Saison 2012
Jahresrückblick in Bildern



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See you 2013
Jenny & Thorsten
31.12.2012
40. Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden

Nachdem Jenny gestern zusammen mit Andrea noch den Schnupperlauf beim Silvesterlauf in Saarbrücken gelaufen ist, fahren wir heute nach Kottweiler-Schwanden zum dortigen Silvesterlauf. Im Übrigen hat Nick am Vortag ebenfalls den Schnupperlauf (4,4 Km) in beachtlichen 23 Minuten bewältigt.

In besagtem Kottweiler-Schwanden hat der heutige Lauf eine lange Tradition. Dies wird spätestens bei der Parkplatzsuche klar. Auf ca. 1200 Einwohner kommen 800 Läufer/innen. In der Festhalle wird mit allerlei ausgestellten Laufutensilien und einer langen Siegerliste die Tradition belegt.

Nachdem wir ein paar Bekannte getroffen haben, reihen wir uns in das Läuferfeld ein. Auch hier treffen wir wieder etliche Saarländer, die den Weg hierhin gefunden haben. Nicht nur der Saarbrücker Silvesterlauf am Vortag hat somit eine große Anziehungskraft auf die laufende Masse der Großregion. Gut so!!!

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Ganz schön was los vor dem Start

Kurz darauf knallt es auch schon und wir bewegen uns erst einmal langsam vom Start weg. Der Ort ist relativ klein, somit ergeben sich auch kaum Möglichkeiten, zügig weg zukommen. Dies ist auch am letzten Lauf des Jahres nicht mehr nötig. Zumindest in meinem Bereich sehen die Läufer die Veranstaltung eher locker. Es wird viel gelacht, außerdem scheinen die 1200 Einwohner alle in der Hauptstraße zu stehen. Wir werden mit einem tollen Applaus aus dem Ort begleitet. Irgendwie ist  es so ähnlich wie beim Silvesterlauf von Werl nach Soest, an dem wir die letzten beiden Jahre teilgenommen haben.

Bis zum ersten Nachbarort Steinwenden geht es ständig bergab. Auch hier sind die Straßen vollgestopft mit Zuschauern. Und es wird fleißig angefeuert. Mir schwant bei dem Streckenprofil aber nix Gutes. Irgendwann muss es wieder hochgehen und dann hätten wir die aufmunternden Worte doch nötiger, denke ich noch so vor mit hin und bemerke nicht einmal, dass sich die erste kleine Steigung nach Kilometer 3,6 vor mir aufbaut.

Hinter dieser Kuppe kommt schon die ebenfalls stimmungsvolle Stadt Ramstein. Bis hierhin hat man das Gefühl, jemand ganz besonderes zu sein. Zumindest vermitteln auch die Ramsteiner, dass sie die Leistung jedes einzelnen Läufers  bejubeln.

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Am Start

Hinter Ramstein folgt in Miesenbach das Meisterstück des heutigen Tages. Um es mit den Worten einer Läuferin in Jennys Bereich zu sagen:
Only Mountains...
Shit…
Fuck you…
This is the hell…
Never again…
The last run…

In dieser Region sind viele Amerikaner angesiedelt, die zur Air Base etc. gehören. Außerdem ist in Landstuhl ein amerikanisches Militärkrankenhaus. Von daher die englischen Kommentare, wobei es so krass dann auch wieder nicht war. Denn zu unserem Erstaunen sind gerade an diesen Anstiegen auf den letzten 2,5 Kilometern noch mehr Zuschauer, die umso stärker anfeuern. Also um es deutlich zu sagen, der Silvesterlauf von Kottweiler – Schwanden steht dem größten deutschen Silvesterlauf von Werl nach Soest, was die Stimmung angeht, in nichts nach. Nebenbei sei erwähnt, dass in Werl die Einnahmen gespendet werden. Aber auch da steht der heutige Lauf in nichts nach. Ein Euro des Startgeldes wird garantiert für einen guten Zweck gespendet.

Bis zum Zielort Kottweiler steigt die Strecke weiterhin an. Zwar gab es in Miesenbach noch eine kleine Bergabpassage, doch reicht die nicht aus, um groß für Erholung zu sorgen. Etwa 800 Meter vor dem Ziel überquert man dann den letzten großen Buckel, um nach einem weiteren abfallenden Stück dem Ziel leicht ansteigend entgegen zu stürmen.

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Jenny ganz locker in Saarbrücken am Vortag

Wirklich vorbildlich wie dieser Lauf organisiert ist... Jenny ist stolz, diese anspruchsvolle Strecke gemeistert zu haben und hat das Bad in der Menge genossen. Mit 64 Minuten für Jenny und 51 Minuten für mich kann der Silvesterabend kommen. Genauso wie wir gern wieder nach Kottweiler – Schwanden kommen. Ein angenehmes Laufjahr mit wenig Höhen, was die Zeiten betrifft, geht nun zu Ende. Dafür durften wir aber wirklich schöne Läufe erleben. Auch hatten  wir dabei sehr schöne Momente mit Freunden. Vielleicht kommen ja in der neuen Saison auch noch Bestzeitenerfolge. Aber am wichtigsten ist für uns, verletzungsfrei zu bleiben und den Spaß an unserm schönen Sport nicht zu verlieren. Genau dies wünschen wir auch allen, die gelegentlich unsere Texte hier lesen. Habt Spaß, nehmt das Laufen an sich nicht ganz so bierernst, dann klappt es auch mit der neuen Saison.


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Nick mit dem Sieger des Silvesterlaufes in SB(Patrick Ereng aus Kenia)

24.12.2012
11. Heiligabend Bärenfelslauf

Vor dem Heiligabend hat sich seit wenigen Jahren eine schöne Tradition bei uns eingespielt. Dann nämliche fahren wir am Morgen zur Familie Feller nach Nohfelden / Neubrücke zum Bärenfelslauf. Zwar absolvieren wir nur den Hauptlauf von 8,5 Kilometern, doch hat dieser schon genügend Höhenprofil für ein bevorstehendes Fest wie Weihnachten. Die hartgesottenen Teilnehmer gehen  zum Jahresende noch einmal auf 5 Runden über die komplette Marathondistanz.

Begleitet werden wir von den Fribi´s Petra, Andrea und Klaus. Start/Ziel und Anmeldung des Laufes befinden sich in der Autobahnunterführung von Neubrücke. In den Vorjahren war es hier schon recht kühl im Schatten. Heute ist jedoch das Gegenteil der Fall. Bei fast frühlingshaften Temperaturen um die 12°C Grad sind bei den meisten Läufern kurze Kleider angesagt.

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Nach dem Start ist jeder auf sich allein gestellt. Auf knackigen 3 Kilometern laufen wir stetig bergauf bis unter den Bärenfels. Die Stimmung  unter dem Feld ist sehr locker. Alle sind bereits auf die Feierlichkeiten am Abend eingestimmt. Ich weiß zwar nicht wie es an der Spitze ist, aber in meinem Bereich kann man den Bärenfelslauf nicht mit den normalen Waldläufen oder Volksläufen vergleichen. Selbst hier am Berg hält man ein kurzes Schwätzchen und feuert sich gegenseitig an.

Die komplette Strecke ist  in ein riesiges Waldgebiet eingebettet. Dieses Gebiet ist so groß, dass die Familie Feller noch zwei Ultraläufe im Laufe des Jahres anbietet, bei denen sich die Strecken jedes Mal etwas zum Vorjahr unterscheiden. So kommt keine Langeweile auf. Teilweise sind die Startfelder auch etwas kleiner, sodass ein familiärer Charakter erhalten bleibt.

Nach dem Bärenfels geht es bis auf einen kleinen Anstieg bei etwa Kilometer 4 nur noch bergab. Leider haben wir in diesem Jahr nach dem Zieleinlauf kein Lebkuchenherz mehr bekommen. Dies ist die eigentliche Medaille beim Bärenfelslauf. Dafür stimmt die Weihnachtliche Streckenverpflegung mit Plätzchen, Schokoladen, warmen Getränken usw. umso mehr.


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Jenny ist den Lauf zusammen mit Andrea gelaufen. So wie ihre Gesichter aussehen, hatten sie auch viel Spaß auf der Strecke und so soll es hier auch sein, mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel zu kommen. Wie das ganze bei den Marathonläufern aussieht weiß ich nicht, da diese noch einige Runden zu kreisen haben, doch sind es meist sehr erfahrene Läufer, die sich die über 1200 Höhenmeter zumuten und wissen, was sie sich antun. Von daher bin ich überzeugt, dass auch sie Spaß an der Veranstaltung haben.

Da wir heute nicht allein sind, können wir nicht die immer sehr schön organisierte Siegerehrung im Kinocenter besuchen. Allein diese ist schon die Anreise wert. Wenn man einen Kritikpunkt finden möchte, sind es die gestiegenen Startgelder, die aber unserer Meinung nach gerade  noch so in den Rahmen passen. Außerdem wird die Veranstaltung seit Jahren allein aus Familienhand gestemmt, was es zu erwähnen gilt.

Nächste Woche steht noch der Silvesterlauf in Kottweiler – Schwanden an bzw. wird Jenny auf der kleinen Runde in Saarbrücken am Tag davor noch Andrea begleiten. So schnell geht wieder ein Laufjahr zu ende.

15.12.2012
20. Weihnachtsmarktlauf Offenbach / Hundheim

Der letzte Lauf des Laufladen-Cup 2012 steht an. Aus diesem Grund geht es tief hinein in die Pfalz. Genauer gesagt nach Offenbach / Hundheim. In diesem kleinen Ort findet der Jubiläumslauf zum 20. Weihnachtsmarktlauf statt. Jenny und ich freuen uns auf den Lauf, da wir vor zwei Jahren schon einmal am Start waren und wissen, wie toll dieser Lauf organisiert ist. Außerdem gibt es einen kleinen,  aber sehr liebevollen Weihnachtsmarkt mit Handwerkerbuden, leckeren Getränkeständen, uvm. Sehr urig sind die Garagenstände von den Anwohnern selbst.

Relativ spät kommen wir zur Anmeldung im Gemeindehaus. Wie in den Jahren zuvor, pendelt sich die Teilnehmerzahl bei etwa 150 ein. Damit können die Veranstalter gut leben. Im Vorfeld sehen wir uns noch den Kinder- und Schülerlauf an. Dieser führt direkt über den vorweihnachtlich geschmückten Markt. Da der Markt nur durch eine schmale Gasse führt, kann man hier nicht einfach mehrere Runden drehen lassen wie z.B. beim Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl. Die Veranstalter schicken die Hauptläufer viel mehr nach einer kleinen Einführungsrunde hinaus in die Felder von Offenbach / Hundheim, um sie nach einem knackigen Anstieg hinter der Ortsgrenze auf die Höhen über dem Glantal zu führen. Von dort geht es auf einer 7,5 Kilometer  langen Schleife wieder zurück zum Ausgangspunkt.

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Wir sind natürlich über das stramme Profil vorgewarnt, da wir nach 2010 zum zweiten Mal hier starten. Bei den sehr milden Temperaturen von +8°C Grad müssen wir ohnehin erst den Unterschied von 16°C Grad zum vergangenen Wochenende beim Lauf in Ottweiler verdauen. Nach kurzer Ansprache mit Startschuss geht es auch schon los. Hinter dem Weihnachtsmarkt laufen wir durch die Brückenstraße zum Ortsausgang. Hier wartet bereits der gefürchtete Anstieg. Von weitem sehe ich schon über mir die ersten Läufer an der zweiten Serpentine dem Sauerberg (110 Höhenmeter) entgegen stürmen. Ich laufe den Berg eher locker bzw. langsam hinauf. Kurz vor dem höchsten Punkt verwandelt sich die Asphaltstrecke in einen tiefen matschigen Feldweg. Dies erschwert das Laufen zusätzlich.

Oben angekommen, bin ich schon sehr zufrieden mit mir. Wenn ich so um mich  herumschaue oder viel mehr höre, dann ist das Schnaufen in meinem Bereich recht heftig. So laufe ich den steilen Berg hinab in Richtung Aschbacher Weiher. Wenig vor mir sehe ich dann plötzlich ein kleines Mädchen. Die Gedanken von Selbstzufriedenheit verabschieden sich von jetzt auf gleich als ich bemerke wer das ist. Es ist die erst 10 Jahre alte Elisa vom Bärenfelsteam. Die kann doch nicht schneller laufen als ich!? Also reiße ich mich zusammen um das Tempo anzuziehen. Als ich fast auf ihrer Höhe bin, fängt die junge Dame  zu springen und zu tanzen an ( während  dem Laufen!). Irgendwie demoralisiert mich das schon etwas. Auf der anderen Seite denke ich wie gut es ist, dass die Kleine so viel Spaß am Laufen hat. Auch wenn ich hier am Anschlag laufe und sie schon etwas gelangweilt ist. Eins ist klar, sollte sie die Lust am Laufen beibehalten, wird sie in einem halben Jahr vor mir im Ziel ankommen. Um die Freude am Laufen nicht zu verlieren ist sie ja in ihrer Familie bestens aufgehoben. Dort laufen fast alle Familienmitglieder und leben das Laufen.

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Nach dem ich sie überholt habe, steigt die Strecke ein letztes Mal an. Auf der Kuppe angekommen biegt der Weg in Richtung Offenbach-Hundheim ab. Auf dem Boden der Tatsachen sicher gelandet fällt mir auch auf, dass ich ein gutes Stück langsamer als noch vor zwei Jahren unterwegs bin. So ist das halt im Leben, wenn man nicht aufs gut Essen verzichtet. Ich lasse mir die Lust am Laufen aber auch nicht nehmen und biege am Ortseingang hinter einer kleinen Siedlung wieder in die Brückenstraße ein, um an deren Ende wieder die Glan zu überlaufen. Hinder der Brücke biege ich auf den Weihnachtsmarkt ab, wo die Läufer von einigen Zuschauern empfangen werden. Diese feuern auf den 300 Metern in der schmalen Gasse, zwischen den Weihnachtsbuden hindurch noch mal richtig an. Eine gelungene Überraschung im Ziel sind mit Sicherheit für jeden die goldenen Medaillen. Außerdem gibt es für jeden ein Tombola- Los und einen Getränkegutschein für den Weihnachtsmarkt.

Den dortigen Apfelpunsch werde ich mir nicht entgehen lassen. Doch zunächst laufe ich Jenny entgegen. Etwa in Höhe der Glanbrücke kommt mir der ACDC – Weihnachtsmann entgegen, was genau nach meinem Geschmack ist. Anstatt Päckchen hat er eine Soundanlage mit TNT im Sack. Knapp dahinter folgt auch schon mein Schatz. Anscheinend haben die Rhythmen von Bon Scott sie beflügelt, denn genau wie die Ratten beim Rattenfänger von Hameln folgt sie dem ACDC – Weihnachtsmann in flottem Schritt. Mit 51 Minuten kommt sie genauso schnell wie vor zwei Jahren ins Ziel. Der Unterschied ist aber der, dass sie im Training keine Rücksicht auf den Volkslauf genommen hat. Somit dürfte sie zum Jahresende einen Tick weiter sein. Bleibt abzuwarten, was sie im nächsten Jahr leisten kann. Wir freuen uns schon jetzt auf die Vorbereitung im Januar mit der anschließenden neuen Saison.

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Auf dem Weihnachtsmarkt lassen wir den Mittag ausklingen. Eigentlich  war der Hauptgrund für unsere heutige Teilnahme der letzte Lauf des Laufladen-Cups. Aber einen weiteren Start werden wir hiervon nicht abhängig machen. Dieser Lauf passt auch ohne Laufladen-Cup hervorragend unsere Vorweihnachtssaison.

08.12.2012
8. Nachtwächterlauf in Ottweiler

Bei keinem Lauf im Jahr trifft man so viele bekannte Läufer als beim Nachtwächterlauf. Auch in diesem Jahr werden die Veranstalter von der saarländischen Läuferszene nicht enttäuscht. Bei kühlen Temperaturen um die -5° Grad und Schnee sind allein für den Hauptlauf 300 Läufer/innen gemeldet. Dazu kommen nochmals 121 Starter/innen beim 5 Kilometer Jedermannslauf. Mit Petra, Felix, Andrea, Bärbel, Nick, Jenny, Bernd und mir sind dieses Jahr auch 8 Fribi´s unter dem Läufervolk.

Gestartet wird der Lauf wie gewohnt am Schlossplatz. Nach wenigen Metern kommt man direkt auf die 2,5 Kilometer lange Runde, die uns viermal durch Ottweiler führen wird. Ein bestens gelauntes Feld geht dann auch pünktlich unter tosendem Beifall der vielen Zuschauer auf die erste Runde.Und die zahlreichen Fackelträger, die uns den Weg ausleuchten, verstärken die weihnachtliche Stimmung.


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Die Fribi´s


Da wir zu dieser Jahreszeit schon eine geschlossene Schneedecke im Saarland haben, finde ich es umso erstaunlicher wie die Stadt Ottweiler die Straßen weitestgehend eisfrei halten konnte. Trotz aller Bemühungen ist es in der ersten Straße “am alten Weiher“ schon relativ schmierig. Auf Bestzeiten sollte somit lieber keiner aus sein. Am Sportplatz von Ottweiler wartet schon der nächste Stimmungsbereich auf die Läufer. Hier wird die Straße selbstverständlich auch mit Fackeln ausgeleuchtet. Außerdem heizt laute Musik mit Kerzen und Lichterketten die Läufer weiterhin ein.

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Die Spitze mit Olympia - Triathlet Steffen Justus

Die zweite Rundenhälfte bringt uns durch die Illinger Straße. Hier gibt es einen kurzen Wendepunkt, an dem man wieder hellwach sein sollte um nicht bei der 360° Grad – Biegung den Adler zu machen. An diesem Punkt werden die Läufer mit lauter Rockmusik ein weiteres Mal gepusht. Dies passt zwar nicht zur Vorweihnachtszeit, doch erfüllt es zumindest bei mir seinen Zweck. Somit nehme ich den kleinen Anstieg bis zur Abbiegung, die uns wieder auf zum Schlossplatz bringt, mit links.

Überraschenderweise hält meine Wade wieder vortrefflich. Da ich es nicht übertreiben will und eher froh bin schmerzfrei laufen zu können, gehe ich die nächste Runde eher locker an. Am Schlossplatz stehen im Übrigen etliche Bekannte und Verwandte, bei denen man viermal einen lockeren Eindruck hinterlassen muss. Von daher nichts überstürzen. Die zweite und dritte Runde nehme ich jeweils mit Klaus von der LG Ohmbachsee bzw. mit Ralph von den Grojos. Nach jeder Runde nehme ich von unseren Fans den verdienten Applaus entgegen, um dann ein weiteres Mal durch die Straße am alten Weiher zu schlittern bzw. auf der gegenüberliegenden Seite durch die Illinger Straße zu rutschen.

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Der VanMan von Runnerspoint war auch wieder in OTW

In bester Vorweihnachtslaune laufe ich dann nach 52 Minuten dem Ziel auf dem Schlossplatz entgegen. Viel Spaß, aber vor allem ein verletzungsfreier Nachtwächterlauf liegt hinter mir. Es war nicht mein schnellster Lauf in Ottweiler, dafür aber einer der stimmungsvollsten. Jetzt, wo die Vorweihnachtsläufe auf ihren Höhepunkt zusteuern, bin ich sehr gespannt, was meine beiden Schützlinge zustande gebracht haben. Nick steht bereits im Ziel mit einem warmen Tee für mich. Er ist zu Recht stolz auf sich, denn mit einer 28er Zeit über die 5 Kilometer hat er seine Bestzeit auf dieser Strecke um 4 Minuten steigern können. Ok, er hat lange keinen Lauf mehr bestritten und ist ein gutes Stück  gewachsen, aber so eine Verbesserung hätte ich ihm nicht zugetraut. Wie schon oft erwähnt, warte ich schon seit Jahren auf meinen nächsten Wachstumsschub. Er will und will nicht kommen.
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Eiskalt und Jenny kann trotzdem noch lachen

Jenny lässt sich heute auch nicht lumpen! Nachdem wir bereits Plätze beim Italiener in Ottweiler reserviert haben, hatte sie anscheinend schon auf der Strecke Hunger bekommen, denn wie sonst sollen wir die 63 Minuten erklären, die sie auf der heute schweren Strecke gelaufen hat. Sie wollte nur einen lockeren Lauf machen und vor allem ohne Sturz über die vereisten Wege kommen, dafür ist die Zeit mehr als beachtlich. Es geht weiter aufwärts.

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Nach zwei Runden sieht es noch locker aus

Alle anderen Fribi´s sind auch gesund im Ziel eingelaufen. Womit sich der Kreis schließt. Ein schöner Samstagabend lassen wir im Anschluss mit Freunden und der Familie ausklingen. 
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Wenn der kleine Hunger kommt

02.12.2012
24. Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Das heißt für uns, in die Pfalz zu fahren, um beim Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl an den Start zu gehen. Zuvor hatten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Neunkirchen / Furpach beim dortigen Straßenlauf eingelegt, um Flyer für den Osterlauf unter das Läufervolk zu bringen.

Nach der Arbeit folgt also das Vergnügen. In Landstuhl angekommen stellen wir fest, dass es heute noch längere Wege als sonst gibt. Denn die eigentliche Halle mit Startnummernausgabe und Duschen ist wegen Umbau geschlossen. Da bleibt eben mehr Zeit zum Auszulaufen...
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Der Lauf in Landstuhl steht eigentlich in jedem Jahr auf unserem Plan. Dieses Jahr ist er für Jenny und mich aber auch der vorletzte Lauf zur Laufladen – Cup – Serie. Eine ganze Reihe schöner Läufe konnten wir in diesem Jahr damit verbinden. Die vorangegangenen Läufe wurden noch in den warmen Monaten ausgetragen. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter für harte Läufer. Aus diesem Grund stehen wir jetzt bei 0° C Grad vor der Sickingensporthalle und warten auf den Startschuss, der heute aus einer Kanone von Burg Nanstein kommt. Die Burg liegt oberhalb der Stadt im Wald und ist Zielort des Nansteinberglaufes im Frühjahr. Eine geschlossene Schneedecke haben wir übrigens auch schon pünktlich zum 1. Advent.

Wir starten um 13 Uhr auf eine 1,6 Kilometer lange Einführungsrunde bis zum Weihnachtsmarkt. Dort warten jede Menge Zuschauer auf die Läufer. Unter großem Beifall schicken Sie uns auf die erste richtige Weihnachtsmarktrunde. Im Zielbereich heizt zudem der VanMan von Runnerspoint nach allen Regeln der Sprecherkunst an.

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Für mich ist nach der ersten Runde auch schon Schluss mit schnellem Laufen. Nicht nur, dass mir zum Jahresende das Benzin auszugehen scheint, nein auch die Wade macht sich immer wieder leicht bemerkbar. Man muss ja nichts erzwingen. So belasse ich es nach zwei weiteren langsamen Runden bei einer immer noch passablen 38er Zeit. Die tolle Stimmung im Zielbereich kann ich somit auch viel intensiver genießen. In den Jahren zuvor habe ich davon nicht immer so viel mitbekommen.

Kurze Zeit später erreicht auch Jenny mit zufriedenem Gesichtsausdruck den Zielkanal. Trotz Eiseskälte, was ihr das Laufen sehr schwer macht, kann sie ihre Zeiten zum Jahresende weiterhin leicht verbessern. In 14 Tagen sehen wir in Offenbach – Hundheim ob dem wirklich so ist. Dann nämlich endet die Laufserie bei dem dortigen Weihnachtsmarktlauf. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal dort und können die Zeiten vergleichen.

Jetzt machen wir uns aber zuerst auf den Rückweg zur Sporthalle, um nach dem Duschen in aller Ruhe über den Weihnachtsmarkt zu schlendern. Denn im Laufschritt bekommt man von den Weihnachtsmarkbuden so wenig mit.

Landstuhl hat trotz weiter Wege in diesem Jahr wieder sehr viel Spaß gemacht. Spätestens in drei Monaten sind wir wieder hier, wenn es heißt die Burg Nanstein zu erobern.

24.11.2012
8. Glühweinlauf in Hemmersdorf

Der Glühweinlauf soll laut Veranstalter Oliver ein Bindeglied zwischen Freundschaftslauf und Volkslauf sein. Dies hat sich zumindest der Lauftreff Hemmersdorf so auf die Fahnen geschrieben. Soll heißen, dass man den unentschlossenen Hobbyläufern ein wenig die Angst vor Wettkämpfen nehmen möchte.

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Auf dem Rückweg

Und das funktioniert folgendermaßen. Nach der kostenlosen(!) Startnummernausgabe trägt sich jeder Teilnehmer in eine große Liste ein. Ob 5 Kilometer oder  9,2 Kilometer oder Walking spielt dabei keine Rolle. Danach geht es zum Start an der idyllisch gelegenen Nied. Die Strecke verläuft auf schönen Naturpfaden durch die Niedauen bis zum Nachbarort Siersburg. Nach einer kleinen Schleife vor dem Ort geht es auf gleicher Strecke wieder zurück. Die Zeit nimmt jeder Teilnehmer selbst. In der Halle wird danach die Zeit eingetragen. Sofern man dies möchte. Die Startnummer wird zum guten Schluss noch für eine Tombola in eine Kiste geworfen. Man bedenke, die Lauftrefffreunde stellen dies alles kostenlos bereit.

Jenny und ich gehen den Lauf heute zusammen an. Schließlich ist es ja ein Freundschaftslauf. Trotzdem versuchen wir ein relativ flottes Tempo anzugehen, um für meine bessere Hälfte den optimalen Schnitt zu finden, denn nächste Woche steht der Landstuhler Weihnachtsmarktlauf an. Bei dem möchte Jenny auf Zeit laufen. Überraschenderweise kann sie für ihre Verhältnisse einen flotten Schnitt über die gesamte Distanz halten. Die abwechslungsreiche Fluss- und Wiesenlandschaft, gemischt mit der tollen Stimmung unter dem Teilnehmerfeld machen den Lauf für uns aber auch extrem kurzweilig.

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Fußgängerbrücke an der Grenzlandhalle in Hemmersdorf

Gut gelaunt nehmen wir die Einladung zum gemütlichen Beisammensein in der Grenzlandhalle an. Lediglich die Lust auf Glühwein hält sich bei milden 13° Grad in Grenzen. Auch die Plätzchen verlocken leider noch nicht wirklich. Hoffen wir, dass in Landstuhl beim Weihnachtsmarktlauf die vorweihnachtliche Lust wachgerüttelt wird. Nachdem wir uns bestens verpflegt haben, wird Jenny bei der Tombola noch mit dem Preis des Ortsvorstehers überrascht. Dies sei ein ganz edler Tropfen wie  uns gesagt wurde. Auch wenn die besten Pokale die sind, welche man austrinken kann, so müssen wir doch zu unserer Schande gestehen, dass wir keine Weinliebhaber sind. Den Weinfreunden sei aber versichert, dass die Flasche im Familienclan einen geeigneten Abnehmer finden wird.

Laut Organisator gab es mit 200 Starter/innen einen neuen Teilnehmerrekord. Mit Sicherheit würde man sich im nächsten Jahr über weitere Gäste freuen. Verdient hat man es sich allemal, denn die Idee, Hobbyläufer an den Wettkampfsport zu gewöhnen, hat was.  Für uns beginnt jetzt die Weihnachtssaison mit vielen schönen Läufen, die wir eher aus Spaß laufen möchten. Die Bestzeitenjagt beginnt dann wieder im nächsten Frühjahr.

Auf LaudfatenSaar.de haben wir einen kleinen Vorgeschmack von den Saarländischen Advents- und Weihnachtsläufen eingestellt: http://www.laufdatensaar.de/home/index.php?men=15

Viel Spaß beim Lesen bzw. Laufen.

11.11.2012
24. Int. Martinslauf

 

Leicht verspätet kommen wir in Losheim zum 24. Internationalen Martinslauf an. Der Jedermannslauf über 5 Kilometer ist bereits auf dem ersten Kilometer unterwegs. Außer einem etwas entfernten Parkplatz von der Dr. Röder Halle, hat dies aber keine weiteren Auswirkungen auf unseren anstehenden Lauf. Bis zu Halle können wir außerdem noch etwas einlaufen.

Nach der Anmeldung vertreiben wir uns die Zeit bis zum Start recht schnell mit dem Begrüßen bekannter Gesichter. Den Start des Hauptlaufes hat man heute der Narrenzeit entsprechend auf 11:11 Uhr angepasst. Sonst ist der Start schon etwas früher. Mit guter Stimmung schickt der Veranstalter das wieder einmal große Starterfeld auf die Strecke. Zuerst ist eine Einführungsrunde durch den Ort, dann zum Losheimer Stausee zu laufen. Und das Ganze zweimal, da es eine 5 Kilometer Runde ist. Ich empfinde diese als relativ schwierig, da es bis zum See ständig den Berg hinauf geht. Kurz vor dem höchsten Punkt folgt hinter der Seepromenade noch ein kurzer aber giftiger Anstieg bis zum Brauhaus.

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Dort angekommen habe ich zum ersten Mal ein Stechen in der Wade. Doch noch denk ich mir nichts dabei. Von hieraus geht es wie jedes Jahr nur noch bergab bis zum Ortskern. Dort werden die Läufer mit einem tosenden Applaus von vielen Zuschauern empfangen. Zur Hälfte liege ich mit einem 5:04er Schnitt optimal im Rennen. Meine Bestzeit vom letzten Jahr müsste eigentlich drin sein. Aber irgendwas stimmt nicht. Kurz vor dem See ist es dann soweit, es zieht höllisch in der Wade. An ein Weiterlaufen ist nicht zu denken. Ich wandere langsam zurück um dann mit Jenny zusammen ins Ziel zu laufen. Mehr humpelnd als laufend versteht sich.

Da ich bisher meistens von Verletzungen verschont geblieben bin, mache ich mir nicht allzu viel aus dem heutigen Dilemma. Nach ein paar Tagen Pause sollte die leichte Zerrung wieder weg sein. Mit dem gemeinsamen Zieldurchlauf hat die Verletzung auch was halbwegs Schönes. Trotzdem meinen es die 10 Kilometer – Volksläufe in diesem Jahr nicht ganz so gut mit mir. Irgendwie ist da der Wurm drin. Zwei stehen noch auf dem Plan mit Ottweiler bzw. Kottweiler – Schwanden. Ich werde mir hierbei keinen Stress mehr machen. Vielmehr laufe ich diese aus Spaß. Am Ende wird man sehen, was dabei raus kommt.  

Für Jenny sind solche Strecken wie in Losheim noch keine Selbstverständlichkeit. Darum kann sie mit 67 Minuten auch relativ gut leben. Sie würde natürlich gern etwas schneller laufen können, aber bei der einen oder anderen Leckerei in der Dr. Röder Halle ist die leichte Missstimmung bei ihr auch verflogen. In Losheim lohnt sich ein Start immer. Von daher können wir die Zeiten in den nächsten Jahren noch verbessern. Zur Belohnung gibt es in jedem Jahr eine Martinsbrezel für jeden Teilnehmer.

Auf der Heimfahrt muss ich viel Spott von den weiblichen Fribi Läuferinnen über mich ergehen lassen. Ich hätte auf dem Hinweg den Mund nicht zu voll nehmen sollen, denn meistens kommt es anders und zweitens als man denkt….

03.11.2012
33. Fackellauf in Rodenbach

 

Schlechtes Wetter gibt es nicht für richtige Läufer, auch wenn es seit dem Aufstehen heute Morgen ununterbrochen regnet. Da der Fackellauf erst um 18 Uhr startet, hat es sich schon so richtig schön eingeregnet. Auf der A6 in Richtung Kaiserslautern herrscht geradezu Land unter, da wird wohl eh nicht viel Betrieb bei der Anmeldung sein.

In Rodenbach angekommen, werden wir eines Besseren belehrt. 341 Läufer werden an den Start gehen und in der Halle herrscht reges Treiben. Von jetzt auf gleich kommt doch etwas Stress bei Jenny und mir auf. Da es wirklich s… kalt ist, gehen wir erst wenige Minuten vor dem Start aus der Halle zum Startblock. Überraschenderweise stehen sogar einige Rodenbacher an der Strecke zum anfeuern bereit. Dieser Umstand lässt uns das Wetter schnell vergessen. Nach der herzlichen Anfeuerung auf den ersten Metern bis zum Ortsausgang kommen wir auch relativ schnell auf Betriebstemperatur, denn ähnlich wie in Hirzweiler vor zwei Wochen, geht es auch heute von Beginn an bergauf. Erst bei Kilometer 3 haben wir den höchsten Punkt erreicht.

Im Stockdunkeln befinden wir uns an diesem Punkt mitten in den Feldern zwischen Rodenbach, Katzenbach und Erfenbach. Ab hier kann man es den Berg hinab  richtig krachen lassen. Bis ins Ziel kommen nämlich auf 4 Kilometer keine nennenswerten Anstiege mehr. Das Laufen im Dunkeln ist sehr ungewöhnlich. Es dauert eine Weile bis man die Hemmungen verliert, um wirklich frei laufen zu können. Man hat zu Beginn ständig das Gefühl, man könnte irgendwo umknicken oder stürzen. Auf der anderen Seite ist es ein tolles Bild, wenn man vor sich in der dunklen Nacht die Fackeln sieht, die den Weg in der Ferne ausleuchten. An jeder Ecke stehen zur Absicherung freundliche Helfer, die trotz Dauerregen bemüht sind die Läufer weiter zu motivieren. Ich selbst habe heute kaum Motivationsprobleme. Es flutscht förmlich beim Bergablaufen. Dieses Jahr hatte ich selten so ein angenehmes Laufgefühl.

Kurz vor Kilometer 5 geht es ein zweites Mal über die L367. Der asphaltierte und auch im Dunkeln bestens zu laufende Feldweg führt direkt zurück nach Rodenbach. Im letzten Jahr standen am Ortseingang, bei angenehmem Herbstwetter, noch jede Menge Zuschauer, die fleißig anfeuerten. Wer soll es ihnen verübeln, dass heute nur wenige vor Ort sind. Die Wenigen, welche heute da sind, geben ihr Bestes um ihre gute Laune auf uns zu übertragen. Ich bedanke mich im Vorbeilaufen bei jedem einzelnen ehe ich auf meine Uhr schaue. Unglaublich, ich liege leicht unter der Zeit vom Vorjahr. Darum nehme ich noch einmal meine Beine in die Hand, um mit einer leicht verbesserten persönlichen Bestzeit(35:15 Minuten) für mich den Fackellauf zu beenden. Netto sind es sogar noch unter 35 Minuten. Monatelang hadert man mit sich, warum man nicht in der Lage ist 2 oder 3 Kilo abzuspecken, um dann festzustellen, dass man auch so seine Zeiten verbessern kann. Abnehmen ist eben nur was für Leute, die zu faul sind sich im Training zu quälen. Wobei diese Meinung nur von meinem inneren Schweinehund kommen kann…
 
Jenny kommt 10 Minuten später auf die Zielgerade eingebogen. Auch sie ist der Waschmaschine von Rodenbach nicht entkommen. Trotzdem macht sie einen sehr zufriedenen Eindruck. Ab Kilometer 2 hat sie permanent Läufer überholt, die sich am Anstieg überschätzt haben. Eine gewisse Lauferfahrung mit einem neugewonnen Körpergefühl zahlen sich für Jenny aus.

Ich glaube es war nicht die letzte Teilnahme von uns beim TV Rodenbach. Die Finisherzahl spricht heute für sich und sagt alles über diesen schönen Lauf aus. Das Einzige was nicht funktioniert hat, waren die Kilometer anzeigenden Fackeln. Diese wurden vom Wind/Regen ausgeblasen. Im April wird der TVR einen neuen Trailrun ins Leben rufen. Alle Infos hierzu werden in Kürze auf der Vereinshomepage bekannt gegeben. Dann geht es durch die umliegenden Wälder des Ortes.
27.10.2012
22. Lemberg Berglauf in Duchroth


Eigentlich sollte es noch herbstlich sein. Der hinweg ins ferne Duchroth an der Nahe belehrt uns dabei eines Besseren. Zum einen klettert unser Thermometer im Auto nicht über 2° Grad und zum anderen liegt auf den Höhen zum Teil eine geschlossene Schneedecke. In Duchroth angekommen, können wir nur ganz oben auf dem Lemberg ein wenig Schnee ausmachen. Von daher wird es wohl nicht so schlimm werden. Wobei ich den Temperaturabfall als willkommene Abwechslung empfinde. Ein Berglauf im Matsch macht doch viel mehr Spaß als ein sauberer Straßenlauf.

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Winterlich im Oktober(Zielbereich)

Vor dem Start melden wir uns in Duchroth für den 22. Lemberg Berglauf an. Dieser Lauf hat uns im letzten Jahr durch seine herzliche, liebevolle Art mehr als begeistert. Aus diesem Grund haben wir die fast 100 Kilometer gern wieder in Kauf genommen. Zumal die Strecke mit 6,7 Kilometer sehr kurz ist. Genau wie im letzten Jahr werden wir mit offenen Armen empfangen. Mit Michael vom TuS Glan Münchweiler, seinem Mannschaftskollegen Rainer und Bernhard vom LT Hirzweiler entdecken wir im fernen Naheland gleich mehrere bekannte Gesichter aus unserer Kante.

Nach der Anmeldung werfen uns die treuen Begleiter Tina und Christian im Nachbarort Oberhausen raus. Hier befindet sich der Start in der Ortsmitte. Eine alte Lohre erinnert hier an den längst vergangenen Bergbau der Region. An dieser Stelle befindest sich auch der Start. Nach dem Warmlaufen übergeben wir unsere Utensilien an den Kleider - Shuttle, der im ersten Moment einen vertrauenswürdigen Eindruck auf uns macht. Nach dem wir etwas außer Sicht sind, verunsichert uns der freundliche Helfer mit dem Ausruf: “Billige Second Hand Kleider zu verkaufen“ ein wenig.

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Zieleinlauf an der Lemberghütte

Im Prinzip ist es auch egal was er damit meint. Da wir selbst kein Auto dabei haben, müssen wir so oder so auf den Berg laufen um unsere Begleiter zu finden. Nach kurzem Begrüßen geht es dann auch kompromisslos auf die ersten Kilometer. Entlang der Nahe schlängelt sich der weg leicht ansteigend um den Berg auf Wiesen oder eben am Waldrand entlang. Nach etwa 2,5 Kilometern geht es dann auf einem steilen Anstieg in den Wald hinein. Bis Kilometer 5,5 wird es auch nicht mehr flach. Auch bleiben wir bis auf ein kleines Stück durch einen Weinberg im Wald. Überraschenderweise wird aber der  braune, matschige Untergrund von Höhenmeter zu Höhenmeter weißer. Spätestens nach 4 Kilometern liegt selbst im tiefsten Wald eine 5cm Schneedecke.

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Der obere Teil des Lemberg mit Schnee(Bild von der Römerbrücke, nähe Start)

Ab Kilometer 5,5 laufe ich durch den vielen Schnee mit einem bereits fast weihnachtlichen Gefühl dem Ziel entgegen. Das Einzige, was dieses Gefühl nicht komplett über mich kommen lässt, sind die Kraniche, die in Richtung Süden ziehen. Anscheinend wurden auch sie heute Morgen wach und dachten sich, dass sie auf den Schnee verzichten könnten. Daraufhin zogen alle gefiederten Kumpels los, um über den Lemberg in Richtung Urlaub zu fliegen. Dabei lachen sie hämisch mit ihren Rufen über das kleine Läuferfeld. Die letzten Wochen waren es noch die Schafe, heute sind es die Vögel die sich lustig machen…
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Herbstkleid mit Schnee

Kurz vor dem Ziel stehen die eingeschneiten Tina und Christian, die zum letzten Sprint anfeuern. Im Ziel selbst warten warmer Tee und eine Zielzeit von 41 Minuten auf mich. Somit habe ich fast die gleiche Zeit vom Vorjahr erreicht. Status Quo bedeutet aber nicht unbedingt Stillstand für mich. Wenn man die durchwachsene Saison verfolgt, habe ich heute wieder ein kleines Stück nach vorne gemacht. Jenny kommt einen Tick später als dritte der AK20  ins Ziel. Sie hat ihre Vorjahreszeit um über 2 Minuten nach unten drücken können. Es gibt Altersklassen, bei denen durchkommen alles ist. Denn mit ihrem Platz auf dem Treppchen ist sie in der Gesamtwertung zwar ganz hinten, aber bei der Siegerehrung wird sie im Gegensatz zu mir oben auf der Bühne gefeiert werden. Ich gönne es ihr von Herzen. Vielmehr freue ich mich schon auf die anschließende Feier in der Turnhalle des TuS Duchroth, wo jeder Teilnehmer herzlich willkommen ist. Selbst ich darf mit einem 6. Platz in der AK doch auf die Bühne um ein Los mit meiner Urkunde in Empfang zu nehmen. Jeder Starter erhält ein kostenloses Tombolalos, welches gleich nach dem Empfang auf der Bühne ausgegeben wird. Es sind keine großen Preise, aber es ist eine schöne Geste jedes Jahr, die viel Spaß bereitet. Wir werden wohl noch öfter die Reise ins Nahetal antreten. Das überschaubare Teilnehmerfeld mit 64 Läufer/innen könnte gut und gerne mehr Teilnehmer vertragen. Der Veranstalter hat uns zugesagt, dass ein kleines Starterfeld für ihn kein Grund zur Aufgabe ist. Hier legt man das Augenmerk nicht auf den Gewinn, sondern vielmehr auf das Miteinander.
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Stolze Lemberg - Bezwingerin

Am Rande sei noch erwähnt, dass sich unrühmliche Ereignisse ohne fremdes oder freiwilliges Tun wiederholen. Genau wie 2011 habe ich auch 2012 meine Jeanshose im Hotel liegen lassen. Zum Glück hatte ich dieses Jahr wenigstens die verschwitzte Warmlaufhose in der Tasche. So konnte ich nach dem Duschen mit langer Hose auf die Bühne gehen. Mein letztjähriger Auftritt in kurzer, gebrauchter Laufhose mit frisch gebügeltem Hemd ist jedem Durchrother  in (lustiger) Erinnerung.
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Zwei Pokale für die 3. der AK - W20

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Nach der Siegerehrung kommt sogar die Sonne raus

20.10.2012
7. Benin - Lauf in Hirzweiler


Hirzweiler heißt in erster Linie laufen für den guten Zweck. Hierzu lädt die AG Benin ein. Zu dieser AG haben sich die Aktion Palka, der Gewerbeverein Uchtelfangen, der Arbeiter Samariter – Bund (ASB), die Kath. Kirchengemeinde „St. Josef“ Uchtelfangen und das THW-Illingen zusammengeschlossen. All denen gilt es für die tolle Arbeit zu danken. Als Ausrichter steht die LLG Wustweiler zur Verfügung. Die LLG lässt sich nicht lumpen und ruft gleichzeitig zu einer Cupwertung auf. Diese besteht aus dem Illinger Citylauf, dem Benin – Lauf und dem Freundschaftslauf in Wustweiler, welcher am 3.11. noch ausgetragen wird. Tolle Preise werden dann unter allen anwesenden Teilnehmern beim Freundschaftslauf verlost. Dieses Jahr ist der Hauptpreis ein Wochenende in Paris.

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Den heutigen Lauf muss Jenny krankheitsbedingt absagen. Sie betätigt sich als Fotografin in der Nähe des Sportplatzes. Erfreulicherweise sind auch viele Mannschaftskammeraden und Kameradinnen der Fribi´s nach Hirzweiler gekommen. Dies deutet auf eine feucht fröhliche Feier nach dem Lauf in der Dorfwaldhalle hin. Nach dem die Bambinis bzw. die Schüler wohlbehalten im Ziel angekommen sind, startet auch umgehend der Hauptlauf mit den Jedermännern/frauen. Nach wenigen hundert Metern kommen wir gleich zum ersten längeren Anstieg. Bis zum Waldhof sind es etwa 2 Kilometer, auf denen man sich schon gleich gut einteilen sollte. Ich kenne die Strecke bestens, da diese auch eines meiner Trainingsreviere ist. Trotzdem bin ich schon ziemlich am Anschlag, als ich oben ankomme. Bis zum Wendepunkt im Urexweiler Wald geht es auf sehr welligem Untergrund mehr bergauf als umgekehrt. Unterwegs verabschieden wir noch am 2,5 Kilometer – Wendepunkt die Jedermänner. Von hier an lichtet sich das Feld.

Der 5 Kilometer - Wechselpunkt liegt wie schon erwähnt in einem kleinen Waldstück hinter dem Urexweiler - Hundeplatz. Von dort an sollte man in der Lage sein, ein wenig aufs Tempo zu drücken, da es jetzt überwiegend den Berg wieder hinunter geht. Normalerweise stehe ich ganz und gar nicht auf Wechselpunktstrecken. Doch das Unterschiedliche Profil hier ist jedes Mal eine neue Herausforderung für mich und  der Lauf kommt mir dadurch auch sehr kurzweilig  vor. Zwar bilden sich beim kleinen Teilnehmerfeld kaum noch Laufgruppen aber eine Läuferin ist ständig auf meiner Höhe. Wir wechseln uns mit dem Tempo ab und erreichen bei Kilometer 8,2 den Hügel am Waldhof. Von hier sollte es ein leichtes sein, bis ins Ziel die Zeit noch zu verbessern. Doch von wegen. Nach über 8 Kilometern in den Knochen geht es zwar zügig voran, doch kann man auch nicht mehr zusetzen. Der Bergablauf wird regelrecht zur Qual. Meine Mitstreiterin muss ich ebenfalls ziehen lassen.


Etwa 600 Meter vor dem Ziel entdecke ich Jenny hinter einer Hecke mit dem Fotoapparat. Ich mache also böse Miene zur guten Fotografin, um mich noch einmal zu einem lockeren Laufstil  mit Easy – Gesichtsausdruck zu überwinden. Im Nachhinein gelingt mir dies auch recht gut. Doch nach der vorletzten Kurve ist Schluss mit Lustig. Am liebsten würde ich mich auf den Asphalt werfen und ausruhen. Zum Glück sind es nur noch wenige hundert Meter bis ins Ziel, wo ich mich in diesem Jahr mit 53 Minuten begnügen muss. Der Benin – Lauf sollte eh als schöner Landschaftslauf mit besonderem Hintergrund gesehen werden.


Der heutige Benin – Lauf war mit Abstand der wärmste an dem ich teilgenommen habe. Bei über 20° Grad konnten wir regelrecht einen goldenen Herbsttag in den Feldern zwischen Hirzweiler und Urexweiler genießen. Mit ziemlicher Sicherheit war es auch der letzte warme Lauf  2012 mit solch tollem Wetter. Im Anschluss lassen wir den Samstagmittag bei traditionell kalten Duschen in der Dorfwaldhalle ausklingen. Traditionen wollen eben gepflegt sein. So trinken wir noch gemütlich das eine oder andere kalte Getränk unter Freunden, um bei einer reibungslosen Siegerehrung die besten Fribi´s des heutigen Tages zu feiern. Es gibt übrigens keine Preise in Hirzweiler. Die Kosten hierzu gehen alle den Kindern aus Benin zugute. Vielleicht kommen auch deshalb so viele Läufer, die wie wir den reinen Spaß am Laufen suchen. Viele ambitionierte Läufer trifft man hier nicht unbedingt. Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Veranstaltung in 2013.

14.10.2012
6. Tholeyer Schaumberglauf


06.10.2012 am frühen Samstagmorgen laufe ich mit Jenny den Schaumberg in Tholey hinauf. Nächste Woche findet hier der 6. Schaumberglauf mit 570 Höhenmetern auf knapp 9 Kilometer statt. Toller Weise bietet der TuS Tholey zwei eigene Termine an, um die Strecke vorzustellen, doch leider haben wir dieses Jahr an beiden Tagen schon andere Verpflichtungen. Es ist ein herrlicher Landschaftslauf vom Sportplatz in Sotzweiler bis hinauf zum Schaumbergturm. Trotz großer Anstrengung ist die Strecke sehr kurzweilig für unseren Geschmack. Jenny ist noch nie so gut durch den Sommer gekommen wie in diesem. Darum dürfte ihrem heiß ersehnten Start am saarländischen Hausberg nichts mehr im Wege stehen. Letztes Jahr wurde sie noch von einer Grippe ausgebremst.

14.10.2012: Die gute Vorbereitung von Jenny wurde in der folgenden Woche durch keinerlei Krankheiten unterbrochen. Vielmehr hat es mich etwas angeschlagen. Von meinem vierten Start beim 6. Schaumberglauf lasse ich mich aber nicht abbringen. Eine neue Bestzeit wäre bei der momentanen Form eh nicht drin gewesen. Deshalb werde ich es locker angehen lassen. Wenn ich es unter einer Stunde auf den Berg schaffe, wäre ich ziemlich zufrieden.

Die Ergebnisse stehen hier
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Fribi - Dream - Team
 

Mit Petra vom Lauftreff haben wir noch eine weitere Debütantin an Board. Recht zeitig treffen wir an der Heldenrechhalle ein, wo ich mich zunächst über die vielen Pressemitteilungen und Bilder freue. Auf einer Seite entdecke ich sogar einen Bericht vom Fribi-Mayer aus Wemmetsweiler, was mir natürlich besonders gut gefällt. In der Halle treffen wir viele bekannte Gesichter mit denen man die Zeit bis zum Start schnell überbrückt. Eine gewisse Nervosität können jedoch die Wenigsten verbergen, da man bei einem Berglauf nie genau weiß, was auf einen zukommtl. Durch den Regen der vergangenen Stunden wird der Wald zumindest herrlich matschig sein. Also genau mein Ding.

Der Start befindet sich neben dem Sportplatz des TSV Sotzweiler-Bergweiler. Nach kurzem Warmlaufen schickt uns der Veranstalter mit lautem Knall auf die Reise. Durch das ganze Gequatsche mit andern Läufern verpasse ich fast den Start. Der Schuss war aber nicht zu überhören. Vor dem ersten Anstieg, der bereits nach wenigen hundert Metern im Ort selbst beginnt, überhole ich Jenny und wünsche noch einmal viel Glück bei ihrer Erstbesteigung des Mount-Schaumberg. Sie hat sich sehr auf diesen Tag gefreut.

Die erste Hürde zum Wortsegel nehme ich relativ locker. Dann laufe ich auf welligem Untergrund weiter in Richtung Mühle. Bevor wir an der Mühle ankommen, steht auf einer Wiese ein einsames Schaf, das sich über jede Läufer-Gruppe kaputt lacht, die um die Ecke kommt. Genau wie beim Heggestorzerlauf!! Die schon angesprochene Mühle befindet sich am Fuße des Schaumbergs. Der eigentliche Berglauf beginnt hier. Aus Testzwecken habe ich heute mal meinen virtuellen Trainingspartner auf der Garmin eingeschaltet. Dieser soll mir einen Schnitt von genau einer Stunde auf 9,1 Kilometern anzeigen. Hier am schwierigsten Abschnitt des Laufes zeigt die Uhr einen Vorsprung von über 500 Metern an. Klar verliere ich gleich am Berg noch einige Meter. Aber so viel, dass ich wieder hinter meinen virtuellen Partner falle, wohl nicht.


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Direkt nach dem Start am Sportplatz

Bei Kilometer 6 trifft mich fast der Schlag. Vom sicher geglaubten Vorsprung sind noch kümmerliche 100 Meter übrig. Wie macht der Junge das? Ok, er muss nur im flachen laufen aber so konstant muss das doch wirklich nicht sein. Bis zu den Serpentinen laufe ich wieder einen sicheren Vorsprung heraus, sodass wirklich nichts mehr passieren kann. Einen Kilometer vor dem Ziel steht unter einem roten Teufelslappen, ähnlich wie bei der Tour de France ein TuSler. Dieser läutet die Läufer auf den Endspurt unter dem Schaumberg ein. Als alter Tour-Fan bin ich von dieser Geste natürlich total begeistert und bedanke mich gleich bei ihm. Doch bei meinem Vorsprung kann mir der Endspurt gestohlen bleiben. Am Schlussanstieg angelangt, belehrt mich der Blick auf die Uhr wieder eines besseren. Bis zu den Albhornbläsern, die 250 Meter vor dem Ziel stehen, hab ich doch etwas zu viel gebummelt. Mir bleibt also nur der Sprint am Berg um meine Zielzeit zu erreichen. Mit 7 Sekunden unter einer Stunde erreiche ich diese dann gerade noch so. Ich bin zufrieden, frage mich aber warum es bei mir immer so verdammt eng werden muss.

Nach kurzer Zeit kommt auch schon Petra im Ziel an. Sie hat ebenfalls große Freude am diesjährigen Lauf. Auch wenn es kein goldener Herbsttag ist. Vielmehr liegt eine dichte Nebelglocke über dem Schaumberg, bei einstelligen Temperaturen. Auf dem Berg merkt man erst, wie kalt es eigentlich ist. Beim Laufen selbst sind die Werte optimal. Wir warten noch auf Jenny, um dann gemeinsam nach Sotzweiler zurück zu laufen. Doch sie kommt und kommt nicht. Die Organisatoren geben uns zu verstehen, man könne sich hier nicht verlaufen. Die im Ziel liegenden Kleiderbeutel sprechen nach über 1,5 Stunden meiner Meinung nach eine andere Sprache. Viele Bodenmarkierungen sind durch den Regen weggespült worden. Spätestens jetzt müsste jedem klar sein, was passiert ist. Nach einer halben Ewigkeit wird uns mitgeteilt, dass Jenny bereits in der Halle ist.

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Im Hintergrund steht unser neuer Osterlauf-Roll-Up mit dem Pumpenhaus

Da wir sehr kalt haben und uns Sorgen machen, fahren wir mit dem letzten Shutle – Bus zurück. Wir  finden Jenny unverletzt aber sehr verärgert vor. Nach eigener Erklärung müssen sich mindestens 7 Läufer/innen etwa zwischen Kilometer 5 – 6 verlaufen haben. Den Veranstalter hat das nicht interessiert. Vielmehr hat er ihnen ähnliches zu verstehen gegeben wie mir die Helfer im Zielbereich. Es  hat sich noch niemand verlaufen und wenn sich jemand verläuft, sollte er sich mal Gedanken machen. Dies ist natürlich bitter, denn Jenny wollte nur, dass man im Ziel Bescheid gibt und wir zurück kommen können ohne dass wir uns Sorgen machen, dass sie vielleicht gestürzt oder ähnliches ist. Keiner macht dem Veranstalter einen Vorwurf, wenn durch starken Regen die Streckenmarkierungen verloren gehen oder man sich wie jetzt passiert, verläuft. Aber solch eine Aussage ist nicht ok. Der Ton macht bekanntlich die Musik !!! Darum wird sich Jenny wirklich ihre Gedanken machen und den Lauf wohl nicht mehr auf den Terminplan schreiben, was ich äußerst schade finde. Bisher war es einer meiner Lieblingsläufe. Doch die Priorität hat sich von jetzt auf gleich verschoben.

Am 27.10.2012 folgt für uns der letzte Berglauf der Saison 2012 in Duchroth. Hoffentlich hat Jenny dort mehr Glück. Sie hätte es sich mit dem vielen Berglauftraining verdient.

30.10.2012
2. Heggestorzelauf


Auch wenn wir Fribi´s keine Crosslauf – Tradition, geschweige denn Crosslauf-Erfahrung haben, ist es für Petra, Jörg, Jenny und mich Ehrensache nach Heckendalheim zum Heggestorze - Eventcrosslauf zu fahren. Jeder Läufer zählt hier, denn es heißt die Heggestorzer zu unterstützen. Am Rande sei erwähnt, dass wir Jörg mit einer kleinen Notlüge zum Laufen motivieren mussten. Petra hat unserem eigentlich schnellsten Fribi das Streckenprofil als flach beschrieben. Somit war er dann auch einverstanden bei bestem Läuferwetter mit herrlichem Sonnenschein und milden Temperaturen an den Start zu gehen.
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Die zweite Auflage des Laufes soll laut Ausschreibung um einige Hindernisse erweitert worden sein. Insgesamt ist der Lauf an den Strongman Run vom Nürburgring angelegt, der im Frühjahr ausgetragen wird. Nur hier eben auf Heggestorzer- Art.  Leider waren bei der Premiere im letzten Jahr nur 62 Starter und Starinnen in Heckendalheim(ohne Bambinilauf). Umso toller sind die rund 170 Teilnehmer, die heute von der Orga-Chefin Michaela vor dem Start begrüßt werden können. Der Lauf hat sicher noch weiteres Potenzial. Auch die Strecke könnte noch mehr Läufer aushalten.

Der Start befindet sich in der Mitte des Sportplatzes vom SV Heckendalheim. Für die Jedermänner gibt es eine 5,5 Kilometer lange Runde, die vom Hauptlauf entsprechend zweimal zu bewältigen ist. Ein gut gelauntes Feld macht sich leicht verspätet auf die Reise durch die Heggestorzerlandschaft. An der nordwestlichen Ecke verlassen wir den Sportplatz unter viel Beifall der zahlreichen Zuschauer und laufen hinaus in die Wildnis von Heckendalheim. Bereits nach wenigen hundert Metern kommen wir auch schon an das erste Schlammloch, in dem sich die 170 Läufer und Läuferinnen geradezu austoben können. Obligatorisch werden die Teilnehmer mit einer 30 Sekunden Strafe belegt wenn sie den Umweg über die Pussy-Lane nehmen. Dies sind aber nur Wenige. Die meisten Läufer wollen einfach  nur ihren Spaß.

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Seit dem Start verläuft die Strecke stetig bergab, was den Neustartern sicher in weiser Voraussicht kein gutes Gefühl bereitet. Ich kenne die Strecke und weiß was in der sogenannten Dalemer Höllen – Tal – Klamm auf mich wartet. Hier laufen wir am oberen Teil in ein kleines Waldgebiet ein. Auf Single – Trail - Pfaden, ähnlich wie beim Bärenfelslauf geht es dort durch das Unterholz.Hinzu kommt, dass um diese relativ früher Uhrzeit einige Abschnitte sehr glitschig sind. Hier und da liegen Äste im Weg oder hängen so von den Bäumen, dass man bei Unachtsamkeit mit der Birne direkt dagegen rennt. Für den Waldliebhaber also ein absoluter Laufgenuss. Nachdem man die längste Zeit auf den beschriebenen Pfaden bleibt, kommt das dicke Ende zum Schluss. Bevor wir glauben aus dem Wald zu kommen, laufen wir noch etwa 500 Meter steil den Berg hinauf, dann aber geht es rechts einen steilen, matschigen Abhang hinunter zu einem Bachbett. Vom Bachbett aus heißt es sich an einem Seil den matschigen Berg hinauf hangeln. Ein dreifacher Dank an den Spender des Seiles…

Aus dem Wald raus laufen wir jetzt über die Wiesen von Heckendalheim. Dieser Teil heißt Heuhupser. Es geht über verschiedene Strohballen mit teilweise weiteren Matschlöschern. Bei etwa Kilometer 3 fällt die Strecke wieder leicht ab. Hier laufen wir an Streuobstwiesen vorbei bis zum Ortsrand. Kurz davor liegt eine weitere Streuobstwiese mit einem Schafstall. Nachdem wir unter einem Gitter auf Knien watscheln mussten, habe ich  ein lautes Blöcken in den Ohren. Es hat den Anschein, dass die Schafe uns geradezu auslachen. Es kann aber auch sein, dass sie sich nur über meinen steifen Watschelgang lustig machen. Denn Jenny und Petra müssten hier ihre beste Prüfung als pilateserfahrene Frauen gefunden haben. Wie dem auch sei, die Strecke geht nach dem Hindernis zum Berglauf über.

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Der sehr steile Anstieg wird wohl nur von den Wenigsten ganz bis zum Schluss durchgelaufen. Oben angekommen wartet die zweite Verpflegung schon nach 4,5 Kilometern auf uns.Hier oben befindet man sich auf dem Plateau, auf dem sich auch der Sportplatz befindet. Es sind dann nur noch wenige hundert Meter bis zum Sportplatz. Dazwischen liegen noch eine doppelte Strohballenwand, ein kleiner Sandhaufen und der "Herr der Ringe", was in "heggestorzerrisch" so viel heißt wie Autoreifen.

Am Sportplatz angekommen trennt sich die Spreu vom Weizen. Nur die Wenigsten gehen auf eine weitere Runde. Alle vier Fribi´s haben sich im Vorfeld natürlich für die volle Distanz entschieden. Hier wo wir vor einer guten halben Stunde noch mit den Hufen gescharrt haben, sind jetzt alle Läufer eher zurückhaltend. Das ändert sich spätestens dann, wenn die Moderatorin die Läufer an den Startnummern identifiziert. Sobald sie die Namen verliest gibt es lauten Beifall von den bestens versorgten Zuschauern am Clubheim.

Dieses Pushen reicht zumindest bis zum Ende des Sportplatzes bzw. bis zur nächsten Hecke. Dort falle ich sofort in einen leichteren Laufstil zurück um meinen Atem zu kontrollieren. Bis zur übernächsten Biegung klappt das auch ganz gut, doch dann wird der Atem wieder schneller weil ich mich halb totlachen muss. Ich wusste ja immer, dass die Grojos aus Elversberg speziell sind, aber in der Schlammsuhle haben sie ihr eigentliches Lebenswerk gefunden. Sie suhlen und aalen sich darin, dass es nur so kracht. Wer nicht ins Schlammbad will, wird eingefangen und reingeworfen! Soll ja auch gut für die Haut sein hab ich mir sagen lassen….

Nachdem ich relativ unbeschadet über die erste Runde gekommen bin, lasse ich es in der zweiten Runde etwas langsamer angehen um gut gelaunt nach 68 Minuten am Sportplatz ins Ziel zu laufen. Die Grojos haben es sich nicht nehmen lassen, ihre Mannschaftskameraden, die schneller unterwegs waren auch im Ziel noch mit Schlamm einzuseifen. Wie da wohl eine Trainingseinheit bei denen im heimischen Wald aussieht.... :-)

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Der erste Fribi steht mit Jörg schon seit einiger Zeit im Ziel. Mit dem 10. Gesamtplatz hat er einen starken Lauf hinter sich gebracht. Doch sieht er für eine “flache“ Strecke arg gebeutelt aus. Nach kurzer Zeit folgen Petra und Jenny, die wirklich stolz auf sich sein können, dass sie diese Strecke hinter sich gebracht haben. Eigentlich beschreibt die Aussage eines Mitläufers von Jenny die Situation. Dieser durchtrainierte einheimische Läufer umschreibt die Situation nach dem ersten durchlaufen des Start-/ Zielbereiches wie folgt: Wie du laaaafschd noch e Runde? Entweder bisch du fidda wie du aussischd oder du bisch äääänfach beklobbt.

Was davon  Jenny wirklich ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber was ich sagen kann, ist das der Lauf verdammt viel Spaß macht. Die Orga des Heggestorzerlaufes hat wirklich alles gegeben. Es gibt eigentlich keinen Punkt zum meckern. Auch das Helferteam war zu jederzeit bei bester Laune. Nach dem Lauf wurde von den Heckendalheimern ein Mittagstisch gezaubert, den es so nur auf großen Läufen oder halt gar nicht gibt. Vom Vegetarier über Kuchenliebhaber bis zum Fleischliebhaber wurden alle für wenig Geld verwöhnt.

Mit über 100 Teilnehmern mehr sollte einer weiteren Auflage nichts im Wege stehen. Wir hoffen es zumindest. Bei der Jahresplanung für 2013 steht der Heggestorzerlauf für uns ganz weit oben!
23.09.2012
30. Baden – Marathon in Karlsruhe

Am Samstagmittag checken wir zuerst im Hotel ein. Danach besuchen wir den Zoologischen Garten von Karlsruhe, um dann endlich die Startunterlagen zum Baden – Marathon in der Europahalle abzuholen. Selbstverständlich lassen wir es uns nicht nehmen die Marathon- Messe zu besuchen. Zum samstäglichen Abschluss nehmen wir ein Angebot des Baden – Marathons wahr. In fünf verschiedenen Restaurants der Stadt werden spezielle Marathon- Gerichte angeboten. Wir haben uns für einen Italiener entschieden. Mit vollen Kohlehydratspeichern und guter Laune kann der morgige Tag kommen. 

Durch die frühe Startzeit von 9:00 Uhr klingelt der Wecker schon zur unchristlichen Zeit von 6:30 Uhr an diesem Sonntagmorgen.


Um keinen Stress zu haben, fahren wir nach einem kleinen Frühstück völlig entspannt zur Europahalle.  Für Jenny soll es heute der erste Halbmarathon ohne Begleitung werden. Eine kleine Nervosität kann sie nicht verbergen. Für mich soll es einfach wieder nach dem Kandel- Halbmarathon im Frühjahr ein weiterer Halbmarathon unter Wettkampfbedingungen werden.


Nach kleinem Stau und kurzer Parkplatzsuche vertreiben wir uns die Wartezeit in der Halle. Es ist doch schon recht frisch zu dieser Jahreszeit. Zum Laufen sollten die Temperaturen, die am Vormittag noch bis zu 15°Grad ansteigen(laut Wetterbericht) aber ideal sein. So stehen wir dann auch in der Startreihe und lauschen einem Sprecher, der zuerst relativ locker über die heutige Veranstaltung plaudert. Je näher aber der Startschuss rückt, umso aufgeregter wird seine Stimme. Dieser Sprecher verdient hier eine Sondererwähnung, denn jegliche Aufregung scheint von Jenny zu verschwinden. Bis wir zur Startlinie vordringen lachen wir uns halb schlapp über diesen lustigen Vogel, der teilweise die Gesänge von ACDC bei Highway to Hell nachahmt. Am Start können wir den Moderator zum ersten Mal sehen. Wir klatschen ab, um perfekt gepusht auf die Strecke zu gehen.

Jenny und ich laufen wie besprochen jeder für sich. Vom Start weg geht es auf breiten Wegen durch die Südwest- bzw. Südstadt von Karlsruhe. Das Feld umfasst laut Veranstalter in allen Wettbewerben insgesamt über 10.000 Teilnehmer. Entsprechend groß ist der Pulk in dem ich mich befinde. Bis Kilometer 7 laufen wir ausschließlich auf der B10. Eintönigkeit ist aber trotz der geraden und langen Straßen nicht gegeben. An vielen Stellen stehen verschiedene Tanzgruppen oder Zuschauer, die fleißig anfeuern. Vor Karlsruhe - Durlach überqueren wir eine Brücke um danach im nächsten Stadtteil einzulaufen. Auch hier sind viele Menschen unterwegs um den Marathon zu verfolgen.

Am Ende von Durlach, zwischen den Kilometern 8 und 9, wartet die zweite Verpflegungsstelle auf mich. Ich merke, dass ich eigentlich noch auf Bestzeitenkurs bin. Zurzeit fehlt mir aber leider die Tempohärte um so einen Schnitt zu halten. Darum nehme ich spätestens nach 10 Kilometern Tempo raus, um wenigstens die tolle Stimmung zu genießen. Gleichzeitig hoffe ich, dass Jenny gut durch kommt und wenigstens sie ihr Ziel erreicht.

Für etwa 2 Kilometer wies der Baden – Marathon sogar grün. Hier geht es weiterhin auf fast ebenem Terrain am Tierpark Oberwald vorbei. Spätestens hinter den Schrebergärten von Rüppurr ist es mit der grünen Lunge aber vorbei.  Dann wird es wieder ein Citylauf, der mir von Kilometer zu Kilometer schwerer fällt. Die vielen Zuschauer, die an unterschiedlichen Stellen auch am Stadtrand auf die Läufer warten, geben einem immer wieder eine tolle Unterstützung und so schleppe ich mich Rüppurr nach Weiherfeld bei Kilometer 15,5. Von Weiherfeld nach Bulach, wo im Ortskern der Vanman von Runnerspoint steht um ein weiteres Mal die Herde anzutreiben. Nach Bulach kommt endlich der Stadtteil Beiertheim mit dem Ziel im Beiertheimer Stadion des SV Karlsruhe – Beiertsheim. Zuerst durchquere ich aber noch die Günter – Klotz – Anlage, die vor dem Stadion liegt und auch mit vielen hunderten von sonntäglichen Besuchern bestückt ist. Da ich mir bewusst bin, dass die Endzeit über zwei Stunden liegen wird, habe ich jede Wasserstelle mitgenommen und mit jedem Zuschauer, der eine aufblasbare Mega - Hand hingehalten hat, abgeklatscht.

Nach dem Park laufe ich nichts ahnend in das Stadion von Beiertheim ein. Ich bin sehr froh gleich ins Ziel zu kommen. Wenn man keine Form hat, fällt es einem schwer solche Zeiten zu verdauen. Ich bin zwar leider kein ambitionierter Läufer, trotzdem möchte man doch seinen alten Leistungsstand zumindest halten, was mir  2012 nur selten gelingt. Dafür erlebe ich beim Einlaufen ins Stadion aber etwas ganz besonderes. Ich weiß zwar nicht wie die Karlsruher das hinbekommen, aber die Haupttribüne im Stadion ist proppenvoll besetzt. Und das nach zwei Stunden und einer Minute. Nicht nur, dass die Leute da sind, nein sie machen auch einen Lärm, dass man von sich selbst glaubt einer von den Hailes oder Usains zu sein.


Mit diesen stimmungsvollen Momenten kann ich schon beim Zieleinlauf für mich eine positive Bilanz über den drittgrößten Stadtmarathon Deutschlands ziehen. Und zwar darf man sich auch mal über wenig freuen. Ich konnte zwar keine Wunschzeit erreichen, dafür aber einen sehr stimmungsvollen Lauf kennenlernen. Nachdem ich die Taschen aus dem Auto herangeschleift habe, kommt auch schon meine Teuerste um die Ecke. Ich frag mich wirklich, ob sie abgebrochen hat, aber sie hat eine Medaille zwischen Trinkbecher, Bananen, Äpfeln und anderen guten Dingen an sich hängen. Irgendwie geht sie schief, ist aber am grinsen. Am Ende ist sie sehr stolz auf eine Zeit von 2:26 Stunden. Das hat sie wirklich klasse “ALLEIN“ hinbekommen. Was sie aber nicht hinbekommen hat, fällt uns nach Betrachtung der Garmin auf. Sie hat rund 700 Meter mehr gelaufen. Anscheinend hat sie die Ideallinie nur selten getroffen, denn bei mir waren die Kilometerangaben leider exakt(so kann ich mir die Zeit nicht schön reden). Dann wissen wir ja, wo wir noch Zeit rausholen können bzw. was wir trainieren müssen.


Der Baden – Marathon war ein verlängertes Wochenende wert. Die Strecke ist ähnlich wie die in Mannheim. Nur gibt es hier einen Zieleinlauf der seines gleichen sucht. Das war absolut Weltklasse. Einziger Wehrmutstropfen sind die Chipleihgebühren. Das werde ich wohl nie verstehen, warum man dafür 5 Euro verlangt. Ansonsten gibt es absolut nichts zu meckern.    

Damit ist die Sommersaison abgeschlosse. Es geht weiter mit dem Heggestorzelauf in Heckendalheim.

16.09.2012
Gourmet – Marathon Saarbrücken

Wie gestern schon erwähnt, ist der Lauf heute ein Staffellauf. Ohne die  Anfrage von meinem Vereinskollegen wäre ich in Saarbrücken wohl nicht an den Start gegangen und dies nicht ohne Grund. In Saarbrücken fängt das Chaos beim Ankommen mit der Parkplatzsuche an und hört mit der Abfahrt auf. Ich mache das Beste daraus und treffe mich mit meinen vier Mitstreitern vor dem Start des Hauptlaufes(Marathon, Halbmarathon) am Saarländischen Staatstheater. Hier sind auch die Stände des Gourmet – Marathons aufgebaut. Ein buntes Treiben macht nach der Parkplatzsuche schon wieder Lust aufs laufen.

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Mit Jörg, Heidi und Markus, der für den erkrankten Toni eingesprungen ist, stehe ich schon etwas unter Druck. Alle drei sind wirklich flotte Läufer. Da bin doch gespannt, was am Ende rauskommen wird. Doch zunächst schauen wir den Marathon- Start. Danach wechseln wir auf die andere Saarseite, um die Jungs und Mädels aus dem Stadtkern hinaus zu applaudieren. Jede Menge Fribis sind unter dem großen Hauptfeld zu finden, die wir mit einem Extra- Applaus aus der Stadt pushen.

Die Strecke ist ein 10,6 Kilometer langer Rundkurs. Dieser verläuft vom Start auf die sogenannte andere Saarseite zum Saarbrücker Schloss hinüber. Oberhalb der Saar verläuft die Strecke bis zur Bismarckbrücke. Ab hier geht es an der Saar entlang. Nach wenigen Kilometern biegt das Feld ab zur Koßmannstraße hinauf und dann geht es wieder zurück in die City. Über Westspange und Bahnhofstraße  kommt man zum Start-/ Zielbereich um eine letzte Schleife um den Staden zu drehen. Am Staden ist auch der einzige Teil der Strecke, wo Schatten zu finden ist. Unterhalb des Stadens an der Saar fällt die Sonne dann wieder auf die Läufer ein.

Ich stelle mir gerade vor, wie schwierig es ist, diese Strecke vier Mal zu bewältigen. Dazu gehört sicher ein enormer Wille, egal wie fit man sein mag, doch da kommt schon Jörg um die Ecke geflogen. Die Staffel- Starter sind eine halbe Stunde später gestartet. Für uns macht Jörg den Startläufer. So wie es aussieht, liegt er schon auf Platz vier. Wie soll ich das bloß halten? Um ihn nicht zu verpassen, trabe ich zurück zum Start- / Zielbereich, wo sich auch die Wechselzone befindet. Viele bekannte Gesichter treffe ich unterwegs. Die Zeit vergeht schnell und Jörg kommt schon nach 44 Minuten als immer noch Vierter um die Ecke.

Die Wilhelm – Heinrich – Brücke und den ersten Kilometer nehme ich noch spielend in 4:45 Minuten. Mir ist aber bewusst, dass ich so ein Tempo zurzeit nicht mal annähernd halten kann. Bis Kilometer 4 bleibe ich unter einem 5er Schnitt was für mich momentan echt ein Erfolg ist. Bei Kilometer 5 habe ich mit 25:29 Minuten exakt meine Bestzeit über diese Distanz von 2012 erreicht. Dies war beim Stadtlauf in Lebach und zeigt wie durchwachsen die aktuelle Saison ist. Ab hier nehme ich etwas an Tempo raus, da es nicht machbar wäre die Zeit zu halten. Auch wird es für den Spätsommer wieder ein richtig schöner bzw. leider auch warmer Tag. Zum Laufen für meinen Geschmack also nicht ideal. Beim zweiten Streckenabschnitt muss ich dann die eine oder andere Staffel an mir vorbei ziehen lassen. Leider sind selbst in der Bahnhofstraße kaum Zuschauer auszumachen. Auch am St. Johanner Markt sind nur wenige Leute unterwegs. Saarbrücken hat zwar viele Läufe, dafür aber nur wenig begeisterungsfähiges Publikum. Peinlicherweise räume ich zum Schluss noch die letzte Wasserstation komplett ab. Da ich ein Staffelläufer bin und somit eigentlich noch fit sein müsste, laufe ich ohne mich noch mal umzudrehen einfach weiter. Es ist nicht zu fassen, wie einen die paar Kilometer fertig machen können. Ich war nicht in der Lage bei den Bechern zuzugreifen.  Ich ziehe somit meinen Hut vor jedem einzelnen Läufer, der hier die Marathondistanz bewältigt und entschuldige mich gleichzeitig für die armen Jungs/Mädels die hinter mir Wasser wollten. Nach 56 Minuten endet der Lauf vor meinem Kollegen Markus, der direkt abdüst wie die Feuerwehr.

Nachdem Heidi als letzte auf die Strecke gegangen ist, empfangen wir sie im Ziel. Gleichzeitig erhalten wir als 8. Platzierte mit ihrem Einlauf unsere wohlverdienten Finisher - Medaillen. Unsere Staffel legte folgende Ergebnisse hin: Jörg 44 Minuten, Heidi 53 Minuten, Markus 53 Minuten und ich lande bei 56 Minuten.

Von dem bisschen Stimmung im Start-/ Zielbereich war für die beiden letzten Läufer unserer Staffel  nichts mehr übrig. Spätestens Heidi war die ganze Strecke nach ihren Aussagen allein auf weiter Flur. Wie gesagt es ist schade, dass hier kein Läuferpublikum auszumachen ist. Das ist bei den anderen Läufen in Saarbrücken nicht anders. Ansonsten muss jeder selbst wissen, ob er bei einem Marathon vier Runden auf dieser Strecke zurücklegen möchte.

Die Orga an sich ist nicht verkehrt doch stimmt das Preis-/ Leistungsverhältnis absolut nicht!!!! Der Staffelstart kostet pro Läufer 20€. Außerdem bekommt man wie bei anderen Läufen auch hier die Parkplatzsituation nicht in den Griff. Am Ende stand ich wie schon im Frühjahr beim DAK-Halbmarathon in einem Saarbrücker Parkhaus wo ich 7,50€ auf den Tisch legen darf. Es ist klar, dass hierfür auch die Stadt verantwortlich ist. Ich frag mich immer wieder wie die Saarbrücker auf ein solches Preisniveau  kommen. Wie dem auch sei, es wird ja niemand zum Start in Saarbrücken gezwungen und das Staffelerlebnis mit Freunden macht immer wieder großen Spaß. Von daher wird es wohl nicht mein letzter Start gewesen sein aber Landschaftsläufe liegen mir mehr...

Eine Auflistung erspare ich mir heute. Was die Duschen angeht, da kann man seine Sporttasche einmal quer durch die Stadt schleppen etc.

15.09.2012
27. Altstaftlauf in Ottweiler

Eigentlich sollte heute mein großer Tag anstehen, mit einem Triumphzug durch die schöne Altstadt von Ottweiler. Nach einer Crash-Diät von – 20kg, einer Kilometerleistungssteigerung von mindestens 100 Kilometern mehr die Woche, unzähligem Tempotraining und einem schwarzen Kostüm (mit Maske), sollte dem Sieg bei der 27. Auflage des Altstadtlaufes nichts mehr im Wege stehen. Als schwarzer Rächer, ähnlich wie Batman wollte ich in die Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung eingehen.

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Doch vor wenigen Wochen kam (Gott sei Dank) alles anders. Damals war ich im Lauftreff am Hoferkopf und mein guter Laufkumpel Toni fragte mich, ob ich nicht am 16.9. beim Saarbrücken-Marathon in seiner Staffel starten möchte. Dies konnte ich selbstredend nicht ablehnen. So kommt es, dass der gute Toni morgen krank ist, ein anderer für ihn in der Staffel starten muss und ich heute zur Unterstützung in Ottweiler stehe um Jenny anzufeuern. Und bereits jetzt warten zwei wunderschöne Hähnchenbrustfilets im Speckmantel beim “letzten Ritter“ in der Enggas 6 auf mich. Dort lassen wir es ja bekanntlich gern ausklingen, wenn wir bei einem der Ottweiler Läufe an den Start gehen. Mit dem leichten Laufen deutlich unter 40 Minuten wird es wohl in nächster Zeit doch nichts mehr, aber was macht man nicht alles für gute Freunde.

Zum Altstadtlauf sei gesagt, dass es auf vier Runden durch die Innenstadt geht. Hierbei sind zwei 360° Grad-Kurven zu bewältigen, die es den Läufern nicht einfacher machen. Außerdem geht es über Kopfsteinpflaster mit vielen kleinen Buckeln. Jenny würde gerne bei den 10 Kilometern mal unter einer Stunde bleiben. Doch machen ihr heute die für den Spätsommer immer noch  20° Grad zu schaffen. Mit den kleinen giftigen Buckeln ist nichts zu machen. Nach der ersten Runde liegt sie schon deutlich hinter ihrer Traumzeit. Trotzdem schafft sie es in der letzten der vier Runden wieder auf Läuferinnen aufzuschließen. Mit 66 Minuten bei einer 10,35 Kilometer (Laut Garmin) langen Strecke schafft sie doch noch eine zufriedenstellende Zeit.

Zwar mag die 4 malige Umrundung der Altstadt relativ eintönig rüberkommen, doch macht die Stimmung um den Rathausplatz einiges wett. Definitiv ist nach meiner Meinung durch die etwas längere Strecke und die kleinen Buckel eine Bestzeit nur schwer zu erreichen. Es ist ein lohnenswerter kleiner Lauf mit ganz viel Tradition und Routine bei der Orga des ortsansässigen TVO´s. Auch zu empfehlen sind natürlich die Hähnchenbrustfilets im Ritterlichen Ambiente der Gaststätte “Zum letzten Ritter“, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen…

Ach so, der Nachtwächterlauf welcher immer in der Vorweihnachtszeit ausgetragen wird, verläuft über eine ähnliche Strecke. Hier ist ein großes Läuferfeld und Top-Stimmung garantiert. Die Strecke wird durch Fackeln ausgeleuchtet. Mit viel Musik wird den Läufern dann eingeheizt in der kalten Jahreszeit.
19.08.2012
41. Holzland Volkslauf in Schopp

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Durch einen Tunnel kommen wir am frühen Sonntag Morgen direkt in das Eichwaldstadion von Schopp. Hier befindet sich neben dem eigentlichen Rasenplatz die 1953 erbaute Radrennbahn. Im Laufe der Zeit wurde diese mehrfach erneuert. Die 450 Meter lange  Magadan-Bahn hat eine Breite von 6 Metern . Auf diesem Belag drehten schon Fahrer wie Udo Bölts, Hartmut Bölts, Bastian Böffel, Johan-Paul Fürus oder Bernhard Mang ihre Runden. Udo Bölts steht sogar als Sieger(2009) in der langen Siegerliste des Holzlandlaufes.

Eigentlich sind die Schopper durch ihre Radgeschichte in ganz Deutschland bekannt. Unter anderem mit ihrem Mountainbike Park, auf dem 1998 die deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden. Der Holzlandlauf  wird bereits zum 41. Mal ausgetragen und hat  seine ganz eigene Geschichte. Wir sind schon die ganze Woche auf die Strecke gespannt. Aus diesem Grund treibt uns nicht nur eine weitere Etappe des Laufladen – Cups in das Herz des Pfälzer Waldes (zumindest bezeichnen sich die Schopper so).

Als wir aus dem Tunnel in das Stadioninnere kommen, herrschen bereits weit über 20° Grad und dies eine dreiviertel Stunde vor dem eigentlichen Start. Es ist also mit noch höheren Temperaturen zu rechnen. Bleibt also nichts anderes übrig als viel zu trinken und auf ankommen zu laufen. Meine Beine sind wegen der Trainingskilometer unter der Woche eh recht start strapaziert.

Der Start befindet sich auf der Laufbahn des Stadions und führt nach 350 Metern aus diesem hinaus in den Pfälzer Wald. Das Teilnehmerfeld macht bei den heißen Temperaturen einen gelassenen Eindruck. Niemand macht wirklich den Anschein sich übernehmen zu wollen. Das ist gut so und so geht es ganz leicht verspätet auf die Strecke. Nachdem wir die kleine Steilkurve der Radrennbahn erklommen haben geht es direkt in den kühlen Wald. Dieser ist sehr dicht aber extrem profiliert. So geht es auf den ersten 1,5 bis 2 Kilometern  steil bergauf. Die Sonnenstrahlen dringen vereinzelt durch das grüne Blätterdach. Der schöne Anblick birkt aber auch seine Gefahren. Man muss sich höllisch konzentrieren um auf dem unebenen Waldweg nicht zu stolpern.

Die Landschaft des Pfälzer Waldes ist wirklich perfekt. Das konnten wir ja auch schon auf vielen anderen Strecken hier in der Nähe erleben. Ich erinnere nur an Mölschbach, Höheinöd, Hochspeyer, Landstuhl(Berglauf), Hermersberg usw. Nach Kilometer 2 verabschieden sich die 3,5 Kilometer-Läufer vom Hauptlauf. Für uns geht es erst einmal erholsam den Berg hinab bis Kilometer 4. Hier freue ich mich schon bei dem extremen Wetter auf die Verpflegungsstelle, die nach Kilometer 5 kommen soll. Doch was ist das? Ein Anstieg bäumt sich vor uns auf. Ich denke noch, so, das kann ja nicht bis zur Verpflegungsstelle so steil hinauf gehen. Zumal wir ja schon viele Höhenmeter hinter uns haben. Doch weit gefehlt. Exakt bis Kilometer 5 schleppe ich mich mit meinen Mitstreitern bis zum Wasserloch hinauf. Oben angekommen bleibt so gut wie jeder stehen und kippt das Wasser nur so über bzw. in sich.

Gut gekühlt geht es auf die zweite Hälfte. Der Wald macht die Strecke sehr kurzweilig aber auch die letzten Kilometer bleiben extrem wellig. Hier gibt es so gut wie keinen geraden Kilometer mehr. Gerade dies macht die Strecke aber meines Erachtens so besonders. Bei Kilometer 9 wird es noch einmal brutal. Von hier an kommt offenes Wiesengelände. Die Temperaturen gehen außerhalb des Waldes schon in Richtung 30°Grad, was die Sache nicht einfacher macht. Aber am brutalsten sind die Aussichten. Etwa einen halben Kilometer vor sich sieht man das Eichwaldstadion, welches auch noch mit seinen 350 Metern Laufbahn geradezu auf die ausgedörrten Läufer lauert. Außerdem sieht man einen 200 Meter langen Anstieg zum oberen Stadion - Ring. Hier heißt es alle Kräfte bündeln um bei diesem Wetter nicht schlapp machen zu müssen.

Auf der Kuppe angekommen muss ich mich wirklich motivieren, die Steilkurve hinunter zu laufen, um auf der Laubahn noch eine dreiviertel Stadionrunde zurückzulegen bis ins Ziel. Die wenigen Zuschauer geben aber ihr Bestes um uns Läufer anzufeuern. So kommt es, dass ich 300 Meter vor dem Ziel noch einmal auf einen Läufer vor mir aufschließen kann. Ich denke nicht wirklich daran ihn zu überholen, doch muss es ein lustiges Bild sein. Hier wo normal die Fahrräder einem um die Ohren sausen würden. Da liefern sich jetzt zwei müde Krieger einen erbitterten Kampf. Man könnte es vergleichen mit der Formel 1. Nur, dass auf dem Hockenheimring kein Ferrari gegen einen Mercedes fährt. Sondern ein kleiner Peugeot 106 gegen einen kleinen Nissan Micra.

Doch auch diese peinlichen 300 Metern gehen irgendwann einmal mit dem besseren Ende für den gegnerischen Nissan Micra zu Ende. Nach vielen Litern Wasser kommt auch Jenny ins Ziel. Sie macht einen zufriedenen Eindruck, den sie auch haben darf. Sie hat auf den letzten Metern sogar noch einige Läufer eingesammelt. Wer bei diesem Wetter gesund ins Ziel kommt, ist ohnehin schon ein Held. So freuen wir uns über normalerweise indiskutable 70 bzw. 56 Minuten. Dass uns die Strecke sogar mit 300 Metern weniger entgegenkommen ist, werden wir nach teaminterner Absprache niemandem verraten. Eine gute Nachricht ist auch diese, dass sich kein Teilnehmer übernommen hat. Das DRK erlebte bei heißen Temperaturen einen gemütlichen Sonntagmorgen.

Schopp, wir kommen gerne wieder. Eine tolle profilierte Waldstrecke mit freundlicher Orga, die Lust auf mehr macht. Wir drücken die Daumen, dass der Holzlandlauf noch weitere 41 Auflagen erleben darf.

Achso, auf der Rückfahrt ins Saarland können wir noch das Eiscafe in der Hauptstraße von Landstuhl empfehlen ;O). SEHR, SEHR LECKER!!!! Gespannt sein dürfen wir, ob das Eis eine positive Wirkung auf die nächsten Aufgaben hat. Dann sind wir in Limbach beim Limlauf am Start. Aus Trainingsgründen jedoch nur auf der kurzen Distanz von 5 Kilometern. Die Wochen danach füllen wir mit dem Altstadtlauf in Ottweiler und dem Halbmarathon des Badenmarathons in Karlsruhe.

 

15.08.2012
16. Int. Saarlouiser Altstadtlauf

Tradition pur gibt es bei der 16. Auflage des Saarlouiser Altstadtlaufes zu erleben. Für Jenny, die als Genusswaldläufer bekannt ist, hat der Lauf natürlich nur einen bedingten Reiz. Die schwülen 30°Grad führen dann zu ihrer Entscheidung, lieber für unsere neu ins Leben gerufene Seite LaufdatenSaar.de als Fotografin zu fungieren.

Wie es sich für einen Stadtlauf gehört, befindet sich der Start auf dem kleinen Markt im Herzen der Altstadt. Am heutigen Feiertag platzt dieser geradezu aus allen Nähten. Viele Besucher der alten Festungsstadt lassen es sich in Eiscafes  oder in  Biergärten gut gehen. Im Anschluss an die leiblichen Genüsse feuern sie dann kräftig bei Schüler- und Jedermannslauf an.

2010 bin ich mit Jenny die Strecke noch zusammen gelaufen. Damals völlig Zuschauer frei. Dies lag aber am strömenden Regen, der uns bis zum Schluss begleitete. Trotz Vorfreude und toller Kulisse habe ich ein ungutes Gefühl. 30°C Grad sind halt nicht mein Ding. Ich wünsche mir wenigstens etwas Regen zurück, doch dieser wird wohl ausbleiben. So kommt es, dass ich bereits nach drei Kilometern richtig Tempo rausnehmen muss, um mich nicht völlig zu übernehmen. Den Rest der Strecke werde ich als Trainingslauf nehmen müssen. Am Ende steht eine 56er Zeit auf der Uhr. Keine Ahnung, wann ich zuletzt bei einer komplett flachen Strecke so lange gebraucht habe. Man muss auch mal einen Lauf einfach Lauf sein lassen und vernünftig sein. Gerade wenn es so heiß ist.

Die Strecke in Saarlouis wird auf einer kleinen Runde durch die Stadt gestartet. Nach etwa 1 bis 2 Kilometern geht es dann auf zwei weitere Runden von etwas über 4 Kilometern. Diese Runden geben einem nicht immer das Gefühl in der Stadt zu laufen. Am Saaraltarm hat man eher ein Parkfeeling, das sich mit dem Innenstadtflair abwechselt. Wie schon erwähnt, pushen im Stadtkern bei schönem Wetter die vielen Zuschauer auf jeder Runde von neuem. Wer also ein Wechsel von Landschafts-, City- und Stimmungslauf sucht, ist hier genau richtig. Bei etwas harmloseren Temperaturen kann man zudem auf Bestzeitenjagd gehen.

Am Wochenende werden bereits jetzt bis zu 40° Grad vorausorakelt. Dann wartet der Holzlandlauf in Schopp auf uns. Bleibt abzuwarten, ob es wirklich so schlimm für Jenny und mich kommt. Da der Lauf zum Laufladen – Cup gehört, wollen wir uns diesen nicht entgehen lassen. Sollte es wirklich so heiß bleiben, wird es wohl eher ein Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen. Schön wäre es auch, wenn bis dorthin mein Auspuff der sich auf der Rückfahrt von Saarlouis verabschiedet hat wieder unter meinem Auto hängen würde. Wie man also sieht hatte es der Altstadtlauf wirklich in sich dieses Jahr.......

12.09.2012
9.  Ruhbachtallauf in Schnappach

Zum 14. Mal lädt der SV Schnappach an diesem Wochenende zum Ruhbachtalfest ein und zum 9. Mal laden einige Sponsoren mit besagtem SVS zum Rubachtal - Lauf am Sportplatz ein.

Zuerst starten die Kinder auf einer kleinen Sportplatz- Runde beim Schnupperlauf. Danach sind die Alten an der Reihe. Von uns Fribi´s stehen die Lauf-Asse Petra, Jenny und ich am Start. Ganz unspektakulär und locker geht es auf eine schöne drei Kilometerrunde um das Ruhbachtal zur Sache. Diese kann jeder so oft Laufen wie er möchte.

Laufveranstaltungen dieser Art liegen uns ja besonders, da es keinen Wettkampfstress gibt und man im Anschluss bestens mit warmen Mahlzeiten versorgt wird.

Das eigentliche Highlight dieser Veranstaltung bieten die Sponsoren. Denn  alle Teilnehmer starten umsonst und die Sponsoren spenden pro gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag für wohltätige Zwecke. Außerdem erhält jeder Läufer, der selbst einen kleinen Obolus gibt, ein Ruhbachtal – Lauf – Shirt. Nicht nur deshalb sollte man hier vorbeischauen, denn der komplette Erlös wird jedes Jahr einem guten Zweck zur Verfügung gestellt.

Nach vier Runden, erfrischendem Duschen und Getränkehaushalt auffüllen verlassen wir den Sportplatz ohne den Genuss der vielen Möglichkeiten zum Mittagessen. Uns ist es hierzu noch etwas zu früh, außerdem möchten wir noch den letzten Olympiatag mit dem Marathon der Herren in London verfolgen. Eine gelungene Veranstaltung geht zu Ende, die wir mit Sicherheit wieder besuchen werden.

19.08.2012
Coca - Cola Straßenlauf auf dem Einsiedlerhof


Jubiläum beim FCK. Zum 30. Mal schickt ein gut gelaunter Sprecher das traditionell große Teilnehmerfeld in den Wald um Kaiserslautern bzw. den Einsiedlerhof.  Leider liegt für Jenny und mich kein gutes Omen in der Luft für die heutige Veranstaltung.

Nach zwei Kilometern liege ich zwar absolut im Soll, fühle mich aber durch die leichte Schwüle nicht in der Lage meine angepeilten 49 Minuten anzugehen. Darum entscheide ich mich auf Jenny zu warten. Vielmehr möchte ich sie bei ihrem Plan unterstützen, die 10 Kilometer endlich unter 60 Minuten zu laufen.

Leider sieht auch sie nach der kurzen Distanz schon sehr gestresst aus. Man merkt sofort, dass auch bei ihr wenig geht. Darum machen wir es auch kurz und belassen es bei dieser kurzen Beschreibung. Die Strecke vom Einsiedlerhof  ist ja unlängst bekannt. Auch die Orga ist nach 30 Jahren mehr als eingespielt. Jedem, der  eine Bestzeit laufen will, legen wir diesen Lauf ans Herz. Nicht umsonst sind jedes Jahr so viele Läufer bereits um 9 Uhr morgens am Start.

In diesem Jahr waren es 438 Frauen und Männer, die das Ziel in der Weilerbacher Straße erreichen. Wir erreichen mit viel Frust nach 1:02:49 Minuten ebenfalls das Ziel. Dies ist zwar für Jenny Jahresbestzeit doch lassen sich sechs Wochen Vorbereitung auf <60 Minuten nicht einfach so streichen.

Spätestens nachdem mir auf der Heimfahrt einfällt, dass dies ein weiterer Lauf zum Laufladen – Cup war, können wir wieder lachen. Dies bedeutet nämlich, dass ich blöder Weise viele Punkte hab liegen lassen. Somit geht es in der 2012er Wertung nur noch um die goldene Ananas. Die goldene Ananas bedeutet bei der Cupwertung aber immer noch ein schönes Laufshirt, welches jeder Läufer bekommt, der mindestens an sechs Läufen teilgenommen hat.

Niederlagen wie bei Jenny oder Blödheit (wie bei mir wegen der Cupwertung) gehören zum Sport dazu. Wichtig ist nur, nach ein paar Tagen neu zu planen und wieder neue Ziele anzugehen. Dies werden wir tun. Spätestens in Karlsruhe soll eine schöne Zeit für uns beide beim Halbmarathon rausspringen. Bis dahin machen wir erst mal 14 Tage Urlaub, um gut erholt in die weitere Saison durchzustarten.

13.07.2012
5. Mittelpunktlauf Habach

Zum 5. Mal laden die Habacher zu ihrem Mittelpunkt an den Sportplatz des SV Habach ein. Erstaunlicherweise erfreut sich die Laufabteilung des SVH über ein großes und vor allem starkes Teilnehmerfeld in jedem Jahr. Obwohl es nur ein 5 Kilometerlauf ist, stehen heute über 300 Läufer am Start.  Der Veranstalter lockt mit einer Mannschaftswertung bzw. mit einer anschließenden Party, die ihresgleichen sucht. Wobei die Habacher für letzteres ohnehin bekannt sind.

Habach streitet sich mit dem Lebacher Ortsteil Falscheid ohnehin um den Titel “Mittelpunkt des Saarlandes“. Für Jenny und mich liegt der Saarländische Mittelpunkt sowieso in Wemmetsweiler. Um genau zu sein, in der Bildstockstraße. Doch dies ist eine andere Geschichte. Da die besagten “offiziellen“ Mittelpunktläufer bei unserem Osterlauf eine der drei größten Gruppen waren, fühlen wir uns verpflichtet auch bei ihnen als Einzelstarter mitzuwirken.

(Wasserschlacht von Habach)

Auch wenn wir es locker angehen wollen, zwingt uns die Strecke doch schon ziemlich früh an unsere Grenzen zu gehen, denn ganz so schlecht soll die Zeit ja auch nicht auf den Urkunden aussehen. An die Grenzen müssen wir gehen weil die kurze Strecke doch den einen oder anderen Anstieg aufzuweisen hat. Bis etwa Kilometer vier laufen wir also überwiegend durch die Wälder um Habach auf stark welligem Untergrund. Vor dem Haus Hubwald (Betreutes Wohnen) drehen wir eine Ehrenrunde, um dann auf der Großwaldstraße / L301 durch Habach hindurch zum Ziel am Sportplatz zu laufen. Trotz sehr starkem Regen feuern wie jedes Jahr die Habacher kräftig an.

Nach 31 Minuten für Jenny und 26 Minuten auf meiner Uhr suchen wir schnellst möglich die Duschen auf. Der Sommer 2012 lässt einen ziemlich rasch auskühlen. Auch lassen wir die große “AFTER-RUN-PARTY“ ausfallen. Wobei wir im Nachhinein laut fachmännischem Urteil einiges verpasst hätten. So bleibt uns wohl nichts anderes übrig als im nächsten Jahr wieder zu kommen um selbst zu testen ob die Habacher wirklich so trinkfest sind. Dann aber mit eigenem Fribi-Mayer-Team.

06.07.2012
29. Lebacher Stadtlauf

Momentan hab ich keine gute Form. Leider auch einige Kilo zu viel auf den Rippen. Mit einer 25er Zeit für die 5 Kilometer muss ich mich leider erstmal zufrieden geben. Bis Kaiserlautern in drei Wochen ist noch viel Arbeit um wenigstens in die Nähe meiner 10 Kilometer – Bestzeit zu kommen.
 

Zur heutigen Strecke kann ich sagen, dass sie nicht ganz einfach zu laufen ist, wenn man eine Bestzeit raus hauen möchte. Möglich ist dies in Lebach allemal. Aber ein ganz kleiner Buckel macht den Läufern bei vier Runden das Leben schwer. Also gilt es sich gut einzuteilen. Dann klappt es auch mit der Bestzeit. Aber Achtung alle Altersklassen sind hier hervorragend besetzt.

Am besten nimmt man den Lauf nicht ganz so bierernst. Dieses Motto mache ich mir dann auch bewusst und freue mich meinen Astralkörper wieder bewegt zu haben.

Die Streckenbeschreibung fällt relativ kurz aus. Die 10 Kilometerläufer biegen nach zwei Stadionrunden auf die eigentliche Strecke, die in einer großen Schleife um das Stadion bzw. Schulgelände von Lebach führt. Danach geht es erneut auf die Stadionrunde usw. Nach vier Runden ist es vollbracht und der Lebacher Volkslauf gilt als gefinisht. Hinter dem kleinen Buckel bei ca. Kilometer 1,5 folgt ein kleines Wäldchen. Ansonsten verlaufen die restlichen Kilometer auf den Straßen von Lebach.

Trotz der eigentlich eintönigen vier Runden ist der Stadtlauf mit Sicherheit eine Teilnahme wert! Nächste Woche geht es dann zum Besuch des Saarland Mittelpunktlaufes in Habach. Die Habacher waren eines der größten Teilnehmer Teams bei unserm Osterlauf. Allein daher sind wir verpflichtet, dem Lauf einen Besuch abzustatten. Dann aber eher locker und wieder mit Jenny zusammen. Wir sind bereits auf die Waldstrecke im Herzen des Saarlandes gespannt.

Langes Laufwochenende
(Dillinger Firmenlauf, Volkslauf Sickinger Höhe, Kirkler Volkslauf)

Das lange Laufwochenende beginnt mit dem Firmenlauf in Dillingen am Donnerstagabend. Durch einen Zugausfall in Völklingen und der damit verbundenen Verspätung kommen wir erst kurz vor dem eigentlichen Start in Dillingen an. Dies bedeutet ein Startplatz in mitten der 15000 Läufer/innen. Auf dem 5 Kilometer- Rundkurs ist somit an Bestzeiten nicht zu denken. Spätestens nach 500 Metern verliert man ohnehin durch das ständige Anlaufen und wieder Abbremsen die Lust am Laufen. Auf den restlichen 4,5 Kilometern konzentriere ich mich deshalb auf die Läufer in meiner Nähe, um nicht zu stolpern oder andere umzurennen.

 

Eigentlich wollte ich ja in den nächsten Wochen eine Wettkampfpause einlegen, doch durch den Spaßlauf heute ist mein Ehrgeiz doch zu groß und ich nehme mir noch während des Firmenlaufes vor, am übernächsten Wochenende den 5 Kilometerlauf von Lebach in Angriff zu nehmen. Einmal im Jahr möchte auch ich als Schwergewichtsläufer wissen, was wirklich über diese Distanz geht.

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Nachdem alle Leismannfrauen / Männer im Ziel sind, vermiesen uns ausgerechnet die Italiener die Restlaune mit einem 2:1 Sieg gegen Deutschland. Leider spielen die Jungs vom Stiefel keinen klassischen Catenaccio mehr, so dass die Niederlage zähneknirschend in Ordnung geht.

 

Trotz all den negativen Ereignisse lassen wir uns die Laune am Feiern nicht nehmen und frönen getreu dem Firmenlauf Motto “Feiern mit Kollegen“.

 

Am nächsten Tag geht es leicht verkatert auf die Osterlaufstrecke, die heute für ein lockeres Trainingsläufchen herhalten muss. Die Strecke ist mir selten solange vorgekommen. ;O) Da es bis Ostern noch ne Weile hin ist, mache ich mir auch wenig Gedanken über die eigentliche Strecke. Trotz des Magnesiummangels sind die Beine relativ locker. Mal abwarten, wie es morgen wird.

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Zum 40. Jubiläum des Sickingerhöh Volkslauf fahre ich am Samstag, den 30.06. mit Jenny nach Hermersberg. Dies liegt irgendwo zwischen Landstuhl und Pirmasens. Nachdem meine bessere Hälfte beim Beilsteinlauf im Mai aussetzen musste, fehlt ihr eine Wertung beim Laufladencup. Dies gibt mir die Möglichkeit, Jenny bei heißen 28° Grad zu begleiten. Was das ganze erschwert, ist die Gewissheit, dass es auf der kompletten Strecke kaum Schatten gibt. Von daher ist die Zeit heute zweitrangig. Zudem ist es eine relativ hügelige Strecke, die nur wenig bestzeitentauglich ist.

Im Gegensatz zu den sonstigen Läufen, die zum Laufladencup gehören, haben sich heute nur Rund 130 Läufer auf dem Sportplatz in Hermersberg eingefunden. Anscheinend sind bei den Temperaturen nur die ganz harten am Start. Aus diesem Grund lassen wir uns auch nicht dadurch verunsichern, dass wir von Beginn an den Besenwagen (RTW) eskortiert haben. 

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Nach einer dreiviertel Sportplatzrunde laufen wir durch das angrenzende Wohngebiet in Richtung Ortsausgang. Parallel zur L473 führt die Strecke noch etwa 800 Meter bis zur Autobahnunterführung der A62. Hinter dieser zieht sich ein asphaltierter Weg hinauf zum Ort Weselberg. Bevor wir diesen erreichen biegt der Volkslauf auf eine 1 Kilometer lange Panoramastrecke bis zum Wende- / Verpflegungspunkt. Die Aussicht von der Sickingerhöhe hat es wirklich in sich. Jedoch bleibt für Jenny und mich wenig Zeit diese zu genießen.

Denn um den Anschluss an das Feld nicht zu verlieren, heißt es intensiv abkühlen und einen kräftigen Schluck zu trinken. Nach der Wende laufen wir in konstantem Tempo durch die Felder zwischen Weselberg und Hermersberg auf welligem Parcours zurück zum Start- / Zielbereich. Kurz vor diesem haben wir auch wieder Kontakt zu den anderen Läufern und können aufschließen bzw. sogar noch einen der Läufer vor uns überholen. Bei den heutigen Temperaturen ist eine Zeit von 67 Minuten wirklich beachtlich. Die eine oder andere Läuferin musste den Lauf sogar abbrechen. Aber besser so, als sich zu übernehmen in dieser Hitze.

Bleibt zu sagen, dass der Sickingerhöh- Volkslauf meiner Meinung nach weniger für Bestzeiten gemacht ist. Dafür ist es ein schöner Landschaftslauf mit einem gut gelaunten Teilnehmerfeld, das permanent die Mitläufer anfeuert. Jedenfalls sollte man mit heißen Temperaturen in baumloser Umgebung klar kommen, denn der Lauf findet traditionell in den wärmsten Monaten des Jahres statt.

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Pünktlich zum ersten Tag im Monat Juli lasse ich es mir nicht nehmen, eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen einzuschieben. Hierbei steht der Vereinslauf in Kirkel auf dem Plan. Vereinslauf bedeutet in Fribi – Sprache, der Verein lädt ein zu vier verschiedenen Läufen in einer Saison. Dieses Mal ist die Wahl der Vereinsführung auf den 31. Internationalen Volkslauf in Kirkel gefallen. Ein bekannter Lauf mit einem relativ kleinen Teilnehmerfeld. Dafür gibt es in 31 Jahren jede Menge Tradition und eine super Strecke wie ich mir hab sagen lassen.

Auf dem Weg nach Kirkel freue ich mich bereits auf den Lauf, denn die ganze Nacht und den ganzen morgen über regnet es in Strömen. Für mich gibt es nichts Schöneres als bei Regen durch den matschigen Wald zu laufen. Was für mich toll ist, scheint für andere ein Graus zu sein. Denn trotz Vereinslauf treffe ich nur drei weitere Vereinskameraden am Turnplatz in Kirkel. Neben Markus und Bärbel wird ein gut gelaunter Toni nach langer Verletzungspause sein Comeback geben.

Die Strecke des Kirkeler Volkslaufes führt genau wie gestern erstmal eine dreiviertelrunde um den Sportplatz. Dieser ist ansässig des Burgfestes geschmückt, leider sind  wegen des starken Regens kaum Zuschauer da . Uns  feuert nur Bärbel an. Nachdem wir die Laufbahn verlassen, geht es direkt in den herrlich, dichten Kirkeler Wald. Da es sich um eine Wendepunktstrecke handelt, kann man sich die Strapazen der Strecke leicht ausrechnen. Auf dem Hinweg ist es zwar leicht hügelig, doch sind die Abstiege um einiges länger als die Aufstiege. Auch sind die Wege wie schon erwähnt sehr verschlammt, was auch viel Kraft kostet.

Irgendwie läuft es wirklich gut für mich. Ich muss mir ständig sagen, dass es  nur ein Trainingslauf ist, halt dich zurück. Wenn auf der Garmin aber der Schnitt stetig fällt, verlockt es doch sehr zum schneller Laufen.

Im Frohnsbachtal / Geißbachtal ist es dann soweit. Wir erreichen den Scheitelpunkt der Strecke. Nach kurzer Erfrischung gehe ich hoch motiviert den Rückweg an. Doch plötzlich gibt es keine Gedanken mehr, dass ich mich bremsen oder an einen Trainingslauf erinnern muss. Der Rückweg ist spätestens ab Kilometer 7 brutal. Auch die kurzen Stücke, die es mal wieder runter geht, machen es auch nicht mehr gut. Umso mehr freu ich mich nach gut unter einer Stunde wieder am Sportplatz anzukommen.

Es ist wirklich eine tolle Strecke, die für meinen Geschmack bei Regen nochmals ein Tick mehr Laune macht. Im nächsten Jahr bin ich mit Sicherheit wieder am Start. Dann aber ohne Trainingslauf. Im Ziel stehen übrigens schon meine Fribi - Kollegen. Mit einer beachtlichen Zeit meldet sich der langzeitverletzte Toni zurück in der Saarländischen Läuferszene. Hierzu herzlichen Glückwunsch.

22.6.12
22. Mitternachtslauf in Glan – Münchweiler


Eigentlich hatte sich für heute eine große Lauftruppe mit ebenso großem Anhang gemeldet. Wir hatten uns den Kopf zerbrochen ob wir mit drei oder vier Autos in die Pfalz düsen, um am stimmungsvollen Mitternachtslauf teilzunehmen.

Dank Euro kommt es aber anders als man denkt. Nachdem unsere Nationalmannschaft mit blutend weißer Weste ins Viertelfinale eingezogen ist, sind nach und nach die Läufer bzw. Fans abgesprungen. Am Schluss standen nur noch Jenny, Janine, Marko und ich auf der Liste. Dafür reichte dann auch ein Auto aus. Würde die Veranstaltung nicht zum Laufladen-Cup der Pfalz gehören, wären wir wahrscheinlich selbst zu Hause geblieben.

Gerade rechtzeitig erreichen wir die Startnummernausgabe im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr von Glan – Münchweiler. Als wir eintreffen, erzielt Philip Lahm gerade das 1:0 für Deutschland. So lässt es sich kurze Zeit später entspannt auf die erste Runde des traditionsreichen Laufes gehen. Das Fußballspiel hat für mein Empfinden zu keinem großen Teilnehmerverlust geführt. Auch auf der Strecke selbst ist die Stimmung wie jedes Jahr prächtig. Nur, dass eben in den Vorgärten zu den Schwenkern und Getränken jetzt auch noch Fernseher aufgebaut sind.

In der Straße “Im Teich“ gibt es einen ganz besonderen Service. Hier wird per Kreide auf der Straße eine WM – Anzeigentafel aufgemalt. Nach Ende der ersten Runde merke ich, dass ich  es tierisch im Magen habe. Von was das wohl kommt? Also heißt es auf Ankommen laufen.

In der Anzeigentafel – Straße steht auf der zweiten Runde: 1:0 Lahm, 1:1 Samaras, 2:1 Khedira. Mein Laufkollege hinter mir fordert die Zuschauer auf, beim nächsten Mal ein 3:1 einzutragen und die Anwohner der Straße beherzigen dies auch in der vorletzten Runde und fügen das 4:1 von Miro Klose hinzu. Wie schon angekündigt, erholt sich mein Magen nicht. Ich bin heilfroh als es auf die letzte Runde geht. Zwar kann ich am Schluss noch etwas anziehen, schaffe es aber nicht mehr unter 45 Minuten. Dafür, dass ich eingegangen bin ist ein Zeitverlust zum Vorjahr von etwa einer Minute vollkommen okay.

Auf der Anzeigentafel stand beim letzten Ablaufen ein tolles 4:2. Ich bedanke mich noch herzlich für den tollen Service, den wir selbstverständlich beim nächsten Osterlauf auch anbieten werden. Vorausgesetzt die Deutschen spielen dann auch Ostermontag bei einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft. An dem Tag kann Nick die Waldwege um den Itzenplitzer Weiher mit Zwischenständen bestücken.

Ach ja, ich war nicht allein. So kommen meine Nachbarin Janine in starken 43 Minuten ins Ziel. Heute muss ich mich ihr dann leider geschlagen geben. Für Jenny endet der Lauf in ebenfalls versöhnlichen 55 Minuten. Ihr ging es ähnlich wie mir, nur ohne Magenschmerzen. Zur Zeit fehlt ihr noch die Kraft, um auf solchen Strecken Bestzeit zu laufen.

Nächste Woche geht es mit dem Laufladen-Cup für uns beide bereits weiter. Dann starten wir auf den 10 Kilometern von Hermersberg.

09.06.2012
8. Hutmacherlauf in Kusel

8,4 Kilometer ist doch die ideale Distanz, um eine schnelle Trainingseinheit in der wettkampffreien Zeit einzuschieben. Also wird Nick motiviert und los geht’s zum Abstecher in die Hutmacher Stadt Kusel. Jedoch haben wir nicht ganz so viel Zeit, denn heut Abend spielt die DFB-Elf bei ihrem ersten Spiel der UEFA-Europameisterschaft.
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Da sich Nick in letzter Zeit auf das Fußballspielen spezialisiert hat, ist es interessant zu sehen, wie sich die Trainingseinheiten auf seine Laufleistung ausgewirkt hat. Zudem hat er „einen Schuss gemacht“, wie man im Volksmund sagt. Dies bestätigte dann auch die Zieluhr, nach gerade mal 4:24 Minuten ist er wieder im Ziel. Eine bessere Zeit hat der Junge noch nie hingelegt. Ich frage mich also wann mein nächster „Schuss“ kommt. Der müsste dann bei meinen aktuellen BMI-Werten bis auf 2,35 Meter gehen um eine Leistungsverbesserung zu erzielen.

Kurz nach den Schülern sind wir Erwachsenen dran. Am Start sind kaum Saarländer und die Pfälzer kenne ich bis auf ein paar wenige nur vom sehen. Zur Strecke ist auch nicht viel zu sagen. Es geht auf einer alten Bahntrasse in Richtung Thallichtenberg. Nachdem wir unterhalb der Burg Lichtenberg durch den Wald gelaufen sind, biegt die Strecke von der Bahntrasse ab. Hinter einem Wäldchen laufen wir zum alten Bahnhof von Thallichtenberg hinauf. Dies ist gleichzeitig der höchste Punkt der Strecke. Bis hierhin ging es stetig leicht bergauf.
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Am Bahnhof folgt nach der Wasserstation eine etwa 300 Meter lange Tunnelröhre. Durch diese bretterten früher die Züge in Richtung Kusel. Da wir auf dem Hinweg schon jede Menge Zeit liegen ließen, heißt es jetzt selbst durch die Röhre brettern um die bestmögliche Zielzeit zu erreichen. Da ich ja wie schon erwähnt eigentlich Wettkampfpause hab, bin ich am Ende mit einer Zeit von 42:48 Minuten sehr zufrieden. Auf dem Rückweg konnte ich somit einen Schnitt von knapp unter 5 Minuten pro Kilometer gut halten. Das lässt mit den vielen Trainingskilometern der letzten Wochen auf mehr hoffen. Zumindest würde ich mich beim Straßenlauf in Kaiserslautern im nächsten Monat über eine gute 10er Zeit freuen. Vielleicht mache ich ja bis dorthin noch meinen Schuss. Wer weiß das schon so genau? :O)
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Letztes Jahr wurde der Hutmacherlauf durch den Laufladencup mit 130 zusätzlichen Finishern erheblich aufgewertet. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstalter mit der heutigen Teilnehmerzahl dennoch zufrieden sind. Mich würde es freuen, denn der Hutmacherlauf ist ein guter Lauf, um mal etwas flotter zu laufen. Außerdem wird der größte Teil der Einnahmen einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Übrigens, die Deutsche Mannschaft hat dann am Abend mit einem 1:0 über Portugal auch noch überzeugt.

26.05.2012
28. Kröver Mitternachts- oder auch Nacktarschlauf genannt

Wer kennt ihn nicht, den Kröver Nacktarsch? Der Name leitet sich am ehesten vom lateinischen  „Nectarius“, beziehungsweise des keltischen „Nackas“ ab. Beides bedeutet in etwa „felsige Höhe“, dass der Nacktarsch-Hang im Herbst ohne Laub schlicht „nackt“ aussieht. Im Volksmund ist die Darstellung etwas anders. Diese findet man z.B. auf den Flaschenetiketten und lautet: Was begeistert Alte loben. Moselwein, das edle Nass, wollt die Kröver Jugend proben, tief im Keller, Fass an Fass, Der Küfer sah ´s mit Bangen, und wurde grob und barsch, er haut den kleinen Rangen den blanken nackten Arsch.

Wir sind dieses Wochenende also in Kröv unterwegs. Die Startunterlagen holen wir bereits am Samstagmittag in Kröv ab und begutachten gleichzeitig den Weinort. Alles ist top organisiert. Vielmehr scheint es, dass der ganze Ort nur auf den Pfingstsamstag wartet. Die Weinstände, Sprecherkabinen, Absperrungen usw. werden bei unserer Ankunft gerade aufgebaut. Während wir noch die beiden Kröver Nacktarschflaschen an der Sporthalle in Empfang nehmen, proben bereits die Bands, die am Abend den Läufern einheizen werden. Jeder Starter bekommt eine dieser leckeren Weinflaschen geschenkt.
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Eigentlich sollte die zweite Flasche von Jenny erlaufen werden. Doch nach ihrer Erkrankung der letzten Woche ist sie immer noch nicht so weit, um an einem Volkslauf teilzunehmen. Auch wenn der Mitternachtslauf eher ein Spaßlauf ist, macht es noch keinen Sinn zu starten. Umso mehr wird sie mich heute von der Strecke aus anfeuern.

Gegen 23:50 Uhr gibt die Weinkönigin, bei noch etwa 16° Grad den Startschuss ab. Die leichte Verspätung ist mit der Feuerwehr zu entschuldigen. Diese wollte lustigerweise das Führungsfahrzeug nicht durch die Straßenabsperrung lassen. Man darf also den Mitternachtslauf nicht ganz so bierernst sehen. Mit dem Motto „die Nacht zum Tag machen“ ist eigentlich alles dazu gesagt.
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Nach dem Start geht es zuerst bergab durch die Fußgängerzone bis hinunter zum Zielbereich am Moselufer. Dort stehen auch meine Fans, die ebenfalls bestens gelaunt sind, wie alle Zuschauer, die sich an der Strecke versammelt haben. Hinter dem Zielbereich laufen wir unter lautem Beifall ein kleines Stück in Richtung Ortsausgang, ehe es dann wieder hinauf geht in Richtung Startlinie am Europabrunnen. Insgesamt beträgt eine Rundenlänge 2400 Meter, die es quasi dreieinhalb Mal zu bewältigen gilt. Überall feiern die Anwohner feucht fröhlich in ihren Vorgärten. Die Leute, die aus den Nachbarorten kommen oder im Moselland Urlaub machen, feuern aus Kneipen, Restaurants und von verschiedenen Plätzen aus an. Die Stimmung muss man einfach selbst erlebt haben. Außerdem stehen auf dem Rundkurs drei Sprecher, die ständig dabei sind die Läufer weiter anzuheizen oder den Zuschauern das Lauffieber schmackhaft zu machen bzw. die Zuschauer bei Laune halten.  
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Es ist nicht zu fassen, von wo die ganzen Läufer kommen. Trotz der Dunkelheit sind die verschiedensten Vereintrikots zu erkennen. Die meisten Läufer kommen anscheinend aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet, aber auch einige Saarländer sind mir schon im vorherigen Lauf der Junggebliebenen aufgefallen. Dieser wurde eine Stunde vor unserem Lauf ausgetragen. Die Runden vergehen förmlich wie im Flug. Fast schon finde ich es schade, dass wir nur dreimal durch die Fußgängerzone mit dem anschließenden Zielbereich an der Mosel dürfen. Die Straßen sind mit roten Kerzen ausgeleuchtet, welche ein herrliches Bild geben. In manchen Bereichen ist es so laut wie in einem Fußballstadion vor der jeweiligen Fankurve.

In der letzten Runde passiert es mir dann aber wovor ich noch am Start von einer Bekannten aus dem Saarland gewarnt wurde. Nachdem ich den höchsten Punkt der Strecke mit seiner Verpflegungsstation erreicht habe, greife ich ein letztes Mal beherzt zu, um mich mit einem Becher Wasser für den anschließenden Zieleinlauf zu stärken. Ich freue mich auf den erfrischenden Geschmack von eiskaltem Wasser auf meiner trockenen Zunge und schmecke nur noch Nacktarsch. Für den Weinkenner mag es eine tolle Sache sein, doch beim Laufen ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Da man wie mehrfach erwähnt nicht alles so ernst nehmen darf, freue ich mich mit den Helfern, die ihren Spaß haben, wenn sie einem Läufer ihr Lieblingsgetränk unterjubeln konnten. Gut gelaunt geht es danach hinunter zum Ziel. Hier empfängt mich der Fribi-Mayer-Fanclub nach knapp über 47 Minuten.

Nachdem auch der letzte Läufer im Ziel angekommen ist, wird der Lauf mit einem heftigen Feuerwerk über der Mosel beendet. Es ist ein absolut perfektes Lauferlebnis, das man erlebt haben sollte. Alle kommen auf ihren Geschmack. Den Wein gibt es hier eh im Überfluss,so dass gute Laune garantiert ist, ob Läufer oder Zuschauer.
 
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06.05.2012
7. Beilsteinlauf in Hochspeyer

Hochspeyer liegt am nördlichen Rand des Pfälzerwaldes im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Hierhin verschlägt es mich bereits am frühen Sonntagmorgen. Auch bin ich seit langem mal wieder allein zu einem Volkslauf unterwegs. Für meine FriBi – Freunde ist dieser Lauf, der Teil des Laufladencup ist (nach Brücken und Eisenberg bereits der dritte der Serie 2012), nicht interessant. Jenny ist leider auch entschuldigt. Sie muss an diesem Tag arbeiten.  

So bleibt mir nichts anderes übrig als allein an den Start zu gehen. Der Lauf startet am Sportplatz des TuS Hochspeyer in einer kleinen Nebenstraße. Aufgrund des Laufladencups ist das Teilnehmerfeld sehr groß. Der Veranstalter freut sich über 312 Starter im Hauptlauf. In den letzten Jahren war man mit 90 bereits gut bedient. Erstaunlicherweise empfinde ich das Feld unter den Laufladencup- Teilnehmern immer als sehr entspannt im Vergleich zu den hektischen Startern bei manch anderen  Läufen.

Wie dem auch sei führt uns die Straße nach dem Startschuss direkt Richtung Pfälzer Wald. Nach gerade mal 500 Metern ist dieser erreicht und es geht leicht ansteigend über die nächsten zwei Kilometer durch den mit einem jetzt dichten Blätterdach bewachsenen Wald. Innerhalb von wenigen Tagen hat der Regen die Bäume regelrecht explodieren lassen. Das saftige Grün gibt schon ein Gefühl von Sommer. Leider ist es heute eher bedeckt aber bei ca. 13° Grad lässt es sich bestens laufen.

Ab Kilometer zwei schlängelt sich die Wettkampfstrecke ständig abfallend in Richtung Burgruine Beilstein hinunter. Wenn ich daran denke, dass wir auf einem anderen Weg diesen Höhenunterschied wieder ausgleichen müssen, ist mir schon etwas mulmig. Auch wenn kaum Zuschauer oder Wanderer so früh unterwegs sind, ist es eine recht kurzweilige Veranstaltung bis zur Hälfte des Wettkampfes. Von hier an laufen wir zum ersten Mal richtig steil gegen den ehemaligen Burgwall. Ein Wurzelpfad führt uns hinauf zur Ruine. Es ist wirklich nicht mehr viel übrig von der ehemals stolzen Burg.

Nachdem wir auf der anderen Seite den Burgwall hinab laufen heißt es:“ Wer hat sich die Kräfte am besten eingeteilt?“ Ich anscheinend nicht. Mehr kämpfend als laufend schleppe ich mich zurück bis zu einer 360° Kurve, die uns bei Kilometer 9 auf die Zielgerade führt. Von hier kann ich das Tempo kontinuierlich wieder anziehen. Es sind etwa 200 Meter mehr bis ins Ziel als angegeben. Von daher ist der Schnitt von 5:19 Minuten entsprechend „langsam“. Nachdem ich bei der 390° Kurve schon deutlich über 5:20 war, bin ich wirklich zufrieden mit dem, was ich ins Ziel gerettet habe.

Bleibt abschließend zu sagen, dass der Beilsteinlauf eine mehr als gelungene Veranstaltung ist. Ich hoffe für den Veranstalter, dass die erhöhte Teilnehmerzahl durch den Laufladencup  in Zukunft öfters hinaus nach Hochspeyer kommt. Denn nur 90 Teilnehmer wie in den Jahren zuvor hat die TuS wirklich nicht verdient. Ich komme jedenfalls wieder und das liegt nicht an den leckeren Kuchen oder Frikadellen, die es im Anschluss in der kleinen Sporthalle am Sportplatz gibt.

Die nächsten Termine für mich beim Laufladencup sind:
22.06. Mitternachtslauf in Glan-Münchweiler
30.06. Sickingerhöh Volkslauf in Hermersberg (Hier läuft nur Jenny)
04.08. Straßenlauf auf dem Einsiedlerhof
19.08. Holzland Volkslauf in Schopp
02.12. Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl
15.12. Weihnachtsmarktlauf in Offenbach – Hundheim

30.04.2012
Globus – Marathon


Zum 6. Mal findet der Marathon in St. Wendel statt. In diesem Jahr auf etwas veränderter Strecke. Diese soll für die Zuschauer attraktiver sein. Nachdem in den Vorjahren auf der etwas eintönigen B41 bis hinter Niederlinxweiler gelaufen wurde, steht die Wende in diesem Jahr bereits kurz hinter Oberlinxweiler. Dadurch wird der Stadtteil Alsfassen mit in das Treiben um den Marathon einbezogen. Das Wetter spielt zumindest am Start mit etwa 15°Grad mit.

Berichten kann ich selbst nur von dem zweiten Streckenteil, denn wir sind wie  2011 mit einer Fribi –Staffel unterwegs. Hierzu gesellen sich Petra mit den Staffelneulingen Felix und Janine. Für Janine ist es überhaupt der erste Lauf mit Wettkampfcharakter. Ich warte somit als zweiter Läufer in der neuen Wechselzone am Busbahnhof in der Innenstadt. Da keiner die Zeiten von Janine einschätzen kann, sind wir alle überrascht wie schnell sie von der B41 zurück ist. Nach Übergabe des Staffelbandes geht es für mich auf die Runde. Insgesamt sind zwei Halbmarathonrunden für die Staffel - Teams zu laufen.

Die neue Wechselzone ist wirklich eine Bereicherung. Auf der linken Seite stehen die Staffelläufer, die auf ihre Mannschaftskollegen warten. Auf der rechten die Zuschauer, Freunde oder Vereinskameraden. Von beiden Seiten wird man auf etwa 100 Metern frenetisch angefeuert. Selbst die eigentlichen Konkurrenten von den anderen Staffeln heizen einem kräftig ein. Von den Fribi´s, die später beim Halbmarathon starten werden, sind auch einige da um uns kräftig zu unterstützen. Schade, dass meine Staffelkollegen dieses Gefühl nicht selbst erleben können, denn auf der zweiten Hälfte werden sicher nicht mehr so viele Leute hier sein.

Durch dieses Anfeuern gehe ich meinen Lauf  zu schnell an. Auf der leicht welligen Wendepunktstrecke nach Alsfassen und später noch eine weitere Wende nach Urweiler hoch, muss ich dem Anfangstempo Tribut zollen. Mit einem 5:06 Schnitt liege ich dennoch in einem guten Bereich.

Wie vom Veranstalter angekündigt empfinde auch ich zumindest diesen neuen Teil als positiv. Schneller ist er zwar nicht, dafür aber umso stimmungsvoller als in den Jahren zuvor. Auch macht es viel Spaß, die entgegenkommenden Läufer auf den Wendepunktstrecken zu beobachten. Viele Bekannte Gesichter begrüßen einen mit Freude, den anderen ruft man aufmunternde Worte entgegen. Bei all der guten Laune muss ich zum Ende hin die Zähne kräftig zusammenbeißen. Ich übergebe am Bahnhof das Staffelband an Petra.

In ihrer ganzen Laufroutine bringt unsere erfahrenste Läuferin das Staffelband zurück in den Wechselbereich. Hier wartet bereits mit den Hufen scharrend der Staffellauf – Junior des Teams. Auf den restlichen 10,6 Kilometern schnappt sich Felix noch die eine oder andere Staffel. Wäre der Lauf 10 Km länger, würden wir wohl noch auf das Treppchen laufen. So endet der Staffel - Marathon für uns am Schlossplatz mit Platz Sieben in der Gesamtwertung.

Abends gibt es dann die verdiente Grillsause bei Moni- bzw. Manni im Garten. So ein guter Platz will ja auch gefeiert werden. Außerdem müssen wir unseren Fanblock und unser Kamerateam bei Laune halten.
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01.05.2012
Mai- Trail am Bärenfels


Mai, Juli, Dezember dreimal im Jahr läuft es Rund am Bärenfels. Im Mai habe ich mir vorgenommen, die Strecke mit Jenny zusammen zu laufen, da ich ja vor zwei Tagen noch in St: Wendel am Start war.

Der Start liegt etwa 300 Meter vom Start des Heiligabend Laufes entfernt auf einer Waldlichtung. Hier sind schon alle Fellers versammelt. Nach kurzweiliger Wartezeit ergreift Robert Feller sein legendäres Megaphon. Jedes Mal wenn er dies tut, zuckt  Jenny etwas zusammen. Sie hat ständig Angst vor den Ankündigungen wie verlängerte Strecke oder den Gefahren, die auf den Fellerschen Bärenfelswegen lauern. Auch heute kann Robert Jenny nicht wirklich beruhigen. Er hat bei einem seiner Trainingsstreifzüge einen neuen Trail entdeckt. Zum Glück bestätigt sich nicht alles für meine bessere Hälfte, was er so erzählt hat. Das Teilstück entpuppt sich vielmehr als kleine Klamm bei der sich auf beiden Seiten eine Steile Böschung auftürmt. In der Mitte gilt es einen kleinen Bach zu durchlaufen, überspringen oder hineinlegen. Je nach Lust und Laune bzw. Kraft.

Über den Rest der Strecke ist es schwer zu schreiben, da man diese erlebt haben muss. Aus diesem Grund gibt es heute auch mal mehr Bilder als sonst. Grundsätzlich sei gesagt, dass es ständig hoch oder runter geht. Mal mehr steil mal weniger steil. Die Landschaft ist absolut beeindruckend. Man sollte nicht glauben, wie schön es im Saarland und dem angrenzenden Bundesland sein kann.

Jenny gibt heute alles, selbst Schlammlöscher, Mückenstiche, Mückenverschlucken, angriffslustige Hummeln, wilde Pflanzen, die sie zu erwürgen versuchen, nimmt sie völlig gelassen. Es gibt nichts was sie heute aufhalten könnte. Außer vielleicht das eine oder andere Steinchen im Steinbruch auf halber Strecke, das sie vielleicht ein oder zweimal stolpern lässt. :O)

Trotz aller Gefahren die heut auf uns lauerten, erreichen wir gesund das Ziel auf der Lichtung. Neben Gummibärchen, Salzbrezeln, TUK – Keksen werden uns hier allerlei Leckerein gereicht. Leider haben wir dieses mal nicht ganz so viel Zeit. Darum verabschieden wir uns nach kurzer Zeit um in Hopstätten zu Duschen nach Hause. Spätestens am 24.12 kommen wir jedoch wieder zurück zum Heiligabendlauf.

Auch wenn wir beide wahrscheinlich im Juli keine Zeit haben, können wir den Halbmarathon mit Ultratrail nur empfehlen. Sei es für den Ultraläufer oder den Normalo- Volksläufer beim Halbmarathon.
22.4.12
4. TEBA Radweglauf in Hermeskeil

Der Ruwer – Hochwald – Radweg auf 48 Kilometern verbindet das Moseltal mit den Höhen des Hunsrücks. Auf dieser Strecke werden mehr als 20 Mal Brückenbauwerke der verschiedensten Art überquert. Es gibt viel zu entdecken. Ob Technik, Kultur, Kulinarisches, Wein oder Wald. Vor der Eröffnung des Radweges verband die Bahnstrecke über 100 Jahre den Hauptbahnhof Trier mit Türkismühle. Heute gibt es nur noch die Museums – Hochwaldbahn, die von Hermeskeil nach Tükismühle in den Sommermonaten führt.

Zum vierten Mal wird auf dem Radweg der Volkslauf des TV Hermeskeil ausgetragen. Zum Glück müssen wir nur 15 Kilometer auf der Trasse zurücklegen und nicht die komplette Distanz bis nach Ruwer. Nach kurzer Verwirrungsfahrt durch Hermeskeil (Anmeldung befindet sich in der Sporthalle von Hermeskeil, etwa 1 Kilometer entfernt) stehen wir eng gedrängt mit den anderen Läufern in einer Industriehalle direkt vor dem Start. Der April macht dieses Jahr was er will und lässt es aus allen Wolken regnen, was die armen Kinder des Schülerlaufes aussehen lässt, wie begossene Pudel.  Fast pünktlich zum Start des Hauptlaufes jedoch schließt der Himmel seine Pforten. Bis auf den Wind ist somit bestes Läuferwetter.
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Die Strecke selbst ist eine typische Bahntrasse. Lang gezogen zieht sie sich dahin. Im ersten Moment denkt man, dass man extrem schwere Beine hat. Bis man endlich merkt, es sind nicht die Beine sondern vielmehr die 3,5 Kilometer, die es nach dem Start ganz leicht ansteigend den Berg hinauf geht. Oben angekommen, läuft das Feld bis Reinsfeld hinunter. Von dem Ort aus sind es noch 1,5 Kilometer bis zu Wende hinter dem Ort. Auf dem Rückweg kommt mirJenny entgegen, die noch erstaunlich frisch aussieht. Bei ihren ersten beiden 15 Kilometerläufen von Werl nach Soest hatte sie jedes Mal gesundheitliche Probleme. Nicht nur deshalb, sondern viel mehr wegen ihrem hohen Trainingseinsatz der letzten Monate sei ihr ein Erfolg gegönnt. Ich hoffe, dass sie sich die Strecke gut eingeprägt hat, denn auf dem Rückweg kann man bei cleverem Laufen viel rausholen. Den Hügel bei Kilometer 10 nehme mit angezogener Handbremse um dann auf den Schlusskilometern bis Hermeskeil noch einiges gut zumachen.
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Mit etwas unter 69 Minuten liege ich etwa 1:30 Minuten über meiner Bestzeit von Werl. Nach etwas warten kommt meine bessere Hälfte mit erstaunlichen 99 Minuten ins Ziel. Die ist ein super Erfolg für Jenny und wird ihr Selbstvertrauen für die weitere Saison geben. Hast du klasse hinbekommen heute. Am Ende erfahre ich, dass sie dem Schlussläufer entweichen wollte. Dieser meinte es wohl etwas zu gut mit ihr :O)

Alles in allem eine gut organisierte Veranstaltung, wobei die Strecke, was Bahntrassen so an sich haben, etwas eintönig ist. Bei einem stattlichen Startgeld inklusive Leihgebühr für den Chip überlegt man es sich zweimal in das benachbarte Ausland zu fahren. Dies soll aber nicht den Lauf schmälern. Der TV Hermeskeil liefert hier einen tollen Job. Ein größeres Teilnehmerfeld beim Hauptlauf wäre ihnen mehr als gegönnt.

09.04.12
1. Osterlauf im Naherholungsgebiet Itzenplitz.

Nicht ganz eine Woche ist vergangen seit unserem ersten Osterlauf am Itzenplitzer Weiher. Trotzdem sind noch viele Dinge zu regeln, Abrechnungen, Material sortieren, Bilder verschicken und, und, und… Vor dem nächsten Lauf heute in Nalbach wollen wir jedoch mal ein Resümee ziehen.Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.

Im November letzten Jahres trugen wir zum ersten Mal in Landstuhl beim Weihnachtsmarktlauf bzw. parallel durch Petra beim Adventslauf in Saarbrücken unsere Werbe - Shirts für den Osterlauf. In dieser kurzen Zeit bis Ostermontag ist allerhand passiert.  Ursprünglich sollte der Lauf eine ganz kleine Veranstaltung werden für maximal 50 Teilnehmer.

Doch durch die tatkräftige Unterstützung des Ortsvorstehers von Heiligenwald (Rüdiger Zakrezwski) mit seinem Team, der FriBi-Fun Runers, der Gemeinde Schiffweiler, Classic - Rock Radio, unserer Sponsoren, angefangen mit dem Hauptsponsor Gebrüder Scheidt GmbH, Sport Jochum,  Karlsberg, Blockhaus- und Saunahandel Zägel, des Gasthaus "Zum Itzenplitz", Petra Woll Floristik, der Firma Leismann, so wie der Institutionen und Vereinen des DRK von Heiligenwald, dem TC Grün - Weiß Heiligenwald, der Firma Meisterchip entwickelte sich geradezu ein Selbstläufer. Ebenfalls maßgeblich verantwortlich für den Erfolg unserer Laufveranstaltung ist unser Spitzenhelfer-Team bestehend aus Manni, Moni, Martina, Christian, Petra, Jörg, Felix, Chris, Isabelle, Andrea, Karl -Heinz, Klaus, Ulla, Peter, Fabian, Nick, Toni, Bärbel, Anne, Martin, Silke, Sabrina, Pascal, Anna - Lena, Kim, Gerd und zu guter letzt der Schirmherrin Frau Cornelia Hoffmann - Bethscheider.

Bereits am Ostersonntag präparierten wir die Strecke bei zwar kühlem Wetter, aber immerhin noch Sonnenschein. Während die ausführenden Helfer auf der Strecke  mit Beschilderung und Absperrung beschäftigt waren, regelten die anderen das Aufhängen von Bannern im Start- / Zielbereich. Wiederrum ein drittes Team, das so genannte Elite-Team, sorgte am sonst ruhigen Geschäftsabend in der Weiherklause bei Gerlinde für überraschenden Umsatz.

 Am Ostersonntag sah das Wetter leider sehr trübe aus. Teilweise ergossen sich Regenschauer über dem Itzenplitzer Weiher bei nur noch 5°C Grad über null. Nachdem jedoch pünktlich um 8:30 Uhr die ersten Läufer bei der Anmeldung im Clubheim des TC Heiligenwald erschienen, ließ die Anspannung erheblich nach. Und es wurden immer mehr. Am Ende standen 52 Frauen mit 98 Männern im Start im Tunnel unter der ehemaligen Eisenbahnbrücke, welche die Grube Itzenplitz mit der Grube Reden verbunden hatte. Heute steht neben der Brücke die besagte Gaststätte, in der sich am Vortag unsere Elite-Team noch Mut antrinken musste.

Als dann die Schirmherrin Frau Hoffmann – Bethscheider das Feld mit der Startglocke in den Wald schickte, hieß es erst mal warten. Die Osterlaufstrecke führt nach einer halben Weiher- Runde in das Naherholungsgebiet Itzenplitz. Zuerst leicht ansteigend kommen die Läufer nach nicht ganz zwei Kilometern in der Rußhütter Straße raus. An dieser Stelle müssen die Teilnehmer ein einziges Mal über Asphalt laufen. Nach gerade mal 70 Metern winken engagierte DRK – Helfer alle Beteiligten sicher zurück in den Wald. Auf welligem Untergrund heißt es ausharren bis etwa Kilometer 6,5. Hier ist die höchste Stelle erreicht. Von nun an sind es noch zwei Kilometer bergab bis zum Itzenplitzer Weiher.

Als erstes konnten die Zuschauer, welche an diesem kalten April Tag sehr rar waren Markus Auler von Schütt Sport begrüßen. In sicherem Abstand folgten Sascha Anton (Grojos LTF) und Carsten Herrmann von LAZ Saarbrücken. Ziemlich spannend verlief die Ehrenrunde bei den Frauen. Hier setzte sich mit 11 Sekunden Vorsprung Andrea Karl gegen Cathleen Goll (adidas haco Saar05) von Sport Jochum durch. Dritte wurde Corinna Fortunato von den Grojos.

Nach dem Zieldurchlauf konnten unsere fleißigen Helfer jedem Osterlauf - Finisher die verdiente Medaille um den Hals hängen. Mit feiertagsgerechten Auszeichnungen wie Osterlämmern (Selbstgebacken von Moni), Osterhasen, Osternestern etc. wurden zum Abschluss im Clubheim des TC Heiligenwald die Sieger ausgestattet. Ebenfalls wurden noch folgende Sonderwertungen geehrt:

Die jüngste Teilnehmerin:
Mit gerade Mal 5 Jahren schaffte es Emily Koster die wirklich schwere Strecke zu bewältigen
Genussläufer Nr.1:
Diesen Titel sicherte sich Emily´s Papa vom Team Stewi.  
Erfahrendste Läufer M/W:
Roswitha Kreutzberger (VfA Neunkirchen) und Walter Closs (TG Landsweiler – Reden)
Mannschaft – Mix:
1.Grojo LTF Elversberg (Sascha Anton, Thomas Weber, Dirk Salm)
2.LLG Wustweiler (Bastian Jäcker, Marco Egger, Roland Raber)
3.Grojo LTF Elversberg (Ralf Jung, Joachim Groß, Karsten Fend)
Weiteste Anreis:
Angela & Hans Freudenberger aus Höchstadt
Christian Möhl aus Oberhausen

Auch wegen der großen Freude, die wir selbst als Organisatoren mitbekommen haben, steht der Osterlauf 2013 bereits in voller Planung. Sobald es konkrete Informationen hierzu gibt, werden wir diese unter www.osterlauf.beepworld.de veröffentlichen. Anfang Mai geben wir dort auch die Sieger der Freistarts bekannt, die an unserem Gewinnspiel in Form eines Fragebogens teilgenommen haben. Bei etwas schönerem Wetter könnte der nächste Lauf ein noch größeres Teilnehmerfeld erreichen. Die Zuschauer kommen an diesem Feiertag bei gutem Wetter garantiert. Außerdem gilt es die in den Fragebögen angegebenen Punkte zu verbessern. Wir freuen uns schon jetzt auf diese Herausforderung. Doch hierzu werden wir nach der Auswertung der Bögen Anfang Mai konkreter.

Wir sagen ein letztes Mal Danke und wünschen euch allen eine tolle, verletzungsfreie Saison 2012.

Wir sehen uns am Ostermontag, den 01.04.2013 in Heiligenwald
Jenny und Thorsten
14.04.2012
15. Int. Litermont Berglauf


Nur fünf Monate ist der letzte Litermont Berglauf her und schon düsen wir erneut in Richtung Nalbach. Der frühe Termin liegt teilweise an der 2. Saarländischen Berglaufserie, die mit dem Berglauf heute in Nalbach beginnt, danach geht es nach Orscholz wo gleichzeitig die Saarländische Berglaufmeisterschaft ausgetragen wird und endet wie schon im letzten Jahr in Tholey am Schaumberg.Zum Vergrößern bitte Foto anklicken.

Nach anstrengender Woche geh ich den Lauf lieber verhalten an. Zumal ich weiß, was hier auf mich wartet. Der Berglauf führt in einer sagen wir mal großen Schleife um den Litermont rum. Ebenfalls sind zwei längere, flach abfallende Passagen zu bewältigen. Die Schwierigkeit liegt darin, die drei sehr steilen Anstiege mit den schnellen Stücken zu verknüpfen. Dies ist mir schon besser gelungen. Somit muss ich mich heute mit knapp über 51 Minuten zufrieden geben. Die eigentliche Berglaufsaison beginnt für mich erst gegen Ende des Jahres.

Somit belasse ich es heute auch dabei. Vom Ziel aus gehen Jenny, die heute also Fotograf
arbeiteten musste und Peter aus Spiesen, dem mit 47:09 Minuten eine prima Zeit gelungen ist, zurück zur Litermonthalle wo ein reichhaltiges Kuchenbuffet auf uns wartet.

Wie in jedem Jahr kann ich die tolle Waldstrecke am Litermont nur empfehlen. Der frühe Termin macht aus den drei Saar – Bergläufen eine richtige Saison. Das einzige was etwas trübt ist die Tatsache, dass der Litermont Halbmarathon durch die Terminverschiebung dieses Jahr ausfällt.
01.04.2012
3. Haldenlauf in Landsweiler - Reden
 
Die Grube Reden ist für mich ein ganz besonderer Ort. Alle meine Vorfahren haben mit dieser Grube auf irgendeine Art und Weise was zu tun gehabt. Seit der Stilllegung 1996 konnte ich hautnah das Werksgelände bei etlichen Besichtigungen / Führungen begutachten oder mir sogar unter Tage die Arbeitswelt meiner Familie anschauen. Nach längerem Dahinvegetieren erlebt das gesamte Gelände eine Renaissance. Viele Freizeitaktivitäten werden angeboten bzw. Veranstaltungen wie die SR3 Sommeralm. Auch wird der Berg in einen FuN Berg Saar umgewandelt. Bleibt abzuwarten, wie sich dieser entwickelt. Das Trainingsgelände um den Berg ist jedenfalls großartig.
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Umso mehr hab ich mich gefreut, dass die TG 1884 Landsweiler seit zwei Jahren hier einen
Haldenlauf durchführt. In diesem Jahr ist dies zum dritten Mal der Fall.
Nach kurzer Helfertätigkeit bei der Wasserausgabe geht es für mich um 10:15 Uhr an den Start des 7,5 kilometerlangen Berglaufs. Bis zum Gipfel auf der 80 Meter hohen Bergehalde ist jeder Läufer mit sich selbst beschäftig. Auch wenn ich heute einen Tick früher oben bin, fällt es mir relativ schwer. Der auf beiden Haldenseiten herrliche Rundblick entschädigt jedoch für die Strapazen. An guten Tagen sieht man hier auf der nördlichen Seite bis zum Schaumberg. Südlich überblickt man einen Teil des Saarkohlewaldes, der sich ja bekanntlich bis hinunter nach Saarbrücken ausdehnt.
 
Nach Ablaufen der Almhütte muss ich die Beine in die Hand nehmen um die verlorene Zeit vom Aufstieg wieder einzuholen. Ab diesem Punkt geht es zum größten Teil nur noch bergab oder flach. Ab Kilometer 6 fällt die Strecke steil ab zur historischen Grubensiedlung Madenfelderhof. Ein Rundgang über die Siedlung sei jedem herzlich empfohlen. Am Eingang der Siedlung wird die Geschichte der Siedlung auf einer Schautafel erklärt. Auch sind die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und werden im ursprünglichen Zustand belassen. Hinter der Siedlung laufen wir durch ein kleines Wäldchen zurück zum ehemaligen Werksgelände. Eine ca. 400 Meter lange Zielgerade verleitet wieder dazu, dass Tempo anzuziehen. Unter dem freundlichen Beifall der Zuschauer komme ich noch knapp unter 37 Minuten im Ziel an.
 
Hier stehen bereits jede Menge Bekannte, die entweder auch beim Berglauf gestartet sind oder einfach nur als Zuschauer an der Strecke. Doch viel Zeit zum ausruhen bleibt nicht. Ich habe mich bei der Kombi-Wertung angemeldet. Diese beinhaltet den Berglauf + die 5 bzw. 10 Kilometerstrecke. Mir reichen hierbei die fünf. So steh ich wenige Minuten später mit vielen weiteren FriBi´s am Start des Hauptlaufes.
 
Der 5 Kilometerlauf ist eher die harmlosere Variante. Dabei geht es nicht bis hinauf zum Plateau. Kurz vor der ersten Serpentine verläuft der Weg geradeaus weiter Richtung ehemaligem Schlammweiher. Sobald wir an diesem Punkt ankommen sind, wird die Strecke flach. Vom Schlammweiher selbst ist nur noch etwa die Hälfte als Biotop übrig geblieben. Viele seltene Vögel sollen hier nisten, wie ich mir bei einem Trainingslauf von einem Vogelfreund hab erzählen lassen. Wenn man im Herbst seine Trainingsrunden läuft, ist das ganze Biotop vom Gezwitscher der Zugvögel übertönt. Zum Ende der Schleife gibt es  wieder einen kleinen, lang gezogenen Anstieg, ehe dieser wieder rechts hinunter zum Madenfelderhof abfällt. Die 10 Kilometerläufer dürfen dieses Martyrium zweimal bewältigen. Nach erneuter Zieldurchquerung habe ich eine Zeit von 27:58 Minuten erreicht. Hierbei ist zu sagen, dass die Runde in Wirklichkeit 400 m länger ist. Auch deshalb bin ich sehr mit meiner Zeit einverstanden. Nach schnacken unter FriBi´s mach ich mich relativ früh auf den Heimweg. Es ist doch noch recht frisch wenn der Wind so stark bläst wie heute auf der Halde. Für unseren Osterlauf würden wir uns aber auch  die 10° Grad und den Sonnenschein  wünschen. Im Wald um den Itzenplitzer Weiher wird der Wind den Läufern wenig ausmachen. Bleibt abzuwarten, wie es wird. Die Teilnehmerzahl ist bereits viel versprechend für unseren ersten eigenen Lauf. Hierzu sind alle Läufer eingeladen erneut in unsere schöne Grubenregion zu kommen.
17.03.2012
15. Nanstein Berglauf

Nach erkältungsgepeinigter Woche gilt es heute noch einmal die Werbetrommel für unseren Osterlauf beim 15. Nanstein Berglauf in Landstuhl zu rühren. Gleich auf dem Parkplatz gelingt uns das auch beim Aussteigen aus dem Auto. Überfallartig wird der arme Läufer, der neben uns in die Parklücke einfährt aus dem Auto gezerrt und mit einem Flyer ausgestattet. Ganz so rabiat wollten wir dann doch nicht weiter machen. Aus diesem Grund legen wir die restlichen Flyer ganz brav auf die dafür vorgesehenen Tische in der Sickingensporthalle. 

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Neben dem Werbung machen steht auch der eigentliche Berglauf auf dem Programmzettel. Nach 2011 ist dies die zweite Auflage auf neuer, verkürzter Strecke. Schade ist, dass das Bärental auch in diesem Jahr nicht durchlaufen werden darf. Trotzdem sind immer noch knackige 7,1 Kilometer zu bewältigen. Ebenfalls werden dieses Jahr die Pfälzischen Berglaufmeisterschaften auf dieser Strecke ausgetragen. Aus welchem Grund auch immer wird trotz alledem die Teilnehmerzahl vom Vorjahr nicht ganz erreicht. 

Für meine bessere Hälfte Jenny ist dies nach Oberwesel, Landstuhl 2011, Hinzweiler und Duchroth der fünfte Berglauf ihrer mehr oder weniger ruhmreichen Karriere. Trotzdem sollte es heute für sie ein Trainingslauf sein, bei dem es darum geht etwas Kraft zu gewinnen. Zur Zeit liegt ihre Trainingsplanung mehr auf längeren bzw. langsamen Läufen. Im April folgt dann der Feinschliff durch Schnelligkeit. Von daher sind unsere Zeiten mit knapp über 41 bzw. 52 Minuten eher Nebensache. 

Viel entscheidender war der Spaß an der schönen Strecke durch die Wälder von Landstuhl bis hinauf zur gut erhaltenen Burgruine Nanstein. Das frühlingshafte Wetter bei 19° C tat hierzu sein Übriges. Wahrscheinlich ist der Nanstein Berglauf eher einer der leichteren Bergläufe in der Pfalz. Jedoch beginnt der Lauf auf welliger Strecke, die sich stetig ansteigend bis etwa Kilometer vier zieht. Von dort wechseln längere Bergab- Passagen mit kleineren Buckeln ab. Zwischendurch werden bis zum Ziel noch zwei kleine, knackige Anstiege eingestreut. Der letzte befindet sich direkt unterhalb der Burg. Der so genannte Schlossberg verlangt allen Läufern noch einmal alles ab. Sobald die Burg erreicht ist, läuft man in einem kleinen Bogen direkt in den Burghof hinein. Hier fallen alle Strapazen von einem ab. Bei schönem Wetter hat man außerdem einen sehr schönen Rundblick bis hin zum Potzbergturm.  

Nach kurzem Auftanken des Wasserhaushaltes geht es über eine kleine Abkürzung zurück zur Sporthalle. Hier finden wir auch unseren Freund vom einparken wieder. Anscheind hat er den Überfall gut verkraftet, denn er verspricht uns ein Wiedersehen in Illingen beim Osterlauf. Nach kurzer Berichtigung verabreden wir uns erneut in Heiligenwald zum Osterlauf. Bleibt abzuwarten, ob er wirklich kommt. Wir sind auf alle Fälle vor Ort. 

11.03.2012
37.Int. Bienwald Halbmarathon

Was gibt es schöneres als Sonntag morgens im Bett zu liegen? Na um 6 Uhr aufzustehen, um mit Petra quer durch die Pfalz zu düsen. Das Ziel ist Kandel im Naturschutzgebiet Bienwald. Relativ zeitig treffen wir dann auch an der Bienwaldhalle ein. Irgendwie scheint hier alles auf den Bienwald ausgelegt zu sein. Das Ziel des 37. Bienwald Marathons liegt nämlich gegenüber im Bienwald Stadion des TSV Kandel. Da wir noch etwas Zeit haben, schauen wir uns noch auf der Marathonmesse um. Hier erhalten die Läufer auch ihr Finisher – Shirt mit der Finisher Medaille. Im Stadion selbst sieht man bereits die Erdinger – Area mit den Verpflegungsbuden. Irgendwie denke ich noch, dass es heute vielleicht besser ist, wenn ich mich gleich den Fressbuden widme. 

Doch dann ergreift auch schon der Landesvater Kurt Beck das Mikrophon um uns auf die 42,195 Kilometer zu schicken. Für Petra und mich kommt selbstverständlich nur die halbe Distanz in Frage. Mein schlechtes Gefühl von eben bestätigt sich spätestens nach Kilometer 10. Heute ist wirklich nicht viel drin. Meine Beine sind einfach müde und haben keine Lust auf das Laufen. Von daher versuche ich nur durchzukommen und gebe mich mit etwas über 1:55 Stunden trotzdem zufrieden. Deshalb belasse ich es heute mit dieser kurzen Schilderung und erzähle lieber noch was vom Bienwald Marathon. Auf dieser traditionsreichen Strecke wurden bereits Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Dies liegt zwar schon eine Weile zurückt, trotzdem zieht es viele Läufer aus nah und fern zu diesem Frühjahrs- Klassiker. Für mich ist die Strecke durch den Bienwald etwas zu eintönig. Erst nach ca. 6 Kilometern läuft das Marathonfeld in den größten zusammenhängenden Wald Deutschlands ein. Bis dahin geht es auf langen geraden Strecken durch Kandel und Minfeld. Hierbei fallen die Straßennamen  positiv auf. Die Hauptstraße von z.B. Kandel erweckt mit dem schönen Namen SAARSTRAßE Heimatgefühle. :O) 

Endlich im Wald angekommen geht es weiter auf unendlich langen und kerzengeraden Strecken. Der Weg ist zwar asphaltiert bzw. flach wie angekündigt, doch würde die eine oder andere Kurve gut tun. Für meinen Geschmack ist wie schon gesagt die Freude an einem Waldlauf schnell verflogen. Dies liegt auch sicher damit zusammen, dass ich nicht meinen besten Lauftag habe und ich möchte auch die Veranstaltung nicht schlecht reden. Teilweise geht es jedoch zwei bis drei Kilometer wie an der Schnur gezogen geradeaus und nach einer 360° Kurve geht es die Selbe wieder zurück. Die Landstraße auf der man zum Teil läuft macht durch ihre Breite den Eindruck nicht besser. Zuschauer sucht man auch vergebens. Nicht mal im Zielbereich sind welche zu finden. 

Mit Sicherheit ist der Bienwald Marathon eine tolle Strecke für diejenigen, die auf schnelle Zeiten aus sind oder die ihr Training auf eintönigen Strecken gewohnt sind. Die Organisation und das Preisleistungsverhältnis sind ebenfalls erste Sahne. Man spürt deutlich die jahrelange Erfahrung der Orgaleitung. Will man auf Bestzeitenjagd gehen, dann kommt man zumindest im Frühjahr nicht an Kandel vorbei. Dafür sollte man sich aber nicht so viel unter dem Aspekt Landschaftslauf versprechen. In dem Fall ist es wirklich ein Leckerbissen für einen Läufer bzw. eine Läuferin. 

26.02.2012
5.  Ferraro Gutsweiherlauf

Jenny und ich durften heute an der ersten Crosslauf -Ausführung des Gutsweiherlaufes teilnehmen. Bei wunderbarem Laufwetter um die 10° Plus und leichtem Wind haben wir bereits beim Einlaufen ein Gefühl von Frühling. Nach der Einführungsrunde um den Weiher läuft das heute fast 300 Läufer starke Feld direkt in den angrenzenden Wald. Zur Überraschung aller, zeigt sich der Wald in bestem Trail - Zustand. Teilweise reihen sich Matschlöscher, tiefe Wasserlöcher, glitschiger Morast aneinander. Ein Traum für jede Wildsau. Also genau das richtige Terrain für mich. Jenny muss sich eher durchbeißen. 

Bei etwa Kilometer 3,5 kommt man am höchsten Punkt der Strecke an. Nach einer 360° Wendung auf dem Plateau geht es die 1,5 Kilometer wieder steil den Berg hinunter. Es gibt doch nichts Schöneres als Matsch, der einem heute um die Ohren fliegt. Nach der Streckenhälfte bei Kilometer 5 bleibt es weiterhin wellig. Hinter dem Fischweiher von Furpach läuft man zudem einen kleinen aber giftigen Anstieg entlang des Friedhofs hinauf, bis zur letzten Anhöhe. Ab dieser Stelle heißt es wie so oft, Beine in die Hand nehmen, um sich so gut es geht ins Ziel zu retten. 

Da ich mir auf der Strecke schon dachte, dass es nicht möglich ist, bei diesen Streckenverhältnissen meine Gutsweiher – Bestzeit deutlich zu unterbieten, bin ich doch sehr überrascht beim Blick auf die Uhr. Mit einer unglaublichen Verbesserung meines eigenen Rekords von 9 Sekunden :O) bin ich mit 52:43 Minuten bestens bedient. Bei so viel Spaß den ich heute auf der Strecke hatte, hat sich die Teilnahme am Gutsweiherlauf wie in den Jahren zuvor mehr als gelohnt.  

Nach kurzem Umziehstop am Auto, feuere ich noch einmal Jenny auf ihren letzten hundert Metern am Weiher entlang an. Im Ziel angekommen, zeigt auch sie sich mit deutlich langsamerer Zeit als 2011 sehr zufrieden. Auf dieser Strecke war für sie zwar keine Zeitverbesserung drin, trotzdem ist das durchlaufen auf diesem schweren Boden mehr als Gold wert(h).;O) 

Die nächsten Herausforderungen können also kommen. Alle Waldläufer bzw. Trailfreunde sind voll auf ihre Kosten gekommen. Eine super Orga bzw. ein feines Kuchen Buffet runden die ganze Geschichte im Karchersaal ab.  


18.02.2012
24.  Internationaler Fastnachtslauf in Wasserliesch

 Pünktlich zur Närrischen Zeit schlägt das Wetter um. Nachdem wir letzte Woche noch in eisiger Kälte in Saarbrücken gelaufen sind, erwecken heute die 6° Grad über Null geradezu Frühlingsgefühle. Leider zeigt sich die Mosellandschaft um Wasserliesch eher in einem grauen Gewand. Nichts desto trotz lassen wir uns die Stimmung nicht vermiesen. Schließlich ist es der erste Zehner des noch jungen Jahres.

 Aus diesem Grund haben wir uns mit Manni`s und Moni`s Unterstützung auf den Weg nach Rheinland – Pfalz gemacht. Meine Eltern spekulieren aber glaub ich eher auf die Flasche Wein, welche jeder Teilnehmer nach dem Zieleinlauf bekommt. Auch Nick hat sich wiedermal ohne große Vorbereitung angeschlossen um den Jedermannslauf in Angriff zu nehmen. Ohne Warmmachfirlefanz startet er als erster auf die 5 Kilometerrunde durch Wasserliesch. Zu seiner Verwunderung muss er feststellen, dass die Strecke es schon gleich zu Beginn mächtig in sich hat. Vom Start weg zieht sich die Strecke durch ein Wohngebiet bis zur höchsten Stelle des Streckenprofils. Gutes Warmmachen wäre also Pflicht. Zumal es die letzten 300 Meter des Anstiegs sehr steil sind. Nick nimmt das Ganze mit seiner gewohnten Gelassenheit und läuft die restlichen 4 Kilometer hinunter zum Start-/Zielbereich auf dem Dorfplatz locker aus. Mit seiner 34er Zeit zeigt er sich sehr zufrieden. Jedenfalls lässt er sich von Opa-Manni für seine Fabelzeit eine Rostwurst spendieren, die er auch umgehend verdrückt. So eine Lockerheit hat schon was.

Im Anschluss an den Jedermannslauf gehen Jenny und ich auf die Strecke. Bunt gemischt zeigt sich auch in diesem Jahr das Läuferfeld. Die eine oder andere originelle Gruppe kommt sogar aus dem Westerwald oder sind  wie wir aus dem Saarland angereist. Zum ersten Mal nehme  ich auch kostümiert an einem Volkslauf teil. In der Hoffnung, dass alles an seinem Platz bleibt, habe ich meinen Schottenrock mit Sicherheitsnadeln an der Unterhose fixiert. Ein echter Schotte hätte nämlich seine liebe Not, wenn ihm der Rock unterwegs verloren ginge, zumal auf dem wiedermal festlich geschmückten Dorfplatz sich der eine oder andere Schlachtenbummler eingefunden hat. Zu deren Belustigung möchte ich ohne Röckchen nicht beitragen ;-)

 Nach kurzem Countdown bewegt sich das gut gelaunte Faschings-Läuferfeld in Richtung Anstieg. Im Gegensatz zu 2011 komme ich am Gipfel noch relativ locker an. Nur die lange Bergabpassage macht mir wieder Probleme. Die restlichen zwei Kilometer durch den Ort und an der Mosel entlang kann ich meinen gewohnten 5er Schnitt halten. Bei der ersten Zieldurchquerung liege ich knapp unter 25 Minuten.
 
Mit der Anfeuerung der übrig gebliebenen Zuschauer geht es zum zweiten Anstieg. Dass ich das Anfangstempo nicht halten werde, ist mir schon von vornherein klar. Darum suche ich mir auch eine kleine Vierer- Gruppe, mit der ich den Gipfel erstürmen will. Oben angekommen bin ich jedoch wieder alleine. Die Jungs konnten den Anstieg nicht gemeinsam durchziehen. Obwohl ich mich relativ gut fühle, kommen besagte Jungs aus der Vierer- Gruppe beim Bergablauf wieder ran und überholen mich sogar. Irgendwie fehlt mir bei diesen Passagen die Grundschnelligkeit, um mit den 50 oder 49 Minutenläufern mitzuhalten. Auf den flachen Stücken bis zum Ziel ändert sich an der Position kaum noch etwas. Und mit einer Zeit von 51:20 kann ich heute wunderbar in das verlängerte Faschingswochenende starten.  

Leider waren dieses Jahr etwas weniger Leute zur Unterstützung an der Strecke. Das Läuferfeld viel ebenfalls dem nicht ganz so tollen Wetter zum Opfer. Rund 40 Läufer weniger sind für so eine Veranstaltung recht viel. Im nächsten Jahr gibt es an gleicher Stelle mit dem 25. Fastnachtslauf ein kleines Jubiläum. Mal sehen, ob wir dann wieder am Start sind oder uns mal den Faschingslauf in Bad Dürkheim ansehen. Manni und Moni zeigten sich wieder mal sehr erfreut vom Fastnachtslauf und den Wasserliescher Winzerwelt. Kurzerhand wurden sie vom Sponsor – Winzer zur Weinprobe eingeladen. Aus zeittechnischen Gründen können sie dieser Einladung leider nicht nachkommen.  

Was den ganzen Lauf  aber etwas trübte, waren die Pöbeleien, die sich Jenny anhören musste. Irgendwelche angetrunkenen Zuschauer machten sich über ihren Laufstil lustig und plärrten ihr mit Bierplautze bzw. Rostwurst in der Hand, wie langsam sie doch sei, usw… Schade, dass solche Leute an Fasching besagte Narrenfreiheit genießen. Der Veranstalter kann hierzu natürlich nichts. Da tröstete auch ihr dritter Platz in ihrer Altersklasse nicht über die Beleidigungen hinweg. Kopf hoch und immer weiter machen kann also nur das Motto heißen. Jenny wird sich von solchen Pfeifen ihren Spaß am Laufen nicht nehmen lassen !!!!

 

12.02.2012
6. DAK – Halbmarathon in Saarbrücken
The same procedure as last year


Genau wie im letzten Jahr fahre, ich auf der A623 in Richtung Saarbrücken zum Halbmarathon von Saar 05 und genau wie damals denke ich so vor mich hin warum ich überhaupt bei -13° Grad an den Start gehe. Damals waren es wenigstens nur 2° Grad unter Null. Eine gute Ausrede warum ich das mache, habe ich immer mit der Werbung für unseren Osterlauf. Auch ist meine Halbmarathon- Saison sehr kurz. Außer Saarbrücken stehen nur noch Kandel, die 20 Kilometer von Dernau und der HM in Limbach auf dem Plan. Für meinen Geschmack ist das auch vollkommen ausreichend.

Apropos reichen. Genau hier an der Autobahnabfahrt von Dudweiler ist mir letztes Jahr eingefallen, dass ich meine Laufuhr vergessen habe. Laufuhr? Vergessen? Mmmmh ich glaub die liegt schon wieder zu Haus auf meinem Schreibtisch. Das gibt´ s doch gar nicht. Aber im letzten Jahr brachte mir der Lauf eine neue Bestzeit ein. Das muss doch ein gutes Omen sein…

In Saarbrücken angekommen zeigt sich alles unverändert. Auch in diesem Jahr ist die Parkhausgesellschaft nicht in der Lage, die Ausgänge vom Parkhaus zu öffnen bzw. den einzigen Ausgang, der geöffnet ist, zu kennzeichnen. Vielmehr verlangen Sie am Sonntagmorgen eine stattliche Gebühr von 6,90€. So ist es halt in Saarbrücken. Beschweren darf ich mich trotzdem nicht. Im letzten Jahr habe ich diese Erfahrungen schon mal gemacht. Auch die Strecke an der Saar ist nicht wirklich nach meinem Geschmack. Trotzdem passt mir die Geschichte in den aktuellen Trainingsplan. Ernst soll es dann in Kandel werden, wo ich auf meine Bestzeit laufen möchte.
 
In der Europagalerie ist relativ wenig los. Das Läuferfeld scheint in diesem Jahr aus witterungsbedingten Gründen eher überschaubar auszufallen. Nach kurzem Austeilen der Osterlauf - Flyer, treffe ich Sandra und Uwe vom Lauftreff. Nach kurzer Taktikbesprechung mit den beiden geht es schon an den Start vor der Galerie. Die ersten 5 Kilometer laufen wir FriBi´s zusammen. Die Kälte ist nur halb so schlimm wie zuvor befürchtet und nach 7 Kilometern werde ich so richtig warm. Bis zum Wendepunkt hinter Güdingen läuft es weiterhin wie geschmiert. Erst ab Kilometer 13 bekomme ich langsam Probleme und muss Tempo rausnehmen. Das Grundlagenausdauer- Training vom Januar macht sich hier bemerkbar. Da ich eh keine Uhr dabei habe, nehme ich mir an der Verpflegungsstation und dem Anstieg an der Westspange besonders viel Zeit. Nach Kilometer 19 kassiert mich Uwe, nachdem Sandra schon bei Kilometer 15 an mir vorbei gelaufen ist. Vom Gefühl her bin ich mit dem Lauf bis hierher super zufrieden. Als Trainingslauf hätte ich heute nicht so viel Kilometer abgespult. Umso überraschter blicke ich im Ziel auf den Ergebnissaushang. Mit 1:52:15 Stunde habe ich meine Bestzeit um sage und schreibe 1 Sekunde geradezu pulverisiert .:O)

Ich hab es schon oft gesagt bzw. geschrieben, dass ein gutes Pferd nur so hoch springt wie es muss. Aber für Kandel könnte es schon ein wenig mehr sein. Deshalb bin ich gespannt was bei optimaler Vorbereitung möglich ist.

Insgesamt war es läuferisch für mich heute sehr gut. Den Halbmarathon zum Jahresanfang in Saarbrücken sollte man aber nur laufen, wenn er wirklich in den Trainingsplan passt, denn eine schöne und abwechslungsreiche Strecke sieht anders aus. Wer auf Bestzeit laufen will, für den ist sie natürlich sehr gut geeignet.
11.02.2012
Siegerehrung vom Laufladencup 2011


Heute steht ein ganz besonderer Samstagabend auf dem Programm. Wir sind zur Siegerehrung des Laufladencups 2011 eingeladen. Diese Serie wurde bereits zum sechsten Mal ausgetragen. Wer sechs von zehn Läufen absolviert hat, kommt automatisch in die Wertung. Für mich waren dies die Läufe in Höheinöd, Mölschbach, Kusel, Heltersberg, Bockenheim und Rodenbach. Geehrt werden hierbei die Gesamtsieger, Altersklassensieger und die Läufer, welche an allen zehn Läufen teilgenommen haben. Auch bekommt jeder, der in die Gesamtwertung aufgenommen wurde ein schönes T-Shirt der Firma Brooks. Da ich das Glück hatte, dass ausgerechnet in meiner Altersklasse nur zwei Läufer in die Wertung gekommen sind, werde ich an diesem Abend selbst auf das Treppchen gerufen. Für einen völlig ambitionslosen Läufer eine schöne Sache. Auch sind in den anderen Altersklassen teilweise bis zu 15 Läufer/innen platziert.

Aus diesem Grund und weil Herbert Steffny an diesem Abend einen Vortrag über die Dominanz der Kenianer im Langstreckenlaufen hält, begleitet mich Jenny nach Kaiserslautern zur Uni, wo die Ehrung durchgeführt wird.

Dem Laufladen möchte ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aussprechen. Der ganze Abend war eine rundum gelungene Veranstaltung. Es fehlte an nichts. Die Läufer und Gäste wurden mit Snacks und ausreichend kalten Getränken versorgt. Herbert Steffny gab in einer lockeren, souveränen und äußerst sympathischen Art seinen Vortrag wider. Im Anschluss hatte er für alle ein offenes Ohr.

Selbstverständlich ist nicht jeder Ausrichter einer Serie in der komfortablen Lage einen Steffny oder solche Preise zur Verfügung zu stellen. Trotzdem hat es ein ganz besonderes Flair, wenn auf diese Art und Weise eine Saison abgerundet wird. Eigentlich wollten wir in 2012 nicht mehr beim Cup Teilnehmen. Da es schon ein Stück weit zu fahren ist um zu den Volksläufen zu gelangen. Doch so einen schönen Abend wollen wir uns in 2013 nicht entgehen lassen. Erwähnen sollte man auch, dass die zehn Läufe des Laufladen Cups in jedem Jahr auf anderen Strecken ausgetragen werden. Somit kommt keine Langeweile auf. Wer was Besonderes sucht und keine Hemmungen hat, in die Pfalz zu reisen, sollte sich den Terminplan vom Laufladen- Cup 2012 anschauen. Wir denken, es ist für jeden was dabei. Wenn nicht, bleibt immer noch der Osterlauf im Naherholungsgebiet Itzenplitz.

Hier die Termine für 2012:
24.03. 21. Eisenberg Stadtlauf  (10Km)
20.04. 25. Volkslauf “Rund um den Ohmbachsee“ in Brücken(10Km)
06.05. 7. Beilsteinlauf in Hochspeyer(10Km)
20.05. 4. Erlenbrunner Volkslauf in Eppenbrunn(10Km)
22.06. 22. Mitternachtslauf in Glan – Münchweiler (8,4Km)
30.06. 40. Intern. Sickingerhöh Volkslauf in Hermersberg (10Km)
29.07. 30. Straßenlauf auf dem Einsiedlerhof (10Km)
19.08. 19. Holzland – Volkslauf in Schopp (10Km)
02.12. 24 Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl (7,6Km)
15.12. 20. Weihnachtsmarktlauf in Offenbach – Hundheim (7,5Km)

 

 

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