09.06. bis 16.06.2018
17. EWE-Nordseelauf

Etappenlauf an der niedersächsischen Nordseeküste(7 Etappen)

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28.05.18
Die Spannung steigt. Nur noch 10 Tage, dann ist es wieder soweit und wir fahren zum EWE-Nordseelauf. Wie im letzten Jahr versuchen wir eine Art Liveticker anzubieten. Zumindest bis zum Pausentag sollte es möglich sein, die Berichte noch am gleichen Abend mit Bildern einzustellen.

In dieser Woche heißt es noch einmal fleißig trainieren. Am Samstag gibt es dann für Jenny und mich den letzten Leistungstest, beim 12. Illinger Citylauf. Dieser erfolgt beim 5 km-Jedermannslauf. Danach können wir einschätzen, welchen Laufschnitt wir bei den 7 Etappen, entlang an der niedersächsischen Nordseeküste angehen können.

Von daher immer mal reinschauen. Am Wochenende folgt der Bericht zum Citylauf und danach spätestens ab dem 8.6. die ersten Fotos. Wir freuen uns drauf!!!

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2.6.18
12. Illinger Citylauf

Die Zahl 12 täuscht etwas über die tatsächliche Tradition des Laufes in unserem Nachbarort hinweg. Insgesamt ist es bereits die  43. Veranstaltung der LLG Wustweiler und zählt mit dem Saarbrücker Silvesterlauf zu den zwei ältesten Laufveranstaltungen im Saarland. 2006 hat man bei der LLG sein Konzept, nach dem 30. Jubiläumslauf  überdacht. Bis dahin wurde der Saarlandvolkslauf noch im heimischen Wustweiler über Wiesen, Felder und durch die umliegenden Wälder ausgetragen. Seit 2007 ist man nun in der “City“ von Illingen unterwegs.
1. Anstieg in der Hauptstraße

Es ist eine kleine Runde durch den Burgpark, der ehemaligen Burg Kerpen, von der der Rundturm noch sehr gut erhalten ist. Dieser wird gern zum Feiern genutzt. Zudem gibt es viele Feste im Park selbst. Heute steht aber das Laufen im Vordergrund und so hat man die Runde noch durch die Hauptstraße und den Wiesengrund an der Ill ausgebaut, bevor man dann wieder in den Park zurückkommt. Für den Hauptlauf sind eine kleine Runde und 4 große Runden zu bewältigen. Am Eiscafé in der Hauptstraße wartet dann noch ein giftiger Anstieg, weshalb man seine Kräfte schon gut einteilen muss.

Leider sind die Zahlen im Hauptfeld bzw. im Jedermannslauf nie richtig angestiegen im Vergleich zum Saarlandvolkslauf, weshalb die LLG einen Zusatzwettbewerb mit Staffeln anbietet. Der Schülerlauf hingegen ist einer der größten im Land. Schade, dass nicht mehr kommen, denn die Veranstaltung ist aus organisatorischer Sicht wirklich perfekt abgesteckt. Vielleicht liegt es daran, dass die Distanzen nicht genau auf 10 bzw. 5km im Jedermannslauf kommen. Wer weiß das schon genau... Der Verein selbst ist mit den Gesamtzahlen sicher sehr zufrieden. Nicht umsonst stehen beim Motto des Veranstalters die Laufzeiten im Hintergrund. Man setzt ganz klar auf den Spaßfaktor und der wird absolut mit gut gelaunten Helfern geboten.

Nach der 1. Runde an der Brücke im Burgpark 

Für Jenny und mich ist es heute eine kleine Standortbestimmung vor der Nordsee. Nicht zu viel machen, aber trotzdem gucken was die Uhr sagt. Als Fazit bleibt aber festzuhalten, dass man die Zeiten nicht einordnen kann. Es war ein Tick zu warm und durch den Anstieg am Eiscafé sind die Zeiten  unbrauchbar. Macht nichts, denn es hat wieder viel Spaß gemacht. Viele Bekannte getroffen, viel dummgeschwätzt und ganz nebenbei ein paar Kalorien verbraucht. Jenny steht wohl mit ihrer wiedermal nicht ganz optimalen Vorbereitung  am gleichen Fitnesszustand wie 2017. Dadurch sollte das Durchlaufen bei den 7. Etappen gut machbar sein. Ich selbst konnte mit Nick ein durchgängiges Tempo laufen. Vom Tempo her bin ich langsamer als im Vorjahr. Ganz zu schweigen von der Geschwindigkeit aus meinem besten Laufjahr 2011. Dafür sind die Grundausdauerwerte so hoch wie nie in meiner ganzen Laufzeit. Sollte ich den Nordseelauf locker wegstecken, dann werde ich im Juli beim Hornigsgrinde Marathon im Bühlertal starten.
 

Jetzt heißt es die Koffer packen, zwei Tage arbeiten und ab geht es in den Norden. Die Spannung ist im Übrigen noch mehr gestiegen, da uns gestern ein Brief von unserer lieben Regina aus der Schweiz erreicht hat. Mit ihr haben wir im letzten Jahr die 7 Tage an der Nordsee verbracht. Leider hat sie in diesem Jahr keinen Urlaub frei für die Nordsee, weshalb wir schon etwas traurig waren. Mit ihrer Karte von heute und den damit verbundenen guten Wünschen für die Zeit beim Nordseelauf steigt für uns die Vorfreude noch mehr. Irgendwie sind dies doch Momente, die das Laufen und die Gedanken an gute Freunde, auch wenn sie noch so weit weg wohnen, ausmacht. Deshalb ist und bleibt das Laufen unser Lieblingssport.

Die besten Wünsche aus der Schweiz


#346

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7.6.18
Anreisetag

Es ist soweit. Wir sind gut im Norden gelandet. Traditionen soll man nich brechen, deshalb geht es gleich an den Strand von Harlesiel und danach wie immer in Jenny´s Pfannkuchenhaus. Hier die Bilder des Tages:


Pfannkuchenhaus

Am Stand

Weiter Ausblick

Schon ist der 1. Tag vorbei

Morgen geht es dann auf die Insel Wangerooge und am Abend zum Briefing nach Bensersiel.
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8.6.18
Briefing Strandportal in Bensersiel

Ok, aus Wangerooge wurde Norderney. Der Rest war aber genau wie im letzten Jahre. Ein sehr kurzweiliges, lustiges aber auch ernstes Briefing. Es dabei auch darum, dass alle nach den 7 Etappen GESUND das Ziel in Dornum erreichen. Ansonsten ist das Nordseelauf-Team und die TeilnehmerInnen bestens aufgelegt. Wir freuen uns auf den 1. Lauf in Greetsiel.


Strand von Norderney

Am Hafen von Norderney

Norderney

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9.6.18
1. Etappe
Krummhörn-Greetsiel

Greetsieler Leuchtturmlauf




 

Etappeninfo:
Greetsiel mit dem 600-jährigen Krabbenkutterhafen und historischer Häuserzeile, beheimatet die größte Krabbenkutterflotte im Weser-Ems-Gebiet und etlichen Segelbooten im Yachthafen. Die Greetsieler Zwillingsmühlen (Galerie-Holländer) am Ortseingang begrüßen Euch schon von weitem. Die 1. Mühle ist noch heute in Betrieb. In der 2. Mühle befindet sich eine Galerie mit Tee- und Weinstube. Immer einen Besuch wert ist die Oase in Greetsiel – ein Schwimmbad mit großem Saunabereich. Ein großer Abenteuerspielplatz beim Haus der Begegnung lässt Kinderherzen höher schlagen, ebenso wie das Lükko Leuchtturm Kinderhaus mit Betreuungsgruppe. Direkt daneben befindet sich die Minigolfanlage.

Weitere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten sind das Nationalparkhaus, 6 beschilderte Nordic-Walking-Strecken, die am Abenteuerspielplatz in Greetsiel starten und enden, sowie diverse Galerien und Teestuben. In der näheren Umgebung von Greetsiel stehen der höchste und der kleinste Leuchtturm Deutschlands in Campen und Pilsum. Zwei weitere Mühlen in Pewsum und Rysum, das Landwirtschaftsmuseum sowie die Manningaburg in Pewsum und die Osterburg in Groothusen (mit Café) sind auch immer einen Besuch wert.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10,8km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€

Start:
Vorplatz Gesundheitsoase

Startzeit:
16:00 Uhr

Ziel:
Vorplatz Gesundheitsoase

Siegerehrung:
Vorplatz Gesundheitsoase

Duschen:
Oase Greetsiel(Sportplatz, Grundschule, Schulweg 5)

Kleiderbeutel:
Oase Greetsiel(Sportplatz, Grundschule, Schulweg 5)

Streckenbeschreibung:
Die Strecke ist zum größten Teil asphaltiert, gepflastert und auf der Deichkrone teilweise uneben. Von der Oase Greetsiel führt die Laufstrecke direkt an den Deich. Binnendeichs erreichen die Sportler den beliebten rot gelb geringelten Pilsumer Leuchtturm. Dort wird der Deich überquert und es erwartet Euch ein traumhafter Panoramablick auf das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Entlang der Salzwiesen geht es in Richtung Seeschleuse. Der Deich wird abermals überquert und es geht weiter auf der Deichkrone in Richtung Ortsmitte. Auf Höhe des Badesees verlasst Ihr den Deich und lauft entlang der Fahrrinne bis in den historischen Kutterhafen. Auf den letzten Metern geht es durch den malerischen Ortskern in den Zieleinlauf

Erlebnisbericht:
Irgendwie ist das echt komisch. Wir haben uns seit Monaten auf den Nordseelauf gefreut, doch realisiert haben wir es noch nicht, dass wir gleich am Start des 17. EWE Nordseelaufes stehen. Das Urlaubsfeeling, die Lust zum Laufen, alles ist da. Nur irgendetwas fehlt und dann ist es da, das Nordseelaufgefühl. Es ist genau in dem Moment als der große Startblock vor der Gesundheitsoase in Greetsiel die Hände in die Luft streckt und zusammen den Schlager von Klaus & Klaus singt.“ An der Nordseeküste“ erklingt hier vor jedem der 7 Starts. Es ist ein tolles Gefühl wieder hier zu sein.

Dies pusht natürlich ungemein. Wie soll es also anders sein? Unter dem Beifall der vielen Zuschauer/Touristen geht es viel zu schnell das kleine Fischerdörfchen hinaus in Richtung Otto-Turm, oder wie er eigentlich heißt, Pilsumer Turm. Das Wetter ist heute sehr gefährlich. Richtig merken tut man die Sonne nur beim Laufen am Deich entlang in Richtung Turm. Dort ist es windstill. Hinter dem Turm bläst der Wind relativ kräftig entgegen. Ok, ein Nordlicht würde sich kaputt lachen über diesen Wind. Wir Saarländer empfinden da schon mehr. Jedenfalls wird Derjenige ein Problem haben, der sich nicht eingecremt hat, denn die Sonne ist durch den kühlen Wind tückisch.

Die Strecke selbst ist uns aus dem letzten Jahr sehr gut in Erinnerung. Es ist die einzige Etappe, die genau gleich ist wie im Vorjahr. Nach 4 Kilometern geht es hinter dem gelb/rot geringelten Turm erst unterhalb des Deiches und danach über den Deich zurück in Richtung Greetsiel. Der Ausblick auf das Wattenmeer ist zwar relativ kurz, dafür erstreckt sich aber eine nicht enden wollende Weite vor dem Läuferfeld. Hinter dem Deich laufen wir entlang der Fahrrinne Leyhörner Stieltief in den historischen Hafen, wo auch in diesem Jahr wieder sehr viele Besucher/Touristen sind, die einem mit ihren Anfeuerungsrufen förmlich ins Ziel hineintragen. Genauso wie ich erlebt dies auch meine Jenny beim Einlaufen in Greetsiel. Wir sind beide sehr zufrieden mit unserem Lauf. Bei Jenny scheinen die Beine sogar etwas lockerer zu sein, denn eine Aussage, dass dies noch nicht ihr schnellster Lauf an der Nordsee für dieses Jahr sein würde,  gibt sie nur sehr selten von sich.

Am Abend erfolgt dann die Etappen-Tombola. Es gibt immer nette kleine Preise zu gewinnen. Der Hauptgewinn ist dann immer ein Übernachtungsgutschein vom Etappenort. Bis auf einen USB-Stick blieb für uns bisher noch nichts hängen. Genauso schien es in diesem Jahr und wir waren schon auf dem Rückweg zum Auto, als wir beim Hauptpreis auch nicht gezogen wurden. Ist ein Gewinner nicht da, spricht der Sprecher die magischen Worte „Drei-Zwei-Eins-„  und das Volk antwortet: „WEG!“ Dies passiert heute gefühlte 20 Mal und immer wenn wir nicht gezogen werden gehen wir drei Schritte weiter. Natürlich macht der Sprecher sich einen Spaß daraus, die Nummern verschlüsselt durchzugeben, um die Leute ein wenig zu veräppeln. Dann folgt die Startnummer, welche auf eine 5 endet. Wie bei mir. Dann ist die Quersumme, der Siegerzahl ungerade. Ja und dann ist die erste Ziffer eine 2.! Das ist meine Nummer und ich muss mit meinen verbogenen Beinen doch zurück sprinten, bevor ich es wieder heißt: 3,2,1 Weg!“.

Es ist unglaublich, aber wir kommen in diesem Jahr wieder nach Greetsiel. Es ist ein Gutschein für Silvester, welchen wir, wenn es passt, gerne auf eine Woche verlängern werden. Gleichzeitig werden wir den größten Leuchtturm Deutschlands besichtigen. Den kleinsten Leuchtturm von Deutschland haben wir ja heute schon umrundet, dies ist nämlich der Pilsumer Turm. Beide Leuchttürme gehören zur Gemeinde Greetsiel. Somit würden wir in diesem Jahr mal nicht nach Werl zum Silvesterlauf fahren, die Alternative verspricht sehr interessant zu werden. Die ganze Rückfahrt zur Pension freuen wir uns über diesen schönen Preis, aber nicht nur deshalb sind wir wieder voll im Nordseelauf-Modus angekommen...   


Direkt vor dem Start

Am Hafen

Von hinten

Nach dem Lauf
 


#347

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10.6.18
2. Etappe
Borkum

Borkum-Loop


Etappeninfo:
Hier lässt es sich so richtig gut durchatmen - auf Borkum, mit 36 km² größte der Ostfriesischen Inseln. Auf Grund des nahen Golfstroms herrscht auf dem Eiland das ganze Jahr Hochseeklima mit angenehmen Temperaturen. Wind, Sonne und Meer aktivieren das Immunsystem, die salz- und jodhaltige Luft bringt Erfrischung pur. Für einen Urlaub besonders für Familien, ist die Insel ideal - nicht nur wegen des 26 km langen feinen Sandstrandes. 130 km ausgebaute Wege ermöglichen ausgedehnte Radund Wandertouren durch die Dünenlandschaften. Segeln, Surfen, Beachvolleyball, Strandsegeln und animierte Strandgymnastik - dieses sind nur einige der Möglichkeiten am Strand und Meer im Hochseeklima. Im und um das Erlebnisbad Gezeitenland Wasser & Wellness finden sich gleich zwei Besonderheiten. Zum einen die Sauna mit wunderschönem Meerblick - bei guter Sicht kann man auf das Festland sehen und zum anderen direkt vor dem Gezeitenland der erst im Juni 2015 neu eröffnete Thalasso-Bewegungs-Parcours mit verschiedenen gesundheitsfördernden Trainingsgeräten.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10,9km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€

Ausrichter:
Kur- und Touristikservice

Start:
Bürgermeister-Kievet-Promenade

Startzeit:
14:00 Uhr

Ziel:
Bürgermeister-Kievet-Promenade

Start-Nr.ausgabe:
Kulturinsel

Siegerehrung:
Gezeitenland

Duschen:
Gezeitenland

Kleiderbeutel:
Kulturinsel

Fähre Hinfahrt:
8:30 Uhr Emden

Fähre Rückfahrt:
17:00 Uhr, 17:20 Uhr, 17:40 Uhr

Streckenbeschreibung:
Diese facettenreiche und attraktive Laufstrecke startet auf der wunderschönen Promenade am Musikpavillon und führt am nordwestlichsten Punkt Deutschlands überhaupt vorbei. Die ersten drei Kilometer verlaufen an der Promenade mit herrlichem Blick über Seehundsbank, Dünenlandschaft, Strand und Meer. Asphalt und ein paar Holzwege bei leichtem Gefälle mit ein paar zornigen kurzen Steigungen, vor allem in dem sich anschließenden Dünengelände bis zum Flugplatz. Von dort aus zieht sich eine lange Gerade mit einseitiger Baumreihe hin zur Grünen Lunge der „Greunen Stee“. Die kurzweilige Wegeführung durch den Wald führt nach leichtem Anstieg wieder auf die Promenade, dessen Blick auf das Meer für die bis dahin aufgewendeten Mühen entschädigt. Am Südstrand vorbei beginnt ab der „Heimlichen Liebe“ die Vorbereitung auf den letzten Kilometer dieser Borkum-Stadt umrundenden mit herrlichen Blicken auf die Silhouette, Türme und naturumgebenden Strecke im Hochseeklima.

Erlebnisbericht:
Neuharlingersiel nach Borkum, das bedeutet eine Stunde Autofahrt und über zwei Stunden Fähre. Es ist beim Nordseelauf die längste Anreise für uns. Gleich bei der Ankunft auf der Insel fühlen wir uns pudelwohl. Mit einer kleinen alten Inselbahn fährt man in das Zentrum von Borkum. Endstation ist unmittelbar in der Nähe des großen Leuchtturms. 1879 wurde dieser errichtet, als der alte Leuchtturm abgebrannt war. Der Turm selbst ist heute noch aktiv und dient weiterhin zur Orientierung. Kurz dahinter erstreckt sich die Strandpromenade. Dort ist der heutige Start-/Zielbereich.  

So viele Zuschauer wie heute hatten wir bisher noch bei keinem Lauf. Der Startbereich ist komplett voll mit Zuschauern, die das Nordseelied mitsingen und kräftig  klatschen, bis endlich der Startschuss fällt. Auf der rechen Seite hat die Promenade noch einen oberen Weg, auf dem weitere Zuschauer das Läuferfeld mit kräftiger Anfeuerung verabschieden. Danach geht es am Strand entlang in Richtung Norden.

Nach kurzer Zeit höre ich einen vertrauten Dialekt. Dieser klingt in etwa wie folgt: Ei datlo gebbed doch ned. E Märpinger, ei ich bin vonn Thole-Haschborre. Dies heißt für Nicht- Saarländer: die Frau neben mir kommt aus Tholey-Hasborn und ist verwundert, dass sie am nordwestlichsten Zipfel von Deutschland jemanden trifft, der für einen Verein aus ihrem Nachbarort läuft. Ganz allein ist sie mit Jenny und mir aber nicht, denn von den Phönix aus Dudweiler läuft zudem noch unser Freund Gerd mit.

Genau, Borkum ist der äußerste Zipfel von Deutschland. Die Strecke hier oben hält von allem etwas bereit. Hinter dem herrlichen Strandabschnitt, der teilweise über Holzbohlenabschnitte führt, folgen hüglige Dünenabschnitte, Felder, und sogar, was für Inseln nicht selbstverständlich ist, kühle Waldabschnitte. Wobei wir heute sowieso sehr glücklich sind mit dem Wetter. Das Hochseeklima auf Borkum ist herrlich erfrischend. Die Sonne guckt nur ganz selten raus. Im südlichen Bereich der Strecke kommt man bei Kilometer 8 wieder aus einem Wäldchen. Dahinter öffnet sich der gigantische Blick über das Meer. Es haut einen fast um. Zumindest, wenn man wie ich nicht mehr auf den Boden achtet und vom Fernblick überwältigt ist. In dem Fall stolpert man dann über kleine Unebenheiten auf dem Boden. Zum Glück ist nicht viel passiert. Danach laufe ich konzentriert in 62 Minuten ins Ziel auf der Promenade. Die Zuschauer sind irgendwie sogar noch mehr geworden. Das Jubelmeer an Zuschauern beginnt schon knapp einen Kilometer vor dem eigentlichen Ziel.

Die Gesamtzeit ist am Ende 2 Minuten langsamer, bei einer ähnlichen Streckenlänge wie gestern. Als Jenny kommt, sieht sie sehr zufrieden aus, da sie bis auf eine Sekunde die gleiche Zeit vom Vortag gelaufen hat. Von daher bin ich umso überraschter, da sie mir einen harten rechten Haken in die Magengrube verpasst. Ich habe vor dem Lauf orakelt, dass sie am Bahnübergang hinter der Streckenhälfte wohl auf den vorbeifahrenden Zug warten müsste. Genau wie vor einigen Jahren in Rheinzabern hat sich meine Vermutung bestätigt und meine hübschere, aber kleinere Hälfte musste zusammen mit einer weiteren Jennifer etwa 2 Minuten nachsitzen.

Naja, meine ganz persönliche Belohnung für die getane Arbeit gab es in Form von Milchreis mit einem Klecks Apfelmus und einem Sanddornschnaps. Was für ein gelungener Tag... Zudem hat uns die größte der ostfriesischen Inseln in ihren Bann gezogen. Es könnte gut sein, dass wir nochmal hierher kommen werden. Zumal es hier den Borkumer Meilenlauf( auf gleicher Strecke) gibt. Übrigens, die Strecke ist das ganze Jahr über markiert. Wer also hier ist kann, die Möglichkeit in Anspruch nehmen, die Runde einfach mal nachzulaufen.


Abfahrt nach Borkum

Der NEUE Leuchtturm

Am Strand

Seehundbank vor Borkum

Promenade

Locker vor dem Start

Zwischen Kilometer 1 & 2

Flughafen Borkum

Etappe im Kasten

Verdient?!?!?!?


#348

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11.6.18
3. Etappe
Norddeich

Durch das grüne Tor zum Weltnaturerbe Wattenmeer


 

Etappeninfo:
Friesisch-frisch bis sonnig warm: Im Nordseeheilbad Norden-Norddeich haben Erholung und Entspannung das ganze Jahr über Saison. Denn mit prickelnd feinem Sand unter den Füßen, dem weiten Horizont im Blick und dem Duft frisch aufgebrühten Ostfriesentees in der Nase ist der nordwestlichste Punkt auf dem deutschen Festland wie geschaffen für entspannte Auszeit-Sucher, spontane Entdeckungsreisende und wilde Familienbande. Und das an 365 Tagen im Jahr. Das Küstenstädtchen mit langer Teetradition bietet zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die „Erlebniswelt ostfriesische Teekultur“ und lädt mit seiner historischen Fußgängerzone zu einem gemütlichen Stadtbummel ein.

Direkt am Meer gelegen ist sein Stadtteil Norddeich – mit seinem breiten Sport- und Freizeitangebot und idealen Bademöglichkeiten ein beliebtes Urlaubsziel für jedes Alter. Ob sportlich aktiv beim Kiten, Surfen oder Stand Up Paddling mit der renommierten Norddeicher Surfschule oder ganz entspannt bei einem ausgedehnten Strandspaziergang: in dem per Bahn, PKW und Fernbus gut erreichbaren Küstenort könnt Ihr das belebende Reizklima der Nordsee und die heilsamen Kräfte des Meeres in vollen Zügen genießen.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€

Ausrichter:
TV Norden

Start:
Haus des Gastes, Norddeich

Startzeit:
18:00 Uhr

Ziel:
Haus des Gastes, Norddeich

Duschen:
Haus des Gastes, Norddeich

Kleiderbeutel:
Haus des Gastes, Norddeich

Fähre Hinfahrt:
Haus des Gastes, Norddeich

Fähre Rückfahrt:
Haus des Gastes, Norddeich

Streckenbeschreibung:
Start und Ziel befinden sich auf der Deichseite beim Haus des Gastes. Bevor es für Euch über die Deichtreppe geht, lauft Ihr um das Freibadgelände. Anschließend passiert Ihr den Seekurgarten um den Klimapavillon. Am Therapiezentrum vorbei überquert Ihr wieder den Deich und habt den Steindamm unter den Füßen, wenn Ihr am Hunde- und Sandstrand links auf das Meer blickt. Entlang der Drachenwiese führt es Euch direkt am Wasser weiter bis zum Ende des Yachthafens. Nach einer Wende dort befindet Ihr Euch auf dem Rückweg zum Haus des Gastes, wo Ihr nach dem Stück auf der Zufahrtstraße in Richtung Surfschule auf die zweite Runde gelangt.

Erlebnisbericht:
Erstaunlich locker fühlen sich die Beine nach zwei Läufen bzw. dem bisher schwachen Laufjahr 2018 an. Als wir in Norddeich ankommen ist es zwar sehr windig und kühl, trotzdem habe ich ein sehr gutes Gefühl heute zu laufen. Jenny geht es ähnlich. Warten wir mal ab, was so kommt.

Der Start in Höhe des Freibades verläuft auf einem schmalen Weg, weshalb ich im Startblock lieber mal einen Tick weiter nach vorne gehe. Von Jenny kann ich mich heute beim Start nicht verabschieden, da die Trainerin beim Aufwärmtraining getrödelt hat. Von daher ist meine Lieblingslaufpartnerin irgendwo im Feld verschwunden. Nach dem Start geht es einmal kurz um die Anlage und von dort über den Deich hinaus in den kleinen Kurpark. Einige Urlauber stehen auf dem Deich, um kräftig anzufeuern. Von Anfang an läuft es richtig gut. Der Schnitt ist immer zwischen 5:12 und 5:25 pro Kilometer. Die hohe Differenz liegt daran, dass auf dem nordöstlichen Teilstück die Küste hinauf sehr stark der Wind bläst. Trotzdem ist das Laufgefühl so gut wie nie in diesem Jahr. Beim Weg in Richtung oberes Ende der Laufrunde folgt noch ein steiler 2. Deichanstieg. Auch dieser kann mir kaum was anhaben. Nach der ersten Runde läuft alles auf eine 52er Zeit hinaus. Da 10km angegeben sind, versuche ich nun tatsächlich Jahresbestzeit zu laufen. Ich hätte nie gedacht, dass dies heute realistisch ist. Am Ende wird die Uhr bei knapp über 51 Minuten stehen bleiben. Leider war die Strecke rund 500 Meter zu kurz. Es wäre auf jeden Fall eine Jahresbestzeit für mich geworden. Erschreckend, wie schlecht das Jahr also für mich auf 10km bisher gelaufen ist. Jenny ist mit 66 Minuten ebenfalls wieder ein Ticken schneller als am Vortag. Sie hat jetzt nur noch etwas Bammel vor dem Wattlauf nach dem Pausentag. Der Rest ist für sie absolut machbar.

Der Nordseelauf hält in allen Bereichen wieder viele Überraschungen für uns bereit. Vom ersten Tag an taucht man ab in eine andere Welt, die einen komplett aus dem Alltag nimmt. Bei keiner anderen Veranstaltung nehmen wir so viel für uns mit, obwohl wir ständig und den ganzen Tag auf den Beinen sind. Heute war es sportlich eine absolute Überraschung, was nach 2 Etappen doch noch möglich ist. Im vergangenen Jahr haben wir eine neue Freundin gefunden. Wir beide finden jedes Jahr zwischenmenschlich neu zueinander, da uns die Tage an der Nordsee extrem ruhig werden lassen und alles, was über das Jahr hin angefallen ist, wird so nebensächlich, dass man in seine Alltagswelt wieder mehr als gestärkt zurück kommt. Gott sei Dank ist es aber noch lange nicht soweit. Es folgen noch 4 Etappen.

Vor allem Morgen freuen wir uns sehr, da geht es auf unsere Lieblingsinsel, die Insel Baltrum.


Am Utkiek

Vor dem Start

Für die Presse

Toller Ausblick auf das Meer vor Norddeich

Hart aber sauber im Ziel, mit einer guten Zeit

Nur etwas müde


#349

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12.6.18
4. Etappe
Baltrum

Dornröschen-Lauf


 

Etappeninfo:
Mit gerade mal 500 Einwohnern ist Baltrum die kleinste der Ostfriesischen Inseln. Die kurzen Wege zum Strand sind ideal für Familien, damit der Urlaub zur puren Erholung für Groß und Klein wird. Wer es ruhig und stressfrei mag, ist auf der Dornröschen-Insel genau richtig. Denn große Einkaufszentren oder Hochhäuser passen auf der autofreien Insel nicht ins Bild. Neben der erholsamen Ruhe auf Baltrum gibt es viele Kultur- und Sportangebote sowie einen legendären Kitesurf-Spot. Über die Insel und ihre Bewohner erfährt man erstaunliche Geschichten im Museum Altes Zollhaus während das Nationalpark-Haus eindrucksvoll das Phänomen der Gezeiten erklärt, das für das Leben auf der Insel von großer Bedeutung ist. Vorbei an den gepflegten Gärten der Inselbewohner gelangt man zur Alten Inselkirche und ihrer historischen Inselglocke, die das Wahrzeichen von Baltrum darstellt. Die Kirche wurde Anfang der 90er restauriert und dient heute für kirchliche Trauungen oder Taufen im kleinen Kreise. Das älteste Haus der Insel stammt von 1826, nachdem die verheerende Sturmflut von 1825 die meisten Häuser zerstört hatte.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
7,5km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€

Start:
Dorfplatz vor dem Rathaus

Startzeit:
15:00 Uhr

Ziel:
Dorfplatz vor dem Rathaus

Start-Nr.ausgabe:
Dorfplatz vor dem Rathaus

Siegerehrung:
Dorfplatz vor dem Rathaus

Kleiderbeutel:
Haus des Gastes

Fähre Hinfahrt:
9:30 Neßmersiel

Fähre Rückfahrt:
19:45 Uhr     

Streckenbeschreibung:
In diesem Jahr erwartet Euch eine neue und noch abwechslungsreichere Laufstrecke, die Euch über die Strandpromenade, entlang der Hellerwiesen, durch die Dünen und über den Strand führt. Insgesamt hat die Strecke eine Länge von 7,5 Kilometern. So ist der Dornröschenlauf zwar kürzer als die anderen Laufstrecken, durch das letzte Stück im Sand aber mindestens so anspruchsvoll. 

Start und Ziel ist am Dorfplatz vor dem Rathaus. Euer Lauf beginnt direkt am Meer. Über unsere Promenade lauft Ihr um den Westkopf der Insel mit Blick auf die Nordsee. Der gepflasterte Weg führt weiter den Deich entlang vorbei am Nationalpark-Haus, am Spielteich, den Pferdeweiden bis hin zur NTB Jugendbildungsstätte und zum Zeltplatz. Es folgt ein unbefestigter Weg, der den Nordseelauf-Erprobten unter Euch bereits bekannt ist. Bitte achtet hier besonders auf Unebenheiten und Kaninchenlöcher. Nach gut zwei Kilometern durch die Dünen gilt es eine kleine Steigung zu bewältigen. Kurz darauf werdet Ihr mit Sand unter den Füßen und Meeresrauschen belohnt, denn das letzte Stück führt Euch am Strand entlang. Nach ca. einem Kilometer habt Ihr es fast geschafft. Noch einmal Zähne zusammenbeißen und den Aufgang zur Strandmauer überwinden, und schon seid Ihr zurück am Rathaus und damit im Ziel des Dornröschenlaufs.   

Erlebnisbericht:
Heute fahren wir zu unserer Lieblingsinsel in Ostfriesland. Zudem sind wir jetzt innerhalb eines Jahres zum dritten Mal auf der kleinen Insel Baltrum. So verträumt die Insel ist, so ist auch die heutige Etappenbezeichnung. Es ist der Dornröschenlauf. Dieser Titel trifft für Baltrum genau zu. Gleichzeitig ist es ein kleines Jubiläum. Ich laufe meinen 350. Lauf. Als Feierlichkeit verabrede ich mich mit meiner Frau zu einem Sanddornschnaps im Strandcafé. Für zwei Nichtalkoholtrinker eine starke Sache…

Bis es soweit ist, will die Strecke noch gelaufen werden. Zuvor gehen wir aber schon mal vorab ins Standcafé. Dies ist ein kleines, uriges Lokal in Höhe des Baltrumer Strandes. Im letzten Jahr war es schon sehr gemütlich vor dem Lauf dort die Zeit bei einem Tee, Milchreis oder was sonst das Herz begehrt, zu verbringen. In diesem Jahr ist es zwar sehr kalt und windig, doch vergeht die Zeit wie im Flug, wenn man so den Möwen zusieht und sich in den Strandkorb vor dem Café mümmelt.

Danach gehen wir zum Start. Geben noch kurz die Rucksäcke ab und schon kann es los gehen. Die Wege sind hier eben sehr kurz. Auf dem neuen Inselrundkurs, der nur über 7,3 km geht, fühlen wir uns gleich wohl. Es geht zunächst auf der Strandpromenade um den westlichen Zipfel der Insel und gegen den Wind. Da man den äußeren Rand schon nach knapp einem Kilometer erreicht hat, laufen wir danach mit reichlich Rückenwind zurück in das Westdorf. Vorher umrundet man noch die Westbake, welche auf der Kuckucksdüne steht. Diese diente einst als Seezeichen, heute ist sie eher etwas für romantische Abendspaziergänge am Strand. Blickt man an der Westbake nach rechts, dann sieht man die äußerste Spitze von Norderney und wenn die Augen noch gut sind, dann kann man die Seehundbank vor Norderney sehen.

Doch die meisten haben in diesem Moment, mit reichlich Gegenwind, keinen Blick mehr dafür. Vielmehr verleitet dieser Abschnitt zum sehr schnellen Laufen. Nicht nur mir geht es so. Vom Gefühl her laufen alle wesentlich schneller als geplant. Gerade vor dem Pausentag lässt es jeder noch einmal krachen. Es sind dann noch knapp 3 Kilometer bis zur Jugendbildungsstätte. Von dort an wechselt der Untergrund und die Zeiten werden automatisch langsamer. Was mir auf dem Abschnitt bis zur Jugendbildungsstätte auffällt, ist, dass die Vogelbrutzeit die Landschaft komplett verändert. Im Winter war es in den Salzwiesen eher ruhig. Man hörte die Möwen mal kreischen. Mehr aber nicht. Aktuell scheint es, als sei die ganze Vogelwelt auf Baltrum, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Das Geschrei der Vögel ist im positiven Sinne extrem laut, oder wollen uns die Vögel einfach sagen, dass sie die Landschaft wieder für sich haben wollen und wir zurück nach Neßmersiel fahren sollen?!?!?

Hinter dem Jugendzentrum angekommen bin ich für meine Verhältnisse super schnell unterwegs(5:15 Min. pro km). Ab hier heißt es für ca. 2,5 km auf Hasenlöcher aufzupassen. Die Insel ist wie ein Schweizerläufer sagt, durchbohrt wie ein Appenzeller Käse. Im Anschluss geht es ein kleines Stück durch die Dünen, um danach noch knapp einen Kilometer am Strand vorbei zu laufen. Dann noch einmal auf den Deich, um direkt hinunter in das Ziel am Rathaus zu laufen. Auch hier haben sich wieder einige Urlauber gefunden, die freundlich applaudieren. Ich bin über meine 39 Minuten zum aktuellen Zeitpunkt sehr überrascht.

Jenny  geht es mit unter 51 Minuten ähnlich. Auch sie ist vor dem Pausentag wesentlich schneller als im Vorjahr unterwegs. Respekt flöhst uns nur der Wattlauf am Donnerstag in Cuxhaven ein. Am Pausentag selbst nehmen wir uns vor, in Bewegung zu bleiben. Nichts ist schlimmer, als das zu viel entstanden Laktat auf die Muskeln wirken zu lassen.

Danach geht es wie angekündigt zur kleinen, aber feinen 350-Wettkampf-Feier ins Standcafé. Eingeladen habe ich die beste Ehefrau der Welt und mich selbst. Gemeinsam genießen wir den Sanddornschnaps, wobei Jenny lieber eine weitere Inselrunde gelaufen wäre. Zumindest verrät dies ihr Gesichtsausdruck.

Hier noch meine Jubiläumsläufe:

50 Weinhachtsmarktlauf Landstuhl

100 Silvesterlauf Werl

150 Hoxberglauf Lebach

200 Mitternachtslauf Glan-Münchweiler

250 Rietburg-Berglauf Edenkoben

300 Heiligabendlauf Neubrücke

 

Schnapszahlen:

111 Mai-Trail Neubrücke

222 Weihnachtsmarktlauf Offenbach-Hundheim

333 Silvesterlauf Mitlosheim

 


Hinfahrt zur Insel

Startbereich

Es geht ein guter Wind

Alles im Blick

Strandcafe

Sieht noch gut aus

4. Etappe im Kasten

Zum 350.

An der Westbake

Das Meet ist bereits auf dem Rückweg


#350

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13.6.18
Etwas Bewegung und etwas Entspannung sind die Mischung am Pausentag:





 

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14.6.18
5. Etappe
Cuxhaven

Cuxhavener Wattlauf



Etappeninfo:
Das Meer hat Cuxhaven geprägt und im Wandel der Gezeiten ein einmaliges Flair geschaffen: Mit Schiffen, Häfen, kilometerlangen Stränden, Weltschifffahrtsweg und dem von der UNESCO ausgezeichneten Weltnaturerbe Wattenmeer. Als eines der ältesten deutschen Seebäder mit über 200-jähriger Tradition weiß man in Cuxhaven die Heilkräfte des Meeres für die Gesundheit zu nutzen. Mit Blick auf das Niedersächsische Wattenmeer liegt im Kurteil Duhnen das moderne Thalassozentrum ahoi! Alle dort gebotenen Anwendungen eignen sich hervorragend zur Gesunderhaltung des Körpers und sorgen für neue Energie. Mehr als 2.000 Events im Jahr sind im Veranstaltungskalender des Nordseeheilbads zu finden. Seit Jahren gilt Cuxhaven als Trendsetter, wenn es um die Beach-Turniere im Volleyball, Handball, Basketball und Fußball geht. Zudem ist Cuxhaven ein Paradies für Wassersportler, Segler und Surfer. Wanderer und Radfahrer, aber auch Reiter, finden ein weitverzweigtes Wegenetz vor, das durch Wald und Küstenheide führt. Im Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven in Sahlenburg erfahrt Ihr alles Wissenswerte über den Nationalpark Wattenmeer und das UNESCO-Weltnaturerbe. Spannende Geschichten rund um die Herausforderungen und Gefahren der Seefahrt erzählt das Museum „Windstärke 10“ im Fischereihafen.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€
    
Start:
VGH Stadion am Meer

Startzeit:
18:30 Uhr

Ziel:
VGH Stadion am Meer

Start-Nr.ausgabe:
VGH Stadion am Meer

Siegerehrung:
VGH Stadion am Meer

Duschen:
VGH Stadion am Meer

Kleiderbeutel:
VGH Stadion am Meer

Streckenbeschreibung:
Start und Ziel ist in diesem Jahr das VGH Stadion am Meer in Duhnen. Die anspruchsvolle Strecke von ca. 10 Kilometern verläuft nach einem kurzen Abschnitt auf der Promenade in Richtung Kugelbake, dem Wahrzeichen des Nordseeheilbades Cuxhaven, und führt als Rundkurs durch das UNESCO-Weltnaturerbe-Wattenmeer mit Blick auf die Nordseeinsel Neuwerk. Ein besonderes Erlebnis ist das Laufen auf dem Wattboden in jedem Fall, schließlich bewegt Ihr Euch während der Ebbe in diesem Biotop und bekommt viel zu sehen, das sonst im Verborgenen bleibt. Priele, die vielleicht auch mal knietief sein können, durchziehen die vom Wattranger freigegebene Strecke ebenso wie Schlickboden, der teilweise auch rutschig sein kann. Aufgrund von Muschelbänken, die auftauchen können, solltet Ihr nicht barfuß laufen oder walken. Für diese Etappe wird auch empfohlen, eher nicht auf Eure neuesten Laufschuhe zurückzugreifen.

Erlebnisbericht:
Die Tage an der Nordsee sind unglaublich ereignisreich. Man erlebt so viel! Auf der einen Seite kommt es uns vor, als wären wir vor Wochen angekommen. Auf der anderen Seite sind wir leider schon in unserem 2. Quartier in Wremen angekommen, was uns somit schon in Richtung Ende unserer Nordseereise bringt. Wenigstens stehen noch 3 Läufe auf dem Programm. Nach einem kleinen Spaziergang am gemütlichen Wremer-Kutterhafen geht es zur Entspannung in unsere Pension bei Familie Bahl. Die Vorbereitung auf den Wattlauf beginnt also nach der 1,5 Std. langen Anfahrt vom Neuharlingersiel. Um 18:30 Uhr geht es dann für uns los mit dem Wattlauf in Cuxhaven. Einen ähnlichen Lauf haben wir bereits 2016 in Schillig mitgemacht. Nicht nur deshalb sind wir sehr gespannt auf diesen Lauf. Es dürfte wohl die Königsetappe sein, denn es ist das härteste Terrain bei allen 7 Etappen und nach dem Pausentag sind die Beine oft doppelt so schwer.

In Cuxhaven ist es heute nicht ganz so kühl wie gestern, dafür aber windig, mit sehr dunklen Wolken am Himmel. Es dauert auch nicht lange, dann öffnet der Himmel seine Schleusen. Das ganze schöne Areal um das Beachvolleyball-Stadion am Meer steht in kürzester Zeit unter Wasser. Pünktlich zum Start hört es aber tatsächlich auf zu regnen. Der guten Laune hätte der Regen ohnehin keinen Abbruch getan, denn irgendwie kommen heute alle extrem gut gelaunt rüber. Dies wird sich morgen, spätestens übermorgen ändern, dann nämlich realisieren alle, dass es tatsächlich vorbei ist. Man kann also so viel entschleunigen wie man will, irgendwann ist die schönste Laufserie trotzdem vorbei.

Nach dem heute etwas verkürzten Nordseeküstenlied, die Boxen haben unter dem vielen Wasser etwas gelitten, geht es auf der Promenade erst einmal gute 2 Kilometer dem Watteingang entgegen. Man spürt schon, wie sich jeder auf den Einstieg ins Watt freut. Dieser kann nicht schnell genug kommen. Meine Beine sind zudem locker wie nie. Den Pausentag haben mein Schätzchen und ich wohl optimal genutzt. So gut waren wir letztes Jahr nicht vorbereitet.

Wann kommt denn nun endlich der Einstieg, denke ich bei mir. Beim Blick auf die Uhr war die Vorfreude zu groß, denn mit nur knappen 10 Minuten auf den ersten 2km bin ich wesentlich zu schnell unterwegs. Das zu schnelle Angehen gibt mir dann wenigstens die Zeit, um im Watt Bilder zu machen. Gleich nach den ersten Metern hinter dem Einstieg fällt mir auf, dass das Watt ganz anders ist als in Schillig vor 2 Jahren. Es ist viel fester. In der Regel steht es wenige Zentimeter unter Wasser. Matsch fliegt einem deshalb so gut wie nie um die Ohren. Man darf nur nicht empfindlich sein mit nassen Füßen. Gelegentlich quert ein Priel die Strecke, dann kann man auch mal bis knapp unter die Kniescheibe nass werden. Ok, bei Jenny sieht das leider etwas anders aus. Da sind es dann wohl die Oberschenkel. Ich kann die Strecke gar nicht einschätzen, ob sie meiner kleinen Frau zusagt oder ob sie genervt ist, denke ich so für mich. Bis mir erst mal bewusst wird, wie groß das Watt eigentlich ist. Die Läufer/innen bilden hier eine riesige Perlenkette. Ich glaube, die Bilder können dies kaum widergeben. Trotzdem gebe ich mein Bestes um die Dimensionen abzubilden. Es kommt mich unendlich groß vor, denn man sieht in der Ferne nicht, wo die Perlenkette abbiegt, um wieder zum Strand zu kommen oder ob es nochmal um eine Rechtskurve weiter hinaus geht. Schritt für Schritt geht es weiter. Trotzdem hat man das Gefühl, dass man kaum Strecke macht, obwohl der Schnitt laut Garmin gut ist.

Irgendwann sehe ich am Horizont die abbiegende Masse. Hinter der Abbiegung in Richtung Strand geht es auf einmal ganz schnell. Da die Beine noch immer sehr gut drauf sind, zünde ich für mich meinen ganz eigenen Turbo. Man kann einschätzen, dass es nur noch knapp 2km bis zum Ziel sind. Insgesamt wird man also weniger als 10km laufen. Die Körner sollten für morgen absolut ausreichen. Deshalb lasse ich es jetzt wieder im 5er Schnitt laufen. Ich überhole also noch 1-2 andere Lauffreunde um dann im Ziel einzulaufen. Vor dem Ziel ist das Watt etwa auf 30-40 Meter sehr tief. Dies ist dann die einzige schwere Stelle. Zudem kommt vor dem Zieleinlauf im Stadion am Meer, ein kleiner Strandanstieg von wenigen Metern. Im Ziel habe ich 9 Kilometer auf der Uhr und einen exakten Schnitt von 6:00 Min./km. Das hätte ich ebenfalls nicht für möglich gehalten. Genau wie vorgestern überraschen mich meine Beine aufs Neue. Wäre es ernst gewesen, dann hätte ich gut 2 bis 3 Min. schneller laufen können.

Zurück zu meinen Bedenken. Jenny wirft diese Mal wieder komplett über Bord. Gut gelaunt kommt sie etwa 15 Minuten später mit drei anderen Mädels dem Ziel entgegen gelaufen. Das Watt und sie werden wohl keine besten Freunde, trotzdem hat sie extrem viel Spaß gehabt. Nicht nur weil sie sich zu viert in der Gruppe durchgequält haben. Das Watt bläst einem nach Jennys eigenen Worten den Kopf frei. Dies stimmt teilweise sogar im wörtlichen Sinn, denn gute 4 Kilometer liefen wir komplett gegen den Wind.

Am Abend freuen wir uns auf unsere gemütliche Unterkunft in Wremen. Die Gastgeberin gibt wirklich alles, um uns rundum zu verwöhnen. Schon jetzt freuen wir uns auf das morgige, ausgiebige Frühstück, das immer ein Highlight ist und die restlichen bevorstehenden Laufabenteuer beim EWE-Nordseelauf. Wir sehen uns in Butjadingen…



Der "kleine Preuße" in Wremen

Mit Erich aus Rheinhessen

Stadion am Meer(Start- & Zielbereich)

Die ersten Meter im Watt

So sieht das dann aus beim Wattlauf

2km vor dem Ziel

Zieleinlauf im Stadion

Jenny und andere Mädels irgendwo aus Deutschland

Echt fit in diesem Jahr

Da hilft nur noch der Mülleimer

Wieder bestens versorgt!!!


#351

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15.6.18
6. Etappe
Butjadingen

Watt´n Küstenlauf

Etappeninfo:
Hier, wo das Land flach ist, der Himmel weit und das Meer zum Greifen nah, wo das Grün der Deiche den Horizont küsst und der Wind den Kopf mal richtig freipusten kann, ist die wunderschöne Nordsee-Halbinsel Butjadingen. An der idyllischen Nordseeküste könnt ihr Eure Seele baumeln lassen und Euch für einen oder mehrere Tage eine erholsame Auszeit gönnen. Bei uns findet ihr alles, was Euer Herz begehrt - und das zu jeder Jahreszeit. Strandurlaub und Baden in der Nordsee-Lagune, buddeln für die Kleinsten am Babystrand, Spiel und Spaß in der Spielscheune, Sport, Kultur, Gesundheit, Ruhe, Entspannung und vieles mehr. Genießt Eure schönste Zeit des Jahres am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer mit allem, was dazugehört. Erkundet das Land zu Fuß, per Rad oder vom Schiff aus. Lasst Eure Kinder an Deutschlands einzigem Themenstrand Pirat spielen, flaniert an unserer Kunstpromenade oder radelt durch die Wesermarsch. Entdeckt unsere neuen Wassersportangebote und die Faszination unserer Natur im Langwarder Groden.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10,8km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€

Start:
Strand Burhave

Startzeit:
18:00 Uhr

Ziel:
Strand Burhave

Start-Nr.ausgabe:
Atrium

Siegerehrung:
Atrium

Duschen:
Knaus Campingplatz

Kleiderbeutel:
Knaus Campingplatz Pagoden

Streckenbeschreibung:
Die Nordseelauf-Etappe in Butjadingen startet direkt am gemütlichen Grünstrand von Burhave, der einen hervorragenden Blick auf das Containerterminal in Bremerhaven ermöglicht. Zwischen dem Deich und der Nordsee geht es über die Kunstpromenade entlang des Wassers in Richtung des schönen Kutterhafens Fedderwardersiel. Der Rundweg führt Euch am Langwarder Groden an ca. 70 ha Wiesenvogelbrutgebiet und Salzwiesenentwicklungsflächen vorbei, welche Ihr während des Laufs über den Bohlensteg hautnah erleben könnt. Im Anschluss geht es wieder zurück über den Wanderweg. vorbei am Hafen von Fedderwardersiel sehr Ihr links wieder den Yachthafen und auf den letzten 1,5 km die Nordsee-Lagune mit Sandstrand, bevor Euch die bunten Strandkörbe vom Strand Burhave erwarten.

Erlebnisbericht:Es wird heute sehr schwierig, Ausreden zu finden. Zunächst einmal ist das Wetter geradezu perfekt. Zu Hause würde ich sagen 23°C  sind viiiiel zu warm. Hier an der Küste ist es aber so, dass der leichte, kühle Wind den Körper runtertemperiert. Aus dem Grund schwitzt man auch viel weniger als an einem warmen Sommertag in unserer Heimat. Dann würde ich gern jammern, dass die Körner doch nicht gereicht haben. Stimmt aber auch nicht. Die Beine sind zwar schwer, doch liegt dies an dem bisher einzigen Fehler beim Nordseelauf. Jenny und ich waren heute faul. Wir haben das Aufwärmen sausen lassen und am Mittag haben wir nur auf der schönen Anlage der Nordseelagune rumgehangen. Nur aus diesem Grund läuft es erst einmal scherfällig auf Kilometer 1. Kilometer 2 ist wieder ein Schnitt unter 6:00 Min./km möglich.

Ab Kilometer 3 beginnt der heutige Lauf richtig. Landschaftlich wird es ebenfalls interessant ab Kilometer 3. Wir biegen in die Salzwiesen ein. Vor nur 2 Std. lag dieses Gebiet zum Teil noch unter Wasser. Jetzt fließt das Wasser in kleinen Rinnsalen ins offene Watt hinaus. Die Natur bietet eben ihr ganz eigenes Schauspiel. Es geht nun für einige Kilometer durch die Salzwiesen, Vogelbrutgebiete, über Holzbohlenwege hindurch in Richtung Meer. Dies ist definitiv die interessanteste Naturlandschaft, durch die wir bisher laufen durften. Mit großem Respekt laufe ich durch die Landschaft und denke nur, hoffentlich kann man dieses Ökosystem noch lange so erhalten, ohne dass irgend ein Idiot es zerstört, man denke nur an die Milliarden Tonnen von Plastikmüll, der aktuell in unseren Meeren ist. Ja, der Nordseelauf ist eng mit dem Naturschutz verbunden. Aus diesem Grund wird auch nicht jede Strecke im Watt, durch Brutgebiete oder ähnliches, genehmigt. Dies ist gut so und öffnet einem als Teilnehmer wieder ein ganz anderes Bild von unserer Umwelt. Meine Frau und ich werden zu Hause wieder viel Bewusster damit umgehen. Auch dies nehmen wir vom Nordseelauf 2018 für uns mit.

Zurück zum Lauf, es ist eine so überwältigende Landschaft, dass ich wirklich aufpassen muss, nicht zu stürzen, da die Wiesenwege natürlich recht uneben sind. Dies gehört halt auch dazu, wenn man in so einer Landschaft laufen darf. Kurz vor dem Kutterhafen Fedderwardersiel, welcher ebenfalls ein echter Hingucker ist, laufen wir wieder direkt am Meer zurück in Richtung Ziel. Hier direkt am Meer hat man einen schönen Weitblick. Butjadingen ist ja eine Halbinsel, aus diesem Grund kann man auf der anderen Seite den riesigen Containerhafen von Bremerhaven deutlich erkennen. Dieser ist Luftlinie vielleicht nur etwa 10 Kilometer entfernt. Mit dem Auto muss man jedoch gute 30 Minuten die Wesermündung umfahren. Entlang des Campingplatzes hat man den Hafen immer im Hintergrund. Erst ganz am Ende des Campingplatzes folgt noch eine kleine Schleife, die uns auf die Zielgerade vor die Nordseelagune zurückbringt. Zwar sind meine Beine bis dorthin dann tatsächlich etwas müde, doch teste ich die letzten 1,5 km was noch möglich ist. Die Endgeschwindigkeit auf den letzten 600 Metern war dann zum Abschluss sogar unter 5Min/km. Insgesamt war es durch den Fehler vom Nichtwarmlaufen ein Steigerungslauf, der mit einer 59er Zeit über 10,6km steht. Heißt für mich, morgen gibt es kein finales Auslaufen. Morgen werde ich noch einmal alles raushauen, da es wahrscheinlich eine 10km-Strecke sein wird. Vielleicht kann ich noch eine gute Zeit erlaufen.

Erstaunlich ist, dass der Lauf von Jenny genauso ablief wie bei mir. Was unseren Fehler wohl noch unterstreicht. Sie kommt nach 73 Minuten ins Ziel, was für Jenny ihre schnellste Etappe 2018 bedeutet. Also gilt auch für meinen Schatz, morgen geht noch mehr. Wir freuen uns schon jetzt auf das FIIIIIINALE von Dorum. Leider ist die Serie damit auch schon wieder vorbei. Wir verbleiben mit einem lachenden und einem weinenden Auge.  


6. Etappe

Kurz vor dem Ziel

Badebrücke am Strand

Jennifer & Jennifer


#352

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16.6.18
7. Etappe
Wurster Nordseeküste (Dorum)

Watt´n Bad Lauf

Etappeninfo:
Der Name der schönen Urlaubsregion – direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und dem UNESCO-Weltnaturerbe gelegen – stammt von den sogenannten Wurten oder auch Warften. Das sind Erdanhäufungen, welche in Zeiten, in denen es noch keine Deiche gab, die Menschen und ihre Habe vor den Sturmfluten zu schützen vermochten, da Häuser und Höfe auf eben besagten Wurten erbaut wurden. Noch heute findet Ihr diese kleinen Hügel in der Landschaft wieder. Beim Gang durch Dorum-Neufeld stellt Ihr schnell fest: Hier ist was los! Nicht nur Familien schätzen einen Urlaub in diesem Ort an der niedersächsischen Nordseeküste. Auch alle anderen, die Spaß an Flohmärkten, natürlichen Landschaftsbildern, ausgedehnten Wandertouren (durch das Watt?) oder abwechslungsreichen Musikveranstaltungen haben. Entdeckt das Watt‘n Bad – ein tidenunabhängiges Freibad - und lasst Euch von dem einzigartigen Ambiente mitten in den Dorumer Salzwiesen bezaubern. Beim Blick vom Leuchtturm „Obereversand“ in die unendliche Weite des „UNESCOWeltnaturerbes Wattenmeer“ kann man sich außerdem einen Moment voller Ruhe & Faszination gönnen.

Sonstige Etappeninfo:

Streckenlänge:
10,1km

Startgebühr:
19,00€

Nachmeldung:
22,00€
     
Start:
Watt´n Bad

Startzeit:
16:00 Uhr

Ziel:
Watt´n Bad

Start-Nr.ausgabe:
Watt´n Bad

Siegerehrung:
Watt´n Bad

Duschen:
Watt´n Bad

Kleiderbeutel:
Watt´n Bad

Streckenbeschreibung:
Es wird ein Rundkurs von ca. 10 km gelaufen. Start und Ziel ist auf der Freizeitanlage Dorum-Neufeld –
beim Watt´n Bad. Von hier aus geht es los in
Richtung Deichüberfahrt mit einem Verlaufswechsel in Richtung Leuchtturmwiese und dem Leuchtturmdenkmal „Obereversand“. Weiter geht es dann entlang des Hauptdeiches in Richtung Cappel-Neufeld bis zur Edentrift. Mit Glück unterstützt durch ordentlichen Rückenwind geht es weiter in Richtung des Cappeler Altendeichs. Die Straße ist rechts und links durch grüne Weiden und Rapsfelder gesäumt. Dabei werden die Läufer und Walker durch den typischen Duft der reifenden Ernte und Felder begleitet. Am Ende der Straße führt der Verlauf der Strecke wieder in Richtung Kutterhafen Dorum-Neufeld. Nach kurzer Zeit erreicht Ihr dann das Ziel Watt´n Bad.

Erlebnisbericht:
Ein wenig traurig sind wir schon, da der EWE-Nordseelauf 2018 mit dem heutigen Tag zu Ende geht. Trotzdem haben wir eine sehr große Vorfreude auf das, was da heute noch kommt. Außerdem ist der Austragungsort Dorum-Neufeld nur wenige Kilometer von unserem Quartier entfernt. Unsere Erwartungen werden gleich bei der Ankunft übertroffen. Das Ziel des Laufes liegt mitten im Schwimmbad Watt´n Bad. So etwas hatten wir bisher auch noch nicht gehabt. Zudem sind alle super gut gelaunt und freuen sich auf die letzte Etappe. Das Schwimmbad selbst ist im inneren Bereich relativ klein. Es gibt ein Wellenbad und ein sehr warmes Sprudelbecken. Die Liegewiesen sind mit Strandkörben bestückt, die zum Meer hin ausgerichtet sind.

 

Wir haben bis zum letzten Start noch etwas Zeit, um die dieses herrliche Schwimmbad genau zu begutachten. Die Wiesenbereiche sind sehr weitläufig in Richtung Meer. Das aktuelle Hochwasser, welches nach dem Lauf schon wieder abgelaufen ist, verlockt zum Abkühlen. Direkt neben dem Badbereich steht ein alter Leuchtturm. Wir sind regelrechte Fans von Leuchttürmen geworden. Dieser hier ist ein ganz besonders schöner Turm. Er steht auf einem Stahlgerüst und hat im oberen Bereich, einen vierseitigen Turm. Früher stand er an der Wesermündung. Heute ist er das Wahrzeichen von Dorum-Neufeld. Der Leuchtturm Obererversand dient seit seiner Umsetzung im Jahr 2003 als Leuchtfeuer der kleinen Hafeneinfahrt. Gleichzeitig ist er der Touristenmagnet der Region.

Kurze Zeit später beginnt das letzte Warmlaufen mit den Trainern. Noch einmal singen die Walker das Eisbärlied und das gesamte Starterfeld schmettert noch einmal den Gassenhauer von Klaus und Klaus, „an der Nordseeküste“. Dann folgt der Countdown von 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1. Die Wehmut dauert bei mir nur ganz kurz, dann konzentriere ich mich auf meine Beine. Die sagen erstaunlicher Weise“ ja“ zur letzten Etappe, weshalb ich gleich auf dem Schwimmbadgelände richtig Gas gebe. Es geht hinaus in Richtung des schönen Leuchtturmes und von da aus über den Deich, vorbei an den Zuschauern auf der Deichkrone, bis wir am Ortsausgang Kilometer 2 erreichen. Die Strecke selbst ist wieder tellereben. Insgesamt laufen wir quasi in einem großen Quadrat, über Asphaltwege bzw. durch die Wiesen im Dorumer Land. Bis auf das Schwimmbadgelände und den Leuchtturm ist die Strecke zwar landschaftlich schön, aber nicht ganz so reizvoll wie die Strecken in den vergangenen Tagen. Das macht nichts, denn es macht wieder riesig Spaß bei angenehmen Temperaturen um die knapp über 20° Grad und einem ganz leichten Wind.

Es läuft so gut, dass ich meiner Garmin fast nicht trauen kann. Nach 5km habe ich knapp über 26 Minuten auf der Uhr. In diesem Jahr war ich nur einmal schneller auf 5km. Weiter geht es relativ zügig in Richtung Schwimmbadgelände zurück. Der Schnitt geht nur ganz leicht runter. Am Ende laufe ich dann schon etwas platt den kleinen Deich hinauf. Von den Zuschauern sind nicht mehr ganz so viele übrig, die noch vor knapp 50 Minuten hier standen. Hinter dem Deich folgt eine letzte Kurve, dann geht es zurück in das Bad. Im Bad folgt eine 10m lange Rampe, auf der man in das innere Freibad hinein läuft. Es ist wie der Einlauf in ein kleines Stadion. Irgendwie stehen alle, die bereits gefinisht haben hinter dem Zielbogen, um alle anderen abzufeiern. Tatsächlich fühlt man sich jetzt wie in einer kleinen Familie. Ein tolles Gefühl, dass ich mit einer Jahresbestzeit von knapp über 51 Minuten feiern darf. Das hätte ich wirklich niemals für möglich gehalten. Kurze Zeit später kommt meine Jenny im Ziel an. Sie darf genau das gleiche Gefühl wie ich erleben. Auch sie hat mit 66 Minuten eine Zeit erreicht, mit der sie nach 7 Läufen in Folge nicht gerechnet hatte. Gleichzeitig wird sie von allen anderen abgefeiert und erhält von der Tour-Pastorin Antje ihre wohlverdiente Medaille. Jenny hat ein ganz besonderes Grinsen im Gesicht, das Grinsen welches man nur nach dem Nordseelauf-Finish hat.

Die letzte Siegerehrung findet im ganz besonderen Rahmen statt. Im Innenbereich des Wattn Bades sitzen wir ganz entspannt auf den Liegen, um gemeinsam alle Sieger zu feiern. Danach geht es für Jenny und mich in ein naheliegendes Restaurant. Zunächst lassen wir den Abend zu zweit ausklingen. Später kommt noch Erich aus Rheinhessen mit seiner Frau zu uns an den Tisch. Wir berichten uns gegenseitig von den Erlebnissen. Wir lachen viel zusammen und reden natürlich viel über unseren Lieblingssport. Was in den letzten 8 Tagen alles passiert ist, können wir heute aber noch gar nicht richtig begreifen. Dies wird alles in den nächsten Wochen passieren, wenn man sich so seine Gedanken macht, anderen davon erzählt oder wenn man beim Trainingslauf durch den heimischen Wald so zurückdenkt.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass jeder Mensch anderes ist. Jeder gestaltet sein Leben, wie er oder sie es als schön empfindet. Die einen feiern gern, die anderen lieben Strandurlaub auf Malle, Musicalbesuche oder hat sonst eine Form zur Freizeitgestaltung. Jenny und ich jedenfalls sind mit unserer Lebensgestaltung sehr glücklich. Für uns gibt es keine schönere Art, die Urlaubstage zu gestalten, als bei einem Aktivurlaub an der Nordsee. Dass wir dies alles erleben können bzw. dürfen, macht uns sehr dankbar. Beim Nordseelauf wird uns das immer sehr bewusst. Gleichzeitig ist es ein extrem nachhaltiger Urlaub. Von daher bleibt festzuhalten: EWE-Nordseelauf, wir kommen bald wieder zurück!!!



Tour-Pastorin Antje

Leuchtturm Obereversand

Abkühlung vor der letzten Etappe

Ganz schän locker für 7 Etappen

Zieleinlauf im Bad

GESCHAFFT!!!

Da darf man auch mal stolz sein

Letzter Blick auf das Watt vor Dorum

Warten auf die letzte Siegerehrung im Schwimmbad

Da ist das Ding


#353

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