20. Laufsaison 2025
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13.09.25 |
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09.08. bis 23.08.2025 Beim Sommerurlaub im Schwarzwald stand am frühen Samstagmorgen ein Ausflug in die Schweiz an. Ziel war das Appenzeller Land. Genauer gesagt der 1.800 Einwohner kleine Ort Waldstatt. Der Säntis Panoramalauf feierte an diesem Tag seinen 40. Jubiläumslauf, was eine feierliche und gut gelaunte Stimmung in Waldstatt garantierte. Von unserem Feriendomizil in Schönwald machten wir uns aus gutem Grund schon um 5:30 Uhr auf die Socken. Der gute Grund hieß Regina, unsere liebe Schweizer Freundin, die wir vor Jahren beim Nordseelauf kennenlernten. Mit ihr trafen wir uns 2 Stunden vor dem Lauf zum fröhlichen Wiedersehen. Je näher es auf den Lauf zu ging lernten wir mehr und mehr von der Schweizer Mentalität kennen. Unter anderem bedeuten 30% Regenwahrscheinlichkeit in der Schweiz Platzregen für die Kilometer 0 bis 5. Dies ist jedoch nicht ganz so schlimm, da es die ersten Kilometer ohnehin nur steil den Berg hinauf geht. Jenny hatte hier nur etwas mehr Glück. Ihr Start erfolgte 40 Minuten nach mir. Sie hatte sich im Gegensatz zu mir für die 11km-Strecke entschieden. Ganz trockenen Fußes sollte sie aber auch nicht davon kommen. Mein 17km-Lauf verläuft über 2 Berge. Den Wilkethöchi und den Schönaupass. Spätestens der Schönaupass nach 11km sollte einen Panoramablick auf den Säntis geben, der dem Lauf seinen Namen gibt und gleichzeitig mit über 2.500 Höhenmeter der höchste Berg der Ostschweiz darstellt. Mit dem Schönaupass bleiben wir zwar bei knapp 1.100 Höhenmeter, doch hat die 17km-Strecke mit über 600 Höhenmetern schon genug steile Anstiege. Hinzu kommen die sehr steilen Bergabpassagen, die mir am schwersten fallen, da ich ein trittunsicherer Läufer bin. Dies ist auch der Grund warum ich nur selten bei Trailläufen an den Start gehe. Hier in der Schweiz ist dies jedoch etwas anderes. Ich komme aus dem Staunen kaum heraus. Der komplette Lauf ist vom Start weg ein einziger Lauf durch ein Bilderbuch. Selbst der Platzregen in der ersten halben Stunde kann dem nichts anhaben. Spätestens auf dem ersten Bergrücken beschließe ich die Bergabstücke flott zu wandern. Zu groß ist mir die Sturzgefahr, denn ich möchte die herrliche Landschaft komplett aufnehmen, wenn ich schon das Glück habe hier laufen zu dürfen. Hinzu kommt der Wetterumschwung ab Kilometer 6. Die Sonne brennt vom Himmel und die Luft wird sehr schwül. Auf der zweiten Streckenhälfte reiht sich das Modelleisenbahn-Feeling nahtlos an die erste Streckenhälfte an. Unter Kuhglockengebimmel geht es hinauf zum Panoramablick des Säntis. Dieser bestätigt sich leider nur bedingt, auch die Fotos geben das leider nicht richtig wider. Wer nun geglaubt hätte am höchsten Punkt zu sein und es leichter zu laufen ist, hat sich getäuscht. Es geht sofort steil bergab zurück nach Waldstatt. Über Kuhwiesen, durch Wälder, an Almen vorbei heißt es höchste Konzentration die an diesem Tag kraftraubender ist als der eigentliche Ausdaueranteil selbst. Jenny ging es ganz ähnlich wie mir, obwohl sie “nur“ über einen Bergrücken musste. Die über 300 Höhenmeter auf ihrer Strecke hatten es ähnlich technisch in sich beim Bergablauf. Ein kleiner Sturz konnte sie mit ihrem Hinterteil abfangen und den Hang in einer Rutschpartie verletzungsfrei bewältigen. Ist das überhaupt erlaubt? Wie auch immer, am Ende war sie nach 1:29 Std. vor mir im Ziel, wo sie mich bereits erwartete. Nach 2:18 Std. konnte ich meinen Lauf im Ziel an der Festwirtschaft geschafft, aber glücklich beenden. Erschöpft, verschwitzt und völlig durchnässt angekommen wird einem ein Finisher-Beutel in die Hand gedrückt, der einen nach unten zieht. Einen so vollen Finisher-Beutel haben wir bis dato noch nicht erlebt. Eine Station weiter erhält jeder zusätzlich ein Finisher-Shirt. So viele schöne Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Wir jedenfalls hatten uns auf der Rückfahrt unzählige Erlebnisse von unseren Läufen zu erzählen, hinzu kam das Treffen mit Regina vorher. Eines stand jedoch sofort für uns fest, wir müssen unbedingt noch viel öfter in der Schweiz starten. Mit dem Lauf in Waldstatt war es erst unser 3. Lauf bei unseren Freunden im Nachbarland. Nach dem Lauf stand noch eine volle Woche Schwarzwaldurlaub auf unserer Agenda. Hierzu möchten wir euch mit unserer Foto-Galerie mitnehmen, um euch einen kleinen Einblick in unseren Sommerurlaub 2025 zu geben. Ausgangspunkt war der Hilfshof in Schönwald. Von hier aus ging es auf verschiedenste Wanderungen wie den Prisental Wanderweg, spontane Wanderungen auf den Hochfirst(Titisee), den Blindensee(Schönwald), die Schwedenschanze oberhalb von Schonach und vieles mehr. Ein kleines persönliches Highlight war der Prisental Wanderweg. Nachdem wir über die historische Bobbahn liefen, von der man noch gut die Steilkurven im Wald erkennen kann, war es dann soweit. Mit meinem 40075. Laufkilometer konnte ich meine Weltumrundung abschließen, denn genau so viele Kilometer sind es wenn man sich aufmacht, die Welt zu umrunden. In Zahlen bedeutet dies: Start der Aufzeichnungen: September 2006 3,8 Mio. verbrauchte Kalorien und unterm Strich steht das gleiche Gewicht wie 2006. Wenigstens konnte ich den Beweis erbringen, dass man durch Laufen nicht abnimmt. In dem Zusammenhang möchten wir das Hofcafé näbbe duss erwähnen. Ein herrliches Café, welches von Judith und Dieter betrieben werden, die einen mit einer Herzlichkeit in Empfang nehmen, dass man die verbrauchten Kalorien wieder sehr gerne ausgleicht! Das war unser Sommerurlaub 2025…Wir sehen uns wieder beim Laufen zu Hause…
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