28.10.2018
37. Mainova Frankfurt Marathon

Manchmal muss man spontan sein, dachte ich zumindest bis vor dem 28.10. Beim Aufstehen hatte ich zwar noch Vorfreude, doch hatte ich irgendwie langsam Bedenken. Geht das gut? Wo ist vielleicht Schluss, denn eine wirklich gute bzw. ausreichende Vorbereitung hatte ich nicht. Zumindest ein richtig langer Lauf hätte es schon sein müssen, um halbwegs beruhigt in den Frankfurt Marathon zu starten. So ist es nur eine spontane Schnapsidee. Vielleicht sollte ich gleich beim Frühstück mit einem Schnaps anfangen, dann eine Runde schlafen und nach Hause fahren. Nichts da! Gekniffen wird nicht. So mache ich mich bei eiskalten 5°C vom Hotel in Mainz auf nach Frankfurt City. In den Häuserschluchten wird es wohlmöglich noch zügiger sein, als es ohnehin schon ist.  

In der Festhalle schwenkt die Stimmung um. Ich gucke mir alles genau an, was man sonst nur bei der Übertragung im Fernsehen sieht. Live sieht das noch eindrucksvoller aus. Der rote Zieleinlaufteppich ist hell beleuchtet, die große Halle mit ihren Tribünen ist abgedunkelt und an der Decke tanzen Lichter bzw. die Sponsorennamen. Es wäre schon geil, wenn ich hier in ein paar Stunden einlaufen könnte. Ich bin jetzt nicht so der emotionale Läufer, doch dies hätte echt was für sich.

Alles überlegen bringt nichts, spätestens um 9:45 Uhr heißt raus gehen und laufen. Die Stimmung im großen Starblock vor der Festhalle ist trotz des Wetters absolute Weltklasse. Es packt einen ob man will oder nicht. Danach geht man extrem euphorisiert auf die ersten Kilometer. Ich bin gespannt wie lange es anhält. Hoffentlich 42 Kilometer, die restlichen 195 Meter packe ich auch so.

Durch die schwache Vorbereitung konzentriere ich mich auf einen 6er Schnitt. Das fühlt sich gut an und ist durch dieses riesige Läuferfeld recht kurzweilig. Es gibt viel zu sehen. Die ersten 10km gehen durch die Innenstand. Solche Wolkenkratzer haben wir in Wemmetsweiler nicht. Von daher muss ich aufpassen, nicht auf die Nase zu fallen, da ich ständig nach oben schaue. Wenn wir schon an die Heimat denken, Frankfurt ist irgendwie voll mit Saarländern. Ständig sieht man ein bekanntes Gesicht oder Trikots mit Vereinen aus dem Saarland. Mein eigenes Trikot vom LTF fällt ebenfalls auf. Die häufigsten Fragen sind:

Marpingen, ist doch dort wo man das „R“ so rollt, oder?

Wo sind all die ganzen Marpinger hin? Bist du der letzte, der die Fahne noch hoch hält?

Marpingen ist doch im Saarland? Da war ich auch schon!

In Hessen ist Marpingen natürlich durch die Erfolge im Ultrabereich bekannt. Mit dem SSC Hanau und dem traditionsreichen 50km Lauf in Rodgau gibt es hier zudem viele Leute, denen unser Heimatverein ein Begriff ist.

Durch die vielen Ablenkungen rollt es recht gut für mich. Noch habe ich keine Bedenken abzubrechen. Die vielen Zuschauerpunkte und die Aussicht machen es ebenfalls kurzweilig. In der Bremer Straße bin ich mit 65 Minuten bei Kilometer 10 ein gutes Stück zu schnell. Das wird sich vielleicht noch rächen. Nach überlaufen der Zeitmatte werden wir vom hier stehenden Sprecher aufgeklärt.  Wir sollen doch bitte kein Rabbelsche an die Hauswände machen, sprich wir sollen als anständige Läufer nicht gegen die Hauswände pinkeln. Dafür stünden die Dixis bereit. Das leuchtet mir ein, weshalb ich ggf. auf sein Angebot zurück komme, wenn es bei mir soweit sein sollte, dass ich ein Rabbelsche muss.

Von hier geht es aus der Stadt hinaus über die Kurt-Schumacher-Straße und die im Anschluss folgende alte Brücke über den Main. Hier hat man die komplette Frankfurter Skyline zur rechten Seite. Danach kommen die langgezogenen Straßenabschnitte vor denen ich viel Respekt habe. Es geht durch Sachsenhausen, Niederrad, Schwanheim bis nach Höchst. Dieser Bereich bleibt ebenfalls kurzweilig, da das gewählte Tempo noch immer gut für mich zu halten ist. Irgendwo auf diesem Teilabschnitt überholt mich Bastian von der LLG Wustweiler. Wir quatschen kurz und er teilt mir mit, dass er heute dritter Läufer  einer Staffel ist. Und da er noch einen langen Lauf braucht, ist er kurzerhand auch schon mit den ersten beiden Staffelläufern mitgelaufen. Na wenn der das so locker sieht, dann muss das doch heute zu machen sein!

Bei Erreichen der Halbmarathondistanz werde ich etwas langsamer. Die Durchgangszeit ist zudem etwas zu hoch gewesen. Es wird also langsam ernst. Nach dem etwas unansehnlichen aber bekannten Stadtteil Höchst kommen die ersten Müdigkeitserscheinungen. Spätestens bei Kilometer 30 gehen dann auch die Kilometerschnitte nach oben. Kein Wunder, denn genau ab diesem Zeitpunkt fehlen mir die langen Läufe. Nun heißt es durchbeißen. Im Anschluss folgt die endlos lange Mainzer Landstraße. Ich schleppe mich von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt. Leider gibt es nur Bananen, die mir nach kurzer Zeit schon aus den Ohren kommen. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt.  Die Getränkeversorgung ist großartig. Ich nehme immer 2 Wasser, 1 Tee und am Ende noch nehme ich bei manchen Punkten eine Cola zu mir, was sich insgesamt als optimal herausstellt.

Irgendwann ist es soweit. Ich laufe dem Kilometerschild 35 entgegen. Ich weiß, dass meine kleine Frau zu Hause am PC sitzt und alle 20 Minuten die Zeiten aktualisiert. Wenn ich hier über die Zeitmatte laufe, dann muss ich durchziehen. Wenn ich schon so weit gekommen bin, dann würde Jenny an mir zweifeln. Deshalb laufe ich mit gemischten Gefühlen über die Matte. Es wäre einfach hier aufzuhören. Bis zu den Duschen ist es nicht weit, danach ins warme Auto und ab nach Hause, doch ich ziehe durch, laufe über die Matte ohne zu ahnen, was auf den letzten 7 Kilometern auf mich wartet.

Es geht nun wieder durch die Innenstadt. Da ich eine gute Orientierung habe, merke ich gleich wo wir sind. Ich möchte den Lauf nun nicht schlecht reden, da ich sehr viel Respekt vor solchen Traditionsläufen wie Frankfurt habe. Für mich ist es jedoch schwierig wenn ich weiß, dass ich das alles schon einmal gelaufen bin. Gleichzeitig hat man sich an der Skyline bzw. den Hochhäusern als Landei schnell satt gesehen. Deshalb schreibe ich dies mit Vorsicht, da es nur mein eigener Geschmack ist. Vielen Anderen wird die Stadt mit Sicherheit sehr gut gefallen.

Motivierend ist es für mich, ständig Läufer/innen von zu Hause zu sehen. Zum Beispiel Armin aus Hüttigweiler entdecke ich am Straßenrand.

Bei Kilometer 40 in der Freddgass tippt mich dann Armins Frau Doris an. Sie ist mit Armin und zwei weiteren die Staffel gelaufen. Doris läuft zwar nur wenige hundert Meter mit mir mit, spricht mir aber noch einmal richtig zu, damit ich die letzten 1,5 Kilometer doch noch vernünftig durchziehe, um am Ende noch unter 5 Std. in der Festhalle einzulaufen. Ich freue mich sehr, dass ich Doris, Armin und ihr Team noch nach dem Zieleinlauf treffe.

Der Einlauf selbst in der Festhalle ist grandios, selbst wenn man wie ich von den Beinen her völlig am Ende ist. Die Stimmung, die Bilder, die anderen Läufer/innen sind überwältigend. Solche Emotionen empfinde ich selten beim Laufen, weshalb ich die ganze Woche noch die Momente beim Zieleinlauf für mich verarbeiten werde. Natürlich hat es sich zwar gerächt, dass ich keine langen Läufe hatte. Ohne diese Läufe werde ich keinen Marathon mehr laufen und ich kann auch niemandem empfehlen, ohne diese bei einem Marathon zu starten, doch war der Frankfurt Marathon die kurzfristige Teilnahme mehr als wert. Es ist eine tolle Erfahrung gewesen. Der Lauf hat mein Läuferleben bereichert. Selbst wenn ich vielleicht nie mehr hier starten werde, denn ich werde es wie unsere Freundin Regina halten, Marathon laufe ich möglicherweise immer nur einmal auf gleicher Strecke, um mir das Erlebte beizubehalten. Bei Volksläufen kann ich diese nicht mehr einhalten, dafür bin ich zu gerne Wiederholungstäter bei den vielen Läufen in der Heimat und überregional. Am liebsten zusammen mit Jenny.

Die Zeit blieb am Ende bei 4:57 Std. stehen. Mit etwas vernünftigem Training sollte ich auf 4:15 bis 4:30 laufen können. Mal schauen, was die Zukunft bringt. Es gibt viele schöne Läufe in Deutschland, gerade über die Königsdistanz Marathon. Der eine oder andere Marathon werde ich bestimmt noch in Angriff nehmen... Wir sehen uns also weiterhin beim Laufen, überwiegend natürlich beim Volkslauf.


In der Festhalle vor dem Lauf

Vor dem Start(ob das gut geht)

Über die alte Brücke

Ab ins Ziel

Es hat gereicht

Da war es noch recht locker

Die Festhalle ist schon geil!


#365
42,195km / 4:57:39 Min.

Herbsturlaub 2018

06.10.2018
4. Merkurlauf

Wie heißt es im Pfalzlied? Annersch wo is annersch. Genauso kommt mir der Merkurlauf vor. Er ist anders als die anderen Bergläufe, die wir bisher gelaufen sind. Doch dazu gleich mehr.

Wir laufen heute am Rande des Schwarzwaldes, beim Merkur Berglauf. Für Jenny ist es übrigens der erste Berglauf im Schwarzwald. Bisher hatte sie sehr großen Respekt, da diese Läufe doch etwas strammer sind als die Läufe im Saarland oder der Pfalz. Der Merkur Berglauf scheint eine Mischung zu sein. Nicht ganz so heftig wie normal, trotzdem schwerer als zu Hause. Mit 9,5km und “nur“ 450 Höhenmetern  scheint das Streckenprofil im 2. Streckenabschnitt den Unterschied zu machen. Zumindest weist dies das Streckenprofil so aus. Somit haben wir einen echten Härtetest für zukünftige Bergläufe im Schwarzwald.

Das Ziel des Laufes befindet sich direkt unterhalb des Merkurturms. Bei heute wunderschönem Wetter sind sehr viele Zuschauer bzw. Urlauber unterwegs. Die Schlange vor der Standbergbahn ist schon vor dem Start sehr lang. Direkte neben der Merkurbahn befindet sich der Startbereich. Wir laufen kurz ein und gehen mit rund 180 weiteren Läufern/innen auf die Reise. Die 20°C  sind ideal zum Laufen, es ist ein herrlicher Herbsttag in Baden-Baden.

Die erste Streckenhälfte führt von der Bergbahn weg in Richtung Süden. Zwar ist der erste Kilometer recht steil, doch legt sich dies auf den folgenden Kilometern. Man kann bis zur Verpflegungsstelle bei Kilometer 4,4 zügig durch den herrlichen Mischwald laufen. Dies dürfte auch für Jenny kein großes Problem darstellen, denke ich so bei mir. Vor dem 2. Abschnitt habe ich so meine Bedenken. An der Getränkestelle biegt die Strecke um 180° nach links ab. Hinter der Biegung läuft man von nun steil zurück in Richtung Merkurberg. Die folgenden 2 Kilometer sind wirklich nicht leicht zu laufen. Hier entscheidet sich für Jeden wie die Tagesform ist. Erst am Ende des Berges merke ich, dass ich gar nicht so schlecht drauf bin, denn ich komme direkt ins Rollen, als ich den Scheitelpunkt des Berges erreicht habe. Das Ablaufen dauert natürlich nicht lange. An der Wegscheide am Binsenwasen mitten im Wald lichtet sich dieser zum ersten Mal. Man kann erahnen welch toller Weitblick auf dem Merkur wartet.

Bis dahin ist es jedoch noch ein gutes Stück. Es geht wieder so verdammt steil bergauf wie zuvor nach der Wasserstelle. Etwa 2 Kilometer vor Schluss sind wir auf Höhe der Bergbahn. Mir wird schlagartig bewusst, was für ein Höllenritt noch auf uns wartet, als ich über die 2. der drei Bergbahnbrücken laufe, denn auf deren Höhe sind wir jetzt erst. Dies bedeutet, es warten noch 4 Serpentinen auf uns und somit ein ordentlicher Höhenunterschied. An dieser Stelle kommt mir ein Gedanke, der mich schon seit mehr als 10 Jahren oder mehr als 10kg plus verfolgt. Damals habe ich mich schwergewichtig einen ausgefahrenen Waldweg in Bildstock hinauf gequält. Schwer schnaufend und hart am Limit in einer Traktorspur laufend höre ich  einen rastenden Vater zu seinem Sohn sagen: „Da, Joshua, siehst du, wer die tiefen Spuren hier in die Waldwege zieht.“ Ich war damals so fertig, dass ich meine Aggression nicht mehr verbal äußern konnte. Heute sind der Rotzlöffel und sein Vater für mich ein rotes Tuch, wenn ich mich wieder einen Berg laufend hinauf quäle. Heute hat es was Gutes, wenn ich an die beiden denke, denn als die Gedanken verschwinden,  bin ich bereits am Ende der Bergbahn angekommen. Eine Kurve noch,  schon bin ich auf der Zielgeraden. Nur noch 50 steile Meter bis zum Ziel unterhalb des Merkurturms. Dort feuern die am Anfang erwähnten Zuschauer mächtig an, was die Schmerzen komplett verschwinden lässt. Im Ziel selbst wartet sogar der Badische Laufwart Klaas Hamstra, der mich freundlich als Exkollegen begrüßt, was mich natürlich sehr freut.

Nun wartet die Preisfrage. Wird mir Jenny die Knochen verfluchen oder fängt sie Feuer beim Berglauf im Schwarzwald? Als sie kurz vor der Bergbahn zur letzten Kurve in Richtung Ziel kommt, hat sie schon ein Lächeln im Gesicht. Sie hat nur EINE Gehpause an der Wasserstelle eingelegt und ist total begeistert vom Merkur Berglauf. Ich glaube, dies wird nicht ihr letzter Berglauf im Schwarzwald gewesen sein. Zur Zeit fühlt sie sich sehr gut bei ernster Belastung. Von daher sind wir gespannt auf die nächsten Läufe, doch wartet nun unser Wanderurlaub im Schwarzwald und der Schweiz auf uns. Gleichzeitig treffen wir noch unsere Freundin Regina, mit der wir nächsten Samstag noch den Bürenlauf in der Schweiz angehen. Wir sind gespannt.



Einlaufen am Merkur

Am Binsenwasen

An der Bergbahn

Endlich im Ziel

Auch im Ziel bzw. kurz davor

So sieht es von oben aus

Nun geht es in den Urlaub


#362
9,5km / 1:04:09 Min.
Berglauf

 

Urlaubsbilder
Schwarzwald


Auf dem Weg zum Herzogenhorn

Kurz davor

Mittagspause

Auf dem Gipfel

Abstieg

Menzenschwand

Schweiz

Aarau ist die Stadt der bunten Dachgiebel

Luzern

Ein Eis beim schönsten Herbstwetter

Auf nicht ganz 2.000 HM

Wooow...

Lenk von oben

So hoch waren wir noch nie


 

13.10.2018
32. Bürenlauf

Leider ist es unser Abschlusstag in der Schweiz. Nach einer tollen Urlaubswoche, in der wir das Herzogenhorn bestiegen, das Menzenschwander Tal wieder einmal für uns entdeckt, mit unserer Schweizer Freundin Regina das abgelegene Simmental besucht haben, dort auf 2.000 Meter über Normal Null aufgestiegen sind und in Luzern die Sonne genießen durften. Heute steht bei erneut herrlichstem Sonnenschein unser Abschlusslauf, der 32. Bürgenlauf in Büren an der Aare, an. Es war eine unglaubliche Urlaubswoche, bei der man nur an der Laubfärbung merkte, dass eigentlich Herbst ist und kein Sommerurlaub. Gerade darüber sind wir äußerst dankbar, denn umso intensiver sind die Eindrücke aus unserem Bergurlaub.

 Am Vormittag sind wir dann runde 80 Kilometer zusammen mit Regina nach Büren gefahren. Nach dem Lauf wird unsere Lieblingsschweizerin mit dem Zug weiterfahren, von daher ist auch ein wenig Wehmut dabei. Die Zeit geht immer soooo schnell vorbei. Büren liegt am rechten Ufer der Aare, in etwa zwischen Grenchen und Biel. Biel ist das absolute Läufer-Mekka für Ultraläufer/innen. Man sagt, wer nicht in Biel beim berüchtigten 100er war, der ist kein Ultra, egal was man bisher gelaufen ist. Büren selbst hat gerade mal 3.600 Einwohner. Von daher ist es umso erstaunlicher, wie viele Leute sich mit dem Lauf beschäftigen. Sei es als Helfer oder Zuschauer. Die Stimmung ist genauso klasse wie das heute warme Wetter von knapp über 20°C.

Da wir recht schwere Beine vom Wandern bzw. dem Merkurlauf letzten Samstag haben, freuen wir uns viel mehr auf das eigentliche Erlebnis, das Laufen in der Schweiz. Schon vor dem Start gibt es so viel zu entdecken für uns. Selbst die Vesperkarte im Zelt ist für uns ein Highlight. An alles wir ein i oder li angehangen. So gibt es u.a. Weggli mit Schoggistängeli. Solche  Begriffe können wirklich nur die Schweizer erfinden. Im Vergleich zu unserer Heimat sind wir übrigens mehr als verwöhnt. Der Schweizer nimmt ohne mit der Wimper zu zucken 30€ als Startgeld. Dafür gibt es zumindest ein sehr schönes Asics-Shirt, über das wir uns sehr gefreut haben. Bei den Speisen kann man gut und gerne das Doppelte als zu Hause rechnen. In größeren Städten öfter auch mal dreifach soviel. Darauf sollte man hier gefasst sein. Auf der anderen Seite haben wir die Schweizer selbst als sehr herzlich kennengelernt. Der Dialekt tut sein Übriges, um die Schweizer liebenswert zu machen. Wie schon erwähnt, wer an alles ein i oder li anhängt, der kann nur freundlich rüberkommen.

Für die Schweiz ist der heutige Lauf eher ein kleiner Volkslauf. Volkslauf sagt man hier zwar nicht, doch bleiben wir dabei. Die Teilnehmerzahlen liegen so in etwa zwischen 300 – 400. Die Strecke selbst hat einen ungeraden Verlauf. Am Ende sollen es 11,5 Kilometer sein. Nach dem Startschuss verabschieden uns Läufer sehr viele Zuschauer unter den Klängen von Hells Bells auf die Strecke.

Nach einer kleinen Runde durch das Städli, ja so nennen sie hier ihren Ortskern bei nur 3.600 Ureinwohnern, geht es am Schloss vorbei in Richtung oberer Ortsrand. Weitere 3 Kilometer führen am Bahnhof vorbei, hinaus in Richtung Wald. Dieser liegt auf einem kleinen Hügel und hat einen Höhenunterschied von 200 Metern. Zwar liegt Büren auf nur 400 Höhenmetern, doch merke ich beim Anstieg im eigentlich kühleren Wald, dass ich nur wenig Sauerstoff aufnehmen kann. Dies ist normalerweise der Fall, wenn wir z.B. im Schwarzwald auf 1.000 Höhenmeter sind. Zumindest an den ersten ein bis zwei Tagen habe ich dort ggf. Probleme. Umso erstaunlicher, dass es nun am Abschlusstag auf so niedrigem Niveau ist. Wie dem auch sei, ich nehme sofort raus, da wir den Lauf sowieso nur genießen wollten. Die Strecke schlängelt sich langsam den Berg hinauf. Der Anstieg ist für Saarländer schon relativ knackig.

Die kleine Bergkette nennt sich übrigens, wie sollte es auch anders sein, Stätiberg.  Ein i muss immer drin sein. Nach einer kleinen Sonderschleife befinden wir uns bei Kilometer 8 auf der hinteren Seite. Leider ist es etwas neblig. So kann man die hohen, schneebedeckten Berge in der Ferne nur ganz undeutlich wahrnehmen. Dafür haben wir beim nun folgenden Bergablaufen ständig die Bergkette im Norden vor Augen. Diese ist mit ihrem Kalkstein zwar nicht ganz so imposant bzw. hoch, doch ist sie in keinster Weise weniger schön anzusehen.  Man muss sich also immer wieder daran erinnern, auch mal auf den Boden zu achten, bei so vielen tollen Sehenswürdigkeiten.

Irgendwann so ab Kilometer 9,5 kommen wir wieder in die Ausläufer von Büren. Auf herrliche Obstwiesen folgen nun alte Bauernhäuser und für diesen kleinen Ort sehr viele  Zuschauer, die fleißig anfeuern. An jede Anfeuerung wird ein TipTop oder noch besser, ein TippiToppi angehangen. Für mich gibt es auch einen neuen Titel. Wer ist schon Super Mario oder Super Richie, ich bin in der Schweiz nur noch SUPRRRR THORRRRRSDEN. Im Schwarzwald war ich beim Laufen nur Thorschden.

Als Jenny später an dieser Stelle vorbeiläuft wird sie feststellen, dass zumindest die jungen Schweizer gar nicht so lieb sind wie ihre Aussprache. Ohne zu fragen wird sie (bei zum Glück sehr warmen Temperaturen) von drei Jungs mit jeweils einer Wasserpistolen-Pumpgun ordentlich nass gespritzt. Auf die Frage wieso, wurde sie schnell darauf hingewiesen, dass sie zu langsam sei. Raue Sitten in der Schweiz! Insgesamt benötigt Jenny nach einer harten Woche 1:26 Std. für die 11,5 Kilometer. Mit 1:10 Std. bin ich im Vergleich ebenfalls schwerfällig unterwegs. Unsere liebe Regina hat es sich als topfite Schweizerin nicht nehmen lassen, uns beide kräftig ins Ziel zu begleiten bzw. anzufeuern.

Leider trennen sich nach diesem Lauf unsere Wege. Wir hoffen bald wieder zurück zu sein, denn es war eine tolle Zeit hier. Es bleibt nicht nur die Ragusa-Schockolade(mal davon abgesehen, dass diese in unserem Haus nicht lange überleben wird), es sind ganz viele Eindrücke und Erinnerungen, die wir mit nach Hause nehmen.

 Bis zum Jahresende warten jedoch noch einige schöne Läufe auf uns. Ein Highlight wird mit Sicherheit der Silvesterlauf in Emden, doch beginnen wir bereits nächstes Wochenende mit den Saarlandmeisterschaften im Berglauf in Lebach. Wir sehen uns also beim Laufen.



Kopfsteine für die schnellen Läufer/innen

Vor dem Start

Gute gelaunt

Im Wald von Büren

Gleich im Ziel

Und ab damit

Und das wars

Die Belohnung. Zwei Läufe, zwei Schirts

Was sonst noch vom Urlaub bleibt ist Ragusa. Leider nur auf kurze Zeit.


#363
11,5km / 1:10:52 Min.

30.09.2018
12. Bickendorfer Büdchenlauf

Nach einem DLV-Lehrgang in Kamen machen wir bei herrlichstem September-Wetter Station in Bickendorf. Bickendorf ist ein Stadtteil im Nordwesten von Köln. Dort gibt es einen relativ großen Stadtlauf, der durch die Gassen von Bickendorf und dem angrenzenden Rochspark führt. Da wir nicht so viel Zeit haben, kommt nur die 5 Kilometer- Strecke in Frage. Die Runde hat 2,5 Kilometer. Wir sind rechtzeitig vor Ort und können somit eine Runde zusammen einlaufen. Die kleinen Gassen im Weißdornweg haben ihren ganz eigenen Charme. Sie sind mit kleinen Fähnchen geschmückt und die Anwohner haben die Tische vor die Tür gestellt. Die Stimmung ist schon beim Schülerlauf richtig gut. Es dauert nicht lange bis wir auf unsere Trikots angesprochen werden. Der LTF Marpingen ist in ganz Deutschland als Ultra-Verein bekannt. Selbst hier im Kölner Stadtteil Bickendorf werden wir darauf angesprochen. Dieses Mal ist es aber ein Kölner Ureinwohner, der einen saarländischen Vater hat.

Nach dem Einlaufen geht es in den Startblock und dort werde ich erneut angesprochen. Dieser Herr ist mir jedoch sehr bekannt. Es ist Helmut Urbach. Ein echtes Kölner Original. Es ist für mich eine Ehre, dass er mich angesprochen hat und gerne hätte ich noch länger mit ihm gesprochen. Helmut hat u.a. 7 Mal die legendären 100km von Biel gewonnen. Bei unserem kurzen Austausch hat er mir alle bekannten Marpinger 100km-Läufer aufgezählt. Von den Fellers, über Volker Becker-Wirbel, Rainer Müller, Eddy Hans, Jörg & Tanja Hooß sind ihm noch viele andere aus der alten Marpinger 100km-Garde geläufig. Doch leider erfolgte dann schon der Startschuss.

Ich laufe in einem 4er Schnitt an. Das Läufervolk in Bickendorf ist bunt gemischt. Von daher kann man es hier gar nicht so wild angehen. Kinder laufen links und rechts. Andere sind verkleidet. Trotzdem macht es sehr viel Spaß hier zu laufen. Spätestens am Husar Brunnen wird man von der tollen Stimmung unter den Zuschauern eingefangen. Man läuft an dieser Stelle durch eine Hausunterführung. Dahinter schließt sich die bereits erwähnte Siedlung an. Für uns wirkt die Siedlung als Kölsches Unikat. Man spürt regelrecht die Begeisterungsfähigkeit der Kölner. Irgendwie bekommt man sogar Lust auf den anstehenden Köln Marathon, der am nächsten Wochenende stattfindet. Nach dem Stimmungsnest in den kleinen Gassen folgt ein kleiner Abstecher in den Rochuspark. Dieser dauert jedoch nur wenige hundert Meter. Danach laufen wir von der Rochusstraße aus wieder zurück zur Venloer Straße, auf der sich der Start- Zielbereich befindet. Auch hier sind sehr viele Zuschauer, die kräftig anfeuern.

Als ich auf die 2. Runde gehe, merke ich schon, dass es wohl eine 25er Zeit werden wird. Für den aktuellen Zeitpunkt ganz ok, da eher Bergtraining auf dem Plan stand. Die tolle Stimmung sauge ich nun ganz intensiv auf, da nicht mehr viel passieren kann. Dann noch einmal durch die Siedlung, den Park und kurz vor der Venloer Straße wartet noch ein Power-Point mit echter Kölscher Musik. Mit dem Ohrwurm  „Hey Kölle, du bis eh Jefühl“ laufe ich dann in 25:35 im Ziel ein. Jenny folgt nach genau 31 Minuten, was auch für sie ganz ok ist. Wir bereiten uns ja auf den Merkurberglauf nächste Woche und den Bürenlauf in der Schweiz vor, welcher ebenfalls ein paar Höhenmeter für uns bereit hält. Eine kurze schnelle Einheit wie heute kann also nicht verkehrt sein, damit wir in den nächsten Wochen nicht ganz so viel an Tempo in den Bergen verlieren. Hauptsächlich steht im Urlaub aber das Wandern auf dem Plan.

Nach kurzem Aufenthalt im Zielbereich machen wir uns auf den Heimweg. Ein ereignisreiches Wochenende, mit einem netten Stadtlauf liegt hinter uns. Nun heißt es eine Woche arbeiten, um danach in den Bergurlaub zu fahren. Wir sehen uns also wohl erst wieder etwas später beim Laufen. Bis dahin bleibt in Bewegung.


Beim Warmlauf an einem Büdchen von Bickendorf

Direkt vor dem Start

Im Startblock

Nach dem Lauf ein Kölsch


#361
5km / 25:35 Min.

22.09.2018
26. STEAG-Volkslauf

Luisenthal ist auf der einen Seite ein trauriger Ort. Hier ereignete sich am 7. Februar 1962 das schwerste Grubenunglück in der Bundesrepublik Deutschland. 299 Bergleute starben bei einer Schlagwetterexplosion. Danach wurde die Kohleförderung noch bis zum 17.Juni 2005 weitergeführt. Viele Bekannte und auch direkte Familienmitglieder waren hier sehr lange im Bergbau beschäftigt. Heute ist das Werkstor geschlossen. Alles sieht verlassen und irgendwie traurig aus. Der STEAG-Volkslauf hieß früher sogar RAG Saarberg Volkslauf. Er ist also eine Art Überbleibsel aus der traditionsreichen Bergbaugeschichte im Saarland. Vielleicht ist das weitgegriffen, jedoch wird man schon bei der Ankunft in Luisenthal an diese Zeiten erinnert. Und somit hat dieser Ort auch was Positives, ist auch ein beeindruckendes Denkmal.

Der Start des vermessenen Laufes liegt am Saarufer. Quasi im Schatten der noch stehenden beiden Schächte. Der Startbereich sieht bei heute milden Temperature wie einer der Startbereiche des Nordseelaufes aus. Links befindet sich ein großer Damm, daneben eine große Hecke, die den Blick auf die Saar und damit die A620 versperrt. Gerade deshalb könnte man meinen, hinter dem Damm liegt vielleicht die Nordsee. Stattdessen wird hinter der großen Hecke der Autobahnlärm unser ständiger Begleiter. Hinter dem Damm liegen dann die Stadtbauten von Saarbrücken. Für ein Landei wie mich ist dies natürlich gewöhnungsbedürftig.

Am Start selbst befinden sich knapp über 100 Teilnehmer/innen, was für den LC 72 Altenkessel zum Normalfall geworden ist. Schade eigentlich, denn die Strecke gibt mehr her. Weiterhin ist sie gut zu laufen, wenn man mal etwas schneller unterwegs sein will oder wie ich, einfach mal einen seinen Standpunkt für die restliche Saison bestimmen möchte. Vom Start weg ist es knapp über 1km bis man an die Saarschleuse kommt. Dort wechseln wir die Saarseite und laufen dann weiter die Schleuse hinunter in Richtung Saarbrücken. Dies ist dann auf dem Rückweg die einzige Erhebung auf der kompletten Strecke. Von daher sollte man die kleine Rampe in Erinnerung behalten. Einige Körner zum flotten Durchlaufen muss man sich aufheben. Hinter der Malstatter Brücke befindet sich der Wechselpunkt. Zwar gibt es bis dahin kaum Zuschauer, doch machen die wenig benötigten Streckenhelfer einen gut gelaunten Eindruck und feuern fleißig an. Das Gute an einer Wendepunktstelle ist die Tatsache, dass man genau weiß, was einem auf der 2. Streckenhälfte erwartet. Für mich heißt es Zähne zusammenbeißen. Natürlich bin ich mit meiner aktuellen Form nicht zufrieden, doch wäre eine 53er Zeit aus dem Training raus ganz ok. So freue ich mich dann im Ziel mit der heutigen Wunschzeit. Sollte ich noch für einen 10er in dieser Saison explizit trainieren, dann werde ich mir wohl eine Zeit zw. 51 und 52 Minuten vornehmen können.

Zurück zum STEAG-Volkslauf. Leider ist dem Veranstalter ein kleiner Fehler bei den Schülerläufen passiert. Ansonsten hat man viel Routine, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Vor 2 Jahren hatte man sogar die Saarlandmeisterschaften über 10 Kilometer. Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn man diese wieder nach Luisenthal holen könnte. Die Strecke gibt mit der Autobahnbrandung im Ohr nicht ganz so viel her. Deshalb wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn man mehr auf die Tradition setzen würde. Denn davon gibt es reichlich. Auch gibt es genug Lauftradition. In der Siegerliste finden sich klangvolle Namen aus der saarländischen Läuferszene. Dann noch etwas mehr Werbung und man könnte dauerhaft 200 Teilnehmer/innen im Hauptlauf garantieren. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass solche Läufe noch lange veranstaltet werden können. Von daher ein großes Lob an das Team des STEAG-Volkslaufes.

Für uns beginnen nun langsam wieder die Urlaubsläufe. Nächste Woche nehmen wir auf dem Rückweg von einem Lehrgang am Büdchenlauf in Köln teil. Dann geht es schon in den Urlaub. Auf dem Hin- bzw. Rückweg nehmen wir am 4. Merkur-Berglauf in Baden-Baden teil und danach noch beim 32. Bürenlauf in Bern(Schweiz).

Vielleicht sehen wir uns auch dort beim Laufen…


Die beiden Fördertürme von Luisenthal

Die alte Bergwerksdirektion


#360
10km / 53:34 Min.

09.09.2018
13. Pfälzerwald Marathon

Es ist geschafft. Die Hitzeperiode ist vorbei und wir sind wieder gesund. Nach hartnäckiger Erkrankung sind wir wieder auf dem Damm. Von daher kommt ein kleiner Formcheck gerade recht. Normalerweise ist das an diesem Wochenende der Rietburg-Berglauf in Edenkoben. Leider hatte unser Verein bei der Ausrichtung des Kommunenlaufes in Lebach nicht genügend Helfer, weshalb wir den Berglauf nach 5 Jahren in Folge kurzerhand streichen mussten. Da Jenny von uns beiden als Letzte fit geworden ist und von daher noch nicht so ganz weiß, wo sie steht, fahre ich allein nach Pirmasens zum 13. Pfälzerwald-Marathon.

Wir sind diesen bereits 2013 gelaufen. Damals bin ich hier ganz übel eingegangen. In diesem Jahr kann ich allerdings mal ganz entspannt an den Lauf gehen, da ich das ganze Jahr schon nichts verrissen habe und es seit langem nicht mehr auf die Reihe bekommen habe einen Halbmarathon überhaupt zu finishen. Von daher ist dies das Ziel für den Läuferkopf. So kommt es, dass ich pünktlich um 11 Uhr mit den anderen Teilnehmer/innen am Exerzierplatz im Zentrum von Pirmasens bei herrlichem Sonnenschein und ca. 20° Grad starte.

Vor dem Start konnte ich noch mit dem einen oder anderen saarländischen Läufer/in quatschen. Jedoch ist es erstaunlich, dass so gut wie keine Saarländer/innen nach Pirmasens kommen. Dabei sind es gerade mal 25 Kilometer von der Landesgrenze bis hierhin. Die Strecke selbst ist ein absoluter Hammer für Waldlaufliebhaber. Zwar geht es zuerst gute 3 Kilometer durch die Stadt den Berg hinunter bis man über einen kleinen Parkplatz in den dunklen Pfälzerwald einläuft. Hier ist es nicht nur dunkel, sondern es trotz Sonnenschein relativ frisch im Wald. Zunächst geht es wellig bis zur 1. Verpflegungsstelle am PSV-Sportplatz. Ich schnappe einen Becher und laufe ganz langsam weiter. Genauso habe ich mich bereits zuvor den Berg hinunter gebremst, denn es soll wirklich nur eine Art Trainingslauf werden. Einfach für den Kopf finishen.

Hinter dem PSV Platz geht es  auf einem kleinen Waldpfad  steil den Berg  hinauf. Viele gehen auf diesem langgezogenen Teilabschnitt. Es motiviert richtig, wenn man sich an dieser Stelle locker fühlt und den Berg hochlaufen kann. Dann geht es wieder eher wellig weiter bis zum 2. VP am Forsthaus Beckhofen. Hier wird auch der Lauf „Rund um den Arius“ veranstaltet, welchen ich ebenfalls als schönen Landschaftslauf im Spätherbst empfehlen kann. Am Forsthaus ist die Hölle los. Ein DJ sorgt für ordentlich Stimmung. Diese gibt den richtigen Push um weiter durch  den herrlichen Wald zu laufen. Teilweise wird er sogar lichter. Dadurch spürt man, wie stark die Herbstsonne noch ist. Oder mit anderen Worten, es wird mir langsam zu warm.

Der nächste VP folgt nach überqueren der B10 am Hombrunnerhof. Von dort an beginnt der schwierigste Teil des Halbmarathons. Es geht stetig bergauf bis nach Pirmasens. Die Sonne macht mir auf den Lichtungen richtig zu schaffen, zudem werden die Beine spätestens ab Kilometer 14 schwerer und schwerer. Ich schleppe mich nun durch den Wald um beim VP 4 am Tierheim erstmals richtig durchzutanken. Wäre es ein Wettkampflauf für mich, dann hätte ich den größten Fehler gemacht, den man überhaupt machen kann. Ich trinke mindestens 1,5 Liter Wasser nach, da ich ein unglaubliches Durstgefühl habe. Wenn man so etwas macht und dann im Wettkampftempo weiterläuft, dann dauert es nicht sehr lange, bis man sich übergeben muss. Bei mir ist es heute was anderes. Zwar ist die Erkältung im Normalbereich auskuriert, doch glaube ich noch etwas Nachwirkungen zu haben. Der Körper ist ständig am ausgleichen, weshalb ich viel mehr schwitze als normal.

Nach dem Tierheim geht es nochmals stramm hinauf bis Münchweiler. Bis zurück zur Messehalle sind es noch 3,4 Kilometer. Es geht nun ständig durch Siedlungen, kleine Waldabschnitte und eine kleine Pferdewiesen. Diese Bereiche liegen nun wieder voll in der Sonne, was es für mich nicht leichter macht. Ich vertrage sie nicht mehr so gut wie früher. Doch genug gejammert. Ich realisiere, dass ich wieder längere Strecken laufen kann bzw. weiß ich nun, dass es gleich geschafft ist. 600 Meter vor der Messehalle geht es nochmals steil den Berg hinauf, bis wir an die Einfahrt zur Messehalle kommen. Diese fällt auf 50 Meter steil ab in die Halle hinein. Man hört von außen schon die tolle Stimmung. Leider geht der Einlauf etwas schnell. Man fliegt an den Cheerleadern vorbei ins Ziel. Als Belohnung gibt es eine schöne Medaille und super viele landschaftliche Eindrücke vom herrlichen Pfälzerwald. Der Pfälzerwald ist übrigens ein riesiges Waldgebiet mit sehr vielen schönen Volksläufen. Aber auch zum Wandern bietet er sehr viele Möglichkeiten. Es muss ja nicht gerade ein Halbmarathon sein. Von daher, einfach mal hinfahren. Es ist nicht weit.

Eigentlich steht nun eine kleine Laufpause bis zu unserem Herbsturlaub an, aber warten wir mal ab. Irgendwie habe ich ein gutes Gefühl und viele Ideen was man im September noch machen könnte ;O).


Mit Nicole und Andreas vor dem Start

Wenige Kilometer vor dem Ziel


#359
21,095km / 2:15:34 Min.

19.08.2018
47. Int. Holzland-Volkslauf in Schopp

Heute sollte es ein längerer Lauf sein, da ich nächste Woche gern in Limbach den Halbmarathon laufen möchte. Deshalb stand die Überleung im Raum, eine von unserer Lauffreundin Helga aufgestellten These zu überprüfen. Helga meinte, dass es keinen besseren Trainingseffekt gibt, als bei einem 10km-Lauf zu starten. Dort halbwegs flott zu laufen und danach die gleiche Strecke auszulaufen. Für mich hört sich das wie folgt an, Lauf zweimal 10km und du erhältst einen Trainingseffekt, dass du wieder 40er Zeiten laufen kannst und einen Marathon aus dem Stand.

Da so ein 10er heute in der Pfalz Anstand war ich bereit für das Projekt 2x10km. Was soll schon passieren, zudem finde ich es wichtig, die letzten Waldläufe in der Region zu unterstützen. Wenn nicht gerade wie heute der Laufladen-Cup in Schopp Station macht, sind hier leider nur noch zwischen 50 und 80 Leute am Start. Viel zu wenig für einen so liebevoll organisieren und landschaftlich schönen Lauf. Ok, von uns aus ist es schon ein Stück zu fahren, trotzdem wird das Gejammer auch hier in der Pfalz groß sein, wenn es keine Waldläufe mehr gibt. Im Saarland weinen jetzt schon einige den Waldläufen in Stennweiler, Quierschied, Kirkel usw. nach.

Im großen Eichwaldstadion des SV Schopp startet der Holzland-Volkslauf. Die Strecke ist wirklich sehr anspruchsvoll. Gleich nach einer dreiviertel Runde im Stadion verlässt man die Anlage über die Steilkurven der umliegenden Radrennbahn. Von da an geht es bis Kilometer 2 stetig bergauf. Ich merke gleich, dass ich überhaupt keinen Saft in den Beinen habe. Woher auch? In den letzten Wochen habe ich mein Trainingspensum wegen dem Halbmarathon leicht erhöht. Die Zeit ist heute sowieso nur zweitrangig. Wichtig ist, die Kilometerzahl zu erfüllen. Was mir so beim langsameren Laufen auffällt, ist die Landschaft im Holzland. Zwar war ich bereits 3 Mal in Schopp am Start, doch ist es heute anders. Die Sonne scheint quer durch die Bäume und irgendwie erinnert es mich an den Schwarzwald. Teilweise sind sogar tiefe Abhänge an der Strecke, die mir bis heute nie aufgefallen sind. Diese geben einen kleinen Fernblick frei, so dass man die Größe des Pfälzer Waldes erahnen kann.  Dann geht es über, wie man heute sagt, Trailpfade quer durch den Wald. Ob heute mehr Leute am Start wären, wenn auf der Packung Trail stehen würde statt 47. Internationaler Volkslauf? Schon komisch. Für mich als Volksläufer ist es ein Crossiger Lauf, der unheimlich Kraft gibt, selbst wenn man nicht unter Wettkampfbedingungen mitläuft. Trotzdem zieht es Jahr für Jahr auch ambitionierte Läufer/innen aus der Region nach Schopp. Es ärgert mich, dass alles neudeutsch vermarktet sein muss, damit man Läufer/innen anzieht. Klar, in Schopp gibt es keine Startertasche mit Duschgel-Proben oder eine Medaille im Ziel. Selbst große Siegerpreise wird man hier nicht finden. Trotzdem ist für 5€ alles geboten, was man für einen intensiven Lauf benötigt, ob als Trainingslauf oder doch ambitioniert. Meine Erfahrung ist, einfach mal ausprobieren. Je kleiner und abgelegener  ein Lauf erscheint, desto schöner ist er in der Regel.

Zurück zum Lauf. Nach vielem Bergablaufen folgt genau von Kilometer 4 bis 5 ein langgezogener Anstieg. Erst danach folgen viele kleine Pfade mit stetig kleinen, aber giftigen Wellen. Bis man bei Kilometer 9 als Stammgast in Schopp überrascht ist. Normal geht es hier rechts über einen asphaltierten Weg zurück ins Stadion. Nun hat man sich etwas Neues einfallen lassen. Der Lauf ist auf dem letzten Kilometer landschaftlich noch reizvoller geworden. Dafür ist dieser Abschnitt umso intensiver. Man muss sich noch einmal richtig konzentrieren, denn wir laufen über einen Wiesenabschnitt mit fiesen Löschern. Immer entlang des Waldes laufen wir bis wir nach einer kleinen Waldpassage von ca. 150m zurück an das Eichwaldstadion einbiegen. Dann geht es die Steilkurve hinunter und nochmals eine dreiviertel Stadionrunde über die nun voll in der Sonne liegenden Bahn. Bis dahin war es herrlich kühl im Wald. Doch der Sommer 2018 fordert auf der Zielgerade alles von den Teilnehmer/innen. Es ist um diese Uhrzeit schon wieder recht warm, im Gegensatz zur Startzeit vor fast einer Stunde. Dann ist es nach 59 Minuten geschafft und ich halte mich nicht lange auf, da ich den Plan von Helga durchziehen möchte.

Um ehrlich zu sein, ging der eigentliche Plan nicht ganz auf. Zum einen meinte Helga sicher einen flachen Straßenlauf. Zum andern habe ich mir das Projekt während des Laufes etwas schön geredet. Am Ende stehen auf der Uhr 2 Einlaufkilometer und 6,5 Kilometer im Gelterswooger Tal. Dort erschien es mir bei den zerstörten Beinen etwas angenehmer zu laufen, da die Wege wesentlich flacher sind. Ob der Effekt so groß wie von mir erhofft ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Mein Aufruf, kommt nach Schopp, denn WALDLAUF macht Spaß! Beim nächsten Mal ist auch meine Jenny wieder dabei.


Blick auf die Radrennbahn um das Eichwaldstadion

Start- & Zielbereich

Ein Foto von 2015. Es gibt einen guten Einblick zur Strecke. 2015 war der Boden wesentlich weicher. Heute war er durch die Dürrezeit sehr hart.


#358
10km / 59:34 Min.

29.07.2018
33. Deko Volkslauf in Noswendel

Die Heimspiele im Saarland sind in dieser Saison sehr wenige geworden. Der Lauf in Noswendel ist erst unser zweiter gemeinsamer Start in der Heimat für 2018. Gemeinsam sollte es auch auf die Strecke des Halbmarathons gehen, da uns dieser Lauf besonders gut gefällt. Es geht durch die Wiesen und Wälder um Noswendel. Doch durch die anhaltende Hitzewelle musste heute die Vernunft siegen. Die 10km-Runde lassen wir uns trotzdem nicht nehmen, zumal wir diese noch nicht gelaufen sind.

Gestartet wird in Noswendel bereits um 9 Uhr, was im Sommer natürlich vernünftig ist. Nach dem Start am Deko-Center, dem Sponsor des Laufes, geht es etwa einen Kilometer durch den Ort in Richtung Wiesen und Wald. Den Wald selbst erreicht man nach ca. 2km. Von dort an geht es weiter gemeinsam mit den Halbmarathonläufer/innen durch den Noswendeler Bruch. Das Naturschutzgebiet wird nur gestreift. Wir laufen ständig gegen den Berg an. Zwar ist es im Wald noch angenehm, doch habe ich schon gleich nach 3km das Gefühl, dass mir die Kopfdichtung platzt. Was für ein Sommer, denke ich. Zuletzt war es solange anhaltend heiß im Jahr 2003. Damals habe ich meine heutige Lieblingslauffreundin Jenny kennengelernt. Ohne zu ahnen, dass wir 2018 noch immer zusammen sind... Irgendwie waren wir damals cleverer, denn den heißen Sommer 2003 haben wir im Heusweiler Freibad verbracht. Das wäre heute vielleicht die bessere Entscheidung gewesen, wenn es das Schwimmbad noch geben würde.

Nach dem Waldabschnitt folgt kurz vor Kilometer 5 die Weiche. Die Halbmarathonis müssen rechts den Berg hinauf. Wir dürfen links die Wiese hinunterlaufen und werden mit einem schönen Weitblick belohnt. Gelb sind die teils schon abgeernteten Felder. Der Rest ist saarländisch grün. Viel Wald, viele Wiesen. Was will man mehr und zum Fuße im Tal liegt der kleine Startort Noswendel. Nach nur knapp einem Kilometer geht es wieder in den “noch“ kühlen Wald zurück. Nach weiteren 2 Kilometern laufen wir wieder  durch die Wiesen vor Noswendel zum Sportplatz. An dieser Stelle überholen mich aus unserem Lauftreff Johanna, Anja und Peter. Zusammen laufen wir die restlichen zwei Kilometer zum Noswendeler See. Dazwischen liegen noch ein kleiner Park und die Seerunde von ca. 800m. Ich bin froh, dass ich mich anhängen konnte, so steht am Ende eine 53er Zeit bei recht schweren Bedingungen und 120 Höhenmetern.

Jenny kommt nach 66 Minuten ins Ziel. Wir sind sehr froh, dass wir auf die kürzere Distanz umgestiegen sind. Halbmarathon können wir noch das ganze Jahr laufen. Man muss außerdem sagen, dass die 10km-Strecke in Noswendel von der Landschaft her genauso attraktiv ist wie die lange Distanz. Leider waren es am Ende nur knapp über 270 Gesamtteilnehmer. Hoffentlich lebt der Lauf noch lange weiter, denn der Aufwand gegenüber dem Ertrag an Teilnehmern scheint recht hoch zu sein. Solche Läufe machen den Volkslauf aus. Von daher können wir nur zur Teilnahme motivieren.

Wir bauen nun eine kleine Sommerpause ein. Wir sehen uns also spätestens beim Laufen…    



Jenny am See

Nur noch 400 Meter
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Ausblick auf das Saisonfinale 2018
Selbst wenn es noch sehr warm ist steht die Herbstsaison bereits in den Startlöchern. Für uns liegt das Hauptaugenmerk auf den schönen Bergläufen. Unser Terminplan sieht folgende Berläufe bis zum Jahresende vor:

8. September
24. Rietburg Berglauf in Edenkoben
8,2 km / 420 Hm

6. Oktober
4. Merkurlauf in Baden-Baden
9,5 km / 420 Hm

10. November
35. Potzberg-Berglauf in Gimsbach
8,2 km / 350 Hm

17. November
27. Kalmit-Berglauf in Maikammer
8,1 km / 505 Hm

Wenn die Form passt, dann laufen wir noch folgenden Lauf:
20. Oktober
22. Bad Dürkheimer Berglauf in Bad Dürkheim
8,7 km / 510 Hm

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#357
10km - 53:52 Min.

15.07.2018
46. Hornigsgrinde-Marathon - 51. Volkslauf Bühlertal

2018 ist das Jahr der Auswärtsspiele. Am Tag des WM-Finals befinden sich Jenny und ich beim traditionsreichen Hornisgrinde-Marathon im Schwarzwald am Start. Es ist bereits unser 19. Lauf außerhalb des Saarlandes in dieser Saison.  Irgendwie genießen wir es im Moment, die verschiedenen Regionen beim Laufen kennenzulernen. Es ist ein Genuss jedes Mal andere Leute, andere Landschaften, neue Laufveranstaltungen usw. kennenzulernen. Heute ist es der traditionsreiche Hornisgrinde-Marathon im Nordschwarzwald, den wir uns als neues Laufabenteuer ausgesucht haben. Eigentlich wollte ich hier den Marathon laufen. Wegen meiner Formschwäche kommt jedoch nur der 11km -Volkslauf für mich in Frage. Am Tag zuvor gab es zwar noch einen Halbmarathon, doch wollten wir uns am Samstag noch den Merkur-Berg in Baden-Baden anschauen, was wir natürlich auch gemacht haben. Mit der Merkurbergbahn ging es steil hinauf auf den Gipfel. Dort oben ist neben dem Merkur – Turm und dem Merkur- Haus eine tolle Landschaft angelegt, in der für jeden etwas geboten wird. Die Alten können sich auf Liegebänke bei Bier und Wein entspannen, während die ganz kleinen einmal in der Woche an der Märchenkiste mit Geschichten berieselt werden. Wenn man mal hier in der Nähe ist, sollte man die Chance nutzen, um sich das Gipfelplateau selbst anzuschauen. Danach bietet sich ein gemütlicher Spaziergang zurück ins Tal an. 

Kommen wir nun zum Hornisgrinde-Marathon. Veranstalter ist der Turnverein Bühlertal, der auch den Berglauf im Mai veranstaltet. Der Berglauf endet auf dem Mehliskopf. Unterhalb des Mehliskopf befindet sich die Hundseck. Auf dieser Höhe wurde früher der Hornisgrinde-Marathon durchgeführt. Seit ein paar Jahren ist man ein paar Höhenmetern nach unten gewandert. An der Skihütte des Skiverein Bühlertal richtet der TV nun seinen Marathon aus. Dieser Wechsel und die Verkürzung der Marathonstrecke auf einen 4 Runden- Kurs ermöglichen es überhaupt, dass der Marathon noch am Leben ist, denn die Teilnehmerzahlen sind viel zu gering um ohne Sponsoren und Einsparungen kostendeckend zur arbeiten.  Es wäre schade, wenn es diese Veranstaltung nicht mehr geben würde. Es ist der 7. älteste Marathon in Deutschland. 1973 ging er mit dem Marathon am Bodensee und dem Marathon von Bensberg(NRW) ins Rennen. Noch älter sind nur die Läufe in Essen(NRW), Lengenfeld(Sachsen), Bräunlingen(BW), Beverstedt(Nieders.) und Husum(SH). Zum Vergleich, der Marathon von Berlin hatte seine Erstauflag ein Jahr später am 13.10.1974.

Ganz interessant ist die Tatsache, dass der “all Time-Streckenrekord“ aus dem Jahr 2002 von unserem Vereinskameraden Rainer Müller gehalten wird. Er hat es als Flachländer tatsächlich geschafft, auf über 1.100 Höhenmetern eine Zeit von 2:34:11 Std. zu erzielen. Die damalige Strecke war laut Interneteinträgen noch etwas härter als die heutige. Vielmehr gilt die aktuelle Rundstrecke als eher flach. Was immer dies für Schwarzwälder bedeutet. Pünktlich um 8:45 Uhr fällt der Startschuss. Es ist noch angenehm kühl im Wald. Nach dem Start dauert es gute 500 Meter bis man relativ frei laufen kann, da der Waldweg hier noch sehr eng ist. Gleich nach Kilometer 1 geht es erst mal bergauf. Kilometer 1 befindet sich auf 820 Meter über Normalnull. Bis Kilometer 3 auf 920 HM hat man bereits 100 Höhenmeter zu überwunden. Hier befinden wir uns zwischen den Anhöhen Katharinengässel und Bettelsmannkopf. Von hier an geht es bis Kilometer 6 für den Schwarzwälder auf flachem Terrain weiter. Ich würde sagen es ist wellig bis ansteigend. Hinzu kommt, dass selbst diese ca. 1000 Höhenmeter für Jenny und mich mit Anpassungsproblemen verbunden sind. Es klingt doof, aber es braucht meistens 3 Tage bis ich im Schwarzwald gut zurechtkomme. Man merkt gleich am deutlichen Mehrschwitzen, dass die Luft gegenüber der im Saarland dünner ist. Die Bergländer werden sich schlapp lachen, doch es ist wirklich so. Vom Start weg war mir zudem klar, dass ich heute langsam laufen werde. Wenn ich nun von einem Trainingslauf sprechen würde, dann wäre das ganz schön abgehoben, denn wenn ich ehrlich bin, ist das heute wirklich knüppelharte Arbeit für mich. Ich arbeite mich Stück für Stück den Berg hinauf. Die Landschaft hilft jedoch um es kurzweilig zu gestalten. Vielmehr noch, es geht zu schnell. Man hat kaum Zeit, die schönen Eindrücke zu sammeln. Der Wald ist unglaublich tief und dunkel. So etwas haben wir zu Hause nicht. Es ist ganz anders hier zu laufen. Das gefällt auch  mit Sicherheit meiner Jenny. Nur an wenigen Stellen gibt der Wald den Blick frei. Panoramalaufen wie z.B. beim Schanzenlauf vor einigen Jahren in Schönwald gibt es hier nicht. Es ist ein anderer Schwarzwald, aber der Reiz ist genauso schön wie z.B. in Schönwald, am Schluchsee oder in Freiburg.

Kurz vor Untersmatt gibt der Wald den ersten Fernblick frei. Zwischen den Bäumen schaut man über das nächste Tal auf die gegenüberliegenden Hänge, die mit tausenden von Tannen bewaldet sind. Wie kleine Zinnsoldaten stehen die Fichten auf der anderen Seite. Ein tolles Schwarzwaldpanorama. Hinter Untersmatt wartet ein weiterer Buckel auf uns. Zuerst laufen wir über den Skihang in Richtung Hundseck zurück. Bis Kilometer 8 geht es immer leicht bergauf. Hier oben auf 955 Metern ist die höchste Stelle des Laufes erreicht. Dort wartet der zweite Panoramablick in die rheinische Tiefebene auf uns. Am Horizont kann man bis nach Frankreich rüber blicken. Um diese Uhrzeit bereiten sich unsere Nachbarn wohl auf das bevorstehende WM-Finale heute Abend vor, während ich aus dem letzten Loch pfeife. Von wegen also Trainingslauf. Unterhalb des Pfrimmackerkopf bei Kilometer 9 steht der Wald in voller Blüte. Blumen, Kräuter und Sträucher geben ein farbenfrohes Bild ab. Leider ist auch hier wenig Zeit und man darf sein eigenes Tempo nicht vergessen, denn ab hier geht es nur noch bergab. Gefühlt zum ersten Mal für den heutigen Tag. Bei Kilometer 10 sind wir wieder am Hundseck angekommen. Vom Parkplatz aus geht es in einem Bogen über den Skihang zurück zum Start-, Zielbereich.

Mit 67 Minuten muss ich mich heute zufrieden geben. Ich beeile mich, um Jenny am Skihang abzufangen, da meiner Meinung nach dort ein Lauffoto von meiner hübscheren Hälfte am idealsten wäre.  Denn Jenny wird wie immer viel später im Ziel einlaufen als ich, denke ich noch voller Überzeugung als ich abgehetzt den Skihang hocheile, um oben auf den Weg zu springen.   Genau in diesem  Moment höre ich im Tal den Sprecher, als er meine Frau beim Zieleinlauf begrüßt. Was ist heute falsch gelaufen? War ich so langsam? Gibt es noch eine Jennifer Mayer vom LTF Marpingen? Nein! Meine Frau hat es heute mal krachen lassen. Sie wollte einfach wissen, was sie im Schwarzwald leisten kann und ist nur wenige Minuten später im Ziel eingelaufen, weshalb sie mit dem 3. Platz in der Altersklasse belohnt wurde. So stolz ich heute auch auf sie bin, zu Strafe muss sie den Skihang erneut hoch, damit wir ein gestelltes Lauffoto(siehe unten) machen können. Erst danach darf sie sich bei der schönen Siegerehrung an der Skihütte feiern lassen.

Für uns bleibt festzuhalten, auch wenn es nur ein Kurztrip war, wollen wir zukünftig weitere Auswärtsspiele suchen und damit weitere Laufabenteuer auf überregionaler Ebene besuchen. Es war ein mehr als gelungenes Wochenende. Gleichzeitig konnten wir so richtig aus dem Alltag fliehen. Das Motto des Hornisgrinde-Marathon hat sich zudem erfüllt. Laufen bei Freunden trifft für uns auf den kompletten Schwarzwald zu. Wir kommen wieder!!!



Merkur-Turm Baden-Baden

Entspannung am Vortag auf dem Merkur


Motto des Laufen

Warmlauf

Vor dem Lauf

Über den Skihang

Die Rheinebene

Am Ende kommt die Sonne raus

Im Ziel

3. Platz

Gestelltes Foto:O)

-Auch heute freuen wir uns über eure Rückmeldung im Gästebuch oder per Mail-


#355
11km - 1:07:45 Std.

08.07.2018
2. Breitenbacher Dorffestlauf


Heute habe ich einen ganz besonderen Trainingslauf gemacht. Pünktlich um 4:45 Uhr bin ich am Fuße der ehemaligen Bergehalde in Landsweiler-Reden gestartet, um auf der Bergmanns Alm den Sonnenaufgang über unserer Heimat zu begrüßen. Dies hatte ich schon länger einmal vor und werde es vielleicht im Winter, wenn wieder gutes Wetter vorhergesagt ist, wiederholen. Da die Bilder mit meiner kleinen Kamera, wie finde recht gut geworden sind, möchte ich sie nun auf diesem Weg präsentieren. Die Sonne braucht übrigens recht lange, bis sie wirklich aufgeht. Es war schon fast eine Stunde hell bis die Sonne am aufging. Wenn sie dann aber am Horizont erscheint, geht es sehr schnell und der Feuerball steht innerhalb weniger Minuten komplett am Himmel.


Um 5:00 Uhr wurde es schon langsam hell

Mein Begleiter

Gaaanz dahinten schläft meine Jenny noch in Wemmetsweiler

Vor der Bergmanns Alm

Das alte Bergwerk Reden hat schon viele Sonnenaufgänge erlebt

Noch ist keiner hier

Auch die Bergwerkssiedlung direkt neben der Grube schläft noch

Gegen 5:30 Uhr kommt sie langsam raus

Und dann geht es schnell

Blickrichtung Pfalz

Das hat was

...

Landsweiler zu Füßen

Der Feuerball

Hier über den Wäldern um Neunkirchen

Mit der Halde

Ab nach Hause zum Frühstück

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23.06.2018
2. Breitenbacher Dorffestlauf


Kurz vor der Wasserstelle

 

Ich möchte mir heute mal selbst ein Bild vom 2. Breitenbacher Dorffestlauf machen.  Der Lauf wird hauptsächlich von unserem Lauffreund Klaus organisiert. Klaus hat sich zur Organisation des Laufes überreden lassen, um diesen in das Dorffest zu integrieren. Leider ist der Lauf nicht beim Landesverband gemeldet, weshalb man sich mit den Teilnehmerzahlen schwer tut. 2017 waren es gerade mal 40 Teilnehmer/innen.

Dieses Jahr gibt es einen Jedermannslauf und einen Hauptlauf. Meiner Meinung nach verwirrt dies etwas, denn man hat für die Jedermannsläufer/innen eine separate Runde im Ort eingebaut. Dieser wird wie eine 8 gelaufen, währen der Hauptlauf über 4 Runden á 2,15 Kilometer im Kreis verläuft. Verantwortliche Vereine für die Durchführung des Laufes sind der TuS Breitenbach und die Breitenbacher Ortsvereine. Am Mikro steht der gut gelaunte Klaus und lässt es sich nicht nehmen, alle Teilnehmer/innen, die er kennt, persönlich bei der Anmeldung zu begrüßen. Genau wie Klaus, sind die meisten Läufer/innen sogenannte Vielstarter. Man kennt sich also im kleinen Teilnehmerfeld. Die Stimmung ist herzlich und sehr entspannt. Nicht zu vergleichen mit der sonst so üblichen Anspannung vor den Volksläufen. Das macht es sehr herzlich.

Auch sind um die Mittagszeit schon viele Zuschauer im Start-Zielbereich, die zum Teil schon ihre Deutschlandtrikots tragen. Heute Abend ist es für Jogis Jungs soweit. Sie müssen sich gegen die Schweden beweisen. Das Spiel selbst kann man auf dem gegenüberliegenden Dorffestplatz verfolgen, wenn man möchte. Wir starten jedoch zuerst vor der Schönbachtalhalle auf dem Wilcher zur 1. Runde durch den Ort.

Ich will es nach dem Nordseelauf locker angehen. Nach 100 Metern folgt schon die Weiche für die Jedermannsläufer, es scheint zu funktionieren. Nach weiteren 500 Metern biegt die Strecke links in die Lebacher Straße. Es geht direkt Bergauf. Die Strecke soll ähnlich wie beim Mitternachtslauf in Glan-Münchweiler sein. Der Mittagsnachtlauf ist ein echter Geheimtipp in der Pfalz. Bei guter Stimmung geht es dort genau wie in Breitenbach durch die Siedlungen des Ortes. Dann aber im Dunkeln. Heute haben wir  helllichten Tag, bei direkter Sonneneinstrahlung. Zum Glück ist es nicht ganz so heiß. Der erste Anstieg ist im Vergleich zu Glan-Münchweiler wesentlich länger. Oben angekommen, muss ich erst einmal kräftig durchschnaufen. Nach 7 Läufen an der flachen Nordsee ist man die Steigungen tatsächlich nicht mehr gewohnt. Nach der Waldstraße und Straße  Oberer Kalkofen, geht es einen nächsten Stich hinauf zum Tannenweg. Im Tannenweg befinden sich ein Wasserstand und das Stimmungsnest der Strecke, mal abgesehen vom Start- Zielbereich. Hier dachte ich, dass der Anstieg schon zu Ende ist, doch falsch gedacht. Der Eichenweg hat noch einen letzten giftigen Stich parat.

Danach geht es dann tatsächlich steil bergab. Da es nur etwa 700 Meter sind, ist der Abstieg entsprechend heftig, was mir mit meinem Gewicht NICHT entgegen kommt, trotzdem versuche ich es rollen zu lassen. Dann folgt wieder der Start-Zielbereich mit seinen gut gelaunten Dorffestlauf-Fans, die fleißig anfeuern.

Von locker laufen kann dann doch nicht die Rede sein. Durch das relativ kleine Feld läuft man zum größten Teil allein. Man ist nur damit beschäftigt, sein optimales Tempo zu finden um vielleicht doch noch einmal Anschluss an eine kleine Gruppe zu finden. Das heftige Profil tut sein Übriges dazu. Die Rundenzeiten sind nach der ersten schnelleren Runde doch recht gleich. Was mich in meiner körperlichen Einschätzung bestätigt.

In der vierten Runde bedanke ich mich dann bei allen Streckenhelfern bzw. Zuschauern für ihre Unterstützung. Danach freue ich mich nach dem flotten Bergablaufen über den stimmungsvollen Zieleinlauf nach 49 Minuten. Als Fazit bin ich überzeugt, dass der Lauf noch einiges an Potenzial hat. Man gibt sich sehr viel Mühe in Breitenbach und das Schimpfwort Dorffestlauf gilt hier in keinster Weise. Im Gegenteil, man hat seine ganz eigene Laufatmosphäre geschaffen. Wenn man noch ein, zwei Dinge optimiert, dann ist hier sehr viel möglich. Dann kann der Lauf einen ähnlichen Stellenwert wie der Mitternachtslauf von Glan-Münchweiler erreichen und dies mit seinem ganz eigenen Charme.

Für Jenny und mich steht jetzt eine kleine Sommerpause an. Mitte Juli geht es zum Hornigsgrinde-Marathon. Bis dahin heißt es erst einmal trainieren. Zudem möchten wir mit der Pause etwas rausnehmen, um dann gestärkt in die 2. Saisonhälfte zu starten.


#354

20.05.2018
12. Trollbachlauf

Rümmelsheim, wer kennt es nicht? Rümmelsheim liegt in Rheinhessen und ist das heutige Ziel. Eigentlich wollten wir das Pfingstwochenende nutzen, um mehrere Läufe hintereinander, in Vorbereitung auf den Nordseelauf, in Angriff zu nehmen. Wegen dem Trainingsrückstand bei Jenny wurde daraus leider nichts. Auch wenn Rümmelsheim nicht gerade um die Ecke liegt, habe ich mir diesen Lauf als vorletzten Trainingswettkampf vor der Nordsee rausgesucht. Zum einen war ich dort noch nie, zum anderen hab ich einfach Lust auf einen neuen Lauf. Zudem erscheint er mir auf der Veranstalterhomepage als ein schöner Landschaftslauf, mit moderatem Profil.

Der Start des Laufes ist im Ortsteil Burg Layen, in der Burg-Layer Str. vor dem Weingut Forster. Gleichzeitig findet in diesem Ortsteil ein großes Weinfest statt. Im Startbereich sieht man schon die Liebe zum Detail, mit welcher der doch recht kleine Lauf aufgezogen wird. Es sind viele kleine Dinge, die einem auffallen. Ein selbstgebauter Start- Zieltorbogen, Holzpodeste für die Siegerehrung usw. Genau das sind die kleinen Läufe, bei denen einem das Läuferherz aufgeht, wenn man als Vorliebe die Volksläufe hat.

Der erste Streckenkilometer verläuft quer durch den Ort bis zu den Wiesen vor  dem Ort. Im Ort merkt man schon gleich einen Anstieg. Von relativ flach kann kaum eine Rede sein, gerade wenn die Steigungen erst kommen sollen. So wundert es mich nicht, dass es auf dem Weg in die Weinberge immer steiler über Wiesenstücke oder Feldwege bergan geht. Das Profil im Internet hat wohl eine zu große Spanne bei den Höhenmetern, dann nämlich sieht das Diagramm flach aus. Nach nur wenigen Kilometern wird mir klar, dass dies ein Kraftausdauerlauf wird und keine Jagd auf Bestzeiten. Bis Kilometer vier geht über verwinkelte Wege den Wingert(heißt das in Rheinhessen noch so?!?!) hinauf. Oben angekommen, gönne ich mir an der Wasserbar einen Wasserbecher für den Kopf und einen schütte ich in mich. In den Weinbergen ist es schon sehr warm und auch heute ist es wieder so, dass die Sonne pünktlich zum Startschuss rausgekommen ist.

Die erste große Runde in den Weinbergen endet nach knapp 6 Kilometern. Dann steht man wieder unterhalb des Weinbergs. Die 2. Runde wir zwar wenigstens etwas kürzer, doch müssen wir trotzdem wieder zur Wasserbar hinauf. Was es einem wirklich leicht macht zu finishen, sind die vielen Helfer. Diese stehen wirklich an jeder kleinen Abbiegung, was das Verlaufen unmöglich macht. Gleichzeitig feuern sie an wie von allen guten Geistern besessen. Selbst wenn ich mal einen Tiefpunkt habe, spornt dies ständig an, weiter durchzulaufen.   Da es im Hauptlauf leider nur 34 Läufer/innen sind, wäre es ein leichtes mal für 100 Meter zu gehen. Die Zeit spiel so oder so keine Rolle. Durch die Anfeuerung kommt es jedoch nicht zu solchen Überlegungen. Im Gegenteil, den Berg hinab bis ins Ziel, was noch 2 km entfernt ist, kann ich teilweise wieder im 4er Schnitt laufen. Was mich von meiner aktuellen Form überzeugt. Diese Woche hatte ich zudem einen 30km-Lauf in den Beinen. Am Ende bleibe ich noch unter einer Stunde. Damit kann ich sehr gut leben. Für mich war es einer der härtesten 10er die ich je gelaufen bin.

Eine sachliche Kritik möchte ich an dieser Stelle noch anbringen. Leider gibt es keine Duschmöglichkeit, was gerade bei einer weiten Anreise blöd ist. Warum aber nur so wenige Läufer/innen mitlaufen kann ich mir aus saarländischer Sicht nicht erklären. Der Veranstalter steckt wie schon erwähnt sehr viel Herzblut in den Lauf. Im Ziel selbst wird man für die harte Arbeit mit einer sehr schönen kleinen Medaille belohnt. Diese kleineren Läufe machen für mich das Laufen aus und auch wenn ich den Trollbach nicht gesehen habe, kommen Jenny und ich mit Sicherheit in den nächsten Jahren wieder in Rümmelsheim vorbei. Soweit kann es übrigens nicht sein, denn am Auto treffe ich noch einen Landsmann oder nenne man das Ortsmann? Ihn hat vor einigen Jahren die Liebe nach Rümmelsheim verschlagen. Er erzählt mir, dass es sogar einen ehemaligen Pfarrer aus Wemmetsweiler hierhin verschlagen hat. Von daher muss ich mir wirklich mal überlegen, ob der kleine Weinort eine Alternative für Jenny und mich beim Altersruhesitz sein könnte. Für uns sind es nun noch 2 ½ Wochen bis zum Nordseelauf. Die Vorfreude steigt.

Meine 3 härtesten 10er(ohne Bergläufe über die gleiche Distanz):
Trollbachlauf in Rümmelsheim
Friesencross in Schillig durch das Wattenmeer
Volkslauf in Weiskirchen = liegt lange zurück, in der Erinnerung ging es gefühlt nur bergauf


#345

10.05.2018
8. Vatertagslauf in Rhaunen

Eher spontan geht es heute in den Hunsrück zum 8. Vatertagslauf des TuS Rhaunen. Die erste Wahl wäre gewesen, den Hochzeitstag bzw. den Feiertag mit meiner lieben Frau zu begehen. Leider ist dies in diesem Jahr nicht möglich und somit mache ich das Beste daraus. Bis in den Hunsrück ist es ein gutes Stück zu Fahren. Das warme Wetter der letzten Wochen hat sich zudem verabschiedet. Regenwolken hängen bei 12°C über den Bäumen des Hunsrück. Spätestens in Rhaunen kübelt es dann wie aus Eimern. Das muss jetzt bei mir nichts schlechtes heißen, denn ich laufe sehr gern bei solchen Bedingungen.

Vor Ort treffe ich trotz der ungewohnten Region gleich bekannte Gesichter. Irgendwie freue ich mich auf den Lauf, obwohl es eher ein weiterer Wettkampflauf in Vorbereitung auf den Nordseelauf sein soll. Das heißt, laufen ohne Druck. Zumal das Jahr bisher sehr bescheiden war. Das Streckenprofil sieht knackig aus, deshalb werde ich mir wohl keinen Zeitdruck machen.

Mitten im Ort auf einem auf saarländisch genannten Pädsche befindet sich der Start- Zielbereich. Der Haupt- und Jedermannslauf wird gleichzeitig gestartet. Mit ca. 180 Teilnehmer/innen ist das Pädsche doch recht voll. Nach dem Startschuss laufen wir über das Pädsche, welches übrigens trotz fehlendem Asphalt die Wiesenstraße ist entlang in Richtung einer kleinen Siedlung am Ortsausgang. Nach der Eichenstraße biegt das Feld in die Straße Am Sulzbacher Pfad. Am Ende folgt ein kleiner Treppenabschnitt, der uns in die Wiesen um Rhaunen verabschiedet. Über einen schönen Wiesenpfad geht es recht schnell zum Rhaunener Waldrand. Die Wege im Wald sind nicht ganz so leicht zu laufen. Bei leichtem Dauerregen, sehr welligem Profil und geschotterten Wegen muss man schon genau auf seinen Tritt achten. Auf den ersten Kilometern laufen wir durch den Wald am Lingenbach entlang, bis zu Fischweiher. Von Vatertags-Wanderern gibt im Hunsrück noch keine Spur. Vielmehr sind es die Läuferinnen und Läufer, die sich ohne alkoholische Getränke den Berg hinauf kämpfen. Hinter den Weihern ist es nochmal knapp ein Kilometer den Berg hinauf. Zwischen Kilometer 6-7 folgt mein landschaftlicher Höhepunkt. Auf der Höhe Bollenbach läuft man aus dem Wald hinaus in einen Wiesenhang hinein. Über einen weiteren Wiesenpfad läuft man ca. 600 Meter durch zwei knallgelbe Rapsfelder.

An dieser Stelle merke ich dann, dass es heute seit langem wieder gut läuft. Zwar fehlt mir noch immer das Tempo, der Laufspaß und das Laufgefühl scheinen aber wieder zurück sein. Es könnte also bis zur Nordsee noch reichen mit der Form. Ab Kilometer 7 versuche ich zudem Zeit rauszulaufen, denn ab hier geht es vorerst nur noch bergab. Aber auch hier muss man immer auf die Bodenbeschaffenheit achten. Zurück in Rhaunen wartet noch ein kleiner aber steiler Anstieg bis zum Ziel auf meinem Laufpädsche. Am Ende sind es knapp über 54 Minuten. Wenn es kein so toller Landschaftslauf mit ordentlich Profil gewesen wäre, dann glaube ich, dass ich wieder bei 53, vielleicht sogar 52 Min. auf 10km bin.

Fazit: es hat Spaß gemacht. Dieser Landschaftslauf ist einer der schönsten Landschafts-10er, die ich gelaufen bin. Weiterhin freue ich mich über den Trainingseffekt für unseren Etappenlauf an der Nordsee. Am wichtigsten waren jedoch die Eindrücke von diesem schönen Lauf durch die Wälder und Wiesen von Rhaunen. Ich glaub Rhaunen steht bald wieder auf unserem Terminplan, dann aber wieder mit meiner Jenny.

Statistik
Die 3 schönsten Landschafts-10er für mein Geschmack:
Schanzenfest-Lauf in Schönwald/Schwarzwald
Maare-Mosel-Lauf in Gillenfeld/Vulkaneifel
Friesencross in Schillig/Nordsee

 


#344

28.04.2018
10. TEBA-Radweglauf & 11. 1. Mai-Trail

Manchmal muss man sich für einen Jubiläumslauf entscheiden, der es sowieso immer schwer hat unter den großen Läufen zu bestehen. In Hermeskeil beim Radweglauf waren wir bereits zum 4. Mal. Die 15km-Distanz ist für Jenny und mich eine interessante Streckenlänge, die wir in der Regel maximal 2 Mal im Jahr laufen. Bei 16° Grad sind die Bedingungen optimal. Für Jenny und mich gilt es einfach Wettkämpfe zu sammeln, um in eineinhalb Monaten beim Nordseelauf auf 7 Etappen zu bestehen. Nick hat sich ebenfalls angeschlossen, um zum ersten Mal länger als 10km zu auf Wettkampfebene zu laufen. Das erste Wettkampfsammeln beginnt dieses Wochenende und schließt den 1.Mai-Bärenfels-Trail mit ein. Es soll ja noch eine kurze Regenerationszeit zum Anfang bestehen.

Der Radweglauf hat dieses Wochenende wieder mit starker Konkurrenz im Saarland zu kämpfen. Am Freitag standen die SLB-Saarlandmeisterschaften in St. Ingbert an und morgen fallen in St. Wendel die Startschüsse

bei den verschiedenen Distanzen des Globus Marathon. Von daher kann man mit 120 Teilnehmer/innen beim heutigen Hauptlauf froh sein. Die Strecke verläuft auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg, der die Höhen des Hunsrücks, mit dem Moseltal auf einer Strecke von ca. 50 km verbindet. Wer heute Geschmack am Streckenverlauf findet, kann bereits am 5. Mai beim 12. Ruwer-Riesling Lauf an den Start gehen. Dieser wird in Mertesdorf auf dem nördlichen Teil des Radwegs veranstaltet und beinhaltet traditionell die Schwimmbadeinweihung in Mertesdorf.

Doch zurück zum heutigen Lauf. Hatte man in ganz frühen Jahren noch einen schweren Stadtlauf durch das am Berg liegenden Hermeskeil durchgeführt, so kann man heute auf einer eher leicht welligen Trasse laufen. Zuerst geht es parallel zum Dörrenbach und der alten Bahnlinie vorbei. Nach Kilometer 4 läuft man den Berg hinunter nach Reinsfeld. In Reinsfeld stehen immer ein paar Leute, die fleißig anfeuern. Hinter dem Ort sind es dann noch 1,5 km bis zum Wendepunkt. Von dort an sind es dann natürlich wieder exakt 7,5 km bis ins Ziel.

An der Wende glaube ich, dass es mein bester Lauf für dieses Jahr ist. Zwar bin ich genauso langsam unterwegs wie bei den letzten Läufen, doch ist das Laufgefühl wieder einen Tick besser. Gerade richtig, denke ich, denn der Saisonhöhepunkt steht langsam vor der Tür. Ich teile mich gut ein und muss am Ende mit einer Zeit von 1:24 Std. zufrieden sein. Mein langsamster Lauf insgesamt auf diese Distanz, trotzdem bin ich zufrieden, denn es hätte nach den bisherigen Vergleichsläufen in 2018 wesentlich schlechter sein können.  Nick ist bereits 5 Minuten früher im Ziel gewesen. Als Debütant kann er sehr zufrieden sein. Noch etwas mehr Gefühl für die Streckenlänge und etwas gezieltes Tempotraining, dann kann er mit Sicherheit in Richtung 1:10 Std. laufen. Jenny braucht zwar etwas länger, doch ist auch sie mit ihrem ersten ernsthaften Lauf 2018 zufrieden. Wir sind jetzt beide in der Vorbereitungsphase. Von daher heißt es dieses und übernächstes Wochenende Doppelstarts machen und gleichzeitig im Training längere Läufe einbauen. Dazu gehört u.a. der 82. Bostalseelauf(nächstes Wochenende) mit dem Lauftreff. Dies ist natürlich kein Wettkampf, beinhaltet aber einen langsamen, langen Lauf mit viel Spaß unter Vereinskameraden.

Wir sehen uns also beim Laufen.    


Heute ist Radweglauf

200m vor dem Ziel

Der Radweglauf hat wieder Spaß gemacht


#343

15.04.2018
11. Marathon Deutsche Weinstraße

Alle zwei Jahre findet in Bockenheim an der Weinstraße einer der schönsten deutschen Marathons statt. Leider bin ich die Strecke noch nie komplett gelaufen. Seit der letzten Veranstaltung gibt es aber einen Duo-Marathon. Diesen bin ich schon mit Jenny gelaufen. Eigentlich sollte es dieses Jahr genauso ablaufen, doch ist meine bessere Hälfte nicht fit und der Ersatzmann Nick ist ebenfalls ausgefallen. So kommt Nr. 3 ins Spiel. Mit meinem Freund Dieter fahre ich in diesem Jahr zum Duo-Marathon. Da der gute Dieter sehr viel schneller läuft als ich, darf ich mir die leicht kürzere 1. Hälfte des Marathons gönnen und habe somit alle Läufe der Veranstaltung gesehen, denn den Halbmarathon habe ich bereits bei meiner ersten Teilnahme gelaufen.

Dieter und ich reisen einen Tag vorher an. Im Gegensatz zum heimischen St. Wendel Marathon kann man hier noch richtiges Marathon- Flair am Vortag aufsaugen. In St. Wendel gab es dies früher auch noch, als man am Vortag die Startnummern ausgegeben hat. Da waren schon hunderte von Läufer/innen am Vorabend in der Stadt. Das gibt es seit 4 Jahren nicht mehr. Im Gegensatz bietet Bockenheim sogar an, dass man die Strecke mit Bussen besichtigen kann. Wir nehmen diesen Service natürlich in Anspruch und haben danach umso mehr Respekt vor allen Läufer/innen, die am Folgetag die ganze Strecke unter ihre Laufschuhe nehmen. Danach treffen wir uns noch mit Joachim, Klaus und deren Frauen zum kurzweiligen Abendessen beim Italiener.

Am Wettkampftag ist es zunächst bedeckt. Sobald ich aber meine Tasche abgegeben habe und aus dem Abgabezelt komme, scheint die Sonne. Meine Mütze ist natürlich in der Tasche. Fängt ja gut, an denke ich uns gehe in den Startblock. Bei warmem Wetter und ca. 3.500 Teilnehmer/innen freue ich mich auf den noch unbekannten Streckenabschnitt. Wobei, was heißt unbekannt, die Weiche für die Halbmarathonläufer/innen ist bei km 8,5. Von da an sind es noch 12km bis Bad Dürkheim. Von Bockenheim geht es durch die stimmungsvolle Fußgängerzone von Grünstadt, durch die Wingerten von Grünstadt zur besagten Weiche nach Kleinkarlbach. Danach geht es stetig den Berg hinauf über Bobenheim am Berg, Weisenheim am Berg, bis zum höchsten Punkt Leistadt.

Ein gutes Stück laufe ich mit Günter(Laufgünni) vom LTF Köllertal. Günni unterhält ebenfalls eine Laufseite. Heute rettet er mich mit seiner Unterhaltung, denn genau wie in den anderen Läufen 2018 geht auch heute absolut nichts bei mir. Ich glaube nicht, dass ich schon jemals so eine schlechte Form hatte. In Leistadt wird es auch Günni zu langsam und wir verabschieden uns voneinander. Hinter Leistadt geht es noch 3 km bis zur Wechselzone in Bad Dürkheim. Selbst das Bergablaufen fällt mir so schwer, dass ein älterer Herr am Straßenrand meint, man könne ruhig mal ein paar Meter gehen. Man, wie schlecht muss ich aussehen denke ich, zumal es bergab geht... Ich bin heilfroh endlich in Bad Dürkheim das Staffelband an Dieter übergeben zu können. Leider musste er sehr lange auf mich warten. Er wollte Joachim auf dem Marathon unterstützen, nun braucht er bis zum letzten Kilometer um Joachim einzuholen.

 

Alles Schlechte hat auch was Gutes. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ein Marathonstart im Mai keinen Sinn macht. Dafür muss ich an den körperlichen Rückständen arbeiten. Zumal im Juni noch eine lange Laufwoche mit den Nordseelauf ansteht. Bis dahin ist noch Zeit und es will viel gearbeitet werden. Nichts desto trotz war es ein sehr schönes und leider viel zu schnelles Wochenende in der Vorderpfalz. Die nächste Auflage des beliebten Marathons an der Weinstraße gibt es 2020. Schauen wir mal, was dann die Form macht. Vielleicht laufe ich doch noch den ganzen Marathon in ein paar Jahren. Danach würde mir nur der Schülerlauf vom Samstag fehlen. Ich überlege mir mal bis dahin, wie ich das anstellen kann, dort mitzulaufen.


#341

07.04.2018
36. Benrather Volkslauf

1975 wurde der Lauftreff Düsseldorf Süd von einer Handvoll Trimtrabern gegründet. Heute hat man sogar ein eigenes Clubhaus am Rand des Benrather Forst. Viel Tradition steckt im Verein. Mindestens genausoviel Tradition hat der Benrather Volkslauf. Dieser wird bereits zum 36. Mal an besagtem Clubheim ausgetragen. Selten sieht man außerhalb vom Saarland noch so einen aktiven Lauftreff wie den in Benrath. Die meisten Lauftreffs werden durch neumodische Freizeitgestaltungen abgelöst. Ein klassischer Lauftreff gilt als verstaubt. Wir dürfen im Saarland stolz sein, dass wir noch so viele Lauftreffs haben und sollten diese pflegen.

Auf der Rückreise vom Kurzurlaub bei meiner Patentante Lien nutzen wir die Gelegenheit um einen Stopp in Benrath einzulegen. Wir wollen uns den Lauf mal genauer anschauen. Leider ist Jenny noch nicht ganz fit um mitzulaufen. Sie hat jedoch im Fotodienst eine schwierige Aufgabe für den heutigen  Tag gefunden, doch dazu später mehr. Auffallend ist gleich, dass das Startgeld mit 16€ für saarländische Verhältnisse recht hoch ist, doch muss man auch hier Abstriche machen. Will man bei Läufen in NRW, Hessen, BW oder sonst wo im Land mitlaufen, dann muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass man Startgelder für 5-7€, wie zu Hause geboten bekommt. Selbst der Fotoservice ist überregional nicht kostenfrei. Wir leben im Saarland, was die Startgelder und Dienstleitungen unserer Vereine angeht, wie eben schon angedeutet, auf einer Insel. Ok, es gibt natürlich immer Läufer/innen, die sich von Kommerziellen gerne übers Ohr hauen lassen und für 5km z. B.  in Dillingen oder Homburg  an den Start gehen. Dies sind die gleichen Leute, die dann beim Volkslauf für 5€ meckern, wenn die Dusche kalt ist. So viel zu unserem gesellschaftlichen Widerspruch für heute.

Der Lauf in Benrath ist bei knapp 20°Grad der erste Frühlingslauf für dieses Jahr. Schon vor dem Start habe ich unheimlich Lust die neue Streck im Wald zu laufen. Meine Form ist aktuell  unterirdisch schlecht, weshalb ich schon mit einer 53er Zeit zufrieden wäre. Der Streckenrekord liegt bei 32:48 Min. Wo der Streckenrekord bei meiner Gewichtsklasse liegt, war leider nicht rauszufinden. Jedenfalls starten die meisten Starter/innen beim Halbmarathon. Dieser beginnt erst zu späterer Stunde. Der Start des 10er erfolgt unspektakulär in der Nähe des Ziels am Clubheim. Um auf genau 10km zu kommen muss man einen ca. 200m langen Anlauf nehmen, erst dann sind wir auf der 1. von 2 Runden durch den Benrather Forst. Die Runde selbst enthält keine markanten Punkte. Es geht ständig auf langgezogenen Geraden durch den Wald. Teilweise sind die Geraden bis zu einem Kilometer lang. Der Untergrund wechselt ständig zwischen Asphalt und Waldboden. Für Bestzeiten ist die Strecke gut geeignet. Sie ist nur leicht windanfällig. Bis auf den Untergrund gibt es kaum Ausreden, wenn man auf Bestzeitenjagt ist. Für mich ist diese Jagt schon nach 4,5 km beendet. Bis dahin liege ich sehr gut auf einer Zielzeit von 52 Minuten. Dann fällt mir mein Anfängerfehler auf. Wie in jedem Jahr habe ich meine Mütze beim ersten warmen Lauf des Jahres NICHT dabei. Dies bedeutet, dass mir nach knapp der Hälfte der Strecke die Kopfdichtung am wegfliegen ist. Leider habe ich schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass am Ende einer solchen Situation ein Sonnenstich steht. Selbstverständlich bin ich dieses Mal schlauer und nehme sofort Tempo raus. Mehr als  knapp unter 6 Min/km  ist nicht mehr drin. Futsch ist somit auch die gute Zeit. Aber was soll`s? Manchmal muss man vernünftig sein.

Vielmehr freue ich mich auf die Bestleitung meiner lieben Frau. Jenny flitz ständig zwischen Ziel und km3 hin und her, um ein halbwegs gutes Foto von mir machen zu können. Umso mehr ist es schade, dass ich heute kein Vollgas mehr geben kann. Am Ende sind es dann 55 Minuten. Zu meiner Überraschung ist Jenny so gut drauf, dass sie mich auch beim vierten Mal noch vor der Ankunft abfangen kann, um mit mir zusammen ins Ziel zu laufen. Ich freue mich aber trotzdem über einen sehr schönen  Frühlings(LAUF)tag mit meinem Schatz im Benrather Forst. Gleichzeitig beenden wir somit unseren Osterurlaub und gönnen uns zum Abschluss ein Abendessen beim türkischen Italiener in Landkern bei Cochem,  wo wir schon so manche Rückfahrt aus dem Norden haben ausklingen lassen.

Als nächstes steht der Duo-Marathon mit Dieter an der Weinstraße an, worauf ich mich sehr freue. Wir sehen uns beim Laufen…


Lauftreff Düsseldorf-Süd e.V.

1. Runde im Wald

Vor dem Start

Sieht fertig auf in der 2. Runde

Kurzer Urlaub bei Lin & Henk in Holland

Trainingslauf im Grenzland zwischen Deutschland & Holland

Vor der großen Rheinbrücke in Emmerich

Burgers Zoo in Arnheim

Es waren wirder sehr schöne Tage bei der Patentante;O)


#340

17.03.2018
21. Nanstein Berglauf

Zum Wochenanfang durfte man noch auf den Frühling hoffen. Zumindest hörte man beim Laufen im Wald wieder mehr Vögel und die Temperaturen waren teilweise schon recht mild. Pünktlich zum Samstag meldet sich jedoch der Winter zurück. Knapp unter 0° Grad und schon wieder dieser eiskalte Wind. Ich mag den Wechsel der Jahreszeiten, aber jetzt ist echt genug. Zumal ich heute mehr vor habe. Ich möchte 3km einlaufen, dann den Nanstein hinauf und danach auf 20km auslaufen. Mal schauen, ob mir das gelingt, zumal ich allein unterwegs bin. Jenny macht momentan eine Wettkampfpause.

Der Nanstein Berglauf ist der 2. Wertungslauf zum Pfälzer Berglauf-Pokal. Nächste Woche folgt dann noch der Rocky-Mountains-Berglauf von Rockenhausen. Ich spiele noch mit dem Gedanken, dort teilzunehmen. Danach folgt die Pause beim Pfälzer Berglauf-Pokal. Die letzten drei Läufe erfolgen im Herbst. In Landstuhl sieht das Feld zu den Vorjahren sehr dünn aus. Man merkt, dass es im Vergleich zu den Vorjahren nur wenige an den Start gezogen hat. Am Ende werden es knapp über 200 Läufer sein. Naja, es ist ja Grippenzeit.

 Der Berglauf selbst ist sehr wellig würd ich mal sagen. Zuerst geht es leicht ansteigend bis Kindsbach. Bevor es zum sehenswerten Bärenloch hinunter geht, biegen wir rechts ab. Früher lief man durch das Bärenloch, was ich heute auch gerne wieder mal machen würde, doch darf war es anscheinend nicht  jedes Jahr. Die Durchlaufgenehmigung für dieses schöne Areal zu bekommen ist wohl nicht immer einfach. Von daher zieht sich der Weg zum ersten Mal für heute in Richtung Burg Nanstein. Nach etwas mehr als einem Kilometer sind wir auf der Ebene der Burg. Da die Berge bekanntlich nicht ganz so hoch sind um Landau, müssen wir von dort den Berg wieder hinablaufen. Dies passiert noch ein weiteres Mal nach Kilometer 6. Erst dann folgt der letzte kleine Anstieg unterhalb der Burg. Es geht den Schlossberg in mehreren Serpentinen hinauf.  Da ich noch auslaufen möchte, gebe ich nicht alles und muss heute mit 44 Minuten zufrieden sein.

Ich bin sehr ausgekühlt und habe wirklich Probleme mich zu motivieren, um noch auf 20km zu kommen. Der eisige Wind ist wirklich widerlich. So komme ich am Ende auf “nur“ 16km. Aus diesem Grund lasse ich den Lauf nächste Woche ausfallen, um mich auf einen langen Trainingslauf zu konzentrieren. Eine richtige Laufform habe ich in diesem Jahr sowieso noch nicht gefunden. Bisher sind die 4 Ergebnisse sehr dürftig. Beim Laufen darf man aber nicht hadern. Es geht immer weiter. Vielleicht kommt ja mit dem Frühling auch die Form zurück. Wer weiß, es stehen noch viele schöne Läufe auf dem Plan.

Wir sehen uns beim Laufen…


Letzter Anstieg zur Burg


#339

04.03.2018
13. Merziger Citylauf

So langsam geht es in die spezifische Vorbereitung auf die Saison 2018. Bisher standen längere Läufe auf dem Programm. Der bisher längste von 25 Kilometern erfolgte diese Woche. Nun kommt erst mal eine “Pause“ von 14 Tagen. Hier möchte ich meinen aktuellen Stand testen. Leider liegt dieser vom Gefühl her wohl etwas hinter dem Sommer 2017. Einen 4er Schnitt werde ich auf die 10km nicht halten können. Doch warten wir mal ab. Heute steht ein 5km-Test in Merzig an. Danach möchte ich noch zügig den 10er anhängen. Bei nicht mehr ganz so kalten Temperaturen und tauendem Schnee sind die Bedingungen grundsätzlich ok dafür. Der Start war eher spontan, da ich die 25km gut wegstecken konnte.

Der Citylauf selbst, ausgerichtet vom LV Merzig, ist relativ unspektakulär. Man läuft vom Gymnasium am Stefansberg auf direktem Weg an die Saar hinunter. Nach wenigen 100 Metern befindet man sich auf dem Leinpfad. Von da läuft man eine kleine Runde in den Stadtpark hinein, in die City und danach am Blättelborn-Stadion, dem kleinen Tierparkvorbei zurück zum Gymnasium. Zum Schluss wartet ein kleiner aber giftiger Anstieg auf die Läufer/innen.

Um es kurz zu machen, die 5km gelaufen wie erwartet in 25 Minuten. Dies bedeutet aber auch, dass ich meiner Form vom letzten Sommer um gut 1:30 Minuten hinterherhinke. Auf 10 Kilometer sind es wohl 3 Minuten. Was soll´s? Es bleibt noch genug Zeit zur Vorbereitung. Positiv war die Gesamtdistanz. Längere Läufe fallen mir nach der aktuellen Vorbereitung viel leichter als noch im Vorjahr. Beim 10er blieb die Zeit knapp über 57 Minuten stehen, dies war wie schon erwähnt Nebensache.

Was mich sehr gefreut hat, waren die vielen bekannten Gesichter zum Jahresauftakt. Neben meinem Arbeitskollegen Daniel habe ich mich ganz besonders über Elisabeth gefreut, die ganz besonders viel Werbung für unseren Osterlauf macht. Andere Leute haben eine Sonnenbrille am Rückspiegel hängen, Elisabeth an dieser Stelle unseren Wimpel. So soll es sein! Wir sehen uns beim Laufen. Die Saison hat gerade erst begonnen.


Vor dem Start mit Olli & Elisabeth

#336
#337

24.02.2018
26. Donnersberglauf

Knapp über 7km stehen auf dem Plan. Geparkt wird bei der Streckenhälfte vor Dannenfels. Danach wollen Jenny und ich zum Start nach Steinbach am Donnersberg laufen. Von dort geht es wieder nach Dannenfels hinauf. Hinter dem Ort geht es dann 3 steile Kilometer hinauf zum 1865 erbauten Ludwigsturm. So zumindest der Plan. Lust aus dem Auto auszusteigen haben meine bessere Hälfte und ich nicht, denn es ist arschkalt draußen. Die Temperatur liegt zwar nur um die 0° Grad, es geht aber ein eisiger Wind, der es viel kälter erscheinen lässt. Es hilft alles nichts, denn wir wollen es uns nach dem Lauf in der Sauna von Landstuhl gut gehen lassen. So geben wir uns einen Ruck und laufen hinunter zum Start.

Am Start angekommen, empfinden wir das Laufen noch nicht mal so unangenehm. Erst nach dem Start des 400 Mann/Frau starken Feldes wird es ungemütlich. Wir haben nicht bemerkt, dass der Wind beim runter laufen im Rücken war. Schwierig, denke ich nach Kilometer 1, obwohl die Beine ganz gut drauf sind. Etwas Muskelkater vom Indoor Cross am MITTWOCH, aber sonst gut. Bis Dannenfels bei Kilometer 3,7 läuft man an der Ostseite des Berges vorbei. Bei dem eisigen Wind zieht sich die Strecke sehr und man hat ständig die Hoffnung, dass die Rückseite des Berges, zumal sie im Wald liegt, geschützter ist. Dies ist jedoch nur bedingt der Fall.

Genau wie in den Jahren zuvor wurde der Berg hinter Dannenfels nicht abgetragen. Somit bleibt der schwierigste Streckenabschnitt die letzten 3 Kilometer. Steil geht es hinauf. Was sich geändert hat, sind die Schilder am Straßenrand. Eine schöne Idee, wie ich finde. Man hat die Streckenrekorde und Seriensieger verewigt. So gibt es nun eine Lehman Kurve, eine Rankel Rampe usw. Auf einmal vergeht die Zeit dann doch schneller. Irgendwie hab ich es nicht bemerkt, aber ich befinde mich schon auf dem letzten Kilometer. Hier wird der Wald wieder lichter und die Sonne scheint. Der Berg ist wie in den Vorjahren mit Schnee bedeckt. Auf über 600 Metern ist dies im Februar normal. Am Ende wartet noch ein 200 Meter langer Zielsprint bis zum Ludwigsturm auf die Teilnehmer/innen. Ich bin etwas überrascht, da meine Zeit kaum besser als im Vorjahr war. Vielleicht liegt dies an der Kälte, ich bin mir da aber nicht ganz sicher. So richtig Form habe ich noch nicht aufgebaut.

Meine kleine Frau hat heute schwer mit dem großen Berg zu kämpfen. Trotzdem bezwingt sie auch heute wieder den Donnersberg. Viel Zeit zum aufhalten ist zudem nicht. Wir verschieben unser Fachgesimpel über den heutigen Lauf auf später und machen uns direkt auf den Rückweg. Selbst diese 3,6 Kilometer fallen schwer, denn in jede Ritze kriecht die Kälte. Was kann es da schöneres geben als den Abschluss in der Sauna zu machen. Dies tun wir bis zum späten Abend bei angenehmer Atmosphäre.

Hoffentlich kommt bald der Frühling, wir haben richtig Lust drauf!!!


Zieleinlauf am Ludwigsturm
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#335

11.02.2018
14. Bad Dürkheimer Faschingswaldlauf

Irgendwie ist Fasching nicht mehr ganz so unser Ding. Mit dem Faschingswaldlauf haben wir aber eine schöne Alternative für uns entdeckt, bei der wir unseren Lieblingssport mit der nicht mehr geliebten Faschingszeit verbinden können. So kommt es, dass ich beim 5km Lauf im Wald, oberhalb der Kreis- und Kurstadt stehe. Eigentlich war geplant, dass ich nach dem flotten 5er mit Jenny noch die 10 Kilometer laufe. Leider ist meine Frau nicht fit genug um zu laufen. Zudem möchte sie bei dem kalten Wetter mit knapp unter 0° Grad nichts riskieren. Gut so!

Mein Kostüm habe ich noch nicht an, da wir etwas zu spät dran sind. Die ersten 2 Kilometer verlaufen mehr oder weniger bergab. Die Strecke ist sehr holprig, aber gut zu laufen. Unter den vielen kostümierten Teilnehmer/innen muss man sich trotzdem gut konzentrieren, da man vom breiteren Waldweg auf eher trailartige Passagen wechselt. Im Wald um Bad Dürkheim sind diese sehr verwurzelt und gleichzeitig sehr steinig.  Ein Großteil der Runde läuft man auch beim Bad Dürkheimer Berglauf. Von daher kann man sich das Profil gut vorstellen.

Bei mir läuft es nicht gut. Anscheinend passt die Form noch nicht.  Ich fühle mich sehr platt, die Beine haben trotz weniger Wochenkilometer keine Kraft. Weshalb mir schnell bewusst ist, dass es keinen 10km Start bei mir geben wird. Viel mehr bin ich froh, wenn ich die zweite Hälfte der Runde gut hinter mich bringe, da dieser Teil besonders trailartig ist.

Im Ziel wartet schon Jenny auf mich. Sie ist nach nur einer Stunde im Freien völlig ausgekühlt, weshalb wir uns für eine schnelle Rückfahrt in die Pension entscheiden. Wir wollen das Wochenende noch genießen und uns in der Sauna aufwärmen. Schade, aber nicht jedes Jahr läuft gleich. Wir kommen bestimmt mal wieder zum Faschingswaldlauf, dann aber wieder verkleidet. Bei den nächsten Läufen ist auch mit Sicherheit wieder die Form bei uns beiden zurück.

Den Faschingswaldlauf selbst können wir natürlich trotzdem empfehlen. Man muss nur wissen, dass es eine harte Strecke ist und man keine Möglichkeit zum Duschen hat. Der Rest ist eine liebevolle Organisation mit viel Sinn für die Details. Verköstigt wird man nach allen Regeln der Kunst.

#334


Nach dem Lauf
Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.
2015

26.01. bis 28.01.2018
Trainingslager in Annweiler am Trifels 2018

Seit einigen Jahren starten wir mit dem Lauftreff bzw. Kneipp Verein Hemmersdorf in die neue Laufsaison. In Annweiler am Trifels geht es dann heftig zur Sache. Unter den Augen von Margret und Olli wird jedes Schwächeln sofort bestraft. Natürlich wird auch viel gelacht und am Abend das eine oder andere Glas Pfälzer Wein getrunken. Also alles in allem jedes Jahr eine runde Sache.

2018 beginnen wir am Freitagabend in der Halle des Turnerheims mit Koordinationstraining. Da es ein Lauftrainingslager ist, heißt es Laufen über kleine Hürden, Leitern uvm. Danach geht es zum Essen und in den Burgunderkeller. Spätestens dann sind alle Teilnehmer/innen an Bord. Es wird gelästert, Sprüche geklopft und was man sonst so alles macht um sich die Angst vorm Samstag gegenseitig zu nehmen.

Der Samstag hat es immer in sich. Es beginnt für einige Wenige(Jens und mich) mit dem Vorfrühstückslauf. In diesem Jahr ist es wenigstens mal nicht so kalt. Wir laufen runde 6 Kilometer um danach mit den anderen zu frühstücken. Danach wartet die Muckibude und eine Einheit Schnellkraft(Sprints in Gruppen) auf uns. Nach dem Training folgt der härteste Teil. Jeder läuft entsprechend seinem Trainingszustand entsprechende Läufe. Für Jenny und mich bedeutet dies ein 15km-Lauf. Da wir schon sehr müde sind, entscheiden wir uns für eine 8km-Runde durch Annweiler. Den Rest laufen wir im Stadion-Trifels auf 15km. Am Abend folgt eine 30 minütige Entspannungsrunde mit Margret. Ok, der Burgunderkeller rundet wieder den Abend ab.

Samstags wird es zum Schluss ganz übel. Nach gemütlichen Ballspielen folgt der gefürchtete Beeptest. Für mich ist schon relativ früh Schluss, da mir zum Abschluss des Trainingslagers  irgendwie der Bums fehlt. Dieser Test verläuft über eine 20m Strecke in der Halle. Zum Beginn ist das Tempo normal. Zwischen zwei Beeptönen muss man das andere Ende der Strecke erreichen. Nach mehreren Runden erhöht sich der Level. Sinn ist es, dass man nach einer längeren Zeit von ca. 6 Wochen einen Leistungsvergleich hat.

Jenny und ich hatten wieder viel Spaß mit unseren Freunden aus dem Westsaarland. Gleichzeitig haben wir beide das Gefühl, dass uns das Trainingslager wieder sehr gut auf eine lange Laufsaison eingestimmt hat. Wir sind gespannt wie es wird.


Langer Lauf im Stadion Trifels von Annweiler


Nach der Arbeit darf man auch mal was trinken


In der Muckibude wir auch noch geschwitzt


Sieht aus als wäre Jenny fleißiger als ich

06.01.2018
29. Mitlosheimer Silvesterlauf

Die Winterpause startet in der Regel erst nach dem Silvesterlauf in Mitlosheim. Dieser ist traditionell eine Woche nach Silvester. Es ist ein schöner Wald- und Wiesenlauf auf knapp 7 Kilometern. Ich möchte ihn gleich als Krafteinheit nutzen. Also quasi wie ein Crosslauf in der Saisonvorbereitung. Bei Dauerregen in den Vortagen und 7°C Grad über 0 kommt die tiefe Strecke im Wald, dem Crosslauf wirklich nahe. Auf die Strecke gehen hier die Wiederholungstäter, also Läufer/innen, die man das ganze Jahr über im Saarland auf den Strecken sieht. Alle Gutwetterläufer lassen  noch die Feiertage ausklingen.

Mit 124 weiteren Läufer/innen geht es dann am Samstagmittag etwa 500 Meter durch Mitlosheim. Danach läuft man immer den Berg hinauf aus dem Ort raus. Zuerst durch den Wald, dann über die Wiesen um Mitlosheim, bis man wieder in den Wald hinein läuft. Nach 2,5 Kilometern kommt man an die Fischweiher. Am oberen Ende ist die Streckenhälfte vorbei. Es wartet nach Kilometer 4 noch ein kleiner Anstieg, danach kann man es krachen lassen. Bis zum Ziel am Sportplatz der SpVgg Mitlosheim geht es nur noch den Berg hinab. Gleichzeitig fliegt einem der Matsch um die Ohren. Zumindest bis man wieder an die Wiesen von Mitlosheim kommt. Dort ist die Strecke wieder asphaltiert. Es fiel mir auf der tiefen Strecke schwer bergab nochmal Gas zu geben, zumal ich vom Mittwochtraining noch Muskelkater in den Beinen hatte. Beim Laufen ist davon weniger zu spüren als beim normalen gehen. Trotzdem ist nur noch wenig Salz in den Beinen. Am Ende steht eine 38 auf der Uhr. Ok, ich war hier schon mal 1 Minute besser. Nach den vergangenen Tagen bin ich trotzdem recht zufrieden. Ach ja, das war heute mein 333. Wettkampf. Eine schöne Zahl, ich hoffe es kommen noch viele Läufe hinzu. Am liebsten zusammen Jenny, die heute allein im Wald trainieren war. Außerdem war es für mich der erste Lauf in meinem neuen/alten Verein. Seit Jahresanfang laufen wir für den LTF Marpingen. Für mich ist es eine kleine Heimkehr, denn Ende der 80ziger hat mich meine Mutter mit meiner Schwester zusammen in den Lauftreff nach Marpingen gezwungen. Als 9 jähriger willst du Fußballspielen und nicht laufen. Trotzdem war es eine schöne Zeit in Marpingen. Damals war jeder Lauftreff wie ein großer Freundschaftslauf, denn es gab im Saarland kaum Lauftreffs. Helga und Fips haben sich vor 28 Jahren schon um alles gekümmert. Das ist heute noch so. Aus diesem Grund sind wir sehr gerne nach Marpingen gewechselt.

An den nächsten Wochenenden warten nun lange Läufe auf mich. Hoffen wir, dass sie gut vorbei gehen. Wir sehen uns beim Laufen…

 

#333

Hier noch ein Rückblick in Bildern auf die vergangene Saison 2017


Später Saisonstart. Im Februar ging es in Bekond los.


Im März am Nanstein in Landstuhl


Frühling beim zwei Seenlauf


An meinem Geburtstag ging es zum Schluchsee.


Drei Bilder von unserem schönsten Laufabenteuer aller Zeiten im Juni, dem Nordseelauf
Mit Regina haben wir zudem einen ganz besonderen Menschen kennengelernt. Hier auf der Insel Spiekeroog

Leuchtturm von Pelworm

Otterndorf

Im Juli ging es nach Noswendel zum Halbmarathon

Stadtlauf SLS im August

Im September gehen die Bergläufe in der Pfalz in die 2. Saisonhälfte. Wir waren 2017 wieder an der Rietburg oberhalb von Edenkoben. Hier im Wald am Ziel.

Im September waren wir im Dahner Feldenland zum Wandern

Im Oktober stand Hamburg und Bräunlingen auf dem Plan
Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg

Im Schwarzwald haben wir dann Regina wieder getroffen

An St. Martin, in St. Martin, beim Martinslauf

Auf unserer Lieblingsinsel im Dezember
Baltrum

Und danach Silvesterlauf in Westfahlen

FAZIT
Beim Laufen findet man, wenn man ganz viel Glück hat richtig gute Freunde

 


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