21. Laufsaison 2025        
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Vom Läufer zum Brombeersammlerkönig

Mein etwas anderer Sommerbericht

Normalerweise liest ihr an dieser Stelle Berichte über brennende Oberschenkel, giftige Anstiege und neue Bestzeiten. Heute gibt es auch einen Bericht – allerdings über eine völlig neue, ungeplante Karriere: Meinen Aufstieg zum Brombeersammlerkönig.

Ende Juli schlug das Schicksal in Form eines Radsturzes zu. Das ernüchternde Ergebnis: Zwei Frakturen im Oberarm. Zum Glück blieb mir eine OP erspart, aber die Diagnose brachte ein ganz anderes, bitteres Laufverbot mit sich: Absolutes Autofahrverbot!

Da ich aber irgendwie zu den unzähligen Arztbesuchen kommen musste, hieß das Motto vor dem Urlaub: Wer nicht fahren darf, der wandert. Und so wurde jeder Arztbesuch nach St. Wendel zu Fuß absolviert. Weil mir das reine Gehen als Läufer auf Dauer aber zu eintönig war, habe ich die unfreiwilligen Strecken sinnvoll genutzt. Bewaffnet mit einer Hand und viel Geduld ging es an den Hecken entlang. Das Ergebnis meines täglichen Pflicht-Wanderns? Jeden Tag ein sattes Kilo frisch gepflückte Brombeeren! Die Vitamine mussten ja schließlich direkt in die Knochenheilung investiert werden.

Aufgrund dieser einhändigen Sammel-Aktionen müsst ihr aktuell leider auch auf meine gewohnten, detaillierten Laufberichte verzichten – das Tippen mit nur einer fitten Hand bremst den Schreibfluss dann doch spürbar aus. Ein paar schöne Highlights aus der Wander-Saison gibt es aber trotzdem:

Unseren Sommerurlaub haben wir wie immer im schönen Schwarzwald auf dem Unterfallengrundhof verbracht. Nach dem vielen Pflicht-Wandern zu Hause tat die Abwechslung gut und wir haben ordentlich Höhenmeter gesammelt: Wanderungen im Simonswald, durch die wilde Ravenaschlucht, rund um Furtwangen und Schönwald. Und das Wichtigste: Die weltbeste Kohlenhydrat- und Kuchenverpflegung im absoluten Lieblings-Café – dem Café Näbbe Duus – durfte natürlich auf keinen Fall fehlen!

Ein weiteres Highlight war unser Abstecher in die Schweiz, wo wir unsere Freundin Regina besucht haben. Gemeinsam ging es zum Rotseelauf – für mich diesmal leider nur als aktiver Zuschauer und moralische Unterstützung an der Strecke. Ok ich bin mit “GeandertWalkt“.

Auf der Heimreise durfte ein sportlicher Stopp aber nicht fehlen: Wir haben beim Oberwald ParkRun in Karlsruhe vorbeigeschaut. Mit der Armschlaufe fest gezurrt, habe ich Jenny auf der Strecke begleitet. Auf dem letzten Kilometer hat Jenny dann den Turbo gezündet und lief das Ding allein in starken 31:29 Minuten ins Ziel! Ich folgte mit ein paar Sekunden Abstand als stolzer Co-Pilot.

Aktuell besuche ich Laufveranstaltungen eben nur so halb im Rennmodus, aber die Bewegung tut gut und der Blick geht nach vorne. Ich hoffe sehr, bald wieder ganz normal mit dem Lauftraining anfangen zu können und baue weiterhin auf eine gute Heilung.

 


 



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