
21. Laufsaison 2025
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11. & 13.06.26 Zwei Wettkämpfe, jede Menge Höhenmeter und die harte Realität der Selbsteinschätzung Man gönnt sich ja sonst nichts: Eine Woche, zwei Wettkämpfe und die schmerzhafte Erkenntnis, dass Streckenprofile in der Realität steiler sind als in der eigenen Fantasie. Donnerstag: Fantreffen auf dem Betzenberg (Firmenlauf Kaiserslautern) Normalerweise kriegt man uns Saarländer ja nicht so leicht für einen kommerziellen Firmenlauf außerhalb der Landesgrenzen begeistert. Aber die Pfälzer hatten einen genialen Köder ausgelegt: Das Ziel lag direkt im Fritz-Walter-Stadion. Als echte FCK-Fans war die Anmeldung für Nick, Kevin und mich Ehrensache. Dass meine beiden Begleiter sich erst kurz vor knapp anmeldeten, bestrafte das Schicksal sofort: Mein Premium-Ticket für den 1. Startblock war wertlos. Stattdessen hieß es: 45 Minuten in der prallen Sonne warten. Die Securitys (natürlich stilecht vom FCK) passten auf wie die Schießhunde. Kein Durchschmuggeln möglich. Verständlich, auf dem Betzenberg wird schließlich nicht mit der Sicherheit gescherzt. Dann ging es endlich los – vom höchsten Fußballberg Deutschlands im Sturzflug bergab. Zu dritt flogen wir dahin. Doch die Quittung folgte prompt am legendären Erbsenberg. Sagen wir es, wie es ist: Ich hatte die Höhenmeter komplett unterschätzt. Ich dachte naiverweise, wir laufen gemütlich auf Stadionhöhe in den Wald. Spoiler: Nö.
Schnaufend am Stadion des nächsten Traditionsvereins, dem VfR Kaiserslautern vorbei, im Slalom vorbei an über 6.000 Mitstreitern, vorbei am Wildgehege bis zum höchsten Streckenpunkt zwischen Kilometer 3 und 4. Irgendwann hatte der Laufgott ein Einsehen, und die restlichen Kilometer flutschten in knapp unter 5:30 Minuten. Und das Highlight? Hielt absolut, was es versprach! Vorbeilaufen an der legendären Westkurve bis zum Ziel an der Nordtribüne! Wenn man da unten läuft, merkt man erst, wie gigantisch dieses Stadion ist. Die Uhr blieb bei 28:19 Minuten stehen. Angesichts der Höhenmeter und der Kulisse nebensächlich. Nach ein bisschen Stadionfeeling trudelten dann auch Nick und Kevin ein. Fazit: Schön war’s! Und wer weiß, vielleicht lasse ich mich nächstes Jahr wieder bei diesem überteuerten Kommerzlauf blicken. Samstag: Staffel-Spektakel am Losheimer Stausee (See4Run) Auf diesen Tag haben wir uns besonders gefreut. Der LC Fun Run rückte mit sage und schreibe 12 Läufern in Losheim an. Drei Teams, benannt nach den Waldabschnitten unseres Lauftreffs: „Schwarzer Wäsch“, „Exelbersch“ und „Dieschdersch“. Klingt kryptisch, ist aber Heimatliebe. Jenny durfte als zweite Läuferin für die „Schwarze Wäsch“ ran – was geografisch perfekt zu ihrer Trainingsgruppe passte. Trotz brutaler Sonneneinstrahlung und überschaubarer Vorbereitung hämmerte sie eine 23:24 Minuten für die 3,7-Kilometer-Runde um den See raus. Ein starker Schnitt von unter 6:20 Min/km! Ich durfte als Schlussläufer für das Team „Exelbersch“ das Staffel-Fußband von Birgit übernehmen. Der Wechsel klappte so perfekt, dass ich vor purem Übermut jeglichen Verstand verlor. Trotz leichtem Anstieg auf dem ersten Kilometer lief ich eine 5:02 heraus – mein schnellster Jahreskilometer! Dass man dieses Tempo bei meinem Formzustand nicht durchhält, lernt man eigentlich im Laufkurs. Das klassische „Eingehen“ war also vorprogrammiert:
Und als Sahnehäubchen wartete auf den letzten 400 Metern die berüchtigte Rampe hoch zum Start- und Zielbereich. Ich war gerade noch so stolz, dass ich zwei Teams einsacken konnte, da zog an besagter Rampe ein Lauffreund eiskalt an mir vorbei. Er war wenigstens so nett und hat mich ein kleines Stück angeschoben. Was wir jedoch niemandem erzählen. Am Ende stand eine Zeit von 20:09 Minuten auf der Uhr. Die "Unter-20-Minuten-Marke" wurde mir also verwehrt. Trotzdem: Was für eine geniale Erfahrung im Kreis unserer Lauf-Club-Freunde. Schön, dass es euch gibt und wir diese Gemeinschaft immer wieder so ausleben können! #586 |
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