08.07.2018
2. Breitenbacher Dorffestlauf


Heute habe ich einen ganz besonderen Trainingslauf gemacht. Pünktlich um 4:45 Uhr bin ich am Fuße der ehemaligen Bergehalde in Landsweiler-Reden gestartet, um auf der Bergmanns Alm den Sonnenaufgang über unserer Heimat zu begrüßen. Dies hatte ich schon länger einmal vor und werde es vielleicht im Winter, wenn wieder gutes Wetter vorhergesagt ist, wiederholen. Da die Bilder mit meiner kleinen Kamera, wie finde recht gut geworden sind, möchte ich sie nun auf diesem Weg präsentieren. Die Sonne braucht übrigens recht lange, bis sie wirklich aufgeht. Es war schon fast eine Stunde hell bis die Sonne am aufging. Wenn sie dann aber am Horizont erscheint, geht es sehr schnell und der Feuerball steht innerhalb weniger Minuten komplett am Himmel.


Um 5:00 Uhr wurde es schon langsam hell

Mein Begleiter

Gaaanz dahinten schläft meine Jenny noch in Wemmetsweiler

Vor der Bergmanns Alm

Das alte Bergwerk Reden hat schon viele Sonnenaufgänge erlebt

Noch ist keiner hier

Auch die Bergwerkssiedlung direkt neben der Grube schläft noch

Gegen 5:30 Uhr kommt sie langsam raus

Und dann geht es schnell

Blickrichtung Pfalz

Das hat was

...

Landsweiler zu Füßen

Der Feuerball

Hier über den Wäldern um Neunkirchen

Mit der Halde

Ab nach Hause zum Frühstück

-Auch heute freuen wir uns über eure Rückmeldung im Gästebuch oder per Mail-

23.06.2018
2. Breitenbacher Dorffestlauf


Kurz vor der Wasserstelle

 

Ich möchte mir heute mal selbst ein Bild vom 2. Breitenbacher Dorffestlauf machen.  Der Lauf wird hauptsächlich von unserem Lauffreund Klaus organisiert. Klaus hat sich zur Organisation des Laufes überreden lassen, um diesen in das Dorffest zu integrieren. Leider ist der Lauf nicht beim Landesverband gemeldet, weshalb man sich mit den Teilnehmerzahlen schwer tut. 2017 waren es gerade mal 40 Teilnehmer/innen.

Dieses Jahr gibt es einen Jedermannslauf und einen Hauptlauf. Meiner Meinung nach verwirrt dies etwas, denn man hat für die Jedermannsläufer/innen eine separate Runde im Ort eingebaut. Dieser wird wie eine 8 gelaufen, währen der Hauptlauf über 4 Runden á 2,15 Kilometer im Kreis verläuft. Verantwortliche Vereine für die Durchführung des Laufes sind der TuS Breitenbach und die Breitenbacher Ortsvereine. Am Mikro steht der gut gelaunte Klaus und lässt es sich nicht nehmen, alle Teilnehmer/innen, die er kennt, persönlich bei der Anmeldung zu begrüßen. Genau wie Klaus, sind die meisten Läufer/innen sogenannte Vielstarter. Man kennt sich also im kleinen Teilnehmerfeld. Die Stimmung ist herzlich und sehr entspannt. Nicht zu vergleichen mit der sonst so üblichen Anspannung vor den Volksläufen. Das macht es sehr herzlich.

Auch sind um die Mittagszeit schon viele Zuschauer im Start-Zielbereich, die zum Teil schon ihre Deutschlandtrikots tragen. Heute Abend ist es für Jogis Jungs soweit. Sie müssen sich gegen die Schweden beweisen. Das Spiel selbst kann man auf dem gegenüberliegenden Dorffestplatz verfolgen, wenn man möchte. Wir starten jedoch zuerst vor der Schönbachtalhalle auf dem Wilcher zur 1. Runde durch den Ort.

Ich will es nach dem Nordseelauf locker angehen. Nach 100 Metern folgt schon die Weiche für die Jedermannsläufer, es scheint zu funktionieren. Nach weiteren 500 Metern biegt die Strecke links in die Lebacher Straße. Es geht direkt Bergauf. Die Strecke soll ähnlich wie beim Mitternachtslauf in Glan-Münchweiler sein. Der Mittagsnachtlauf ist ein echter Geheimtipp in der Pfalz. Bei guter Stimmung geht es dort genau wie in Breitenbach durch die Siedlungen des Ortes. Dann aber im Dunkeln. Heute haben wir  helllichten Tag, bei direkter Sonneneinstrahlung. Zum Glück ist es nicht ganz so heiß. Der erste Anstieg ist im Vergleich zu Glan-Münchweiler wesentlich länger. Oben angekommen, muss ich erst einmal kräftig durchschnaufen. Nach 7 Läufen an der flachen Nordsee ist man die Steigungen tatsächlich nicht mehr gewohnt. Nach der Waldstraße und Straße  Oberer Kalkofen, geht es einen nächsten Stich hinauf zum Tannenweg. Im Tannenweg befinden sich ein Wasserstand und das Stimmungsnest der Strecke, mal abgesehen vom Start- Zielbereich. Hier dachte ich, dass der Anstieg schon zu Ende ist, doch falsch gedacht. Der Eichenweg hat noch einen letzten giftigen Stich parat.

Danach geht es dann tatsächlich steil bergab. Da es nur etwa 700 Meter sind, ist der Abstieg entsprechend heftig, was mir mit meinem Gewicht NICHT entgegen kommt, trotzdem versuche ich es rollen zu lassen. Dann folgt wieder der Start-Zielbereich mit seinen gut gelaunten Dorffestlauf-Fans, die fleißig anfeuern.

Von locker laufen kann dann doch nicht die Rede sein. Durch das relativ kleine Feld läuft man zum größten Teil allein. Man ist nur damit beschäftigt, sein optimales Tempo zu finden um vielleicht doch noch einmal Anschluss an eine kleine Gruppe zu finden. Das heftige Profil tut sein Übriges dazu. Die Rundenzeiten sind nach der ersten schnelleren Runde doch recht gleich. Was mich in meiner körperlichen Einschätzung bestätigt.

In der vierten Runde bedanke ich mich dann bei allen Streckenhelfern bzw. Zuschauern für ihre Unterstützung. Danach freue ich mich nach dem flotten Bergablaufen über den stimmungsvollen Zieleinlauf nach 49 Minuten. Als Fazit bin ich überzeugt, dass der Lauf noch einiges an Potenzial hat. Man gibt sich sehr viel Mühe in Breitenbach und das Schimpfwort Dorffestlauf gilt hier in keinster Weise. Im Gegenteil, man hat seine ganz eigene Laufatmosphäre geschaffen. Wenn man noch ein, zwei Dinge optimiert, dann ist hier sehr viel möglich. Dann kann der Lauf einen ähnlichen Stellenwert wie der Mitternachtslauf von Glan-Münchweiler erreichen und dies mit seinem ganz eigenen Charme.

Für Jenny und mich steht jetzt eine kleine Sommerpause an. Mitte Juli geht es zum Hornigsgrinde-Marathon. Bis dahin heißt es erst einmal trainieren. Zudem möchten wir mit der Pause etwas rausnehmen, um dann gestärkt in die 2. Saisonhälfte zu starten.


#354

20.05.2018
12. Trollbachlauf

Rümmelsheim, wer kennt es nicht? Rümmelsheim liegt in Rheinhessen und ist das heutige Ziel. Eigentlich wollten wir das Pfingstwochenende nutzen, um mehrere Läufe hintereinander, in Vorbereitung auf den Nordseelauf, in Angriff zu nehmen. Wegen dem Trainingsrückstand bei Jenny wurde daraus leider nichts. Auch wenn Rümmelsheim nicht gerade um die Ecke liegt, habe ich mir diesen Lauf als vorletzten Trainingswettkampf vor der Nordsee rausgesucht. Zum einen war ich dort noch nie, zum anderen hab ich einfach Lust auf einen neuen Lauf. Zudem erscheint er mir auf der Veranstalterhomepage als ein schöner Landschaftslauf, mit moderatem Profil.

Der Start des Laufes ist im Ortsteil Burg Layen, in der Burg-Layer Str. vor dem Weingut Forster. Gleichzeitig findet in diesem Ortsteil ein großes Weinfest statt. Im Startbereich sieht man schon die Liebe zum Detail, mit welcher der doch recht kleine Lauf aufgezogen wird. Es sind viele kleine Dinge, die einem auffallen. Ein selbstgebauter Start- Zieltorbogen, Holzpodeste für die Siegerehrung usw. Genau das sind die kleinen Läufe, bei denen einem das Läuferherz aufgeht, wenn man als Vorliebe die Volksläufe hat.

Der erste Streckenkilometer verläuft quer durch den Ort bis zu den Wiesen vor  dem Ort. Im Ort merkt man schon gleich einen Anstieg. Von relativ flach kann kaum eine Rede sein, gerade wenn die Steigungen erst kommen sollen. So wundert es mich nicht, dass es auf dem Weg in die Weinberge immer steiler über Wiesenstücke oder Feldwege bergan geht. Das Profil im Internet hat wohl eine zu große Spanne bei den Höhenmetern, dann nämlich sieht das Diagramm flach aus. Nach nur wenigen Kilometern wird mir klar, dass dies ein Kraftausdauerlauf wird und keine Jagd auf Bestzeiten. Bis Kilometer vier geht über verwinkelte Wege den Wingert(heißt das in Rheinhessen noch so?!?!) hinauf. Oben angekommen, gönne ich mir an der Wasserbar einen Wasserbecher für den Kopf und einen schütte ich in mich. In den Weinbergen ist es schon sehr warm und auch heute ist es wieder so, dass die Sonne pünktlich zum Startschuss rausgekommen ist.

Die erste große Runde in den Weinbergen endet nach knapp 6 Kilometern. Dann steht man wieder unterhalb des Weinbergs. Die 2. Runde wir zwar wenigstens etwas kürzer, doch müssen wir trotzdem wieder zur Wasserbar hinauf. Was es einem wirklich leicht macht zu finishen, sind die vielen Helfer. Diese stehen wirklich an jeder kleinen Abbiegung, was das Verlaufen unmöglich macht. Gleichzeitig feuern sie an wie von allen guten Geistern besessen. Selbst wenn ich mal einen Tiefpunkt habe, spornt dies ständig an, weiter durchzulaufen.   Da es im Hauptlauf leider nur 34 Läufer/innen sind, wäre es ein leichtes mal für 100 Meter zu gehen. Die Zeit spiel so oder so keine Rolle. Durch die Anfeuerung kommt es jedoch nicht zu solchen Überlegungen. Im Gegenteil, den Berg hinab bis ins Ziel, was noch 2 km entfernt ist, kann ich teilweise wieder im 4er Schnitt laufen. Was mich von meiner aktuellen Form überzeugt. Diese Woche hatte ich zudem einen 30km-Lauf in den Beinen. Am Ende bleibe ich noch unter einer Stunde. Damit kann ich sehr gut leben. Für mich war es einer der härtesten 10er die ich je gelaufen bin.

Eine sachliche Kritik möchte ich an dieser Stelle noch anbringen. Leider gibt es keine Duschmöglichkeit, was gerade bei einer weiten Anreise blöd ist. Warum aber nur so wenige Läufer/innen mitlaufen kann ich mir aus saarländischer Sicht nicht erklären. Der Veranstalter steckt wie schon erwähnt sehr viel Herzblut in den Lauf. Im Ziel selbst wird man für die harte Arbeit mit einer sehr schönen kleinen Medaille belohnt. Diese kleineren Läufe machen für mich das Laufen aus und auch wenn ich den Trollbach nicht gesehen habe, kommen Jenny und ich mit Sicherheit in den nächsten Jahren wieder in Rümmelsheim vorbei. Soweit kann es übrigens nicht sein, denn am Auto treffe ich noch einen Landsmann oder nenne man das Ortsmann? Ihn hat vor einigen Jahren die Liebe nach Rümmelsheim verschlagen. Er erzählt mir, dass es sogar einen ehemaligen Pfarrer aus Wemmetsweiler hierhin verschlagen hat. Von daher muss ich mir wirklich mal überlegen, ob der kleine Weinort eine Alternative für Jenny und mich beim Altersruhesitz sein könnte. Für uns sind es nun noch 2 ½ Wochen bis zum Nordseelauf. Die Vorfreude steigt.

Meine 3 härtesten 10er(ohne Bergläufe über die gleiche Distanz):
Trollbachlauf in Rümmelsheim
Friesencross in Schillig durch das Wattenmeer
Volkslauf in Weiskirchen = liegt lange zurück, in der Erinnerung ging es gefühlt nur bergauf


#345

10.05.2018
8. Vatertagslauf in Rhaunen

Eher spontan geht es heute in den Hunsrück zum 8. Vatertagslauf des TuS Rhaunen. Die erste Wahl wäre gewesen, den Hochzeitstag bzw. den Feiertag mit meiner lieben Frau zu begehen. Leider ist dies in diesem Jahr nicht möglich und somit mache ich das Beste daraus. Bis in den Hunsrück ist es ein gutes Stück zu Fahren. Das warme Wetter der letzten Wochen hat sich zudem verabschiedet. Regenwolken hängen bei 12°C über den Bäumen des Hunsrück. Spätestens in Rhaunen kübelt es dann wie aus Eimern. Das muss jetzt bei mir nichts schlechtes heißen, denn ich laufe sehr gern bei solchen Bedingungen.

Vor Ort treffe ich trotz der ungewohnten Region gleich bekannte Gesichter. Irgendwie freue ich mich auf den Lauf, obwohl es eher ein weiterer Wettkampflauf in Vorbereitung auf den Nordseelauf sein soll. Das heißt, laufen ohne Druck. Zumal das Jahr bisher sehr bescheiden war. Das Streckenprofil sieht knackig aus, deshalb werde ich mir wohl keinen Zeitdruck machen.

Mitten im Ort auf einem auf saarländisch genannten Pädsche befindet sich der Start- Zielbereich. Der Haupt- und Jedermannslauf wird gleichzeitig gestartet. Mit ca. 180 Teilnehmer/innen ist das Pädsche doch recht voll. Nach dem Startschuss laufen wir über das Pädsche, welches übrigens trotz fehlendem Asphalt die Wiesenstraße ist entlang in Richtung einer kleinen Siedlung am Ortsausgang. Nach der Eichenstraße biegt das Feld in die Straße Am Sulzbacher Pfad. Am Ende folgt ein kleiner Treppenabschnitt, der uns in die Wiesen um Rhaunen verabschiedet. Über einen schönen Wiesenpfad geht es recht schnell zum Rhaunener Waldrand. Die Wege im Wald sind nicht ganz so leicht zu laufen. Bei leichtem Dauerregen, sehr welligem Profil und geschotterten Wegen muss man schon genau auf seinen Tritt achten. Auf den ersten Kilometern laufen wir durch den Wald am Lingenbach entlang, bis zu Fischweiher. Von Vatertags-Wanderern gibt im Hunsrück noch keine Spur. Vielmehr sind es die Läuferinnen und Läufer, die sich ohne alkoholische Getränke den Berg hinauf kämpfen. Hinter den Weihern ist es nochmal knapp ein Kilometer den Berg hinauf. Zwischen Kilometer 6-7 folgt mein landschaftlicher Höhepunkt. Auf der Höhe Bollenbach läuft man aus dem Wald hinaus in einen Wiesenhang hinein. Über einen weiteren Wiesenpfad läuft man ca. 600 Meter durch zwei knallgelbe Rapsfelder.

An dieser Stelle merke ich dann, dass es heute seit langem wieder gut läuft. Zwar fehlt mir noch immer das Tempo, der Laufspaß und das Laufgefühl scheinen aber wieder zurück sein. Es könnte also bis zur Nordsee noch reichen mit der Form. Ab Kilometer 7 versuche ich zudem Zeit rauszulaufen, denn ab hier geht es vorerst nur noch bergab. Aber auch hier muss man immer auf die Bodenbeschaffenheit achten. Zurück in Rhaunen wartet noch ein kleiner aber steiler Anstieg bis zum Ziel auf meinem Laufpädsche. Am Ende sind es knapp über 54 Minuten. Wenn es kein so toller Landschaftslauf mit ordentlich Profil gewesen wäre, dann glaube ich, dass ich wieder bei 53, vielleicht sogar 52 Min. auf 10km bin.

Fazit: es hat Spaß gemacht. Dieser Landschaftslauf ist einer der schönsten Landschafts-10er, die ich gelaufen bin. Weiterhin freue ich mich über den Trainingseffekt für unseren Etappenlauf an der Nordsee. Am wichtigsten waren jedoch die Eindrücke von diesem schönen Lauf durch die Wälder und Wiesen von Rhaunen. Ich glaub Rhaunen steht bald wieder auf unserem Terminplan, dann aber wieder mit meiner Jenny.

Statistik
Die 3 schönsten Landschafts-10er für mein Geschmack:
Schanzenfest-Lauf in Schönwald/Schwarzwald
Maare-Mosel-Lauf in Gillenfeld/Vulkaneifel
Friesencross in Schillig/Nordsee

 


#344

28.04.2018
10. TEBA-Radweglauf & 11. 1. Mai-Trail

Manchmal muss man sich für einen Jubiläumslauf entscheiden, der es sowieso immer schwer hat unter den großen Läufen zu bestehen. In Hermeskeil beim Radweglauf waren wir bereits zum 4. Mal. Die 15km-Distanz ist für Jenny und mich eine interessante Streckenlänge, die wir in der Regel maximal 2 Mal im Jahr laufen. Bei 16° Grad sind die Bedingungen optimal. Für Jenny und mich gilt es einfach Wettkämpfe zu sammeln, um in eineinhalb Monaten beim Nordseelauf auf 7 Etappen zu bestehen. Nick hat sich ebenfalls angeschlossen, um zum ersten Mal länger als 10km zu auf Wettkampfebene zu laufen. Das erste Wettkampfsammeln beginnt dieses Wochenende und schließt den 1.Mai-Bärenfels-Trail mit ein. Es soll ja noch eine kurze Regenerationszeit zum Anfang bestehen.

Der Radweglauf hat dieses Wochenende wieder mit starker Konkurrenz im Saarland zu kämpfen. Am Freitag standen die SLB-Saarlandmeisterschaften in St. Ingbert an und morgen fallen in St. Wendel die Startschüsse

bei den verschiedenen Distanzen des Globus Marathon. Von daher kann man mit 120 Teilnehmer/innen beim heutigen Hauptlauf froh sein. Die Strecke verläuft auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg, der die Höhen des Hunsrücks, mit dem Moseltal auf einer Strecke von ca. 50 km verbindet. Wer heute Geschmack am Streckenverlauf findet, kann bereits am 5. Mai beim 12. Ruwer-Riesling Lauf an den Start gehen. Dieser wird in Mertesdorf auf dem nördlichen Teil des Radwegs veranstaltet und beinhaltet traditionell die Schwimmbadeinweihung in Mertesdorf.

Doch zurück zum heutigen Lauf. Hatte man in ganz frühen Jahren noch einen schweren Stadtlauf durch das am Berg liegenden Hermeskeil durchgeführt, so kann man heute auf einer eher leicht welligen Trasse laufen. Zuerst geht es parallel zum Dörrenbach und der alten Bahnlinie vorbei. Nach Kilometer 4 läuft man den Berg hinunter nach Reinsfeld. In Reinsfeld stehen immer ein paar Leute, die fleißig anfeuern. Hinter dem Ort sind es dann noch 1,5 km bis zum Wendepunkt. Von dort an sind es dann natürlich wieder exakt 7,5 km bis ins Ziel.

An der Wende glaube ich, dass es mein bester Lauf für dieses Jahr ist. Zwar bin ich genauso langsam unterwegs wie bei den letzten Läufen, doch ist das Laufgefühl wieder einen Tick besser. Gerade richtig, denke ich, denn der Saisonhöhepunkt steht langsam vor der Tür. Ich teile mich gut ein und muss am Ende mit einer Zeit von 1:24 Std. zufrieden sein. Mein langsamster Lauf insgesamt auf diese Distanz, trotzdem bin ich zufrieden, denn es hätte nach den bisherigen Vergleichsläufen in 2018 wesentlich schlechter sein können.  Nick ist bereits 5 Minuten früher im Ziel gewesen. Als Debütant kann er sehr zufrieden sein. Noch etwas mehr Gefühl für die Streckenlänge und etwas gezieltes Tempotraining, dann kann er mit Sicherheit in Richtung 1:10 Std. laufen. Jenny braucht zwar etwas länger, doch ist auch sie mit ihrem ersten ernsthaften Lauf 2018 zufrieden. Wir sind jetzt beide in der Vorbereitungsphase. Von daher heißt es dieses und übernächstes Wochenende Doppelstarts machen und gleichzeitig im Training längere Läufe einbauen. Dazu gehört u.a. der 82. Bostalseelauf(nächstes Wochenende) mit dem Lauftreff. Dies ist natürlich kein Wettkampf, beinhaltet aber einen langsamen, langen Lauf mit viel Spaß unter Vereinskameraden.

Wir sehen uns also beim Laufen.    


Heute ist Radweglauf

200m vor dem Ziel

Der Radweglauf hat wieder Spaß gemacht


#343

15.04.2018
11. Marathon Deutsche Weinstraße

Alle zwei Jahre findet in Bockenheim an der Weinstraße einer der schönsten deutschen Marathons statt. Leider bin ich die Strecke noch nie komplett gelaufen. Seit der letzten Veranstaltung gibt es aber einen Duo-Marathon. Diesen bin ich schon mit Jenny gelaufen. Eigentlich sollte es dieses Jahr genauso ablaufen, doch ist meine bessere Hälfte nicht fit und der Ersatzmann Nick ist ebenfalls ausgefallen. So kommt Nr. 3 ins Spiel. Mit meinem Freund Dieter fahre ich in diesem Jahr zum Duo-Marathon. Da der gute Dieter sehr viel schneller läuft als ich, darf ich mir die leicht kürzere 1. Hälfte des Marathons gönnen und habe somit alle Läufe der Veranstaltung gesehen, denn den Halbmarathon habe ich bereits bei meiner ersten Teilnahme gelaufen.

Dieter und ich reisen einen Tag vorher an. Im Gegensatz zum heimischen St. Wendel Marathon kann man hier noch richtiges Marathon- Flair am Vortag aufsaugen. In St. Wendel gab es dies früher auch noch, als man am Vortag die Startnummern ausgegeben hat. Da waren schon hunderte von Läufer/innen am Vorabend in der Stadt. Das gibt es seit 4 Jahren nicht mehr. Im Gegensatz bietet Bockenheim sogar an, dass man die Strecke mit Bussen besichtigen kann. Wir nehmen diesen Service natürlich in Anspruch und haben danach umso mehr Respekt vor allen Läufer/innen, die am Folgetag die ganze Strecke unter ihre Laufschuhe nehmen. Danach treffen wir uns noch mit Joachim, Klaus und deren Frauen zum kurzweiligen Abendessen beim Italiener.

Am Wettkampftag ist es zunächst bedeckt. Sobald ich aber meine Tasche abgegeben habe und aus dem Abgabezelt komme, scheint die Sonne. Meine Mütze ist natürlich in der Tasche. Fängt ja gut, an denke ich uns gehe in den Startblock. Bei warmem Wetter und ca. 3.500 Teilnehmer/innen freue ich mich auf den noch unbekannten Streckenabschnitt. Wobei, was heißt unbekannt, die Weiche für die Halbmarathonläufer/innen ist bei km 8,5. Von da an sind es noch 12km bis Bad Dürkheim. Von Bockenheim geht es durch die stimmungsvolle Fußgängerzone von Grünstadt, durch die Wingerten von Grünstadt zur besagten Weiche nach Kleinkarlbach. Danach geht es stetig den Berg hinauf über Bobenheim am Berg, Weisenheim am Berg, bis zum höchsten Punkt Leistadt.

Ein gutes Stück laufe ich mit Günter(Laufgünni) vom LTF Köllertal. Günni unterhält ebenfalls eine Laufseite. Heute rettet er mich mit seiner Unterhaltung, denn genau wie in den anderen Läufen 2018 geht auch heute absolut nichts bei mir. Ich glaube nicht, dass ich schon jemals so eine schlechte Form hatte. In Leistadt wird es auch Günni zu langsam und wir verabschieden uns voneinander. Hinter Leistadt geht es noch 3 km bis zur Wechselzone in Bad Dürkheim. Selbst das Bergablaufen fällt mir so schwer, dass ein älterer Herr am Straßenrand meint, man könne ruhig mal ein paar Meter gehen. Man, wie schlecht muss ich aussehen denke ich, zumal es bergab geht... Ich bin heilfroh endlich in Bad Dürkheim das Staffelband an Dieter übergeben zu können. Leider musste er sehr lange auf mich warten. Er wollte Joachim auf dem Marathon unterstützen, nun braucht er bis zum letzten Kilometer um Joachim einzuholen.

 

Alles Schlechte hat auch was Gutes. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ein Marathonstart im Mai keinen Sinn macht. Dafür muss ich an den körperlichen Rückständen arbeiten. Zumal im Juni noch eine lange Laufwoche mit den Nordseelauf ansteht. Bis dahin ist noch Zeit und es will viel gearbeitet werden. Nichts desto trotz war es ein sehr schönes und leider viel zu schnelles Wochenende in der Vorderpfalz. Die nächste Auflage des beliebten Marathons an der Weinstraße gibt es 2020. Schauen wir mal, was dann die Form macht. Vielleicht laufe ich doch noch den ganzen Marathon in ein paar Jahren. Danach würde mir nur der Schülerlauf vom Samstag fehlen. Ich überlege mir mal bis dahin, wie ich das anstellen kann, dort mitzulaufen.


#341

07.04.2018
36. Benrather Volkslauf

1975 wurde der Lauftreff Düsseldorf Süd von einer Handvoll Trimtrabern gegründet. Heute hat man sogar ein eigenes Clubhaus am Rand des Benrather Forst. Viel Tradition steckt im Verein. Mindestens genausoviel Tradition hat der Benrather Volkslauf. Dieser wird bereits zum 36. Mal an besagtem Clubheim ausgetragen. Selten sieht man außerhalb vom Saarland noch so einen aktiven Lauftreff wie den in Benrath. Die meisten Lauftreffs werden durch neumodische Freizeitgestaltungen abgelöst. Ein klassischer Lauftreff gilt als verstaubt. Wir dürfen im Saarland stolz sein, dass wir noch so viele Lauftreffs haben und sollten diese pflegen.

Auf der Rückreise vom Kurzurlaub bei meiner Patentante Lien nutzen wir die Gelegenheit um einen Stopp in Benrath einzulegen. Wir wollen uns den Lauf mal genauer anschauen. Leider ist Jenny noch nicht ganz fit um mitzulaufen. Sie hat jedoch im Fotodienst eine schwierige Aufgabe für den heutigen  Tag gefunden, doch dazu später mehr. Auffallend ist gleich, dass das Startgeld mit 16€ für saarländische Verhältnisse recht hoch ist, doch muss man auch hier Abstriche machen. Will man bei Läufen in NRW, Hessen, BW oder sonst wo im Land mitlaufen, dann muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass man Startgelder für 5-7€, wie zu Hause geboten bekommt. Selbst der Fotoservice ist überregional nicht kostenfrei. Wir leben im Saarland, was die Startgelder und Dienstleitungen unserer Vereine angeht, wie eben schon angedeutet, auf einer Insel. Ok, es gibt natürlich immer Läufer/innen, die sich von Kommerziellen gerne übers Ohr hauen lassen und für 5km z. B.  in Dillingen oder Homburg  an den Start gehen. Dies sind die gleichen Leute, die dann beim Volkslauf für 5€ meckern, wenn die Dusche kalt ist. So viel zu unserem gesellschaftlichen Widerspruch für heute.

Der Lauf in Benrath ist bei knapp 20°Grad der erste Frühlingslauf für dieses Jahr. Schon vor dem Start habe ich unheimlich Lust die neue Streck im Wald zu laufen. Meine Form ist aktuell  unterirdisch schlecht, weshalb ich schon mit einer 53er Zeit zufrieden wäre. Der Streckenrekord liegt bei 32:48 Min. Wo der Streckenrekord bei meiner Gewichtsklasse liegt, war leider nicht rauszufinden. Jedenfalls starten die meisten Starter/innen beim Halbmarathon. Dieser beginnt erst zu späterer Stunde. Der Start des 10er erfolgt unspektakulär in der Nähe des Ziels am Clubheim. Um auf genau 10km zu kommen muss man einen ca. 200m langen Anlauf nehmen, erst dann sind wir auf der 1. von 2 Runden durch den Benrather Forst. Die Runde selbst enthält keine markanten Punkte. Es geht ständig auf langgezogenen Geraden durch den Wald. Teilweise sind die Geraden bis zu einem Kilometer lang. Der Untergrund wechselt ständig zwischen Asphalt und Waldboden. Für Bestzeiten ist die Strecke gut geeignet. Sie ist nur leicht windanfällig. Bis auf den Untergrund gibt es kaum Ausreden, wenn man auf Bestzeitenjagt ist. Für mich ist diese Jagt schon nach 4,5 km beendet. Bis dahin liege ich sehr gut auf einer Zielzeit von 52 Minuten. Dann fällt mir mein Anfängerfehler auf. Wie in jedem Jahr habe ich meine Mütze beim ersten warmen Lauf des Jahres NICHT dabei. Dies bedeutet, dass mir nach knapp der Hälfte der Strecke die Kopfdichtung am wegfliegen ist. Leider habe ich schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass am Ende einer solchen Situation ein Sonnenstich steht. Selbstverständlich bin ich dieses Mal schlauer und nehme sofort Tempo raus. Mehr als  knapp unter 6 Min/km  ist nicht mehr drin. Futsch ist somit auch die gute Zeit. Aber was soll`s? Manchmal muss man vernünftig sein.

Vielmehr freue ich mich auf die Bestleitung meiner lieben Frau. Jenny flitz ständig zwischen Ziel und km3 hin und her, um ein halbwegs gutes Foto von mir machen zu können. Umso mehr ist es schade, dass ich heute kein Vollgas mehr geben kann. Am Ende sind es dann 55 Minuten. Zu meiner Überraschung ist Jenny so gut drauf, dass sie mich auch beim vierten Mal noch vor der Ankunft abfangen kann, um mit mir zusammen ins Ziel zu laufen. Ich freue mich aber trotzdem über einen sehr schönen  Frühlings(LAUF)tag mit meinem Schatz im Benrather Forst. Gleichzeitig beenden wir somit unseren Osterurlaub und gönnen uns zum Abschluss ein Abendessen beim türkischen Italiener in Landkern bei Cochem,  wo wir schon so manche Rückfahrt aus dem Norden haben ausklingen lassen.

Als nächstes steht der Duo-Marathon mit Dieter an der Weinstraße an, worauf ich mich sehr freue. Wir sehen uns beim Laufen…


Lauftreff Düsseldorf-Süd e.V.

1. Runde im Wald

Vor dem Start

Sieht fertig auf in der 2. Runde

Kurzer Urlaub bei Lin & Henk in Holland

Trainingslauf im Grenzland zwischen Deutschland & Holland

Vor der großen Rheinbrücke in Emmerich

Burgers Zoo in Arnheim

Es waren wirder sehr schöne Tage bei der Patentante;O)


#340

17.03.2018
21. Nanstein Berglauf

Zum Wochenanfang durfte man noch auf den Frühling hoffen. Zumindest hörte man beim Laufen im Wald wieder mehr Vögel und die Temperaturen waren teilweise schon recht mild. Pünktlich zum Samstag meldet sich jedoch der Winter zurück. Knapp unter 0° Grad und schon wieder dieser eiskalte Wind. Ich mag den Wechsel der Jahreszeiten, aber jetzt ist echt genug. Zumal ich heute mehr vor habe. Ich möchte 3km einlaufen, dann den Nanstein hinauf und danach auf 20km auslaufen. Mal schauen, ob mir das gelingt, zumal ich allein unterwegs bin. Jenny macht momentan eine Wettkampfpause.

Der Nanstein Berglauf ist der 2. Wertungslauf zum Pfälzer Berglauf-Pokal. Nächste Woche folgt dann noch der Rocky-Mountains-Berglauf von Rockenhausen. Ich spiele noch mit dem Gedanken, dort teilzunehmen. Danach folgt die Pause beim Pfälzer Berglauf-Pokal. Die letzten drei Läufe erfolgen im Herbst. In Landstuhl sieht das Feld zu den Vorjahren sehr dünn aus. Man merkt, dass es im Vergleich zu den Vorjahren nur wenige an den Start gezogen hat. Am Ende werden es knapp über 200 Läufer sein. Naja, es ist ja Grippenzeit.

 Der Berglauf selbst ist sehr wellig würd ich mal sagen. Zuerst geht es leicht ansteigend bis Kindsbach. Bevor es zum sehenswerten Bärenloch hinunter geht, biegen wir rechts ab. Früher lief man durch das Bärenloch, was ich heute auch gerne wieder mal machen würde, doch darf war es anscheinend nicht  jedes Jahr. Die Durchlaufgenehmigung für dieses schöne Areal zu bekommen ist wohl nicht immer einfach. Von daher zieht sich der Weg zum ersten Mal für heute in Richtung Burg Nanstein. Nach etwas mehr als einem Kilometer sind wir auf der Ebene der Burg. Da die Berge bekanntlich nicht ganz so hoch sind um Landau, müssen wir von dort den Berg wieder hinablaufen. Dies passiert noch ein weiteres Mal nach Kilometer 6. Erst dann folgt der letzte kleine Anstieg unterhalb der Burg. Es geht den Schlossberg in mehreren Serpentinen hinauf.  Da ich noch auslaufen möchte, gebe ich nicht alles und muss heute mit 44 Minuten zufrieden sein.

Ich bin sehr ausgekühlt und habe wirklich Probleme mich zu motivieren, um noch auf 20km zu kommen. Der eisige Wind ist wirklich widerlich. So komme ich am Ende auf “nur“ 16km. Aus diesem Grund lasse ich den Lauf nächste Woche ausfallen, um mich auf einen langen Trainingslauf zu konzentrieren. Eine richtige Laufform habe ich in diesem Jahr sowieso noch nicht gefunden. Bisher sind die 4 Ergebnisse sehr dürftig. Beim Laufen darf man aber nicht hadern. Es geht immer weiter. Vielleicht kommt ja mit dem Frühling auch die Form zurück. Wer weiß, es stehen noch viele schöne Läufe auf dem Plan.

Wir sehen uns beim Laufen…


Letzter Anstieg zur Burg


#339

04.03.2018
13. Merziger Citylauf

So langsam geht es in die spezifische Vorbereitung auf die Saison 2018. Bisher standen längere Läufe auf dem Programm. Der bisher längste von 25 Kilometern erfolgte diese Woche. Nun kommt erst mal eine “Pause“ von 14 Tagen. Hier möchte ich meinen aktuellen Stand testen. Leider liegt dieser vom Gefühl her wohl etwas hinter dem Sommer 2017. Einen 4er Schnitt werde ich auf die 10km nicht halten können. Doch warten wir mal ab. Heute steht ein 5km-Test in Merzig an. Danach möchte ich noch zügig den 10er anhängen. Bei nicht mehr ganz so kalten Temperaturen und tauendem Schnee sind die Bedingungen grundsätzlich ok dafür. Der Start war eher spontan, da ich die 25km gut wegstecken konnte.

Der Citylauf selbst, ausgerichtet vom LV Merzig, ist relativ unspektakulär. Man läuft vom Gymnasium am Stefansberg auf direktem Weg an die Saar hinunter. Nach wenigen 100 Metern befindet man sich auf dem Leinpfad. Von da läuft man eine kleine Runde in den Stadtpark hinein, in die City und danach am Blättelborn-Stadion, dem kleinen Tierparkvorbei zurück zum Gymnasium. Zum Schluss wartet ein kleiner aber giftiger Anstieg auf die Läufer/innen.

Um es kurz zu machen, die 5km gelaufen wie erwartet in 25 Minuten. Dies bedeutet aber auch, dass ich meiner Form vom letzten Sommer um gut 1:30 Minuten hinterherhinke. Auf 10 Kilometer sind es wohl 3 Minuten. Was soll´s? Es bleibt noch genug Zeit zur Vorbereitung. Positiv war die Gesamtdistanz. Längere Läufe fallen mir nach der aktuellen Vorbereitung viel leichter als noch im Vorjahr. Beim 10er blieb die Zeit knapp über 57 Minuten stehen, dies war wie schon erwähnt Nebensache.

Was mich sehr gefreut hat, waren die vielen bekannten Gesichter zum Jahresauftakt. Neben meinem Arbeitskollegen Daniel habe ich mich ganz besonders über Elisabeth gefreut, die ganz besonders viel Werbung für unseren Osterlauf macht. Andere Leute haben eine Sonnenbrille am Rückspiegel hängen, Elisabeth an dieser Stelle unseren Wimpel. So soll es sein! Wir sehen uns beim Laufen. Die Saison hat gerade erst begonnen.


Vor dem Start mit Olli & Elisabeth

#336
#337

24.02.2018
26. Donnersberglauf

Knapp über 7km stehen auf dem Plan. Geparkt wird bei der Streckenhälfte vor Dannenfels. Danach wollen Jenny und ich zum Start nach Steinbach am Donnersberg laufen. Von dort geht es wieder nach Dannenfels hinauf. Hinter dem Ort geht es dann 3 steile Kilometer hinauf zum 1865 erbauten Ludwigsturm. So zumindest der Plan. Lust aus dem Auto auszusteigen haben meine bessere Hälfte und ich nicht, denn es ist arschkalt draußen. Die Temperatur liegt zwar nur um die 0° Grad, es geht aber ein eisiger Wind, der es viel kälter erscheinen lässt. Es hilft alles nichts, denn wir wollen es uns nach dem Lauf in der Sauna von Landstuhl gut gehen lassen. So geben wir uns einen Ruck und laufen hinunter zum Start.

Am Start angekommen, empfinden wir das Laufen noch nicht mal so unangenehm. Erst nach dem Start des 400 Mann/Frau starken Feldes wird es ungemütlich. Wir haben nicht bemerkt, dass der Wind beim runter laufen im Rücken war. Schwierig, denke ich nach Kilometer 1, obwohl die Beine ganz gut drauf sind. Etwas Muskelkater vom Indoor Cross am MITTWOCH, aber sonst gut. Bis Dannenfels bei Kilometer 3,7 läuft man an der Ostseite des Berges vorbei. Bei dem eisigen Wind zieht sich die Strecke sehr und man hat ständig die Hoffnung, dass die Rückseite des Berges, zumal sie im Wald liegt, geschützter ist. Dies ist jedoch nur bedingt der Fall.

Genau wie in den Jahren zuvor wurde der Berg hinter Dannenfels nicht abgetragen. Somit bleibt der schwierigste Streckenabschnitt die letzten 3 Kilometer. Steil geht es hinauf. Was sich geändert hat, sind die Schilder am Straßenrand. Eine schöne Idee, wie ich finde. Man hat die Streckenrekorde und Seriensieger verewigt. So gibt es nun eine Lehman Kurve, eine Rankel Rampe usw. Auf einmal vergeht die Zeit dann doch schneller. Irgendwie hab ich es nicht bemerkt, aber ich befinde mich schon auf dem letzten Kilometer. Hier wird der Wald wieder lichter und die Sonne scheint. Der Berg ist wie in den Vorjahren mit Schnee bedeckt. Auf über 600 Metern ist dies im Februar normal. Am Ende wartet noch ein 200 Meter langer Zielsprint bis zum Ludwigsturm auf die Teilnehmer/innen. Ich bin etwas überrascht, da meine Zeit kaum besser als im Vorjahr war. Vielleicht liegt dies an der Kälte, ich bin mir da aber nicht ganz sicher. So richtig Form habe ich noch nicht aufgebaut.

Meine kleine Frau hat heute schwer mit dem großen Berg zu kämpfen. Trotzdem bezwingt sie auch heute wieder den Donnersberg. Viel Zeit zum aufhalten ist zudem nicht. Wir verschieben unser Fachgesimpel über den heutigen Lauf auf später und machen uns direkt auf den Rückweg. Selbst diese 3,6 Kilometer fallen schwer, denn in jede Ritze kriecht die Kälte. Was kann es da schöneres geben als den Abschluss in der Sauna zu machen. Dies tun wir bis zum späten Abend bei angenehmer Atmosphäre.

Hoffentlich kommt bald der Frühling, wir haben richtig Lust drauf!!!


Zieleinlauf am Ludwigsturm
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#335

11.02.2018
14. Bad Dürkheimer Faschingswaldlauf

Irgendwie ist Fasching nicht mehr ganz so unser Ding. Mit dem Faschingswaldlauf haben wir aber eine schöne Alternative für uns entdeckt, bei der wir unseren Lieblingssport mit der nicht mehr geliebten Faschingszeit verbinden können. So kommt es, dass ich beim 5km Lauf im Wald, oberhalb der Kreis- und Kurstadt stehe. Eigentlich war geplant, dass ich nach dem flotten 5er mit Jenny noch die 10 Kilometer laufe. Leider ist meine Frau nicht fit genug um zu laufen. Zudem möchte sie bei dem kalten Wetter mit knapp unter 0° Grad nichts riskieren. Gut so!

Mein Kostüm habe ich noch nicht an, da wir etwas zu spät dran sind. Die ersten 2 Kilometer verlaufen mehr oder weniger bergab. Die Strecke ist sehr holprig, aber gut zu laufen. Unter den vielen kostümierten Teilnehmer/innen muss man sich trotzdem gut konzentrieren, da man vom breiteren Waldweg auf eher trailartige Passagen wechselt. Im Wald um Bad Dürkheim sind diese sehr verwurzelt und gleichzeitig sehr steinig.  Ein Großteil der Runde läuft man auch beim Bad Dürkheimer Berglauf. Von daher kann man sich das Profil gut vorstellen.

Bei mir läuft es nicht gut. Anscheinend passt die Form noch nicht.  Ich fühle mich sehr platt, die Beine haben trotz weniger Wochenkilometer keine Kraft. Weshalb mir schnell bewusst ist, dass es keinen 10km Start bei mir geben wird. Viel mehr bin ich froh, wenn ich die zweite Hälfte der Runde gut hinter mich bringe, da dieser Teil besonders trailartig ist.

Im Ziel wartet schon Jenny auf mich. Sie ist nach nur einer Stunde im Freien völlig ausgekühlt, weshalb wir uns für eine schnelle Rückfahrt in die Pension entscheiden. Wir wollen das Wochenende noch genießen und uns in der Sauna aufwärmen. Schade, aber nicht jedes Jahr läuft gleich. Wir kommen bestimmt mal wieder zum Faschingswaldlauf, dann aber wieder verkleidet. Bei den nächsten Läufen ist auch mit Sicherheit wieder die Form bei uns beiden zurück.

Den Faschingswaldlauf selbst können wir natürlich trotzdem empfehlen. Man muss nur wissen, dass es eine harte Strecke ist und man keine Möglichkeit zum Duschen hat. Der Rest ist eine liebevolle Organisation mit viel Sinn für die Details. Verköstigt wird man nach allen Regeln der Kunst.

#334


Nach dem Lauf
Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.
2015

26.01. bis 28.01.2018
Trainingslager in Annweiler am Trifels 2018

Seit einigen Jahren starten wir mit dem Lauftreff bzw. Kneipp Verein Hemmersdorf in die neue Laufsaison. In Annweiler am Trifels geht es dann heftig zur Sache. Unter den Augen von Margret und Olli wird jedes Schwächeln sofort bestraft. Natürlich wird auch viel gelacht und am Abend das eine oder andere Glas Pfälzer Wein getrunken. Also alles in allem jedes Jahr eine runde Sache.

2018 beginnen wir am Freitagabend in der Halle des Turnerheims mit Koordinationstraining. Da es ein Lauftrainingslager ist, heißt es Laufen über kleine Hürden, Leitern uvm. Danach geht es zum Essen und in den Burgunderkeller. Spätestens dann sind alle Teilnehmer/innen an Bord. Es wird gelästert, Sprüche geklopft und was man sonst so alles macht um sich die Angst vorm Samstag gegenseitig zu nehmen.

Der Samstag hat es immer in sich. Es beginnt für einige Wenige(Jens und mich) mit dem Vorfrühstückslauf. In diesem Jahr ist es wenigstens mal nicht so kalt. Wir laufen runde 6 Kilometer um danach mit den anderen zu frühstücken. Danach wartet die Muckibude und eine Einheit Schnellkraft(Sprints in Gruppen) auf uns. Nach dem Training folgt der härteste Teil. Jeder läuft entsprechend seinem Trainingszustand entsprechende Läufe. Für Jenny und mich bedeutet dies ein 15km-Lauf. Da wir schon sehr müde sind, entscheiden wir uns für eine 8km-Runde durch Annweiler. Den Rest laufen wir im Stadion-Trifels auf 15km. Am Abend folgt eine 30 minütige Entspannungsrunde mit Margret. Ok, der Burgunderkeller rundet wieder den Abend ab.

Samstags wird es zum Schluss ganz übel. Nach gemütlichen Ballspielen folgt der gefürchtete Beeptest. Für mich ist schon relativ früh Schluss, da mir zum Abschluss des Trainingslagers  irgendwie der Bums fehlt. Dieser Test verläuft über eine 20m Strecke in der Halle. Zum Beginn ist das Tempo normal. Zwischen zwei Beeptönen muss man das andere Ende der Strecke erreichen. Nach mehreren Runden erhöht sich der Level. Sinn ist es, dass man nach einer längeren Zeit von ca. 6 Wochen einen Leistungsvergleich hat.

Jenny und ich hatten wieder viel Spaß mit unseren Freunden aus dem Westsaarland. Gleichzeitig haben wir beide das Gefühl, dass uns das Trainingslager wieder sehr gut auf eine lange Laufsaison eingestimmt hat. Wir sind gespannt wie es wird.


Langer Lauf im Stadion Trifels von Annweiler


Nach der Arbeit darf man auch mal was trinken


In der Muckibude wir auch noch geschwitzt


Sieht aus als wäre Jenny fleißiger als ich

06.01.2018
29. Mitlosheimer Silvesterlauf

Die Winterpause startet in der Regel erst nach dem Silvesterlauf in Mitlosheim. Dieser ist traditionell eine Woche nach Silvester. Es ist ein schöner Wald- und Wiesenlauf auf knapp 7 Kilometern. Ich möchte ihn gleich als Krafteinheit nutzen. Also quasi wie ein Crosslauf in der Saisonvorbereitung. Bei Dauerregen in den Vortagen und 7°C Grad über 0 kommt die tiefe Strecke im Wald, dem Crosslauf wirklich nahe. Auf die Strecke gehen hier die Wiederholungstäter, also Läufer/innen, die man das ganze Jahr über im Saarland auf den Strecken sieht. Alle Gutwetterläufer lassen  noch die Feiertage ausklingen.

Mit 124 weiteren Läufer/innen geht es dann am Samstagmittag etwa 500 Meter durch Mitlosheim. Danach läuft man immer den Berg hinauf aus dem Ort raus. Zuerst durch den Wald, dann über die Wiesen um Mitlosheim, bis man wieder in den Wald hinein läuft. Nach 2,5 Kilometern kommt man an die Fischweiher. Am oberen Ende ist die Streckenhälfte vorbei. Es wartet nach Kilometer 4 noch ein kleiner Anstieg, danach kann man es krachen lassen. Bis zum Ziel am Sportplatz der SpVgg Mitlosheim geht es nur noch den Berg hinab. Gleichzeitig fliegt einem der Matsch um die Ohren. Zumindest bis man wieder an die Wiesen von Mitlosheim kommt. Dort ist die Strecke wieder asphaltiert. Es fiel mir auf der tiefen Strecke schwer bergab nochmal Gas zu geben, zumal ich vom Mittwochtraining noch Muskelkater in den Beinen hatte. Beim Laufen ist davon weniger zu spüren als beim normalen gehen. Trotzdem ist nur noch wenig Salz in den Beinen. Am Ende steht eine 38 auf der Uhr. Ok, ich war hier schon mal 1 Minute besser. Nach den vergangenen Tagen bin ich trotzdem recht zufrieden. Ach ja, das war heute mein 333. Wettkampf. Eine schöne Zahl, ich hoffe es kommen noch viele Läufe hinzu. Am liebsten zusammen Jenny, die heute allein im Wald trainieren war. Außerdem war es für mich der erste Lauf in meinem neuen/alten Verein. Seit Jahresanfang laufen wir für den LTF Marpingen. Für mich ist es eine kleine Heimkehr, denn Ende der 80ziger hat mich meine Mutter mit meiner Schwester zusammen in den Lauftreff nach Marpingen gezwungen. Als 9 jähriger willst du Fußballspielen und nicht laufen. Trotzdem war es eine schöne Zeit in Marpingen. Damals war jeder Lauftreff wie ein großer Freundschaftslauf, denn es gab im Saarland kaum Lauftreffs. Helga und Fips haben sich vor 28 Jahren schon um alles gekümmert. Das ist heute noch so. Aus diesem Grund sind wir sehr gerne nach Marpingen gewechselt.

An den nächsten Wochenenden warten nun lange Läufe auf mich. Hoffen wir, dass sie gut vorbei gehen. Wir sehen uns beim Laufen…

 

#333

Hier noch ein Rückblick in Bildern auf die vergangene Saison 2017


Später Saisonstart. Im Februar ging es in Bekond los.


Im März am Nanstein in Landstuhl


Frühling beim zwei Seenlauf


An meinem Geburtstag ging es zum Schluchsee.


Drei Bilder von unserem schönsten Laufabenteuer aller Zeiten im Juni, dem Nordseelauf
Mit Regina haben wir zudem einen ganz besonderen Menschen kennengelernt. Hier auf der Insel Spiekeroog

Leuchtturm von Pelworm

Otterndorf

Im Juli ging es nach Noswendel zum Halbmarathon

Stadtlauf SLS im August

Im September gehen die Bergläufe in der Pfalz in die 2. Saisonhälfte. Wir waren 2017 wieder an der Rietburg oberhalb von Edenkoben. Hier im Wald am Ziel.

Im September waren wir im Dahner Feldenland zum Wandern

Im Oktober stand Hamburg und Bräunlingen auf dem Plan
Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg

Im Schwarzwald haben wir dann Regina wieder getroffen

An St. Martin, in St. Martin, beim Martinslauf

Auf unserer Lieblingsinsel im Dezember
Baltrum

Und danach Silvesterlauf in Westfahlen

FAZIT
Beim Laufen findet man, wenn man ganz viel Glück hat richtig gute Freunde

 


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