21. Laufsaison 2025        
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2023


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18.07.26
CityCup/Night52

Unter der Woche erzählte mir Jürgen von seinem neuesten Geistesblitz: einem spontanen Doppelstart beim „CityCup/Night52“ in Bretten. Bretten? Nie gehört. Google verriet mir: Eine Kleinstadt im westlichen Kraichgau, unweit von Karlsruhe. Als waschechter Lautrer schrillten bei mir sofort die Alarmglocken – im Feindesland des KSC! Trotzdem siegte die Neugier und ich ließ mich auf dieses Abenteuer ein.

Also ab ins Auto und fast 200 Kilometer gen Baden-Württemberg geschrubbt. Vor Ort die große Überraschung: Das kleine Stadion war hergerichtet wie ein gemütliches Dorffest. Überall gut gelaunte, freundliche Menschen und eine Laufbahn, die so blitzblank war, dass man davon hätte essen können. Die Ankunft war also tiefenentspannt.

Der Plan: Einmal Vollgas, einmal Überleben

Unser ambitioniertes Ziel des Tages: der doppelte Doppelstart.

  • 18:00 Uhr: Startschuss über 5 Kilometer. Plan: Möglichst flott durchziehen.
  • 19:00 Uhr: Startschuss über 10 Kilometer. Plan: Ganz entspannt im Wettkampfmodus die Distanz triggern.

Die Strecke führte aus dem Stadion direkt in Richtung des historischen Marktplatzes, der sich als wunderschöne Altstadt entpuppte. Um dorthin zu gelangen, hieß es aber erst einmal: Beißzähne zeigen an einem kleinen, aber giftigen Anstieg. Oben saßen die Brettener vor den Restaurants beim Abendessen. Mit dem leckeren Kaltgetränk in der Hand ließen sie es sich aber nicht nehmen, uns jeden Hügel hinauf zu peitschen. Danach ging es auf verwinkelten Wegen zurück. Mein persönliches Highlight: Eine Art Haustür, die als Unterführung diente, um einen ganzen Häuserblock zu durchqueren. Sachen gibt’s – das habe ich so auch noch nicht erlebt!

Runde 2: Ein bisschen Beschiss muss sein

In der zweiten Fünfer-Runde machten sich die heißen Temperaturen und der giftige Altstadt-Hügel bemerkbar. Am Ende blieb die Uhr bei 26:55 Minuten stehen. Sieht auf dem Papier fantastisch aus! Unter uns: Die Strecke war wohl einen Tick zu kurz. Aber hey, man muss die Feste feiern, wie sie fallen – ein bisschen legaler Beschiss ist bei der Hitze absolut genehmigt!

Kurz darauf kam auch Jürgen ins Ziel. Der war wie immer bester Laune und spielte nebenbei noch den Animateur für die Zuschauer.

Der Zehner: Kopfsache und Zuschauer-Power

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht. Um 19 Uhr hieß es: Mental auf vier Runden einstellen. Die Endzeit war mir völlig egal, denn Kondition und schnelle Läufe waren bei mir in diesem Jahr bisher eher Mangelware. Meine Beine jammerten bereits, aber das fantastische Publikum trug uns förmlich durch die Gassen und machte das Ganze extrem kurzweilig.

Nach knapp 63 Minuten war das Ding im Kasten. Der Muskelkater für die nächsten Tage ist damit offiziell gebucht! Aber das Ziel steht: Im August beim Lebacher Stadtlauf soll eine richtig anständige Zehner-Zeit her.

Das Fazit: Laufen mal anders

Der CityCup in Bretten ist ein herrlich anderer Lauf. Genaue Streckenvermessungen und Sekundenjagd waren hier absolute Nebensache – das Event lebte vom Gemeinschaftsgefühl. Im Stadion herrschte Volksfeststimmung, in der City feierte das samstägliche Leben und wir liefen mittendrin. Familiär, herzlich und ein genialer Mix aus Sportverein und Samstagabend-Genießern. Bretten, du hast uns überrascht!

Da drückt man als Lautrer sogar beim Anblick der blau-weiß bemalten KSC-Stromzähler ein Auge zu – Bretten, es sei dir verziehen!


#590
5km: 0:26:55 Std. / 35 Höhenmeter
#591
10km: 1:03:02 Std. / 70 Höhenmeter


 



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