
21. Laufsaison 2025
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25.10.26 Den Ohmbachsee kenne ich eigentlich gut: Im ersten Halbjahr veranstaltet dort der TV Brücken traditionell seinen 10-Kilometer-Lauf, bei dem ich schon oft an der Startlinie stand. Terminlich hatte es mit dem großen Herbst-Event am See – dem Halbmarathon der LG Ohmbachsee – bisher aber einfach nie gepasst. Unter der Woche dachte ich mir noch ganz spontan: „Mensch, so ein schöner langer Lauf am Ohmbachsee, das wäre es doch! Zumal du für diesen Lauf noch nie Zeit hattest.“ Tja. Bei einer so spontanen Eingebung im tiefsten Herbst sollte man vor der Anmeldung vielleicht doch einen kurzen Blick auf den Wetterbericht werfen. Die Vorhersagen waren eigentlich eindeutig – ignoriert habe ich sie trotzdem. Dabei hatte dieser Start für mich eine ganz besondere Bedeutung: Es war mein allererster richtig langer Lauf seit meinem Radunfall. Entsprechend bescheiden waren die Ambitionen: Ohne jegliche Zeitüberlegung und rein mit dem Ziel, die 21,1 Kilometer irgendwie zu meistern, bin ich nach Brücken gefahren. Landschafts-Highlights im Grau-in-Grau Die Strecke der LG Ohmbachsee hielt direkt eine dicke Überraschung für mich bereit. Ich war total beeindruckt von der Landschaft hinter dem See, die ich so vom Frühjahrslauf noch gar nicht kannte. Besonders das Tal des Heimerbrühl hinter Gries hat mich echt geflasht – ein wunderschönes Fleckchen Erde! Man mag sich gar nicht ausmalen, wie herrlich das hier erst ausgesehen hätte, wenn die Natur nicht komplett in ein herbstliches Grau-in-Grau getaucht gewesen wäre und der Himmel nicht alle Schleusen geöffnet hätte. Die ersten 10 Kilometer liefen erstaunlicherweise noch richtig gut und flüssig. Aber der Wettergott kannte kein Erbarmen: Bis Kilometer 12 gab es gnadenlosen Dauerregen. Der eisige Wind tat sein Übriges, sodass meine Oberschenkelmuskulatur komplett auskühlte und steif wurde. Ab da hieß es: Kampfmodus aus, Vernunftmodus an. Es half alles nichts, ich musste das Tempo deutlich drosseln und das Ganze einfach als das annehmen, was es war – ein verdammt harter, langer Trainingslauf unter Extrembedingungen. Kalt, nass, windig – das absolute Schmuddelwetter-Grauen aus der Läuferhölle, bei dem man jeden einzelnen Regentropfen persönlich verflucht. Der Kampf ins Ziel Nach 2:25:09 Stunden blieb die Uhr im Ziel schließlich für mich stehen – eine Zeit, die heute absolute Nebensache war. Der eigentliche Sieg war nach den harten Kilometern im Dauerregen das bloße Ankommen und Durchhalten. Nach dem Lauf brauchte ich erst mal eine halbe Ewigkeit, um die nassgeschwitzten, steif gefrorenen Klamotten von der Haut zu schälen und irgendwie wieder warm zu werden. Das Fazit: Hauptsache zurück auf der Langstrecke! Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr einen so ein nasskalter Lauf fordern kann. Der Ohmbachsee-Halbmarathon war heute ein echtes Stück Arbeit, aber das Ding ist gefinisht! Nach dem Radunfall tut es unheimlich gut zu wissen, dass die Langstrecke wieder machbar ist. Die Anzahl an pfälzischen Läufen wächst fleißig weiter und das Fundament für die weitere Saison steht. Beim nächsten Mal dann aber bitte wieder mit etwas mehr Sonne und weniger nasskaltem Wind! Wir sehen uns beim Laufen an Halloween!
#601
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