
21. Laufsaison 2025
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19.9.26 Ottweiler ist für uns direkte Nachbarschaft. Viel näher kann ein Lauf kaum liegen. Und trotzdem wusste ich heute nicht so recht, wohin die Reise gehen würde. Nach meiner längeren Zwangspause vom Laufen war der Ottweiler Altstadtlauf vor allem eines: eine Standortbestimmung. Jenny hatte heute keine Lust auf schnelles Laufen und war deshalb als Zuschauerin dabei. Auch Manni war an der Strecke, was mich besonders gefreut hat. Und überhaupt trifft man in Ottweiler natürlich auf jede Menge bekannte Gesichter. Schließlich kennt man sich in der saarländischen Laufszene. Einfach mal schauen, was gehtIm Feld der Meisterschaftsläufer hatte ich zumindest nicht den Druck, den man sich manchmal selbst macht, wenn man mitten in einem Pulk startet und plötzlich glaubt, man müsse mit den Leuten um sich herum mithalten. Also ging ich ganz entspannt an die Sache heran. Eigentlich sogar ziemlich entspannt: Ich war der Letzte, der über die Startlinie ging. Mein Plan war denkbar einfach: nach Gefühl laufen und schauen, was die Beine nach den vergangenen Wochen so zu bieten haben. Beim Ottweiler Altstadtlauf war ich bislang übrigens „nur“ fünfmal am Start. Heute folgte also mein sechster Auftritt. Im Dezember geht es an gleicher Stelle dann wieder beim traditionellen Nachtwächterlauf des TV Ottweiler zur Sache, den ich schon deutlich häufiger unter die Füße genommen habe. Der Altstadtlauf führt über einen 2,5 Kilometer langen Rundkurs durch die verwinkelte Ottweiler Altstadt. Den Kurs kenne ich nicht nur vom Laufen – ich habe ihn selbst einmal vermessen. Man könnte also sagen: Wenn ich mich heute verlaufe, wäre das schon ziemlich peinlich. Zu schnell? Oder doch nicht?Der erste Kilometer lief überraschend flott. Mit 5:15 Minuten ging es durch die verwinkelte Altstadt, und auch danach fiel das Tempo zunächst nur unwesentlich ab. Nach der Hälfte deutete die Uhr sogar auf eine Endzeit von unter 27 Minuten hin. Das war für mich nach der langen Pause doch etwas überraschend. Also nahm ich vorsichtshalber ein wenig Tempo heraus und ließ die Kilometerzeiten auf etwa 5:50 Minuten steigen. Im Nachhinein wäre vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen. Meine Uhr zeigte im Ziel jedenfalls einen erstaunlich niedrigen Puls für die gelaufene Leistung an. Offensichtlich war körperlich noch einiges möglich, während ich nach der langen Pause einfach noch nicht so genau wusste, was ich mir wieder zutrauen kann. Genau das ist aber auch eine schöne Erkenntnis dieses Laufs: Wettkampfroutine bringt Vertrauen zurück. Wenn man regelmäßig läuft und erlebt, dass die Beine auch über mehrere Kilometer mitmachen, fällt es leichter, das vorhandene Tempo einfach laufen zu lassen. Am Ende standen 27:45 Minuten über 5 Kilometer auf der Uhr – und damit war ich mehr als zufrieden. Nach sieben Wochen Laufpause kann sich das Comeback durchaus sehen lassen. Und vor allem: Es macht Lust auf mehr. Viel Lauffreude und ein starker AbschlussDazu kam heute perfektes Laufwetter. Nicht zu warm, nicht zu kalt – einfach Bedingungen, bei denen Laufen richtig Spaß macht. Und noch mehr Spaß macht es natürlich, wenn man diesen Sport mit den Menschen teilen kann, mit denen man ihn gerne verbindet. Am Ende ging es für mich aber nicht nur um meine eigene Zeit. Besonders gefreut habe ich mich über Falko, der unseren LC Fun Run bei der Saarlandmeisterschaft über 5 Kilometer vertreten hat. Mit 23:34 Minuten lief Falko eine starke Saisonbestleistung und wurde damit Vize-Saarlandmeister der M60. Ein richtig schöner Erfolg für Falko – und für unseren noch jungen Verein eine weitere Meisterschaftsmedaille. Herzlichen Glückwunsch, Falko! Für mich geht es jedenfalls weiter. Und nächste Woche steht bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm: der Benin-Lauf in Hirzweiler. #596
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