12.Laufsaison 2017


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Nächster Lauf

11.11.2017
Martinslauf in St. Martin


Fotos: Kalmit Berglauf 2015(Nachbarort von St. Martin)


Letzter Lauf

09.10.17
50. Schwarzwald-Marathon


Start des Marathons

Es gibt Geburtstage, auf die lädt man sich einfach selbst ein. So geschehen beim 50 Geburtstag, des Schwarzwald-Marathons in Bräunlingen. Zu diesem Jubiläum wollte ich ursprünglich den kompletten Marathon laufen. Leider verlief die Vorbereitung nicht optimal. Eine kurzfristige Überlegung ohne richtig lange Läufe an den Start zu gehen, erwies sich zum Glück als Schnapsidee und wurde von Jenny bzw. mir selbst nicht in die Tat umgesetzt.


Ehrentafel in Bräunlingen vor der Sporthalle

Soweit zu den sportlichen Voraussetzungen. Der Lauf selbst ist der drittälteste Marathon in Deutschland. Älter sind nur der Göltzschtal-Marathon in Sachsen(26.9.68) und der Lauf um den Baldeneysee(1963) in Essen. Die erste Austragung des Schwarzwald- Marathon erfolgte am 6.10.68, also wenige Monate nach den Sachsen. Man war aber Vorreiter was das Marathonlaufen bei den Frauen angeht. Als erster Veranstalter in Deutschland durften hier auch Frauen an den Start gehen. Die interessante Geschichte kann man in der Marathon-Ausstellung von Bräunlingen besichtigen. Neben unzähligen interessanten Zeitungsartikeln findet man Pokale, Teller, Medaillen aller Veranstaltungen, Laufkleidung aus der Vergangenheit, wie Trikots und vieles mehr. Das Abholen der Startunterlagen erweist sich somit als sehr kurzweilige Aktion. Es gibt an jeder Ecke was Interessantes zu entdecken oder man kommt ins Gespräch mit Leuten, die dem gleichen Lieblingssport nachgehen. Am Samstagmittag erfolgen dann noch die Schülerläufe und ein 10km-Lauf.

Vor der Ehrentafel mit Regina

Am Sonntag folgt mit dem Marathon und dem Halbmarathon die Kür der Veranstaltung. Wir holen unsere Schweizer Freundin Regina am Bahnhof von Donaueschingen ab.In der Sporthalle verweilen wir bis das großes Teilnehmerfeld beim Marathon bzw. vom Staffelmarathon um 10:30 Uhr  verabschiedet wird, bevor wir um 11:00 Uhr selbst auf die Reise gehen. In Bräunlingen stehen viele Zuschauer am Straßenrand, um alle Läufer/innen in Richtung Felder und Wälder um den Ort zu verabschieden. Die ersten 5 Kilometer laufe ich mit Regina zusammen. Danach merke ich schon, dass nicht wirklich viel geht heute. Die Strecke selbst zieht sich bis zur Streckenhälfte stetig den Berg hinauf. Zumindest steht es so im Profil. Von Zeit zu Zeit folgt eine kurze Bergabpassage, was mich schon etwas misstrauisch macht. Das Laufen im Wald beginnt erst ab Kilometer 7. Bei der Streckenhälfte steigt der Weg immer noch bergan. Dies geht bis Kilometer 13 so weiter. Man sollte sich den Lauf also gut einteilen. Oberhalb des Ortes Unterbränd kommen wir aus dem Wald. Dort geht es gleich sehr steil den Ameisenweg hinunter. In der Tannenallee ist die Straße dann voll mit hochmotivierten Zuschauern, die richtig Stimmung machen. Eine Blasmusikgruppe gibt ebenfalls gas. Dies motiviert, denn von nun an soll es dann endlich nur noch bergab gehen.

Eine schöne Zeit im Schwarzwald. Hier vor dem Faller Hof aus der gleichnamigen SWR-Serie

Hinter Unterbränd liegt der Kirnbergsee. Er ist das Kleinod der Gegend und liegt auf 785 Metern über normal Null. Die Strände laden zum Baden ein. Als Läufer  nimmt man ihn nur nebenbei als optisches Highlight der Strecke war. Leider fällt es mir recht schwer, die tolle Landschaft aufzunehmen, da ich sehr mit meinem Ischias zu kämpfen habe. Die linke Arschbacke zieht seit Kilometer 11 ins Bein hinein. Aufgeben ist zudem nicht drin. Von daher versuche ich so gut es geht den Berg nach Gefühl abzulaufen. Leider kommt es wie es kommen muss. Die Strecke ist nicht so abfallend wie zu erwarten. Von daher kämpfe ich mehr als dass ich laufe. Für die letzten 3 Kilometer geht es dann wieder aus dem Wald hinaus. Durch die Felder von Bräunlingen laufen wir dem 6.000 Einwohner starken Ort entgegen.

Und wieder stehen sehr viele Zuschauer im Ziel. Sie beflügeln auf den letzten Metern. Irgendwie bin ich froh, dass der Lauf vorbei ist. Jenny geht es genauso. Auch sie war nicht in der Lage ordentlich zu laufen. Wir sind uns jedoch schnell einig. Der Lauf ist zu schön, um es dabei zu belassen. Wir haben eine Rechnung offen. Bräunlingen sieht uns schon bald wieder und dann laufen wir gut vorbereitet und in optimaler Verfassung wieder mit. Insgesamt ist der Schwarzwald-Marathon einer der traditionsreichsten Landschaftsmarathons in Deutschland. Das Streckenprofil ist nicht sehr schwer, doch sollte man in guter Verfassung sein, um den Lauf ordentlich zu meistern. Der Lauf macht wirklich Lust auf mehr. Glück haben muss man jedoch mit dem Wetter. Im Schwarzwald ist es um diese Jahreszeit schon recht kühl. Bei 4°C Grad hatten wir in diesem Jahr echt Glück, denn es blieb trocken. Zu dieser Jahreszeit kann es hier auch schon mal Schnee geben.


Kapelle an der Tannenmühle(unsere Hochzeits-Kappel)

#324

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03.10.17
7. Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg


Wir nutzen die freien Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit zum Kurztrip nach Hamburg bzw. in den Schwarzwald. Gleichzeitig treffen wir uns mit unsren Freunden Michaela und Bernd. Die gebürtigen Westfahlen sind der Hauptgrund für unsere Reise in den Norden. Bernd hat unter anderem unsere Seite LaufdatenSaar.de erstellt. Heute hat er uns dann den Köhlbrandbrückenlauf empfohlen. Wir sind sehr gespannt, welche Überraschungen der Lauf für uns bereit hält.

Der Veranstalter wirbt mit dem längsten Brückenlauf Deutschlands für sich. Einen ähnlichen Lauf gibt es auf die Insel Rügen. Kommen wir aber gleich zur Köhlbrandbrücke. Die 1974 erbaute Brücke verbindet die Elbinsel mit der Autobahn A7. Sie überspannten den namensgleichen Köhlbrand, welcher ein Arm der Süderelbe ist. Mit 3.618 Metern ist sie die zweitlängste Straßenbrücke in Deutschland. Es gibt nur drei Tage im Jahr, an denen die Brücke außerhalb des Straßenverkehrs zu betreten ist. Dies ist bei den Hamburger Cyclassics(Fahrradrennen), bei der jährlichen Straßendemo und beim heutigen Lauf.

Der erste Sieger 2011 hieß übrigens Dieter Baumann. Er benötigte vor 6 Jahren 40 Minuten für die 12 Kilometer. Jenny und ich werden es langsam angehen lassen, da wir am Wochenende noch im Schwarzwald, beim Schwarzwald Marathon, an den Start gehen möchten. Das Wetter ist, auch wenn es die Hamburger nicht gern hören möchten, klassisch für die Hansestadt. Man behauptet als Einheimische gern, dass das Wetter hier nicht wechselhaft sei. Für uns bietet sich trotzdem ein Wechsel aus leichtem Regen und dann wieder Sonnenschein, bei eher kühlem Wetter. Der Start(15:00) ist auch genauso wie man sich das für einen Industriehafen vorstellt. Rechts türmen sich die Seecontainer, auf der linken Seite befinden sich die Lagergebäude. Man muss schon Bock haben auf so einen Lauf haben. Ich selbst bin sehr gespannt, was da gleich kommt und breche direkt nach dem Überqueren der Startlinie los. Laut Veranstalter sind es 6.000 Teilnehmer. Diese werden in drei Gruppen losgeschickt. 2 Starts gab es bereits. Einer um 9 Uhr, der Zweite um 12 Uhr.

Zuerst zieht sich die Strecke eher langezogen durch die Hafenwelt auf der Elbinsel. Vorbei an der Elbe selbst und an unendlich langen Bahngleisen. Die Brücke selbst ist immer in der Ferne zu sehen. Etwa bei Kilometer 2 biegt man rechts ab in Richtung Köhlbrandbrücke. Genau an dieser Stelle beginnt das Jammern der Flachländer. Man sieht die mächtige Brücke vor sich. Wie eine steile Wand geht es hinauf. Die Seile, an denen die Brücke befestigt ist, ergeben ein imposantes Bild ab. Viele Läufer sind am stöhnen und verfallen in einen langsamen Trott, je näher sie der Brücke kommen. Ich finde sie eigentlich gut zu laufen, doch möchte ich meine Beine nicht zu sehr fordern. Durch die Anreise und das spazieren in der Stadt sind die Beine schon etwas angeschlagen, weshalb ich mich aufs Bildermachen beschränke. Außerdem werde ich bei Kilometer 5 auf meine hübschere Hälfte aufmerksam und warte auf sie, um mit ihr zusammen die Brücke runter zu laufen bzw. nach dem Wendepunkt wieder in Richtung Ziel.

Der Ausblick von der Brücke ist nur schwer zu beschreiben. Der Hamburger Hafen scheint unendlich groß zu sein. Bei der Barkassenfahrt wurde schon angedeutet, wollte man alle Kaianlagen anfahren, dann bräuchte man 8 Stunden dafür. Hier oben wird einem diese Aussage erst richtig bewusst. Auf der anderen Seite sieht man von hier oben die Gegensätze der Stadt. Dies geht vom eher schmuddeligen St. Pauli, über die Landungsbrücken, die Elbphilharmonie bis zur Alster, den Schickimickihäusern, bis hin zu den Musicalgebäuden.

Für eine bzw. meine Frau ist so eine Industrielandschaft eher ein stinkender Haufen von Firmenansammlungen und Containern. Trotzdem versuche ich meinem Schatz die einzelnen Bereiche so gut wie möglich als interessante Sehenswürdigkeiten zu verkaufen. Es gelingt mir nur teilweise. Endlich im Ziel angekommen, werden standesgemäß vom Sprecher als die grandiosen Mayers empfangen. Wir freuen wir uns über die schöne Medaille und einen gemeisterten Lauf an einem Ort, den man nur selten betreten kann und der spätestens 2030 abgerissen werden soll. Ich selbst bin froh, den tollen Ausblick mitgenommen zu haben. Wettkampftechnisch würde ich die Strecke als Einheimischer sehr interessant finden, da es doch etwas Erfahrung benötigt, die Höhenmeter auf nicht ganz klassischer Distanz optimal zu meistern. Für die ambitionierten Läufer/innen hat der Lauf selbst hierzulande ein recht hohes Prestige.

Der Rückweg zur S-Bahn beträgt übrigens 2km. Dies sollte man bei einer Teilnahme einkalkulieren. Beim Hamburger Schietwetter sowieso. Nun geht es noch etwas in die Stadt, um dann Richtung Wochenende wieder in unsre Lieblingsregion, dem Schwarzwald, zu reisen. Dort warten in Bräunlingen schon unsere Freundin Regina und der Schwarzwald-Marathon auf uns.





Sonstige Bilder von Hamburg:


Speicherstadt

Rathaus Hamburg

Landungsbrücken

FC St. Pauli

Im Hintergrund die Landungsbrücken

Noch immer bei den Landungsbrücken

Die Elbe im Hintergrund

Noch immer die Elbe

Eine kurze Trainingsrunde über den Kiez

#323

Ergebnisdienst im Saarland

 



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