit -1°C Grad zwar nicht kalt, doch hat Eisregen in der Nacht viele Läufer von einem Start abgehalten. Dies ist natürlich sehr schade für den veranstaltenden TV Lebach. Für die Mittelstrecke stehen gerademal 20 Läufer am Start.

Die Strecke selbst verläuft über zwei große Runden mit insgesamt 5,73 Kilometer zum Kaltenstein hinauf. Der Unterschied zwischen anderen Crossläufen ist ein langer Anstieg über fast 2 Kilometer. Bei den ursprünglichen Crossläufen ist es in der Regel ein Wechsel aus kurzen, steilen An- und Abstiegen. Dieser Unterschied in Lebach macht die Strecke meiner Meinung nach so reizvoll. Es geht über Singletrails quer durch die Wälder und Wiesen der Umgebung. Wobei durch den Schnee von den Wegen nichts zu erkennen ist. Man muss sich sehr konzentrieren um Wurzeln oder Steine im weißen Schnee auszumachen.

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Meine Trainingskilometer stecken mir nach einer Runde schwer in den Beinen. Da ich vor und hinter mir Niemanden mehr sehe, ist die Luft schon leicht raus und ich laufe die zweite Runde relativ gemütlich zu Ende. Ich hoffe trotzdem, dass es für einen guten Trainingseffekt reicht. Da in diesem kleinen Feld nur starke Läufer am Start waren, muss ich mich mit dem vorletzten Platz und einer Zeit von 39 Minuten zufrieden geben.

Ob Eis oder Schnee, ich komme gern wieder zum Kaltenstein wo früher angeblich die Hexen ihren Kulten nachgingen. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr der Eisregen ausbleibt und die Lebacher wieder viele Läufer haben, die ihrem neumodischen Kult, dem Crosslauf frönen.

Nächste Woche steht der zweite und letzte Crosslauf meiner Saisonvorbereitung mit dem Lauf in Überherrn auf dem Plan. Auch dort werde ich nur die Mittelstrecke angehen. Alles andere wäre bei den aktuellen Trainingskilometern zu viel. Schauen wir mal was dabei rauskommt.


Wettbewerb:
Verschiedene Cross -  Distanzen bis 8600 Meter

Start/Ziel:
Hinter dem Schulgelände am Waldrand

Wetter:
-1°C Grad, bedeckt, Schnee und Eis

Stre>Startgeld:
3,5€

Duschen:
Im Schulzentrum Lebach

Zuschauer:
 Wenige im Ziel

Internet:
www.tv-lebach.de

Besonderes:
Anspruchsvoller Crosslauf auf schöner Waldstrecke

20.01.2013
19. Kaltenstein - Crosslauf Lebach

In den letzten Jahren habe ich im Januar immer ohne Ende Kilometer gebolzt. Dies waren stets 20 bis 23 kleine, langsame Einheiten. In diesem Jahr möchte ich es mal anders angehen. Ich habe mir weniger Einheiten vorgenommen. Dafür laufe ich in der Saisonvorbereitung wieder langsame aber lange Einheiten(15 bid 25 Km). Außerdem sollen es zwei klassische Crossläufe sein um schnelle kurze Läufe einzustreuen. Das Krafttraining kommt bei dem vielen Schnee ohnehin nicht zu kurz.

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Der erste Crosslauf steht heute mit dem Kaltenstein- Crosslauf in Lebach an. Es ist mit -1°C Grad zwar nicht kalt, doch hat Eisregen in der Nacht viele Läufer von einem Start abgehalten. Dies ist natürlich sehr schade für den veranstaltenden TV Lebach. Für die Mittelstrecke stehen gerademal 20 Läufer am Start.

Die Strecke selbst verläuft über zwei große Runden mit insgesamt 5,73 Kilometer zum Kaltenstein hinauf. Der Unterschied zwischen anderen Crossläufen ist ein langer Anstieg über fast 2 Kilometer. Bei den ursprünglichen Crossläufen ist es in der Regel ein Wechsel aus kurzen, steilen An- und Abstiegen. Dieser Unterschied in Lebach macht die Strecke meiner Meinung nach so reizvoll. Es geht über Singletrails quer durch die Wälder und Wiesen der Umgebung. Wobei durch den Schnee von den Wegen nichts zu erkennen ist. Man muss sich sehr konzentrieren um Wurzeln oder Steine im weißen Schnee auszumachen.

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Meine Trainingskilometer stecken mir nach einer Runde schwer in den Beinen. Da ich vor und hinter mir Niemanden mehr sehe, ist die Luft schon leicht raus und ich laufe die zweite Runde relativ gemütlich zu Ende. Ich hoffe trotzdem, dass es für einen guten Trainingseffekt reicht. Da in diesem kleinen Feld nur starke Läufer am Start waren, muss ich mich mit dem vorletzten Platz und einer Zeit von 39 Minuten zufrieden geben.

Ob Eis oder Schnee, ich komme gern wieder zum Kaltenstein wo früher angeblich die Hexen ihren Kulten nachgingen. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr der Eisregen ausbleibt und die Lebacher wieder viele Läufer haben, die ihrem neumodischen Kult, dem Crosslauf frönen.

Nächste Woche steht der zweite und letzte Crosslauf meiner Saisonvorbereitung mit dem Lauf in Überherrn auf dem Plan. Auch dort werde ich nur die Mittelstrecke angehen. Alles andere wäre bei den aktuellen Trainingskilometern zu viel. Schauen wir mal was dabei rauskommt.


Wettbewerb:
Verschiedene Cross -  Distanzen bis 8600 Meter

Start/Ziel:
Hinter dem Schulgelände am Waldrand

Wetter:
-1°C Grad, bedeckt, Schnee und Eis

Stre>Startgeld:
3,5€

Duschen:
Im Schulzentrum Lebach

Zuschauer:
 Wenige im Ziel

Internet:
www.tv-lebach.de

Besonderes:
Anspruchsvoller Crosslauf auf schöner Waldstrecke

05.01.2013
24. Silvesterlauf Mitlosheim

Am Montag haben wir in Kottweiler – Schwanden die alte Saison beendet. Nur fünf Tage später stehen wir in Mitlosheim beim 24. Silvesterlauf, um die neue Saison zu eröffnen. Warum dies kein Neujahrslauf ist, liegt an der langen Geschichte des Laufes. Zudem kommt, dass man mit dem Saarbrücker- bzw. dem Trierer - Silvesterlauf große Konkurrenz zum Jahreswechsel quasi vor der Haustür hat.

Wir sehen den Lauf jedenfalls als guten Startschuss für die Saison 2013. Auch Nick, der zurzeit Winterpause im Fußball hat, möchte die Chance nutzen, seine Kondition aufrecht zu erhalten. So geht er mit uns zum ersten Mal bei einem Hauptlauf an den Start. Dieser geht in Mitlosheim über eine  Distanz von 7,3 Kilometern, nicht wie bei Volksläufen üblich, über 10 Kilometer.

Nachdem der Lauf vor zwei Jahren wegen zu viel Schnee noch auf Ende Februar verschoben wurde, können die etwas mehr als 120 Teilnehmer/innen heute bei frühlingshaften 9°C Grad und bedecktem Himmel ihre Form optimal testen. Schon bei der Anmeldung hat man ein eher familiäres Gefühl. Die meisten Laufkollegen/innen kommen aus der direkten Umgebung von Mitlosheim. Wir gehören zu den Wenigen, die von weiter her sind.

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Nick & Jenny nach dem Start

Im Startbereich und im Festsaal treffen wir trotzdem das eine oder andere bekannte Gesicht. Hier quatscht man nach guter alter Sitte, um sich leicht verspätet ein frohes neues Jahr zu wünschen. Interessant ist die Tatsache, dass es in Mitlosheim viele Wiederholungstäter gibt. So geht zum Beispiel  Reinhold Thielen von den Wahlener Bären bereits zum 20. Mal hier an den Start.  Ein richtiger Wahlener Bär lässt sich eben nicht von den heutigen Höhenmetern  abschrecken. Ein ganz anderer Wiederholungstäter ist Ramon Bernardon vom LTF Marpingen. Er wird versuchen, zum bereits sechsten Mal den Lauf zu gewinnen. Bleibt  abzuwarten, ob er es schafft.

Der Start des Laufes befindet sich direkt vor dem Sportplatz der SpVgg Mitlosheim im Schwarzwälderweg. Da das Teilnehmerfeld recht überschaubar ist, geht es ohne große Hektik nach dem Startschuss zur Sache. Nach etwa 400 Metern erreicht man den Ortsausgang, um direkt in den Wald um Mitlosheim zu laufen. Die Strecke zieht sich jetzt immer leicht bis stark ansteigend in Richtung Scheiden hinauf. Sobald sich der Wald lichtet, laufen wir hier und da über Feldwege, vorbei an Wiesen und Weiden. Eine kurze Strecke mit ganz tollem Landschaftsbild. Da ich die Strecke schon vor drei Jahren gelaufen bin, weiß ich, was auf mich zu kommt.

Nach einer kleinen Bergabpassage kommt nämlich bei etwa Kilometer 3 die Königsdisziplin. Hier müssen wir an einem kleinen Teich vorbei, der vom Lannenbach gespeist wird. Der Weg ist zwar nicht wirklich steil, doch scheint es sich ewig hinzuziehen bis wir oberhalb des Weihers den Bach überqueren, um auf der anderen Seite zum ersten Mal für den heutigen Tag ein längeres Stück den Berg hinunter laufen zu dürfen. Bei Kilometer 4,5 folgt ein letzter steiler Stich, ehe man es richtig krachen lassen kann. Sofern man noch genügend Kraft in den Beinen hat, versteht sich. Bei mir läuft es verhältnismäßig gut. Am Ende des Waldes, an der Ortsgrenze von Mitlosheim steht schon unser persönlicher Fotograf Manni, der eine Fotoserie von mir anfertigt. Dies spornt natürlich an, den Laufstil gut aussehen zu lassen. Zum Glück steht er nicht 400 Meter weiter im Ziel, wo ich merkwürdig verkrampft, aber zufrieden wenige Minuten später einlaufe. Mit 37 Minuten habe ich eine Punktlandung zu der Zeit von 2010 hingelegt. Da will ich mal nicht meckern zum Saisonauftakt.

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500 Meter vor dem Ziel. Sieht doch noch gut aus?!?!?

Kurz darauf folgt auch schon unser 7,3 Kilometer – Debütant Nick mit 44 Minuten. Jenny ist mit 3 Minuten mehr auf der Uhr auch sehr zufrieden. Für sie hat schon die Vorbereitung auf den ersten Frühjahrs – Halbmarathon in Kandel begonnen. Diese hat natürlich Priorität. Den 3. Platz in ihrer AK nimmt sie trotzdem gerne mit.

Ein Startgeld von 4 € (!!!) beinhaltet jede Menge Spaß mit toller Streckenführung beim ersten saarländischen Lauf des Jahres. Ob er jetzt Silverster-, Neujahrs- oder Sonstwielauf heißt, spielt für uns keine Rolle. Auf was man etwas warten muss, ist die Siegerehrung. Dafür werden alle Altersklassen mit liebevollen Preisen ausgezeichnet. Außerdem warten viele sympathische Läufer auf ein nettes Gespräch bei dem einen oder anderen kühlen isotonischen Gerstensaftgetränk.

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Lauflegende Jutta Feller hat mit Jenny viel Spaß nach dem Lauf

Von nun an heißt es Kilometer bolzen, um im März beim Bienwald- Halbmarathon gut vorbereitet an den Start zu gehen. Die Pläne sehen für Jenny und mich folgende Saisonhöhepunkte vor:
Im Frühjahr eine gute Halbmarathonzeit hinlegen. Die 10 Kilometer- Zeit im Sommer angehen und danach im Herbst die Berglaufsaison. Außerdem soll der Schluchseelauf unser Saisonhöhepunkt werden.

Wir sind gespannt, was daraus wird. Spätestens beim nächsten Silvesterlauf in Mitlosheim sind wir schlauer. Übrigens, Ramon Bernardon hat tatsächlich zum sechsten Mal den Titel des Gesamtsiegers in Mitlosheim errungen. Herzlichen Glückwunsch von den Fribi-Mayers!!!

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Ganz rechts die zweite Lauflegende Franz Feller
(Mitte Marco Pelzer, LT Mertesdorf)

 

Wettbewerb:
Hauptlauf 7,3 Km + Schülerlauf

Start/Ziel:
Vor dem Sportplatz der SpVgg Mitlosheim

Wetter:
9°C Grad, bedeckt

Strecke:
7,3 Kilometer, Wald und Wiesen

Verpflegung:
Tee im Ziel

Wertungen:
5er Jahreswertung

Auszeichnungen:
Sachpreise und Urkunden

 

Startgeld:
4 € Hauptlauf

Duschen:
Sportheim SpVgg Mitlosheim

Zuschauer:
 Wenige an der Strecke

Internet:
www.spvgg-mitlosheim.de

Besonderes:
Sympathische Gastgeber, großes Engagement der SpVgg, traditionelle Veranstaltung.

 


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