
21. Laufsaison 2025
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26.9.26 Wann immer es terminlich irgendwie passt, laufe ich gerne beim Beninlauf mit. Für mich ist das noch einer der echten, unverfälschten Volksläufe in unserer Region. Die Landschaft rund um Hirzweiler bildet einfach den perfekten Rahmen, und die gemütliche Dorfwaldhalle im Ortszentrum sorgt für den Rest. Diesmal waren wir von den Fun Runners zu viert vertreten. Während Jürgen sich für den 5-km-Walkingwettbewerb entschied, nahmen Daniel, Dennis und ich die 10 Kilometer in Richtung Urexweiler und zurück in Angriff.
Weil es sich um ein Quasi-Heimspiel handelte, hatte ich die glorreiche Idee, mal mit dem Fahrrad zum Lauf anzureisen. Auf dem Hinweg durch das herrliche Illtal fühlte es sich eigentlich schon wunderbar nach Herbst an – einer meiner Lieblingsjahreszeiten. Das Problem war nur: Das Wetter hatte vergessen, dass Ende September ist. Es war schlichtweg viel zu warm, was ich später auf der Strecke noch leidlich zu spüren bekommen sollte. In der Dorfwaldhalle verging die Zeit bis zum Start um 15:30 Uhr wie im Flug, weil man ständig Leute trifft und sich festquatscht. Gemeinsam mit den Walkern und den 5-km-Läufern ging es dann endlich los – und zwar direkt den Berg hinauf zum Höhenweg. Die ersten zwei Kilometer fühlten sich trotz der ständigen Steigung erstaunlich gut an. Doch dann kam sie wieder: diese drückende Hitze. Ich laufe zwar nie nach Puls, aber ich habe mittlerweile ein ganz gutes Gespür dafür, wann mein Motor im roten Bereich dreht. Ab diesem Zeitpunkt bestand mein Rennen eigentlich nur noch aus Schadensbegrenzung und der Aufgabe, den Puls nicht komplett explodieren zu lassen. Das gelang mir zwar, allerdings fiel mein Tempo dadurch auch nie unter die 6:00-Minuten-Marke pro Kilometer. Schnell war klar: Heute wird kein Jagdinstinkt geweckt, heute heißt es nur gut durchkommen. Es war schließlich mein erster Zehner nach dem Fahrradunfall. Ich habe es einfach als erste Abhärtung verbucht, da ich in zwei Wochen mit Bernd in NRW laufen will. An der Wende im Urexweiler Wald stand die Uhr bei exakt 32 Minuten. Ich dachte mir nur: Das kann ja heiter werden. Auf dem Rückweg verlief die ohnehin sehr wellige Strecke zum Glück tendenziell eher bergab. Viel schneller wurde ich zwar nicht mehr, aber dass meine Selbsteinschätzung bezüglich des Pulses richtig war, zeigte am Ende die Zielzeit von 1:03:28 Stunden. Durch das Gefälle war ich auf der zweiten Hälfte immerhin einen Tick schneller. Wirklich böse bin ich mir wegen der Zeit nicht – vor ein paar Wochen war an einen ernsthaften Zehner ja überhaupt noch nicht zu denken. Am nächsten Tag hatte ich dann auch die Bestätigung: Beim Trainingslauf auf der Bahntrasse waren die Beine absolut locker. Die hatten sich am Vortag gar nicht verausgabt, die Schwerstarbeit lag rein beim Kreislauf. Zurück in der Dorfwaldhalle verging die Zeit nach dem Lauf wieder im Nu. Am Ende war ich mal wieder einer der Letzten, die die Halle verließen. Vorher gab es aber noch ordentlich was zu feiern: Dennis und Daniel sicherten sich zwei Podestplätze, und Jürgen machte kurzen Prozess und holte sich den Gesamtsieg im Walking. Es war wieder einmal ein richtig schöner Samstagnachmittag beim Beninlauf, der zudem einem guten Zweck – dem Brunnenbau in Afrika – zugutekommt. Ein kleiner, feiner Volkslauf, den unser Nachbarverein, die LLG Wustweiler, da jedes Mal auf die Beine stellt. Bei immer noch warmen Temperaturen ging es für mich auf dem Fahrrad zurück nach Urexweiler. Die Beine dürfen sich jetzt kurz ausruhen, denn der nächste Lauf wartet schon am kommenden Samstag am Litermont in Nalbach. #597
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