31.12.2014
33. Silvesterlauf Werl/Soest

Jenny und ich sind Zeugen des Abschiedslaufes von Werl nach Soest. Aber keine Angst! Nicht der Silvesterlauf oder Jenny´s und meine spektakuläre Laufkarriere gehen heute zu Ende. Nein, die B1 gibt es nach dieser Veranstaltung nicht mehr. Über besagter B1 verläuft der größte Teil des westfälischen Klassikers von Werl nach Soest. Die Straßenänderung tritt nach überlaufen des letzten Teilnehmers in Kraft. Danach heißt die Straße L856. Diese wichtige Änderung ist aufgrund des Abstufungskonzeptes für autobahnparallele Bundestraßen notwendig geworden. Aber genug mit solch belanglosen und bürokratischen Dingen. Wir freuen uns seit Wochen auf diese Veranstaltung. Noch schöner ist es, dass Jenny auch wieder in der Lage ist 15 Kilometer am Stück zu laufen. Deshalb heißt es heute nur genießen, um am Abend gemeinsam zu feiern.

Da wir schon das vierte Mal hier sind, möchte ich mehr von diesem Lauf selbst berichten. Der Startschuss ertönt in Werl vor der Stadthalle. Im 15 Kilometerfeld befinden sich immer zwischen 2.500 und 3.500 Teilnehmer/innen. Mit den weiteren Wettbewerben wie Schülerlauf, 5 Kilometer-Lauf, Walking und Nordic Walking kommt man dann auf ca. 6.000 Teilnehmer/innen jedes Jahr. Alles zusammen ergibt den größten Silvesterlauf Deutschlands. Die Einnahmen werden nicht in Profiathleten investiert. Läuferinnen wie Sabrina Mockenhaupt zum Beispiel kommen ganz von allein, wenn sie nicht gerade wie in diesem Jahr verletzt sind. Vielmehr gehen alle Einnahmen einem guten Zweck zur Verfügung. Seit dem ersten Lauf im Jahr 1982 sind so schon weit über eine Million Euro zusammen gekommen.

Zurück zum Lauf. Nach dem Start geht es über die L765 Richtung Stadtausgang. Hier wird das große Feld euphorisch verabschiedet. Wirklich bis zum Stadtrand stehen die Leute in vorsilvesterlicher Stimmung und feuern die Läufer/innen an was das Zeug hält. Danach folgt die B1. Die Bundesstraße ist eigentlich keine schöne Strecke. Gerade wenn es wie vor vier Jahren bitter kalt ist. Es gibt kaum Bäume, die den Wind aufhalten. Außerdem ist die Strecke leicht wellig, was als sehr eintönig empfunden werden könnte. Doch weit gefehlt, denn gerade durch diese Wellen sieht man vor sich und beim Blick nach hinten das riesige Feld. Die vielen gut gelaunten Gesichter im Feld machen die Strecke ebenfalls extrem kurzweilig. Spätestens beim ersten Ort (Westönnen), der zwischen den Start- und Zielstädten liegt, kommt richtige Partystimmung auf. Hier werden wir in Dreier-, Vierer- oder Fünferreihen mit Zuschauern vom Bordstein aus abgefeiert. Überall stehen Trink- und Verkaufsbuden, ähnlich wie bei Fußballspielen oder auf Jahrmärkten. Die einzelnen Vereine haben Spielmannszüge aufgestellt, die schon an Fasching erinnern. Ansonsten fließt mit Sicherheit viel Bier und Sekt, denn die Stimmen wollen geölt sein für die anstehende Party am Silvesterabend bzw. zum weiteren Anfeuern der langen Läuferschlange.

Die Zeit verfliegt regelrecht. So wird jeder in seinem Leistungsbereich gleich gepusht, von den vielen Tausend Zuschauern am Wegesrand. In Ostönnen gibt es das gleiche Schauspiel. Wobei in Ampen schon der vorletzte Powerpoint auf uns wartet. In Ampen startet übrigens der 5 Kilometerlauf. Von Ampen aus sind es noch knappe 4 Kilometer bis dahin. Wenn man die Stadtgrenze erreicht, müssen alle noch durch eine kleine Siedlung laufen um dann den Berg hinab in das Stadtzentrum zu laufen.  Wie durch einen schmalen Schlauch geht es ein letztes Mal durch die Zuschauerreihen, vorbei an den Fachwerkhäusern bis zum Marktplatz hinunter. Dieser ist ebenfalls von Fachwerkhäusern eingerahmt. Auch das Podium für die Sieger steht schon mit vielen blinkenden Pokalen bereit. Es sieht aus, als wären alle Soester heute auf den Beinen um den 6.000 Spotler/innen die Ehre beim Zieleinlauf zu geben. Selbst die letzten werden noch frenetisch empfangen.

Für Jenny und mich ist es einfach jedes Mal ein toller Jahresabschluss. Ob wie vor drei Jahren auf Bestzeitenjagt  angesagt oder wie in diesem Jahr einfach nur ankommen das Motto ist. Es macht super viel Spaß. Außerdem ist es eine interessante Distanz. Leider gibt es die 15 Kilometerläufe nicht mehr so oft. Ansonsten kann man im nahen Ruhrgebiet das Jahr sehr schön ausklingen lassen. Das Ruhrgebiet ist viel besser als sein Ruf. Von daher wünschen wir “Glück auf“ und ein gesundes neues Jahr.

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Frank von Laufen in Dortmund mit seinem neuen Buch

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Vor dem Start des 33. Silvesterlaufes

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3 Maskottchen

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Zielbereich auf dem Marktplatz in Soest

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Die Saison 2014 ist somit auch im Kasten

24.12.2014
13. Heiligabend Bärenfelslauf

Heiligmorgen heißt: Aufstehen, Rollladen hoch, Fenster auf und schon kommt die Ernüchterung: 5°C, Regen und Wind. So kommt keine Weihnachtsstimmung auf! Im Hause Mayer heißt dies aber nicht, dass unser traditionelles Weihnachtsfest ausfällt. Ganz im Gegenteil. Am frühen Morgen geht es in Richtung Neubrücke zum Bärenfels. Auch Jenny ist seit Oktober endlich wieder dabei. Um mal wieder Wettkampfluft zu schnuppern, lässt sie ihr Aufbautraining ausfallen und wird ganz langsam mit joggen.

Dem Wetter zum Trotz sind viele bekannte Gesichter zum Bärenfels gekommen, um den letzten Volkslauf vor den Silvesterläufen in Angriff zu nehmen. Die Stimmung ist gewohnt locker. Alle freuen sich auf die Runde durch die Wälder an der Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Die Marathonis sind bereits sein 8:30 Uhr unterwegs. Für uns geht es um 9:45 Uhr los.

Nach dem Startschuss von Robert Feller geht es erst mal 3 Kilometer bergan für die 8,5 Kilometer- Läufer/innen. Kurz vor diesem Punkt steht ein kleiner Pavillon mit Weihnachtsleckereien. So langsam kommt sogar bei Regen Weihnachtstimmung auf. 400 Meter weiter sind wir am höchsten Punkt angekommen. Hier steigt das Stimmungsbarometer weiter, denn es wartet nur noch ein kleiner Anstieg bei Kilometer 6 auf uns. Die komplette Strecke verläuft durch den Naturpark Saar-Hunsrück auf gut zu belaufendem Waldboden. Es macht jedes Jahr aufs Neue Spaß, die Weihnachtszeit hier einzuläuten.

Im Zielbereich bekommt jeder ein liebevoll verpacktes Geschenk und wer ganz viel Zeit mitbringt, wird im Movie – Town von Neubrücke mit weiteren Geschenken belohnt. Für Jenny und mich spielt die Zeit am heutigen Tag absolut keine Rolle. Wobei ich mit 48 Minuten gar nicht mal so unzufrieden bin. Nach dem Duschen verabschieden wir uns mit den besten Wünschen für den Abend von den Anderen.

Den Jahresabschluss werden wir dann wieder in Dortmund verbringen. Dann nämlich beim Westfälischen Klassiker von Werl nach Soest. Nach dem Lauf in Mitlosheim, am 3.1.15 werden wir erst mal eine kleine Laufpause einlegen, um im nächsten Jahr wieder anzugreifen. Gleich im Frühjahr laufen wir auch wieder auf Zeit beim Schweicher Fährturmlauf. Dann ist die gemütliche Zeit des Laufens vorbei.

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13.12.2014
22. Weihnachtsmarktlauf Offenbach-Hundheim

Kurzerhand habe ich den Nachtwächterlauf in Ottweiler gegen den Weihnachtsmarktlauf in Offenbach-Hundheim eingetauscht. Leicht ist mir die Entscheidung nicht gefallen, doch wollte ich in diesem Jahr die Serie des Laufladen-Cups der Südwestpfalz mitlaufen. Dieser wäre eigentlich vor zwei Wochen in Landstuhl mit dem 6. Lauf für mich geendet, doch leider hatte ich dort beim Warmlaufen Probleme mit dem rechten Fuß (man sollte als Mittdreißiger unter der Woche kein Fußball spielen, wenn man Läufer mit schlechtem BMI-Hintergrund ist). Ein Start machte an diesem Tag keinen Sinn und so nehme ich den Weg nach Offenbach-Hundheim auf mich. Auf halber Strecke treffe ich mich noch mit Bernhard vom Lauftreff. Obwohl ich bereits zum Dritten mal zum Weihnachtsmarktlauf fahre kann es nur von Vorteil sein, mit einem Eingeborenen Pfälzer im Nachbarland unterwegs zu sein.

Bernhard ist leicht angeschlagen. Außerdem sind in seiner Altersklasse viele schnelle Läufer vorangemeldet. So beschließen wir die 7,5 Kilometer gemeinsam zu laufen. Für mich heißt das hinterherhecheln. Nachdem wir die letzten Tage stürmisches Wetter hatten, ist es heute bei 8°C Grad und wenig Wind geradezu ideal. Ich habe richtig Lust zu Laufen und freue mich, dass der Startschuss ohne große Ansprache abläuft. Nach einer kurzen Runde über den kleinen Weihnachtsmarkt geht es über die Hauptstraße, durch eine Siedlung hinaus in die Felder von Offenbach-Hundheim. Nach wenigen hundert Metern folgt dann der Einzige, aber heftige Anstieg. Eineinhalb Kilometer schlängelt sich der Weg hinauf auf den Sauerberg. Beim Blick auf das Feld stellt man schnell fest, dass dieser sehr liebevoll organisierte Lauf nur mäßig angenommen wird. Mehr als knapp über 100 Läufer/innen sind nicht da.

Oben angekommen, geht es erst einmal wieder den Berg hinab in das Tal der Aschbach. Hier laufen wir  am Fischweiher vorbei, dem letzten kleinen Hügel entgegen. Oben angekommen, zieht Bernhard ein wenig an. Eine 42er Zeit sollte bis zum Schluss drin sein. Für meine aktuelle Verfassung recht zufriedenstellend. Wir lassen es die Wiesen hinab in die Siedlung rollen. Danach folgt wieder ein flacher Streckenabschnitt bis zum Weihnachtsmarkt. Nach etwa 400 Metern an den Buden vorbei wartet das Ziel am Gemeindehaus mit einer Zeit unter 42 Minuten und einer Flasche Fritz-Walter-Wein auf uns. Beim ersten Start hatte ich noch eine 39er Zeit. Die heutigen 41 Minuten sind das gleiche Ergebnis wie 2012. Von daher bin ich recht zufrieden. Die Laufladen-Cup-Saison endet hier. Leider konnte Jenny ihren 6. Lauf nicht angehen und geht somit leer aus. Trotzdem ist sie froh, dass sie wieder nach längerer Krankheit ins Training einsteigen kann. Mit etwas Glück kann sie beim nächsten Lauf am Bärenfels wieder einen ersten Testlauf starten. Zu den Cup-Läufen zählten in diesem Jahr für mich folgende Läufe:

Volkslauf Rund um den Ohmbachsee, Lemberger Laufspaß, Abendvolkslauf Frankenstein, Straßenlauf Einsiedlerhof, Holzland Volkslauf in Schopp und der Weihnachtsmarktlauf.

Allen, die wir nicht mehr beim Heiligabendlauf oder beim Silvesterlauf persönlich sehen, wünschen wir eine tolle Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sehen uns beim Volkslauf…

30.11.2014
26. Weihnachtsmarktlauf


Aufgrund einer Verletzung musste ich nach dem Warmlaufen kurzfristig passen.

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2012 im Ziel


2014
Die Saison 2014 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Für mich war das sportliche Jahr mehr als nur durchwachsen. Den Spaß am Laufen selbst betrifft dies jedoch ganz und gar nicht (zum Glück). Im Gegenteil! Irgendwie macht mir das Laufen mit Jenny, Nick und allen die wir in den vergangenen Jahren bei unserem Lieblingssport kennengelernt haben, von Jahr zu Jahr mehr Spaß. Deshalb auch in diesem Jahr ein kleiner Jahresrückblick in Bildern von dieser Stelle:

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1. Lauf des neuen Jahres in Mitlosheim. Rechts der 1. 10 Km-Lauf des Jahres am Gutsweiher

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Jenny beim Zieleinlauf in St. Wendel (Bestzeit im Halbmarathon) - Rechts ein Foto vom Hartfüßler Trail

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Mühlenlauf Altenbamberg (links) und Jenny beim Wolfstrail in Merzig

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Zwei Fotos vom Sommerurlaub im Schwarzwald. Hier beim Volkslauf in Schönwald.

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Nick beim Altstadtlauf in Ottweiler                                  Trifelslauf Annweiler                    

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          Potzberg Berglauf im November                 Altstadtlauf OTW                Silvesterlauf Werl  

15.11.14
31. Potzberg - Berglauf

Vorletzte Station des Pfälzer Berglaufpokals in Gimsbach, unterhalb des Potzberges. Der gleichnamige Berglauf startet am Samstagmittag und hat wie gewohnt trübes Wetter für die Teilnehmer parat. In den vergangenen Jahren ging das aber schon viel schlechter, deshalb nehme ich das dunkle aber trockene Herbstwetter mit 10° C gerne an. Überrascht bin ich, dass sich wenigstens zwei gute Hände voll Saarländer in die Pfalz verirrt haben. Vielleicht wird es doch noch was mir Läuferaustausch in unserer Region...

Der Potzbgergauf geht die ersten sechs Kilometer eher human hinauf in Richtung Wildpark. Da die Strecke komplett über Asphalt verläuft, wundere ich mich über die Unterhaltung meiner Mitstreiter, die mal locker flockig von Trainingsläufen über die L364 berichten. Es gäbe zwar enge Kurven auf der schmalen Landstraße, doch mit einer grellen Jacke kann da eigentlich nichts passieren...

Übrigens, auch wenn es nur über Landstraßen geht, gibt es trotzdem sehr schöne Panoramablicke in die immer noch herbstliche Landschaft. Vorausgesetzt man hat überhaupt Luft um sich über so etwas Gedanken zu machen. Bei vielen der nicht ganz 300 Teilnehmer/innen geht der Blick eher Richtung Straßenboden. Für mich geht der Blick ab oben angekündigten Kilometer sechs stur nach unten. Hier entscheidet sich auch die Endzeit, wenn man auf Zeit läuft. Bis zum Sportplatz unterhalb des Potzberges sind es von da an 1,5 steile Kilometer. Ganz so viel entgegen zu wirken habe ich an dieser Stelle nicht mehr und muss mich mit ca. 30 Sekunden hinter die letztjährige Zeit einreihen. Für die ganz Harten warten im Ziel traditionell neben heißem Tee auch die verschiedensten Obstbrände. Gerüchte zu folge sieht man nach dem Lauf auf der Landstraße so manchen torkelnden Finisher über die Straße auslaufen. So werden aus eigentlich 8,2 Kilometer schnell mal 16,4 Auslaufkilometer. 

Zusammenfassend empfinde ich den Potzberglauf als sehr kurzweilig, denn trotz nicht ganz so gutem Zuschauerwetter findet man immer vereinzelte Zuschauer, die kräftig anfeuern. Die Organisation ist perfekt und spätestens nach dem Duschen im benachbarten Glan-Münchweiler ist alles vorbereitet. Neben reichhaltigem Essensbuffet, hängen selbst die Ergebnisse schon in der Schulaula. Läuferherz was willst du mehr? Bei Kaffee und Kuchen reift dann auch der Entschluss, im nächsten Jahr bei der Berglaufserie zu starten. Von sieben Läufen muss man vier absolvieren. Für Jenny und mich werden dies folgende Läufe sein: 21.2.15   23. Donnersberglauf (Steinbach), 21.03.15   17. Nanstein-Berglauf(Landstuhl), 14.11.15   32. Potzberg-Berglauf(Gimsbach), 21.11.15   24. Kalmit-Berglauf (Maikammer).

           http://www.pfaelzer-berglaufpokal.de/uploads/pics/DSC_0338-kl.jpg 
Quelle: laufclub.de

08.11.14
35. Int. Fackellauf Rodenbach

 

Von allen guten Geistern verlassen, fahre ich heute seit langem wieder allein nach Rodenbach zum Fackellauf. Rodenbach liegt im Umland von Kaiserslautern. Vom Pfälzer Wald oder den tollen Laufstrecken der Pfalz wird aber nicht viel zu sehen sein, denn der Lauf startet in der Dunkelheit. Der Clou, man hat die komplette Strecke komplett mit Fackeln ausgeleuchtet. Dies lockt vor allem viele Amerikaner und Spaßläufer nach Rodenbach, denn die Strecke ist mit nur 7 Kilometern für weniger ambitionierte Läufer geeignet.

Vor dem Start trifft man auch Saarländer, doch sind diese wirklich die Ausnahme. Eigentlich stellt man dies bei allen Läufen in der Pfalz fest. Schade, denn ein Austausch wäre sicher nett. Auf der anderen Seite haben beide Bundesländer viele Läufe zu bieten, so dass man kaum zum Laufen hinter der Grenze kommt.

Zum Lauf selbst: nach 34 erfolgreichen Austragungen des Fackellaufes haben die Veranstalter natürlich viel Routine, doch darf man nicht denken, dass man den Lauf nur noch durchzieht. In diesem Jahr zum Beispiel gibt es ein Zumba Aufwärmprogramm im Startblock. Für einen Mann wie mich, der so beweglich ist wie ein Amboss, ist das natürlich nichts, doch Vielen scheint es zu gefallen bzw. sind die Meisten sehr motiviert bei der Sache. Ich verdrück mich lieber nach hinten zu den alten Hasen, die auch nicht für Stretching sind.

Am Ende wird mich das hinten stehen mindestens 30 Sekunden bei der Bruttozeitmessung kosten. Denke ich so bei mir als der Startschuss längst ertönt ist und ich immer noch im Startbereich stehe...
 Hier ticken die Uhren nämlich anders, es gibt nur eine gemütliche Bruttozeitmessung. Gelegentlich hab ich das ganz gerne. Dann ist das Läuferfeld nicht ganz so gestresst. Wobei ich eine gesunde Mischung von Netto- bzw. Bruttomessung über das Jahr hinweg bevorzuge. Bei entsprechenden Läufen macht dies ja auch Sinn.

Die Geschichte des Laufes ist ansonsten eher weniger spektakulär. Da ich die Strecke perfekt kenne, teile ich mich bis Kilometer 3 ein. Bis dorthin geht es aus dem Ort hinaus in die fackelbeleuchtenden Wiesen um Rodenbach. Bei besagtem Kilometer 3 ist man am höchsten Punkt. Von hieraus kann man es krachen lassen. Ich tue dies und fühle mich sehr locker heute. Leider kostet mich das Trödeln am Start so viel Zeit, dass ich hier schon weiß, wo die Uhr heute stehen bleibt. Von daher konzentriere ich mich darauf, nicht zu stürzen, bei der Dunkelheit. So richtig gewöhnen sich die Augen nämlich nicht daran. Außerdem laufe ich schon etwas beklemmt über die asphaltierten Feldwege.

Alle Hemmungen beim Bergablauf zurück nach Rodenbach sind heute unbegründet. Die Wege haben kaum Schlaglöcher oder ähnliches. Im Ort warten viele Zuschauer, die fleißig Stimmung machen. So fällt der Kilometer bis zum Ziel leicht. Am Ende steht meine schlechteste Zeit in Rodenbach seit 4 Jahren. Da ich erst wieder im Januar auf Zeit laufen will, ist es mir relativ egal. Doch rechnet man insgeheim schon etwas mit...

Am Sonntag geht es dann noch zum "Auslaufen" nach Losheim zum 26. Martinslauf. Dort wird es aber eher gemütlicher für mich zugehen und ich werde nur eine Runde in Angriff nehmen.

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Martinslauf

11.10.14
16. Litermont Berglauf

                                    

Er ist wieder da! Nach einjähriger Unterbrechung hat sich das neue Team der 1. Vorsitzenden des TV Nalbach, Helene Phillipi dazu entschlossen, den Litermont Berglauf wieder in Angriff zu nehmen. Dies sollte keine ganz so leichte Aufgabe sein, denn der Lauf hatte in den letzten Jahren schon schwer mit den Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Austragungsort war die gleiche Strecke wie bei den letzten zwei Ausrichtungen 2012 und 2011. Ebenfalls sollte dieser Lauf zur 3. Veranstaltung des diesjährigen Berglaufpokals sein. Die Strecke führt in mehreren Schleifen um den sagenumwobenden Litermont. Vom Start weg folgt erst ein langgezogener Anstieg bis zum ersten Kilometer. Danach heißt es Kräfte sammeln bei der ersten Schleife auf der westlichen Seite des Berges. Danach folgt ein sehr steiler Anstieg, an dem nur die wenigsten Teilnehmer/innen noch laufen können. Kurz vor dem Ziel am Litermont folgt die zweite Schleife, welche einmal um den Berg führt. Danach geht es noch einmal in Richtung Ziel, ehe man unterhalb des Berges nochmals Richtung östliche Bergseite laufen muss, um dort über sehr steile Serpentinen zum letzten Mal in Richtung des Ziels zu laufen. Klingt alles sehr verworren, doch ist die Strecke mit ihren flachen Passagen sehr abwechslungsreich. Mal davon abgesehen, dass es teilweise über Premiumwanderwege geht.

Spätestens am Ziel ist jeder froh, wenn er die Strecke gut verkraftet hat um dann gemütlich zurück zur Turnhalle zu laufen, in der die Siegerehrung von statten geht. Jenny und ich kommen locker im hinteren Bereich des leider sehr kleinen Feldes an. Dies ist der einzige Bereich, wo das neue Team noch zulegen muss. 69 Teilnehmer/innen sind ausbaufähig und sollten mit gezielter Werbung gut zu verbessern sein. Werbung in eigener Sache hat der TV Nalbach schon selbst gemacht. Die Orga, Versorgung, die Kuchen bei der Siegerehrung und alles was dazu gehört waren wirklich perfekt. Wer es liebt im Wald zu laufen sollte sich die neue Version des Litermont – Berglaufes nicht entgehen lassen.

Übrigens findet die letzte Veranstaltung des Berglaufpokals 2014 am nächsten Wochenende in Tholey statt.

27.09.14
Trifelslauf Annweiler

Nach der Formkrise gibt es in diesem Jahr keine ernsten Laufplanungen mehr. Erst im Frühjahr wollen Jenny und ich wieder angreifen. Als erster Höhepunkt möchten wir Anfang März die 10 Kilometer- Bestzeiten angehen. Das Training beginnt dann in der kalten Jahreszeit. Bis dahin wollen wir einfach nur Spaß am Laufen haben. So ganz ohne ernsten Hintergrund geht es als Sportler zwar nie, doch wollen wir es wenigstens bewusst langsamer angehen als  normal. Darum geht es heute in unser mittlerweile Lieblingslaufrevier, die Pfalz.                                                                             

Hier wartet der kleine aber feine Trifelslauf auf uns. Bei herrlichem Herbstwetter mit knapp über 20°C breiten sich die Hänge des Pfälzer Waldes in seinem bunten Jahreskleid vor uns auf. Oberhalb des Staufer Schulzentrums befindet sich der Start- Zielbereich. Nur etwas mehr als 100 Läufer/innen haben sich für den Hauptlauf über 17 Kilometer eingefunden. Weitere 55 nehmen sich den Lauf über 8 Kilometer vor. Der Startschuss fällt für beide Läufe gleichzeitig um 15 Uhr.

Wie so oft freuen wir uns über eine völlig entspannte Stimmung im Läuferfeld. Dies fällt uns immer wieder bei Läufen in der Pfalz auf. Für unsere aktuelle Formkrise, die ideale Regenerationseinheit. Dies heißt aber nicht, dass man in der Pfalz kein wettkampforientiertes Denken hat. Einige Wilde gehen auch hier gleich ab wie Raketen. Die Mischung macht eben den Reiz.

Kommen wir zum Lauf selbst. Von Anfang an geht es stetig bergauf. Nicht steil, aber recht anspruchsvoll. Ich teile mich mit einem Tempo von knapp unter 6 Minuten pro Kilometer ein. Um den ca. 8 Kilometer langen Anstieg locker durchlaufen zu können, gebe ich nach den ersten 4 Kilometern jedoch deutlich nach und laufe langsamer den Berg an. Stellenweise gibt der Wald einen unglaublichen Blick in die Landschaft frei. An solchen Punkten steht dann immer ein Aussichtspunktschild. Da ich das lockere Laufen dieses Mal ernst meine, nehme ich mir die Zeit um ins Trifelser Umland zu schauen. Zu Beginn immer mit Blick auf die Burg Trifels. Später folgen die Ausblicke auf die Burg Münz und die Madenburg bei Klingenmünster. Der Veranstalter hat nicht ganz unrecht, wenn er von einer der schönsten Strecken der Pfalz spricht. Beim letzten Getränkepunkt behaupten selbst die gut gelaunten Streckenposten, dass hier der schönste Verpflegungspunkt des Landes sei und da gebe ich den Jungs Recht. Ein Bild der Aussicht fügen wir unten ein.

Das Streckenprofil in der Ausschreibung täuscht im Übrigen. Die zweite Hälfte lässt nicht, wie zu erwarten, einen langen Abstieg über ca. 6 Kilometer zu, denn bis zum Wanderparkplatz unter dem Trifels bleibt es weiterhin wellig. Erst am Parkplatz warten 3 relativ steile Bergab- Kilometer bis ins Ziel. Dieses Hinablaufen bekommt mir nicht ganz so gut. Vielleicht liegt es an dem minimalen Gewichtsüberschuss von mir. Trotzdem ist ein 6:00er Schnitt für heute ok. Es soll ja bis zum Frühjahr locker sein. Zudem geht heute der letzte längere Lauf des Jahres für uns zu Ende. Nur in Werl wartet an Silvester noch ein 15er auf uns.

Jenny bleibt nach meinem Zieleinlauf noch unter ihren erhofften 2 Stunden. So können wir uns ganz gemütlich mit unseren Mitreisenden Martina und Christian den kulinarischen Dingen der Pfalz widmen. Aktuell ist hier die Kastanienzeit oder wie der Pfälzer sagt, die Käschdezeit. Eine Käschdesuppe als Vorspeise sollte man sich nicht entgehen lassen. Wo wir schon wieder beim minimalen Gewichtsüberschuss angekommen sind…

 

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Burg Trifels
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Schönster Verpflegungspunkt der Pfalz (lt. Streckenposten)
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Nach dem Lauf

20.09.14
29. Altstadtlauf in Ottweiler

Es ist Samstag und die Altstadt von Ottweiler ist bereits gesperrt. Heute steht der 29. Altstadtlauf mit der saarländischen Straßenlaufmeisterschaft über 10 Kilometer auf dem Programm. Es ist recht warm für die Jahreszeit. Zumal es ein eher kühler Sommer war. Zumindest was den August bzw. den Juli angeht.

Nachdem die ganz Kleinen schon über die Strecke gingen, schicken wir unser jüngstes Pferd Nick ins Rennen. Danach können wir noch entscheiden, ob es wirklich zu heiß ist zum Laufen. Warum hat man  denn wohl Patenkinder? In Ottweiler läuft man eine ähnliche 2,5 Kilometer Runde wie beim Nachtwächterlauf im Dezember. Nach der ersten Runde sieht Nick schon schwer gezeichnet aus und bei mir regt sich langsam das schlechte Gewissen. Trotzdem macht er es klasse und teilt sich hervorragend ein. Nach relativ gleichen Rundenzeiten kann er mit knapp über 40 Minuten stolz auf sich sein. Im Anschluss geht es für ihn direkt auf ne Party. Ich hab so im Gefühl, dass wir wohl auch besser auf eine Party gegangen wären...

Dieser Eindruck bestätigt sich nach der ersten Runde durch die engen Gassen von Ottweiler. Mehr noch, es geht mir genauso bescheiden wie vor wenigen Wochen in Merzig. Es macht keinen Sinn sich hier zu verausgaben auch wenn es mir leid tut wegen der Meisterschaftswertung. Keine Ahnung was da zur Zeit bei mir los ist. Jenny geht es nicht viel besser und wir laufen die drei Runden im Trainingsmodus gemeinsam zu Ende.

Der Altstadtlauf selbst ist für Freunde des Citylaufes gemacht. Im Zentrum am Schlossplatz herrscht vor allem bei schönem Wetter wie heute buntes Treiben. In den Nebenstraßen ist es eher ruhiger. Dies ist beim Nachtwächterlauf im Dezember etwas anders. Von daher lohnt sich auch ein Start in der kalten Jahreszeit. Für Bestzeiten ist der Altstadtlauf meiner Meinung nach aber nicht gemacht. Viele kleine, kurze Anstiege machen die Strecke auf vier Runden nicht gerade einfach. Zudem kommt das Kopfsteinpflaster im Start- Zielbereich...

Wir jedenfalls werden hier erst wieder an den start gehen, wenn wir richtig fit sind.

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13.09.14
20. Rietburg - Berglauf

Mitte September, so langsam werden die Blätter wieder bunter. Das Wetter war in den vergangenen Monaten ohnehin nicht so prickelnd und die meisten Vögel haben sich bereits in Richtung Süden verabschiedet. Der Herbst steht in den Startlöchern. Dies ist für uns alljährlich der Beginn zur Berglauf – Saison. Zwar haben wir bereits über das Jahr hinweg bei kleineren Bergläufen (Landstuhl, Brodenbach, Altenbamberg) teilgenommen, so richtig los geht es aber erst jetzt.

Nach einem völlig verkorksten Trainingslauf in Merzig beim Halbmarathon, bei dem ich mit starken Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, stehe ich heute im Weinstraßen – Stadion von Edenkoben. Nach einer Runde einrollen fühle ich mich total platt. Ich schaue Jenny beim Einlaufen zu und dehne alibimäßig. Eigentlich ist alles perfekt. Optimales Laufwetter bei um die 15°C Grad, keine Sonne, herrliche Weinberge. Was will man mehr… Naja, ist eh mal wieder nicht mein Laufjahr. Ich stelle mich in die letzte Reihe und trabe nach dem Startschuss einfach los.

Aus dem Stadion raus verläuft die Strecke ein kleines Stück durch die Stadt in Richtung Weinberge. Hier und da klatschen an vereinzelten Punkten kleine Zuschauergruppen. Ich bemerke erst gar nicht, dass es stetig bergauf geht. Irgendwie macht es Spaß. Nach zwei Kilometern folgen die Weinberge. Es wird immer einen Tick steiler. Erst jetzt bemerke ich, dass ich auch zeitlich ganz gut unterwegs bin. So genieße ich die Landschaft und bin auch nicht überrascht als sich nach 3,5 Kilometern die Ludwigshöhe mit der kleinen Villa  und die Rietburg  vor mir auftürmen. Genau in der Mitte des Berges kann man beim heute trüben Wetter die Seilbahn zur Burg erkennen. Dies ist ein beliebtes Ausflugsziel dieser Gegend.

Genau in der Hälfte der Strecke liegt bei Kilometer 4,2 die Verpflegungsstation. Hier befindet sich die Sportschule von Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig wird es hier richtig knackig und wir laufen zur zweiten Streckenhälfte in den Wald ein. Somit verlassen wir den asphaltierten Teil. Spätestens bei Kilometer 6 erreichen wir den steilsten Abschnitt und leider passiert mir hier ein kleiner Fehler. Ich habe etwas zu viel Respekt vor den letzten eineinhalb Kilometern und nehme auf dieser Passage zu viel raus, denn gerade das letzte Stück erweist sich als nicht so hart wie vom Profil her angenommen.

Das Ziel selbst befindet nach von mir  abgestoppten 56 Minuten ein kleines Stück oberhalb der Rietburg, neben einem kleinen Dammwildgehege. Trotzdem bin ich super zufrieden. Lieber so rum als umgekehrt, denke ich mir. Außerdem bleibt dann Luft nach oben für den nächsten Lauf auf dieser Strecke. Jenny ging es genauso. Sie kommt wenig später ebenfalls im Ziel an. Dieser Berglauf hat uns sehr gut gefallen. Von daher werden wir dieses Jahr mindestens noch 3 Bergläufe (Nalbach, Schaumberg, Potzberg) in Angriff nehmen.  Jetzt aber wartet der Bad Dürkheimer Wurstmarkt auf uns. Mal sehen was dort so los ist…

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17.08.14
43. Holzland - Volkslauf

Die Woche der harten 10er geht zu Ende. Nach Schönwald im Schwarzwald steht heute der 43. Holzland – Volkslauf in Schopp auf dem Programm. Warum die Gegend um Schopp und der Volkslauf Holzland heißt, wird einem spätestens klar, wenn man Kaiserslautern raus in Richtung Johanniskreuz fährt. Der hochwertige Mischwald mit den sehr alten Traubeneichen erzielen auf dem Holzmarkt Höchstpreise. Für uns Läufer hält das Waldgebiet eine super schöne aber anstrengende Laufstrecke bereit.

Zuletzt war ich mit Jenny 2012 hier. Damals brannte der Planet mit über 30°C Grad am frühen Morgen. Nach einem verregneten einwöchigen Urlaub im Schwarzwald ist heute der Himmel nur bedeckt bei etwa 16°C Grad. Somit herrscht optimales Laufwetter.

Im Startbereich des schönen Eichwaldstadions, das auch als Radrennbahn dient, stehen einige weitere Saarländer. Trotzdem gibt es nur wenige Grenzgänger bei solch kleinen Volksläufen, was ich immer schade finde.

Gleich nach dem Startschuss geht es steil bergauf zum Hornberg. Erst bei Kilometer zwei geht es zum ersten Mal bergab. Nach einer steilen, ein Kilometer – Passage ab Kilometer vier wartet eine etwas leichtere zweite Streckenhälfte auf uns. Diese bleibt trotzdem weiterhin wellig. Ich würde fast sagen, dass heute mein bester 10er der Saison ist. Nur auf dem zweiten Abschnitt merke ich etwas die Läufe und Wanderungen vom Schwarzwald in meinen Beinen.

Mit 55 Minuten habe ich wohl meinen aktuellen Leistungsstand auf solchen Strecken erreicht. Auf der anderen Seite kann Jenny mit 65 Minuten ihre Zeit von 2012 um insgesamt 5 Minuten verbessern. Noch zwei Jahre,  und die Stundenmarke wird bei ihr auch auf solchen Strecken zu knacken sein.

Im Ziel bekommt jeder eine kleine Medaille, was für einen solch kleinen Lauf nicht selbstverständlich ist. Mit Schopp haben wir zudem den 5. von 6 Läufen des Laufladencups gefinisht. Bleibt nur noch der Weihnachtsmarktlauf von Landstuhl im Dezember.

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Jenny beim Zieleinlauf

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Im Eichwaldstadion von Schopp
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10.08.14
37. 10 Km Lauf am Schanzenfest von Schönwald / Schwarzwald

Es ist Urlaubszeit. Hierzu zieht es uns wie so oft in den Schwarzwald. Wunderbarerweise gibt es gleich am ersten Tag vor Ort einen 10 km Volkslauf im 60 Kilometer entfernten Schönwald. So nutzen wir die Chance und kommen kurz nach 9 Uhr am Veranstaltungsort an. Was wir als erstes entdecken, können wir kaum glauben. Es sind zwei Saarländer und nicht nur irgendwelche, es sind Ingrid und Gilbert vom TV St. Wendel. Beide machen ebenfalls in der Nähe des Schluchsees Urlaub. Es gibt  natürlich viel zu erzählen bis zur heutigen Hauptattraktion, dem 37. Volkslauf von Schönwald.

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Der Start befindet sich oberhalb der Adlerschanze am sogenannten Franzosenheim. Ein relativ überschaubares Teilnehmerfeld hat sich hier am Waldrand eingefunden, um auf die 5 bzw. 10 Kilometerstrecke zu gehen. Ohne viel Aufsehen geht es hier gleich zur Sache und die Veranstaltung gibt den Lauf frei. Leicht ansteigend geht es auf gut zu belaufenden Waldwegen hinter der Adlerschanze vorbei. Nach ca. 1,5 Km kommen wir aus dem Wald um über ein Wiesenstück wieder in den Wald einzulaufen. Es bleibt stets wellig bis hin zum Feriendorf von Schönwald.

Dort fällt die Strecke steil bergab und man bekommt es langsam mit der Angst zu tun, wenn man bedenkt, dass man erst bei Kilometer drei ist und durch das wellige Profil schon langsam schwere Beine hat. Denn das, was man runter läuft, muss man ja bekanntlich auch wieder hoch laufen. Bei so einem Abstieg kann das im Schwarzwald sehr heftig werden und der erste Schock kommt, als ich am Ende des Berges kurz nach rechts blicke. Am Hang des Skiliftes schlängelt sich ein Feldweg wieder zurück in Richtung Feriendorf. Vor dem Start dachte ich noch, es macht Jemand Witze als ich das Wort Skilift hörte. Doch macht der Schwarzwälder beim Laufen anscheinend keine Witze…

Der Anstieg verläuft über etwas mehr als 1,5 Kilometer. Auf halber Strecke entdecke ich Jenny im Tal  und denke noch, dass ist sie heute schnell unterwegs ist. Aber auch sie muss am Berg kräftig rausnehmen um halbwegs gut durchzukommen. Wenig später komme ich erneut am Feriendorf an um wieder in den Wald einzulaufen. Im Schwarzwald hat man meistens einen kräftigen Tannenduft in der Nase, was mir persönlich das richtige Schwarzwaldfeeling vermittelt. Vielleicht bekomme ich gerade deshalb die zweite Luft für den nächsten Waldabschnitt.

Diese letzten Kilometer verlaufen durch sehr dichte Tannenwälder auf wiedermal welligem Untergrund. Erst 1,5 Kilometer vor Schluss kann man es richtig krachen lassen, denn bis zum Zieleinlauf an der schönen Adlerschanze von Schönwald geht es nur noch bergab. Mit 55 Minuten bin ich recht froh gut angekommen zu sein. Wenig später kommen die weiteren Saarländer, angeführt von Jenny mit knapp 63 Minuten. Auch wenn Jenny konkurrenzlos mit einem schönen zweiten Platz  in ihrer AK belohnt wird, freut sie sich sehr über diese Auszeichnung. Gut gemacht !!! Du kannst stolz sein auf deine erste Trophäe.

Eine ganz tolle Veranstaltung läutet für uns in die Urlaubswoche ein. Wir freuen uns über etliche Wanderungen durch die Wutachschlucht, die Feldberg-Tour oder auf die Rawennaschlucht. Auf dem Heimweg am Ende der Woche machen wir dann noch einen kurzen Pitstop beim Holzland Volkslauf in Schopp.

Also auf geht´s…. Wir sehen uns bei den heimischen Volksläufen im Saarland wieder…

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Vor dem Lauf noch mit den Wölfen heulen...

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Ziel des Schanzenlaufes am Mittag

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Gilbert, Ingrid, Jenny und ich

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Nach dem Lauf

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02.08.14
10. Berglauf - Brodenbach

Manchmal sind die kleinen Läufe auch die schönsten Läufe. So ähnlich dachten wir vor wenigen Monaten, als wir über die vergangene Laufsaison nachdachten und so kommt es, dass wir heute Morgen in der Pension Christiane, direkt im Ortskern von Brodenbach wach werden. Dieser Lauf hat nicht mal 6 Kilometer bis zum Ziel auf der Ehrenburg, doch war die gesamte Veranstaltung eine der schönsten unserer Vorsaison.
 
Der Lauf selbst beginnt erst am Abend, was uns noch Zeit lässt, die Mosel hinauf zu fahren um die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz zu besuchen. Pünktlich zum Schülerlauf am Nachmittag kommen wir zurück nach Brodenbach, wo wir leider feststellen müssen, dass sich die Teilnehmerzahl von um die 50 Läuferinnen und Läufer zum Vorjahr nicht verbessert an. Der Lauf hätte mindestens doppelt so viele verdient, denn die Orga der hiesigen Feuerwehr ist wirklich vorbildlich.
 
Eineinhalb Stunden später ertönt für Jenny, Nick und mich der Startschuss. Unter viel Applaus geht es nach einer Runde durch den Ort auf die Landstraße Richtung Campingplatz Vogelsang. Bis dahin sind bereits zwei kleinere Wellen zu überqueren. Erst nach der Zweiten geht es von der Landstraße L206  ins Ehrenburger Tal hinab.
 
Im Sonnenwinkel schickt die erste Wasserstelle alle Teilnehmer/innen in den eigentlichen Anstieg zur Burg hinauf. Bis dahin gilt es drei sehr steile Rampen zu überwinden. Im dichten Wald ist es heute zu dem recht schwül. Der Regen am Nachmittag hat die Strecke aufgeweicht. Bei knapp über 20°C ist es trotzdem gut zu laufen.
 
Ich habe ständig zwei, drei Läufer vor mir. Komme aber nicht wirklich dran vorbei. Beim letzten steilen Stück unter der Burg befindet sich auch die zweite Wasserstelle. Hier ist nicht mehr viel mit Laufen für mich drin. Erst oben auf dem Gipfel angekommen, verbünde ich mich mit meinem Vordermann und laufe die 300 Meter mit ihm hinunter zum Burghof. Die letzte Hürde beinhaltet hier die nasse Zugbrücke beim Zieleinlauf. Aber auch hier kam zwei Minuten vor mir Nick gut durch und auch Jenny kommt wenige Minuten später verletzungsfrei über den glitschigen Holzboden ins Ziel.
 
Wie schon erwähnt, kann sich bei diesem Lauf so mancher Laufverein eine Scheibe abschneiden. Beim abschließenden Feuerwehrfest im Ortskern erhält jeder seine wohlverdiente Anerkennung. Mit viel Beifall wird das kleine Läuferfeld bei der Siegerehrung bedacht. Für Statistikfreaks wie mich ist der Berglauf in Brodenbach ohnehin eine Offenbarung. So eine Homepage würde ich mir ebenfalls bei anderen Läufen wünschen. Hier wird wirklich alles ausgewertet, was auszuwerten ist. Wobei dies natürlich Geschmacksache ist. Ein Lauf ist natürlich mehr als Statistik, schöne Landschaft und perfekte Orga. Ich hoffe jedenfalls, dass die Jungs und Mädels aus Brodenbach noch lange weitermachen.
 
Für Jenny und mich folgt jetzt die Urlaubslaufwoche mit einem 10 Kilometer Lauf in Schöwald (Schwarzwald) und auf dem Heimweg noch der Holzland – Volkslauf von Schopp (Pfälzer Wald).
 
Wir sehen uns wie immer bei einem der nächsten Volksläufe…


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Nick die neue Nummer 1 der Familie am Berg

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Thorsten

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Jenny

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Die Ehrenburg mit dem schönen Zieleinlauf

27.07.14
32. Straßenlauf Einsiedlerhof

Überraschung vor dem Start. Auf dem Gelände von Coca-Cola gab es vor dem Lauf keine Cola light. Da ist guter Rat teuer. Während der Veranstalter versucht Cola light zu besorgen, bleibt für uns nur die Option auf Pepsi umzusteigen. Nach eigenen Nachforschungen gibt es aber in Kaiserslautern keine Produktionsstätten im hiesigen Industriegebiet.

So geht es ohne Cola-Doping auf den schnellen 10er am Einsiedlerhof. Schon vor dem Start fühle ich mich nicht wohl. Bei Kilometer 3,5 bin ich zwar in meinem eigenen Zeitplan, entschließe mich aber zum Abbruch, denn der Lauf ist es mir nicht Wert, mich dermaßen zu quälen um vielleicht eine halbwegs akzeptable Zeit zu erzwingen. Vielmehr möchte ich auf den Herbst hoffen, um vielleicht nochmal Richtung 50 Minuten zu laufen.

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Bei Kilometer 4 kommt dann Jenny vorbeigelaufen. Sie hat heute Großes vor. Deshalb schließe ich mich ihr an um wenigstens moralische Unterstützung zu liefern. Viel brauche ich hier nicht einzugreifen. Ich habe Jenny selten so locker und vor allem so schnell erlebt. Selbst beim 5 – Kilometer – Wendepunkt möchte sie kein Wasser. Bei den ca. 20°C am Morgen erstaunlich. Sie schein wirklich fit zu sein.

Von Kindsbach aus geht es auf gleicher Strecke durch den Wald zurück zum Einsiedlerhof. Viel nachlassen darf Jenny natürlich nicht um an ihre Bestzeit von 59 Minuten aus dem Vorjahr heran zu kommen. Die Strecke ist fast komplett eben. Für die Jahreszeit spielt das Wetter ebenfalls optimal mit. Das sollte doch machbar sein. Außerdem gibt es kaum Kurven auf der Strecke. Gelegentlich verläuft die A6 zum Laufweg, was minimal nerven kann. Ansonsten stimmt der Slogan des Veranstalters: „Schnellster 10er der Region“. Hier wurden bereits mehrmals die 30 Minuten bei den Männern unterboten. Bei den Frauen liegt die Bestzeit bei 32 Minuten.

Jenny wäre bereits mit viel weniger zufrieden und so beisst sie teilweise mächtig auf die Zähne, wenn z.B. die Sonne durch das Blätterdach kommt und es dann doch mal etwas wärmer wird. Bis zum Schluss lässt sie aber nichts mehr anbrennen. Mit einem Schlussspurt bzw. einem 5:42er Split zw. Kilometer 9 und 10 bleibt die Uhr bei 58:52 Minuten stehen.

Eine ganz tolle Zeit, die wir vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten haben. So ist das ärgern über meinen schlechten Tag nur halb so dramatisch. Vielmehr möchten wir im nächsten Frühjahr die Bestzeiten auf 10 Kilometer in Angriff nehmen. Mit gezieltem Training könnte bei Jenny vielleicht sogar eine 56er Zeit möglich sein.

Gleichzeitig folgt jetzt der entspannte Teil der aktuellen Laufsaison. Mit dem Brodenbacher Berglauf und dem Volkslauf von Schönwald (Schwarzwald) folgen in den nächsten 14 Tagen unsere Urlaubsläufe 2014. Stress machen wir uns wohl erst wieder im Herbst bei den schönen Bergläufen. Fast vergessen, als letzter Urlaubslauf folgt dann noch in drei Wochen der Holzland Volkslauf von Schopp. Dieser ist dann der fünfte Lauf für uns zum diesjährigen Laufladen-Cup. Nach dem Lauf von heute, dem Ohmbachseelauf, Lemberger Laufspaß und dem Frankensteiner Abendvolkslauf fehlt uns nur noch ein Lauf um auf die sechs geforderten Wertungsläufe zu kommen. Dieser Abschluss findet in der vorweihnachtlichen Atmosphäre des Weihnatsmarktlaufes in Landstuhl statt.

P.S.: Nach dem Lauf gab es dann auch wieder Cola light

 
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11. bis 13.07.14
Langes Laufwochenende
Habach - Neubrücke - Hirzweiler

Das Laufwochenende beginnt in Habach beim 7. Saarland Mittelpunktlauf. Dies ist nur ein kleiner 5 Kilometer Lauf. Aber was heißt nur... Mit über 400 Teilnehmern auf dieser Distanz muss schon mehr drin sein und dies erklärt sich so: die Habacher sind seit einigen Jahren bei den vielen Volksläufen im Saarland eine der größten Gruppen. Allein deshalb kommen viele Vereine auch zu den Mittelpunktläufern. In dem Moment geht es nach dem gleichen Motto wie es früher gang und gäbe war. Die Vereine besuchen sich gegenseitig. Dies geht heutzutage leider oft verloren. Außerdem gibt es hier eine tolle After-Run-Party. Auch die Saarländischen Lauf - Asse lassen es sich nicht nehmen, hier mit schnellen Mannschaften zu starten.

Wir haben auch ein kleines Team gemeldet. Unter dem Teamnamen Osterlauf Itzenplitz starten Bernd, Alex, Tina, Jenny, Nick und ich. Wir haben uns sehr gefreut, dass ihr in Habach wieder für unser Team gelaufen seid.

Ich laufe die kurze Runde um Habach zusammen mit Jenny. Sie wollte gern schneller Laufen als im letzten Jahr, was ihr ganz knapp mit wenigen Sekunden unter 31 Minuten gelungen ist. Bei optimalem Wetter wäre sicher mehr drin gewesen, denn es war sehr schwül durch den Regen und das warme Sommerwetter. Die Strecke selbst führt vom Sportplatz in Habach weg durch den Wald um Habach. Nach etwas mehr als drei Kilometer kommt das Feld am Haus Hubwald raus um dort nach einem Wendepunkt auf die L301 abzubiegen, die alle wieder zurück in den kleinen Ort bringt.

Am Haus Hubwald war schon eine tolle Stimmung, die beim Zieleinlauf nochmals getoppt wird. Ich frage mich jedes Mal, wie die Jungs und Mädels aus Habach so viele Zuschauer motivieren können, die Läufer/innen nochmals auf den letzten Metern zu pushen. Wenige Sekunden später ist es dann geschafft und man biegt auf die Zielgerade am Sportplatz ein um sich abfeiern zu lassen bzw. die After-Run-Party, die bis spät in die Nacht geht, zu genießen.

Viele Starter in Habach sind reine Hobbyläufer. Andere nutzen den Lauf noch zum Formtest vor dem am Donnerstag stattfindenden Firmenlauf in Dillingen, denn jeder möchte unter seinen Arbeitskollegen eine gute Figur machen. Unter Angesicht der vielen Aspekte sollte der Mittelpunkt noch weiteres Potential besitzen. Es ist halt die Frage, ob man noch mehr Teilnehmer/innen verkraften kann. Der SV Habach hat aber so viel Erfahrung um auch dies händeln zu können.

Zu erwähnen wäre noch, dass Nick mit 25 Minuten eine super starke Zeit auf der schweren Strecke hinlegen konnte. So lange er so fit ist, werde ich ihn nicht mehr freiwillig zu Volksläufen mitnehmen bei denen ich selbst auf Zeit laufe. Die Tage an denen ich schneller war als er scheinen jetzt wirklich vorbei zu sein...

Am nächsten Tag, während meine bessere Hälfte und mein Patenkind noch pennen, geht es für mich bereits am frühen Samstagmorgen zum Bärenfels. Der dortige Trail im Juli heißt jetzt laut Homepage Sommer – Trail, weil man bei der UTMB meinte, den Begriff als Markenzeichen schützen zu lassen. Für mich sind solche Ideen unverständlich. Außerdem empfinde ich Veranstaltungen, die sich Trail oder ähnlich nennen immernoch als ganz normale Waldläufe, die eben vom Hauptweg abgehen. Von daher gefällt mir die neue Bezeichnung eh besser.

Denn genau das gibt der Sommer Trail wieder. Auf den meisten Stücken im Wald ist man für sich allein und kann in aller Ruhe die Landschaft um den Bärenfels für sich genießen. Hier und da trifft man auf Andere mit denen man sich kurz austauscht um dann wieder allein seine Kilometer abzuspulen.

Nach den schwachen Wochen zuvor will ich heute nur meinen aktuellen Zustand überprüfen mit der Hoffnung, dass die Luft wieder besser wird. Genau dies ist der Fall am heutigen Samstagmorgen. Obwohl heute eine extreme Luftfeuchtigkeit herrscht, habe ich keinerlei Probleme und ziehe meinen Trainingslauf von Anfang bis Schluss durch. Die Zeit ist zwar unterirdisch, doch freue ich mich über das zurück- gewonnene Laufgefühl.

Als ich nach weit über zwei Stunden im Ziel bin, denke ich noch so bei mir, wie die Anderen das wohl über zwei bzw. drei Runden machen. Mein Laufkamerad Bodo z.B. geht seinen ersten Ultralauf an und hofft am Mittag von der dritten Runde zurück zu kommen. Später erfahre ich, dass er es tatsächlich in knapp unter 8 Stunden mit einem tollen 16. Platz geschafft hat. Hierzu einen ganz herzlichen Glückwunsch nach Bildstock, aber auch an alle anderen Finisher, die am Bärenfels International sind. In diesem Jahr sogar aus Asien, wie ich hörte.

Für mich beginnt jetzt die Vorbereitung auf den 10 Kilometerlauf in Kaiserlautern Ende Juli. Wie schon im letzten Jahr brauche ich mir bei der alljährlichen Formüberprüfung auf dem Einsiedlerhof aus gewichtstechnischen Gründen keine Gedanken über Bestzeiten zu machen. Realistisch dürften am ehesten noch <52 Minuten sein.  Hierzu teste ich mit Jenny nächste Woche in Berus an. Der Firmenlauf ist eher noch eine Spaßveranstaltung unter Kollegen, da ich mitten im 10.000 - Starter großen Feld loslaufen muss.

Am Sonntag endet das große Laufwochenende in Hirzweiler bei den  2. Hirzweiler Käsetagen. Jenny und ich laufen zusammen in der langsamen 10 Kilometergruppe. Bei ständigem Regen fällt die eigentlich als Landschaftslauf geplante Veranstaltung regelrecht ins Wasser. Zwar ist es bei milden Temperaturen gut zu laufen, doch kommen nur wenige Teilnehmer. Gleiches Bild ergibt sich auf dem Festplatz. Was die Vereine aus Hirzweiler alles auf die Beine gestellt haben um die Besucher zu verköstigen ist wirklich stark. Doch regnet es den ganzen Tag durch. Ein Glück, dass man am Vortag schon viele Besucher hatte. So endet ein gelungenes Laufwochenende mit der Hoffnung, dass die deutsche Nationalmannschaft als Weltmeister aus Brasilien zurück kommt. Warten wir´s ab.

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Nick beim Mittelpunktlauf

06.07.2014
33. Volkslauf in Kirkel

 

Heute mit dem Abschleppdienst Hansmartin im Kirkeler Wald unterwegs. Schon nach dem ersten Kilometer, wo die Streck noch human ist, merke ich, dass ich immer noch schlecht Luft bekomme. Ich wollte den Lauf so oder so langsam angehen, aber das es dann sooo langsam wird hätte ich nicht gedacht. Hansmartin, der auch nicht auf Zeit laufen wollte, ist nicht davon zu überzeugen allein weiter zu machen. So freue ich mich dann über die moralische Unterstützung, denn die zweite Hälfte in Kirkel hat es bekanntlich in sich.
 
So kommt es auch, dass ich nach der Umrundung des kleinen Waldweihers an der Streckenhälfte komplett rausnehmen muss. Das schwülwarme Wetter setzt mir ebenfalls zu. So kommt es, dass ich mich genau eine Stunde bis ins Ziel am Turnplatz quälen muss. Heute hätte ein lockerer Trainingstag mehr Sinn gemacht. Durch die Unterhaltung mit Hansmartin war die Strecke trotzdem relativ kurzweilig. Mehr ist leider nicht zu sagen. Außer dass ich in den nächsten Wochen ohne Stress bei den Volksläufen an den Start gehe. Bis zum Straßenlauf in Kaiserslautern möchte ich somit komplett rausnehmen um wieder meine Laufform zu finden.
 
Zu Kirkel möchte ich noch Folgendes anhängen: der Lauf ist jedes Mal eine Teilnahme wert. Wie schon oft erwähnt, gibt es nur noch wenige Waldläufe im Saarland nach alter Art. Rund 200 Teilnehmer unterstreichen einen leichten Anstieg und die Rückbesinnung auf alte Werte. Es wäre schön, wenn uns solche Klassiker noch lange erhalten bleiben. 33 Auflagen sprechen für sich.
 
Nächste Woche möchten wir uns mit einer kleinen Truppe in Habach blicken lassen. Zusammen mit drei weiteren Osterläufern werden Jenny, Nick und ich dann beim Mittelpunktlauf an den Start gehen. Auf die After-run-Party freuen wir uns schon jetzt. Wobei wir dieses Jahr etwas früher zurück sein wollen als 2013 (1 Uhr:O)). Eventuell schiebe ich am Folgetag noch einen gaaanz langsamen, dafür aber langen Lauf bei den Fellersch in Neubrücke ein. Da muss aber alles passen und die Luft wieder zurück sein.
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27.06.2014 + 28.06.2014
Mitternachtslauf Glan Münchweiler
+
Wolfstrail Merzig

 

Freitag, 28.6.2014. Heute kann ich es kurz machen, es ist einfach DUMM gelaufen. Wer Donnerstags Blut spendet, kann Freitags nicht laufen. Im Gegenteil, es ist sogar gefährlich. Ich war mir dessen bewusst, wollte es mir aber nicht eingestehen. Es ist ein widerliches Gefühl, wenn man vom ersten Meter an das Gefühl hat, Seitenstechen zu bekommen. Man fühlt richtig,  dass die Zellen nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Beim nächsten Blutspenden wird es keinen Volkslauf am Wochenende geben. Auch wenn ich mich noch so sehr auf den Lauf freue.

Der Veranstalter TuS Glan-Münchweiler hat wieder alles für eine gelungene Veranstaltung gegeben. Vorsorglich wie die Pfälzer sind, hat man den Start wegen kurzzeitigem Gewitter etwa eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Dies war eine gute Wahl. Man hat den Teilnehmern sogar angeboten das Startgeld zurück zu zahlen, wenn ihnen der Lauf zu gefährlich ist.

Beim Lauf waren dann nur noch weit entfernte Wetterleuchten am Himmel zu sehen. Beim Start dachte ich noch, dass es dieses Jahr zum ersten Mal keine Zuschauer an der Strecke geben wird. Doch da hatte ich die Rechnung ohne die Glan-Münchweilerer gemacht. In jedem zweiten Vorgarten standen Jung und Alt. Unter aufgebauten Zelten oder am Grill wurde wieder einmal fleißig angefeuert. Leider konnte ich es aus besagtem Grund nich genießen. Viel mehr war ich froh nach 48 Minuten wieder im Ziel zu sein. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass dies bei meiner 5. Teilnahme meine schlechteste Zeit war. Im nächsten Jahr komme ich wieder und nehme Jenny wieder mit in die Pfalz.

Mit meiner besseren Hälfte war ich dann heute beim 1. Wolfstrail in Merzig zu Gange. Geplant war ein Lauf zu zweit. Nach der gestrigen Erfahrung habe ich dies aber lieber mal gestrichen und lasse somit laufen. Mit zwei Kameras bewaffnet (eine hat mir der Veranstalter umgehängt) verlege ich meine Aktivität auf das Dokumentieren und anfeuern der Teilnehmer.

Der Start des Wolfstrails findet in mitten der Kaserne “Auf der Ell“ statt. Ganz nebenbei hat die Bundeswehr großzügig eingeladen zum Tag der offenen Tür oder sollte es hier lieber heißen: zum Tag des offenen Tores, denn durch dieses verlassen die 235 Teilnehmer/innen unter großem Beifall die Kaserne in Richtung Wildnis.

Die Strecke selbst konnte ich vor einigen Wochen bereits beim Schnupperlauf testen. Auch wenn es nur 12,5 Kilometer sind, so haben sie es in sich. Damals hatten wir viel Glück und konnten die Wölfe des Wolfsparks von Werner Freund schon weit oberhalb des Wolfsparks hören. Dieser Park sollte eigentlich das Herz des Wolfstrails sein. Leider durfte man nach dem Tod von Werner Freund Anfang des Jahres den Park nur noch am Rande umlaufen.

Ganz so schlimm sollte dies nicht sein, denn nach einigen Treppen und einem steilen Anstieg folgt für alle Teilnehmer der Garten der Sinne. Dieser macht mit seinen verschiedenen Pflanzenarten den Lauf nochmal etwas kurzweiliger. Auch wenn ich heute nicht mitlaufen konnte, so wage ich zu behaupten, dass alle Teilnehmer/innen einen tollen Lauf in einer herrlichen Landschaft geboten bekommen haben.

Kurze Zeit später kommt Jenny dann viel früher als erwartet auf das Kasernengelände. Sie konnte sich auch Dank des Schnupperlaufes sehr gut einschätzen. Einige Läufer/innen konnte sie am Anstieg nach dem Wolfspark laut eigener Aussage noch kassieren. Der Spaß stand für sie trotzdem im Vordergrund und so können wir gut gelaunt am morgigen Sonntag bei den Rennschnecken in Dudweiler und deren 2. Freundschaftslauf das Wochenende ausklingen lassen. Nächste Woche steht dann nur ein Lauf auf dem Programm. Mit dem Kirkeler Waldlauf haben wir einen der wenigen Waldläufe im Saarland vor uns. Darauf freuen wir uns schon ganz besonders. Die nächste Blutspende steht zum Glück erst im Spätsommer an.

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Jenny beim Zieleinlauf in Merzig

06.06.2014
28. Abendvolkslauf in Frankenstein

Nach der Arbeit geht es gleich in die Pfalz. Zuerst noch Jenny in Wemmetsweiler abholen und schon geht die Reise lost. In Frankenstein waren wir bisher noch nie. Der Lauf gehört zum Laufladen-Cup 2014. Um in die Wertung zu kommen, heißt es bei mindestens 6 von 10 Läufen ins Ziel zu kommen. Da wir gern in der Pfalz laufen, nehmen wir, wenn es zum Jahresanfang passt, gerne an der Cupwertung teil, denn es sind in jedem Jahr andere Volksläufe, die hier in der Westpfalz vom Veranstalter ausgewählt werden. Für dieses Jahr ist es unser dritter Lauf nach den Veranstaltungen von Brücken (Ohmbachseelauf) und Lemberg (Lemberger Laufspass).

Wir sind gewarnt, was das Profil heute im Pfälzer Wald betrifft. Mit 400 Höhenmetern sollte man die 15,6 Kilometer- Strecke um Frankenstein nicht unterschätzen. Außerdem scheint es der erste richtige Sommerlauf zu sein. Mit 28°C Grad am Start in der Hauptstraße des schönen Pfälzer Örtchens ist es auch um 19:00h immer noch sehr warm.  Nach dem Startschuss kommt das 190 Teilnehmer starke Feld schnell ins Rollen. Vor dem Ortsausgang laufen wir gleich bergan durch die Straße Diemerstein. Rechts und links geht es bereits steil bergauf. Man sollte nicht glauben, dass man 80 Kilometer von zu Haus entfernt ist. Es sieht eher aus wie im Schwarzwald. An den Hängen auf der linken Seite grasen die Ziegen. Rechts der Straße laufen wir entlang der Burgruine Diemerstein vorbei mit der Villa Denis davor. Für einen Feierabendlauf bereits ein toller Augenschmaus. Was erwartet uns da noch auf dem Rest der Strecke denke ich so bei mir, ehe es nach etwas mehr als einem Kilometer aus dem Ort hinaus in den Pfälzer Wald geht.

Bis hierhin ähnelt der Lauf auf nur einem Kilometer einer Sightseeing – Tour. Doch geht es jetzt bergauf. Außerdem wird es trailiger. Ein Singlepfad zieht sich immer steiler hinauf bis Kilometer 5. Erst dann sind wir auf dem oberen Plateau angekommen. Hier wartet die erste Wasserstelle, die ich bei dem Wetter auch gern in Anspruch nehme. Ich laufe jedoch trotzdem durch, denn wenn es schon mal bergab geht, will ich keine Zeit verlieren. Weiterhin möchte ich vor dem Dunkel wieder zurück in Frankenstein sein.

Die Waldstrecke im dichten Pfälzer Wald bleibt stets wellig. Nach Kilometer 7 laufen wir eine Schleife, die uns auf einen wenig bewanderten Waldweg führt. Dies ist es, was den Lauf ausmacht. Die herrliche Landschaft und der wechselnde Untergrund sind einfach genial. Nach einem weiteren Kilometer laufen wir steil ins Tal hinab, um wiederum nach einem Kilometer steil zurück auf das eben belaufene Plateau zurück zu kommen. Hier ist es heute so heftig, dass selbst erfahrene Läufer gehen müssen, weil sie sich entweder übernommen haben oder einfach mal nicht ihr Tag bei diesem warmen Wetter ist. Für mich läuft es bestens, denn ich kann die komplette Strecke in meinem Tempo durchlaufen. In letzter Zeit hatte ich selten so ein gutes Laufgefühl.

Kurz vor Kilometer 11 kommen wir nochmals an die Verpflegungsstelle. Ich gönne mir eine weitere Erfrischung, um dann den wichtigsten Punkt der Strecke in Angriff zu nehmen. Kurz nach Kilometer 11 folgt nämlich die Königsdisziplin von Frankenstein, das Bergablaufen. Durch mein “Fliegengewicht“ und die Anstrengung der bisherigen Kilometer, muss ich mich hier besonders konzentrieren, um nicht vielleicht schief zu treten oder ähnliches. Es geht jetzt wirklich bis in den Ort nur noch bergab. Nach einem kleinen Stück durch den Wald laufen wir auf einem Feldweg in das herrliche Tal hinein. Man sollte sich wirklich zurückhalten um am Ende dieses Laufes noch alle Eindrücke mitnehmen zu können. An der Einmündung zu Hauptstraße wartet dann der Zieleinlauf mit den wohlverdienten Erfrischungen und einer Zeitmessung die komplett von Hand genommen wird. Es ist erstaunlich, mit welch einer Ruhe bzw. Souveränität das Orga-Team hier vorgeht. Ein ganz dickes Kompliment..

Für Jenny und mich war dieser Freitagabend ein ganz toller Trip in die benachbarte Pfalz. Mit unseren Zeiten um die 1:33 Std. bzw. 1:48 Std. bei Jenny gehören wir zwar nicht zu den Schnellsten, aber bei beiden lief es von der Einteilung her perfekt. So können wir zufrieden die Heimreise antreten. Wir finden, dass die Atmosphäre bei den Volksläufen in der Pfalz eine ganz besondere ist. Aus diesem Grund werden wir den Abendvolkslauf auch in Abwesenheit des Laufladencups in unsere Jahresplanungen einfließen lassen.

Beim Laufladen – Cup stehen für uns bis zum Jahresende noch der schnelle 10er vom Einsiedlerhof (Coca-Cola Straßenlauf),der Holzland – Volkslauf (ein sehr schöner Waldlauf in Schopp) und zum Abschluss der Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl (7. Teilnahme in Folge) an.

Wir sehen uns beim Volkslaufen im Saarland…

24.05.2014
8. Mühlenlauf in Altenbamberg

Heute ging es wieder übers Wochenende auf Reisen. Das Ziel ist dieses Mal nicht ganz so weit. In Altenbamberg (bei Bad Kreuznach) findet zum 8. Mal der Mühlenlauf statt. Dies ist ein ganz kleiner Lauf. In den Vorjahren gingen selten mehr als 70 Finisher über die Ziellinie auf der alten Baumburg. Gestartet wird im Innenhof der Kügler Mühle. Der Lauf selbst geht lediglich über 6 Kilometer. Da wir seit längerem wieder in die Naheland- Gegend fahren wollten, ergab sich der Termin zu diesem Volkslauf. Am Sonntag wollen wir dann noch in Bad Münster am Stein eine Trainingsrunde über die dortige Bahntrasse machen. Als Regeneration ist am Mittag ein Besuch im Monte Mare in Kaiserslautern geplant. Der Tisch ist also gedeckt.
 
So stehen wir im Innenhof der alten Mühle und warten auf das Startsignal. Dieser Innenhof ist wie im Märchenbuch bestellt. Um die alte Linde sind Tische bzw. Bänke im Kreis aufgebaut. Davor stehen liebevolle Preise für alle Teilnehmer, denn jeder bekommt hier ein Tombolalos nach dem Lauf. Somit ist jetzt schon jeder ein Sieger. Auf der anderen Hofseite warten Kuchen auf die Läufer/innen. Im Backofen duften die Flammkuchen. Leider bedienen sich hier schon die Eltern mit ihren Kindern, die vor wenigen Minuten beim Schülerlauf an den Start gegangen sind. Dieser Lauf ging über verschiedene Rundenlängen über die Pferdekoppel der Mühle.
 
Als ich noch so nachdenke, ob für mich als Schwerathlet noch was übrig bleibt, klatscht der Veranstalter auch schon in die Hände. Direkt nachdem wir aus dem Hof laufen, geht es gleich steil bergan. Nach ca. 800 Metern kommen wir auf eine Kuppel, die uns in Richtung Bad Münster am Stein führt. Bis dahin geht es bergab bzw. flach zur Dreiburgenklinik. Erst dort, so hat man uns gesagt, beginnt der eigentliche Lauf. Genauso sollte es kommen. Über 2 Kilometer geht es sehr steil den Berg hinauf. Die Kiefern halten die Wärme noch ganz gut ab. Trotzdem sind viele Läufer des kleinen Teilnehmerfeldes schon arg gebeutelt.
 
Der letzte Kilometer ist wieder abfallend in Richtung Altenbaumburg. Der Weg ist jedoch sehr eng und man muss sich immer noch sehr konzentrieren, um nicht vom schmalen Weg abzurutschen. An Überholen ist kaum zu denken. Ich selbst hab mich sehr gut eingeschätzt und komme nach 36 Minuten relativ entspannt auf der Brücke vor dem Ziel an. Es kostet für nicht schwindelfreie Personen schon Überwindung hier drüber zu laufen. Doch bei herrlichen 19° Grad schaffen es alle wohlbehalten auf der Burg einzutreffen. Jenny folgt schon 8 Minuten später. Sie hat nicht nur einige Läuferinnen hinter sich gelassen, sondern auch in ihrer Altersklasse einen tollen zweiten Platz eingefahren und dieses Mal ist sogar noch eine Frau hinter ihr. Das nenne ich doch mal Kampfgeist, denn die Strecke ist auf jeden Fall als kleiner Berglauf zu bezeichnen.  
 
Viel Spaß hat es heute gemacht. Jetzt heißt es zurück laufen in unserer Quartier in der Straße zum Burgblick, in der Hoffnung, dass die Schüler / Eltern noch was vom Flammkuchen übrig gelassen haben. Morgen geht es dann wie angekündigt nach Bad Münster am Stein bzw. nach Kaiserslautern zum Relaxen....

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Vor dem Lauf in Bad Münster am Stein
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Nichts für Angstahasen ist der Zieleinlauf über die kleine Burgbrücke
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Die verdiente Flasche Wein im Innenhof der Mühle
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Noch 10 Meter bis ins Ziel
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Zieleinlauf Jenny
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Eine Flasche Wein bitte

17.05.2014
Leider kein Radweglauf 2014


Da uns etwas die Form fehlt haben Jenny und ich den Radweglauf auf 2015 verschoben. Außerdem wartet zum Jahresende noch ein 15er auf uns in Werl. Von daher ist es halb so schlimm. Spontan bin ich mit Nick zusammen den 5,3 Km – Jedermannslauf in Illingen gelaufen. Was heißt eigentlich zusammen? Der Junge läuft jetzt locker einen 4er Schnitt pro Kilometer. Von daher hat er sich gleich verabschiedet. Aufgrund des Formtiefes verzichte ich über einen ausführlichen Bericht von meiner Seite. Auf LaufdatenSaar.de findet ihr aber einen allgemeinen Bericht zum Illinger Citylauf. Hierfür bitten folgenden Link anklicken:


8. Illinger Citylauf

Viel Spaß beim Lesen

11.05.2014
3. Hartfüßler Trail

Wegen chronischer Unfitheit habe ich mich für die kurze Traildistanz entschieden. Beim Hartfüßler heißt das 14 Kilometer über Stock und Stein oder noch besser: durch Berg und Tal. Die richtigen Trailer gehen natürlich über 30 bzw. 58 Kilometer. Für Einsteiger oder Leute, die eher die kurze Strecke bevorzugen, gibt es noch eine 7,5 Kilometerrunde.

Als Hartfüßler bezeichnete man die Bergleute, die aus den umliegenden Regionen zu Fuß in die Saarländischen Reviere gekommen sind, um hier ihrer Arbeit nachzugehen. Beim heutigen Trail kann man zumindest die vergangene Bergbautradition hautnah miterleben. Der Saarkohlewald und vor allem die Bergbausiedlung von der Heydt bieten hier einen tollen Einblick.

Außerdem ist ein großer Teil des Saarkohlewaldes unter Naturschutz gestellt. Die Langstreckler überqueren die verschiedensten Halden von der Ritterstraße über Fischbach, Göttelborn und viele kleinere, die teilweise tief im Wald liegen. Mal abgesehen von den Industrieanlagen, die am Wegesrand warten.

Auf meiner Strecke liegt zum Glück nur eine richtige Haldenüberquerung. Diese folgt nach einem ersten längeren Anstieg auf der Ritterstraße. Die Bergenhalde Viktoria gehörte zur gleichnamigen Kohlengrube und war bis 1963 in Betrieb. Nach dem Haldenablauf geht es überwiegend durch den Wald am Schocksberg entlang über Pflugscheid, ehe es auf ständig wechselndem Untergrund in südlicher Richtung wieder zum Ausgangspunkt zurück geht.

Da ich mich bei meiner Gewichtsklasse mit Trails schwer tue, ist mir die heutige Zeit mit knapp unter 1:30 relativ egal. Ich laufe sehr gerne solche Waldstrecken und empfinde insbesondere den Hartfüßler – Trail als sehr gelungen. Auch der Zieleinlauf im Schulhof rundet die Veranstaltung ab. Nächste Woche folgt dann der TEBA – Radweglauf in Hermeskeil über 15 Kilometer. Dann wieder zusammen mit Jenny.

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Erster Anstieg nach dem Start

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Aufstieg zur Halde

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Halde Victoria

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Auf den letzten Kilometern

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Bergmannshäuser in Von der Heydt

27.04.2014
Globus Marathon St. Wendel

Blöde Rollenverteilung! Der Mann steht um sieben Uhr auf und fährt zum Marathon nach St. Wendel. Und was macht die bessere Hälfte? Sie schläft aus und fährt zwei Stunden später nach WND, denke ich noch so bei mir während ich vor der Sporthalle einparke.
 
Schon gleich beim Aussteigen treffe ich die ersten bekannten Gesichter. Alle sind irgendwie angespannter als bei anderen Läufen. Das liegt daran, dass sich Jeder auf einen Marathon über Wochen vorbereitet. Man will ja gut vorbereiten sein und das ist nirgends wichtiger als bei so einer langen Strecke.
 
Bevor jetzt Jemand glaubt, dass ich ebenfalls eine solche Tortur an Vorbereitung durchgezogen habe, möchte ich sagen: um Gottes Willen! Das wäre mir viel zu heftig im Moment. Ich laufe lieber in aller Ruhe mit den Jungs/Mädels des Lauftreff Hemmersdorf in einer Staffel. Diese starten in WND schon mit dem Marathonfeld um neun Uhr. Jenny wird dann zwei Stunden später auf die Strecke gehen.
 
Nachdem unsere erste Läuferin auf die Strecke geht, bleibt viel Zeit zum Quatschen. Überall sind bekannte Leute, mit denen man sich über unseren Lieblingssport austauschen kann. Nachdem unsere Läuferin zurück ist, geht Oli auf die Strecke. Er kommt 6 Minuten nach dem Start der Halbmarathonis um die Ecke. Ich rechne mir aus, dass ich Jenny auf der B41 überholen kann und genauso kommt es. Ich zwicke ihr auf die gewohnte Art in den Allerwertesten, um danach durchzustarten. Meine Zeit auf dieser Streckenhälfte ist relativ uninteressant. Wir laufen insgesamt nur aus Spaß mit dieser sympathischen Truppe.
 
Nachdem ich wieder in der Wechselzone ankomme, schnorre ich mir noch am Schlossplatz bei Jennys Arbeitskollegin Isi eine Cola light, um danach Jenny entgegen zu laufen. Sie kommt mir zum idealen Zeitpunkt in Urweiler entgegen. Ihre Zielzeit von unter 2:20 Std. dürfte gut zu schaffen sein. Nach vielem Anfeuern zeigt die Uhr in der Bahnhofstraße grünes Licht und Jenny kann ihre Bestzeit unter Schmerzen halbwegs genießen. Auf dem roten Teppich gebe ich Sprecher Fips ein Zeichen welche Frau an meiner Seite läuft in dem ich Jenny wieder in ihre vier Buchstaben zwicke. Fips lässt es sich nicht nehmen, dies über die Lautsprecher Kund zu tun. So wären auch diese Fronten geklärt.
 
Das schönste in St. Wendel ist der reichhaltig gedeckte Tisch im Zielbereich. Bei frischem Obst und vor allem leckeren Rosinenbrötchen schlemmen wir uns quer durchs Buffet. Sollte es in WND mal keine Rosinenbrötchen mehr geben, dann werden wir nicht mehr an den Start gehen ;O) Dies ginge dann doch ein Stück zu weit. Ansonsten geht es in nächster Zeit erst mal über die kürzeren Distanzen. Anfangen werden wir damit am 1. Mai in Lemberg beim Lemberger Laufspaß.

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Gleicher Laufstil wie ich oder?
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Da war sie noch locker
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Gleich folgt die neue Bestzeit

30.03.2014
30. Marathon Deutsche Weinstraße

Nur alle zwei Jahre findet der Marathon Deutsche Weinstraße statt. Pünktlich zur Mandelblütenzeit schlägt es uns in die Pfälzische Toskana um beim Halbmarathon mit von der Partie zu sein.

Eigentlich wollte ich hier den ganzen Marathon in Angriff nehmen. Die langen Läufe bis 30 Kilometer haben soweit auch funktioniert, doch habe ich gleich gemerkt, dass ich mir bei meinem Kampfgewicht keinen Gefallen tue, wenn ich dieses Projekt durchziehen würde. Weniger ist manchmal mehr und deshalb laufe ich heute, genau wie Jenny,  “nur“ die 21,095 Kilometer  von Bockenheim bis Kirchheim und zurück.

Der Start befindet sich wie schon erwähnt in Bockenheim, um genau zu sein am Tor der Deutschen Weinstraße. Dies ist ein Bau, der über die Straße in den Neunzigern gebaut wurde. Damals wurde das Ganze mit viel Tamtam von Kurt Beck bzw. der damaligen Landesregierung ins Leben gerufen. Man wollte am nördlichen Ende der Weinstraße einen monumentalen Bau errichten. Dies ist gelungen und mit der Einführung des Marathons zur gleichen Zeit hat man ebenfalls eine tolle Veranstaltung ins Leben gerufen.

Da wir schon einen Tag eher angereist sind, können wir uns Zeit lassen und kommen erst kurz vor dem Start in Bockenheim an. Wir treffen gleich viele andere Saarländer, die die knapp 100 Kilometer ebenfalls auf sich genommen haben. Der Startblock ist mit über 3000 Teilnehmer/innen ohnehin proppenvoll, weshalb wir ruhig noch das eine oder andere Schwätzschen halten können. Bei herrlichen Frühlingstemperaturen um die 20°C Grad hat der Weinstraßen- Marathon alle Läufer der Großregion mobilisiert. Dem Veranstalter sei es gegönnt.

Nachdem Jenny und dann doch irgendwann über die Startlinie läuft, mache ich mir die Schuhe zu und reihe mich in das große Feld ein. Es sieht bei Großveranstaltungen immer klasse aus, wenn sich der Läuferwurm durch solch kleine Gassen wie in Bockenheim schlängelt. Kurz vor dem Ortsausgang laufe ich an Jenny vorbei. Die Reaktion, nachdem ich ihr kurz in ihre vier Burchstaben gezwickt habe,  ist köstlich. Hab mal gehört, dass so was Glück bringt...

Nach etwa 2,5 Kilometern laufen wir dann steil den Berg hinunter. Dies ist die sogenannte Wand von Asselheim. Man würde erst auf dem Rückweg merken was damit gemeint ist. Ich kann es mir jetzt schon vorstellen. Außerdem geht es am Ende des Abstieges nach Grünstadt genauso steil wieder bergan, weshalb ich mich frage, wieso man erst auf dem Rückweg von der Wand spricht. Man kann es drehen und wenden wie man will, gleich zu beginn ist einem klar wie schwer das Profil sein wird.

Für diese Anstrengungen entschädigen aber die zuschauerreichen Passagen in der Altstadt von Grünstadt oder eben hier am Anstieg hinaus nach Grünstadt. Auch stehen viele Zuschauer in den Wingerten, wo man sie gar nicht erwarten würde. Dies alles motiviert ungemein. Der erste Streckenabschnitt erinnert stark an den Weinstraßenlauf, den wir vor drei Jahren mitgelaufen sind. Kein Wunder, denn die ersten 7 Kilometer sind identisch.

Nach Grünstadt kommen wir übrigens von der Straße runter, um nur noch durch die Wingerten zwischen Grünstadt und Kirchheim zu laufen. Bei Kilometer 8 verabschieden sich dann die Marathonis von uns um nach Bad Dürkheim hinunter zu laufen. Kurz danach hat man einen schönen Blick auf das Marathonfeld, als es sich einen Anstieg hinaufquält. Spätestens jetzt bereue ich meine Entscheidung nicht mehr, den Lauf auf den Halbmarathon reduziert zu haben.

Der Streckenabschnitt im Wingert ist mit Sicherheit einer der schönsten der Pfalz. Man hat unter anderem tollen Blick über das langgezogene Teilnehmerfeld, während im Hintergrund die Burgen von Neu- bzw. Altleiningen ihre Kulisse bilden. Das alles macht den Lauf unglaublich kurzweilig.

Für mich läuft es bis zur Hälfte nicht so gut. Das warme Wetter liegt mir noch nicht. Zwar liege ich zu diesem Zeitpunkt noch unter zwei Stunden, doch muss ich deutlich reduzieren und viel trinken an den Verpflegungspunkten. So mache ich mir keinen Stress mehr und versuche nur noch gut durch zu kommen. Bei Kilometer 14 kommt man in Grünstadt wieder auf den ersten Streckenabschnitt zurück. Mittlerweile sind an den Punkten Altstadt bzw. vor der Wand von Asselheim noch mehr Zuschauer positioniert, was den Rückweg durch weiteres Pushen verkürzt.

Nur die besagte Wand bereitet mir dann doch Probleme. Oben angekommen, ziehen sich die letzten 2,5 Km ein wenig. Vor dem Ziel am Tor zur Weinstraße warten dann wieder jede Menge Fans, um allen einen tollen Zielempfang zu bereiten.

Im Zielbereich bin ich mich eigentlich noch am sortieren bzw. den Lauf am verarbeiten als schon Jenny ins Ziel kommt. Sie hat auf dieser schweren Strecke ihre Halbmarathonzeit um 2 Minuten verbessern können, was ich als fast nicht möglich gehalten hätte. Wahrscheinlich liegt es an meinem Zwicken nach dem Start. Mit einem nachträglichen Faustschlag meiner besseren Hälfte für diese Aktion, scheint Jenny nicht daran zu glauben. Beim nächsten Halbmarathon werde ich es jedenfalls wieder testen, dann kann sie vielleicht auf flacher Strecke in St. Wendel ihre Bestzeit auf unter 2:20 Std. drücken.

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15.03.2014
17. Nanstein Berglauf

7100 knackige Laufmeter warten unterhalb der Burg Nanstein auf Jenny und mich. Heute heißt es wieder: die Burg erstürmen. Auch wenn wir hierbei nicht die Ersten sein werden, so haben wir uns doch die ganze Woche auf den Lauf durch die Wälder von Landstuhl gefreut.

Zum einen war Jenny länger krank gewesen, zum andern bin ich momentan leicht erkältet. Von daher soll es bei mir eher ein ruhiger Lauf werden. So starten wir dann mit knapp über 300 Teilenehmer/innen am Schulzentrum von Landstuhl.

Mit den Weihnachtsmarktläufen zusammengerechnet ist dies mein 11 Lauf hier. Deshalb kenne ich die Strecke sehr gut und weiß, dass es die ersten 2-3 Kilometer stetig bergauf geht. Oberhalb des Bärentals laufen wir dann wieder ein längeres Stück bergab  Richtung Landstuhl zurück. Bis dahin fühle ich mich trotz Schnupfen sehr gut.

Die Bergaufpassagen gehe ich ganz langsam an, um dann wieder Gas geben zu können. Diese Taktik geht voll auf. Man sollte hier eher defensiv vorgehen. Nicht nur die tolle Pfälzer Waldlandschaft lässt sich so besser genießen, denn am Ende wartet mit dem Schlossberg ein knackiger Anstieg in Serpentinenform auf uns. Bis dahin in sind es grob genommen zwei Anstiege. Ein langer Anstieg nach dem Start und dann die beiden Stiche einschließlich des Schlussanstiegs.

Wer hier noch Kraft hat, kann nochmals kräftig Läufer einsammeln. Und genauso geht es mir heute. Vielleicht habe ich deshalb im Ziel ein gutes Gefühl. Mit 42 Minuten bin ich nur ganz knapp langsamer als in den Vorjahren. Vielleicht sollte ich mir immer vornehmen locker zu laufen. Man ist viel entspannter und am anderen Tag tut einem nichts weh.

Auch wenn Jenny nicht so fertig aussieht wie in den letzten Jahren, verrät ihre Zeit eine andere Sprache. Mit 50 Minuten ist sie deutlich schneller als 2 Jahre zuvor. Nach einer Auszeit von 14 Tagen kann sie sehr zufrieden sein.

Jetzt heißt es weiter vorbereiten auf den Halbmarathon am Monatsende. Ob die geplante Kuchenzuführung in der Sporthalle hier ihren Beitrag leisten wird, ist jedoch fraglich. Die Abrechnung wird somit an der Weinstraße beim Weinstraßen – Marathon gemacht.


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09.03.2014
9. Merziger Citylauf

Gutes Laufwetter ist natürlich Geschmacksache. Heute dürften sich jedoch Alle einig sein. Bei herrlichem Sonnenschein und bereits 13°C Grad stehen um 10 Uhr über 320 Läufer/innen unter dem Startbogen, um gemeinsam den Jedermannslauf in Angriff zu nehmen. Ich werde nur bei den 5 Kilometern teilnehmen, da ich beim anschließenden 10 Kilometerlauf noch Fotos für LaufdatenSaar.de machen möchte. Außerdem tun die 5 Kilometer nicht so weh wie 10 bzw. 15 km, wenn man alle Läufe mitnimmt. 

In Merzig gibt es immer viele Doppelstarter, weil hier der Jedermannslauf als Prolog zum Saarschleifenlauf dient. Diese Cup – Serie zieht sich über das Jahr bis in den Herbst hinein und sucht den besten Allrounder bei fünf verschiedenen Läufen. Sollte es der Terminplan zulassen, dann werde ich dieses Jahr nach 2011 wieder an den Wertungsläufen teilnehmen.

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Kommen wir zum eigentlichen Lauf. Ohne großes Geschnörkel schickt der LV Merzig seine Gäste auf die 5er Runde. Zuerst laufen wir ein kleines Stück hinunter zur Saar. Auf dem Leinpfad wartet eine kleine Wendepunktstrecke auf uns. Dieser Wendepunkt wartet unmittelbar bei Kilometer zwei auf uns. Bis zur Streckenhälfte, die sich im Merziger Stadtpark befindet, liege ich bei einer Zeit von 12 Minuten. Leider ist dieser für meine Verhältnisse als Blitzstart zu bezeichnenden Lauf viel zu schnell. Mir ist jetzt schon klar, dass ich beim Lauf durch die Altstadt von Merzig, am Sportplatz vorbei und danach durch den Tierpark bis zum Ziel hin eingehen werde.

Als ich das so im Stadtpark denke ist mir noch nicht klar, dass es noch viel schlimmer werden würde. Am Rande möchte ich noch über den Stadtpark berichten. Am Ende des Parks befindet sich die Stadthalle, vor der im Sommer der Saarschleifen – Marathon endet. Auch dieser Lauf sei jedem Laufbegeisterten wärmstens empfohlen.

Zurück auf der Strecke merke ich wieder wie lange doch ein 5 Kilometerlauf sein kann. Spätestens an der Bahnbrücke vor dem Ziel möchte ich am liebsten nur noch gehen. Man läuft einfach zu wenig 5er im Jahr. Jedes Jahr aufs Neue unterschätze ich diese Distanz. Im Ziel liege ich mit 25:11Minuten genaus 12 Sekunden hinter meiner Zielzeit. Auch wenn es meine schlechteste Zeit von drei Teilnahmen in Merzig ist, kann ich halbwegs damit leben. Im Frühjahr wollte ich mein Augenmerk eh mehr auf die Halbmarathondistanz legen.

Die kleine Streckenänderung durch den Tierpark finde ich im Übrigen als sehr gelungen. Auch wenn es nur ein kleines Stück ist und man nur an zwei Gehegen vorbei kommt, macht es den letzten Kilometer viel kurzweiliger. Die Hauptstraße zieht sich doch sehr, wenn man am Anschlag läuft.

Nächste Woche geht es dann an den Berg. Um genau zu sein, zum den Nanstein – Berglauf. Dort warten die Pfälzer mit einem schönen Waldlauf auf ihre Gäste. Im letzten Jahr fiel die Veranstaltung der schlechten Witterung zum Opfer. Dieses Jahr sollte alles glatt gehen, denn im Saarland hat schon einen gelungen Startschuss in die Frühjahrssaison gegeben.

23.02.2014
7. Ferraro Gutsweiherlauf

Heute wird am Furpacher Gutsweiher traditionell die saarländische 10 Kilometer- Volkslaufsaison eingeläutet. Pünktlich zu diesem Termin ist Jenny krank geworden. Schade, da es doch einer ihrer Lieblingsläufe ist. Dann muss ich eben die Kohlen der Familie Mayer aus dem Feuer holen.

Der 10er in den Wäldern um den Gutsweiher ist alles andere als eine schnelle Strecke. Hinzu kommt jedes Jahr eine Überraschungskiste was das Wetter angeht. Entweder sind die Waldwege voller Eis und Schnee oder sie liegen unter tiefem Morast. Bei unserem milden Winter haben wir zwar mit 7° C Grad bestes Laufwetter, doch hat es in den letzten Tagen sehr viel geregnet. Somit gleicht die Strecke eher einem Crosslauf.

Zuerst dreht das mit 219 Teilnehmern starke Feld die Einführungsrunde auf Asphalt um den Weiher. Meine Beine sind hierbei erstaunlich locker. Noch weiß ich nicht, wo ich dieses Jahr stehe. Wenn man diese Strecke kennt, dann geht man sie erst einmal verhalten an. Gleich zu Beginn wartet ein strammer Anstieg in Richtung Kirkel. Hier kommt uns schon mit weitem Vorsprung die Spitze entgegen. Vielleicht kann ich ihn noch einkriegen denke ich so bei mir und rechne mir den Schnitt aus, welchen ich bis dahin laufen müsste. Sollte ich pro Kilometer unter 2 Minuten bleiben ist noch alles drin. Um ehrlich zu sein bin ich danach froh, als ich endlich am höchsten Punkt der Strecke angekommen bin...
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Von hier aus wird es etwas humaner. Bis zum Furpacher Friedhof laufen wir über welligen und sehr schlammigen Untergrund. Es läuft gut für mich, denn zum ersten Mal bin ich am Friedhof den Umständen entsprechend gut drauf. Der letzte Anstieg an dieser Stelle hat es nämlich in sich. Um den späteren Sieger einzuholen reicht es zwar nicht mehr,  aber oberhalb des Friedhofs kann ich noch einmal das Tempo anziehen um bis zum Ziel am Gutsweiher den Schnitt zu drücken. 

Letztendlich sind es im Ziel 53:13 Minuten. Für diese Strecke bin ich sogar überrascht. Zweimal war ich bisher schneller. Vielleicht kann ich mit etwas Ehrgeiz im Sommer wieder die 50- Minutenmarke angehen. Warten wir ab. Im Anschluss geht es in den Karchersaal. Hier geht es gemütlich zu, denn die meisten Teilnehmer kennen sich und plaudern angeregt. Bleibt zu hoffen, dass solche Läufe noch lange durchgeführt werden können. Die Teilnehmerzahlen zumindest sprechen für sich und zeigen, wie gern die Teilnehmer solche Läufe annehmen.


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04.01.2014
25. Mitlosheimer Silvesterlauf

Genau vier lange Tage dauerte die Winterpause an. Pünktlich um 14 Uhr viel der Startschuss zum Jubiläums – Silvesterlauf der Spielvereinigung Mitlosheim. Die ist zeitgleich auch der Startschuss in eine neue Saison voller guter Vorsätze. Man darf abwarten, was sich hiervon erfüllen lässt. Die Tage bis heute habe ich zumindest schon ohne grobe Schnitzer überstanden. Jenny läuft heute mit Nick zusammen. Die Festtage haben beim Jüngsten der Familie doch gewichtige Spuren hinterlassen und da es auch  kein Training gab, hat die Bewegung gelitten.

Kommen wir zur Strecke. Der (Nach)Silvesterlauf von Mitlosheim führt seit eh und je über die profilierte 7 Kilometerstrecke durch den Wald zwischen Mitlosheim und Scheiden. Bis Scheiden geht es stetig bergauf. Die meisten Starter kennen das Profil nur zu gut. Es wird nicht viel geredet, vielmehr sind alle mit sich selbst beschäftigt, um gut am höchsten Punkt der Strecke anzukommen. Hinter den Fischweihern, die vom Lannenbach gespeist werden, laufen wir auf der anderen Seite der Weiher wieder zurück. Der höchste Punkt folgt nach einem weiteren kleinen Anstieg. Wer hier noch Luft hat, kann fast drei Kilometer bergab Gas geben. Mir gelingt dies nur bedingt. Ich kann zwar nicht mehr aufschließen, aber großartig überholt werde ich auch nicht mehr.

In Mitlosheim warten vereinzelt Zuschauer oder Streckenposten, die noch einmal anfeuern bis man das Ziel unterhalb des Sportplatzes erreicht. 39 Minuten heißen für mich 1 bis 2 Minuten langsamer als bei den letzten Teilnahmen beim Silvesterlauf. Das heißt also sehr viel Trainingsarbeit, um an den guten Vorsätzen anzuknüpfen. Deshalb gibt es die nächsten Wochen keine Volksläufe, sondern viel mehr warten am Wochenende die langen Läufe auf mich, die einfach zum Frühjahr dazu gehören. Ich bin davon zwar kein großer Fan. Aber was sein muss, muss eben sein.

Kurz nach mir kommen Jenny und Nick ins Ziel. Sie sind wirklich zusammen durchgelaufen und haben sich gegenseitig unterstützt. Jenny konnte durch das Ziehen von Nick auf der ersten Hälfte ihre Bestzeit in Mitlosheim um 2 Minuten drücken. Auf der zweiten Hälfte konnte dann Jenny mehr Druck machen, so dass sich beide ergänzt haben. So kann Laufen auch Spaß machen.

Obwohl es sich in Mitlosheim nicht um einen Laufverein handelt, strahlt die Veranstaltung eine sensationelle Routine aus. Keiner ist hektisch oder lässt sich aus der Ruhe bringen. Das färbt auch auf die Teilnehmer ab. Man ist entspannt, selbst wenn es bei der einen oder anderen Gelegenheit mal etwas länger dauern sollte oder die Räumlichkeiten etwas enger sind. Der Saisonauftakt für die saarländische Läuferschaft ist gelungen.


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