
21. Laufsaison 2025
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10.07.26 Es gibt diese Freitage, da könnte man gemütlich mit einem Kaltgetränk auf der Terrasse sitzen. Oder man macht es wie wir und folgt dem Ruf des SV Habach. Ob Habach jetzt wirklich der echte geografische Mittelpunkt des Saarlandes ist? Darüber streiten sich die Gelehrten (und die Nachbardörfer) vermutlich seit der Erfindung des Schwenkers. Für uns stand fest: Es war auf jeden Fall der Mittelpunkt der Hitze. Der "Schuldige" war schnell ausgemacht Angezettelt hat das Ganze Daniel. Der meinte vor zwei Wochen im Lauftreff ganz unschuldig: „Da könnten wir doch mal wieder mitlaufen!“ Tja, gesagt, getan. Und diesem Aufruf folgten sage und schreibe 15 Fun Runner. Allerdings siegte bei zwei von uns dann doch die saarländische Vernunft angesichts der Temperaturen: Sie erklärten sich kurzerhand zu den "moralischen Stützen" des Teams und betreuten uns lieber vom Streckenrand aus. Kluger Schachzug! Die restlichen 13 stürzten sich ins schweißtreibende Abenteuer. Für mich war es bereits die siebte Teilnahme. Habach steht eben einfach regelmäßig auf meinem Laufplan – auch wenn ich zwischendurch mal ein paar Jahre Pause eingelegt habe. In so kleinen Dörfern ist tatsächlich noch Leben, denn der Lauf hat sich fest etabliert. Die Anwohner stehen mit Wasserschläuchen parat und feuern an was das Zeug hält. Der Fußballverein gibt alles für die Stimmung, die spätestens auf der legendären After-Run-Party ihren Höhepunkt erreicht. Ein kleiner Wermutstropfen: Mit 291 Teilnehmern war das Feld dieses Jahr etwas dünner besetzt als sonst. Urlaubszeit und Sahara-Wetter sei Dank. Uns war das egal, wir haben trotzdem abgeräumt! Unser Männerteam und auch unsere Mixed-Truppe (Birgit, Jenny P., Hanna und meine Wenigkeit) sicherten sich jeweils den 6. Platz. Für einen kleinen Verein wie uns eine absolute Top-Ausbeute! Der Start vom Sportplatz aus ist jedes Mal ein Erlebnis für sich. Zuerst geht es über einen traditionell rumpeligen Feldweg. Die ersten zwei Kilometer sind ein wilder Mix aus „Bloß nicht hinfallen!“ und „Schnell weg hier!“. Da sich der Pulk erst sortieren muss, wurden das prompt meine zwei schnellsten Kilometer des Tages. Strategie? Fehlanzeige. Einfach rennen. Die Quittung folgte prompt bei Kilometer 3. Da wartete der stramme Anstieg auf uns. Mein Kilometerschnitt kletterte parallel zum Puls auf über 7 Minuten – es ist physikalisch und biologisch quasi unmöglich, dass das dort nicht passiert. Erst auf den Kilometern 4 und 5 durften die Lungenflügel wieder aufatmen. Und wenn man dann auf dem letzten Kilometer zurück in den Ort läuft, tragen einen die gut gelaunten Zuschauer und die Aussicht auf ein Kaltgetränk fast von alleine durch die Hitze ins Ziel.
Den Freitagabend haben wir standesgemäß im Kreise unserer Lauffreunde ausklingen lassen. Dieser Lauf hat einfach seine ganz eigene Atmosphäre. Und wisst ihr was? Vielleicht ist Habach ja wirklich der Mittelpunkt des Saarlandes. Zumindest für uns war er es an diesem Abend.
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