
21. Laufsaison 2025
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30.05.26 Deja-vu in Illingen: Hitze, Hügel und Schnappatmung mit Panorama Samstag. 18. Illinger Citylauf. Und was soll ich sagen? Petrus hat offensichtlich das Drehbuch vom letzten Jahr kopiert. Es war wieder einmal brütend heiß. Ebenfalls unverändert: Die Streckenführung. Gelaufen wurde wieder auf der Ausweichstrecke am Hallenbad. Warum? Weil der eigentliche Dorfkern – Verzeihung, die City – von der Gemeinde immer noch nicht freigegeben wurde. Gut Ding will eben Weile haben, oder so ähnlich. Die LLG Wustweiler hat das Ganze wie gewohnt mit maximaler Routine und viel Herzblut organisiert. Von den Schülern über den Handicaplauf bis hin zu den 5- und 10-Kilometer-Runden war alles am Start. Ein Rundkurs zum Genießen? Eher nicht. Die Wahrheit ist: Der 2,5-Kilometer-Rundkurs ist und bleibt ein hartes Brett. Vom Hallenbad aus geht es hoch auf die Landstraße Richtung Steinertshaus. Klingt idyllisch, bedeutet aber rund 40 Höhenmeter auf einer Strecke von gerade mal 1,25 Kilometern. Wer jetzt mathematisch mitdenkt, merkt: Beim Rückweg geht es zwar bergab, aber kombiniert mit praller Sonneneinstrahlung und geschmeidigen 30 Grad im Schatten (den es dort kaum gab) war klar: Bestzeiten werden heute definitiv nicht im Saarland geschrieben. Meine Vereinskollegen Falko, Birgit, Mandy und ich waren uns beim Start einig: Heute geht es rein ums Überleben und den "charakterbildenden Trainingseffekt". Atmen wird völlig überbewertet Der Hinweg zum ersten Wendepunkt lief noch verhältnismäßig flüssig. Wer eine blühende Fantasie besitzt, könnte den Rückweg als "Panoramalauf" bezeichnen – schließlich hat man von da oben einen wunderbaren Blick auf die sanft geschwungenen Höhenzüge des Nordsaarlands. Ich persönlich habe von dieser Schönheit der Natur allerdings genau gar nichts mitbekommen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, meine Atmung zu koordinieren, die sich – genau wie letzte Woche – irgendwo am oberen Anschlag festgebissen hatte. Sauerstoff? Mangelware. Umso "schöner" fühlt sich dann die zweite Runde an. An diesem Punkt schickte ich ein Stoßgebet gen Himmel, dass ich mich nur für die 5-Kilometer-Distanz angemeldet hatte. Die Läuferinnen und Läufer, die zeitgleich auf die 10 Kilometer gestartet sind, taten mir im selben Moment wahnsinnig leid – während mein Respekt für sie ins Unermessliche stieg. Das Fazit: Hauptsache unter 30! An der Wende in Steinertshaus war mir die Uhr völlig egal. Mein einziges Ziel war es, den Puls nicht komplett in den roten Bereich zu jagen. Das war es an diesem Tag einfach nicht wert. Am Ende hat es dann doch noch für ein versöhnliches Finish gereicht: Mit 29:39 Minuten blieb der Schnitt unter 6:00 min/km und die magische 30-Minuten-Marke wurde erfolgreich unterboten. Ein kleiner Triumph für die Lunge! Was bleibt hängen? Ich hoffe inständig für die LLG Wustweiler, dass der Citylauf bald wieder dorthin zurückdarf, wo er hingehört: Mitten ins Dorf. Die Veranstalter machen einen großartigen Job, aber wo gelaufen werden darf, entscheiden am Ende leider andere. Ein Blick in die Geschichtsbücher Man vergisst ja vor lauter Hitze fast, auf was für geschichtsträchtigem Asphalt man hier eigentlich unterwegs ist. Unser Citylauf blickt nämlich auf eine verdammt lange Tradition zurück. Er ist der älteste – oder sich zumindest dicht an dicht mit dem Saarbrücker Silvesterlauf um den Thron streitende – Lauf im gesamten Saarland! Bis einschließlich 2006 fand die Veranstaltung noch unter dem Namen Internationaler Saarland Volkslauf direkt in Wustweiler statt. Erst danach zog man weiter in die glorreiche "City" des Dorfes Illingen. Ein echter Klassiker stirbt eben nie, er wechselt nur die Kulisse. Für mich heißt es jetzt: Beine hochlegen und regenerieren. Nächste Woche steht der Firmenlauf an! Wir sind mit sage und schreibe 100 Arbeitskolleginnen und -kollegen gemeldet – ich freue mich drauf. Wir sehen uns beim Laufen in Saarbrücken! #583 |
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