11. & 13.06.26
Firmenlauf & Staffellauf

Zwei Wettkämpfe, jede Menge Höhenmeter und die harte Realität der Selbsteinschätzung

Man gönnt sich ja sonst nichts: Eine Woche, zwei Wettkämpfe und die schmerzhafte Erkenntnis, dass Streckenprofile in der Realität steiler sind als in der eigenen Fantasie.

Donnerstag: Fantreffen auf dem Betzenberg (Firmenlauf Kaiserslautern)

Normalerweise kriegt man uns Saarländer ja nicht so leicht für einen kommerziellen Firmenlauf außerhalb der Landesgrenzen begeistert. Aber die Pfälzer hatten einen genialen Köder ausgelegt: Das Ziel lag direkt im Fritz-Walter-Stadion. Als echte FCK-Fans war die Anmeldung für Nick, Kevin und mich Ehrensache.

Dass meine beiden Begleiter sich erst kurz vor knapp anmeldeten, bestrafte das Schicksal sofort: Mein Premium-Ticket für den 1. Startblock war wertlos. Stattdessen hieß es: 45 Minuten in der prallen Sonne warten. Die Securitys (natürlich stilecht vom FCK) passten auf wie die Schießhunde. Kein Durchschmuggeln möglich. Verständlich, auf dem Betzenberg wird schließlich nicht mit der Sicherheit gescherzt.

Dann ging es endlich los – vom höchsten Fußballberg Deutschlands im Sturzflug bergab. Zu dritt flogen wir dahin. Doch die Quittung folgte prompt am legendären Erbsenberg. Sagen wir es, wie es ist: Ich hatte die Höhenmeter komplett unterschätzt. Ich dachte naiverweise, wir laufen gemütlich auf Stadionhöhe in den Wald. Spoiler: Nö.

  • Kilometer 1: Stolze 5:47 Minuten. Läuft!
  • Kilometer 2: Brutale 6:47 Minuten.

Schnaufend am Stadion des nächsten Traditionsvereins, dem VfR Kaiserslautern vorbei,  im Slalom vorbei an über 6.000 Mitstreitern, vorbei am Wildgehege bis zum höchsten Streckenpunkt zwischen Kilometer 3 und 4. Irgendwann hatte der Laufgott ein Einsehen, und die restlichen Kilometer flutschten in knapp unter 5:30 Minuten. Und das Highlight? Hielt absolut, was es versprach! Vorbeilaufen an der legendären Westkurve bis zum Ziel an der Nordtribüne! Wenn man da unten läuft, merkt man erst, wie gigantisch dieses Stadion ist. Die Uhr blieb bei 28:19 Minuten stehen. Angesichts der Höhenmeter und der Kulisse nebensächlich. Nach ein bisschen Stadionfeeling trudelten dann auch Nick und Kevin ein. Fazit: Schön war’s! Und wer weiß, vielleicht lasse ich mich nächstes Jahr wieder bei diesem überteuerten Kommerzlauf blicken.


Samstag: Staffel-Spektakel am Losheimer Stausee (See4Run)

Auf diesen Tag haben wir uns besonders gefreut. Der LC Fun Run rückte mit sage und schreibe 12 Läufern in Losheim an. Drei Teams, benannt nach den Waldabschnitten unseres Lauftreffs: „Schwarzer Wäsch“, „Exelbersch“ und „Dieschdersch“. Klingt kryptisch, ist aber Heimatliebe.

Jenny durfte als zweite Läuferin für die „Schwarze Wäsch“ ran – was geografisch perfekt zu ihrer Trainingsgruppe passte. Trotz brutaler Sonneneinstrahlung und überschaubarer Vorbereitung hämmerte sie eine 23:24 Minuten für die 3,7-Kilometer-Runde um den See raus. Ein starker Schnitt von unter 6:20 Min/km!

Ich durfte als Schlussläufer für das Team „Exelbersch“ das Staffel-Fußband von Birgit übernehmen. Der Wechsel klappte so perfekt, dass ich vor purem Übermut jeglichen Verstand verlor. Trotz leichtem Anstieg auf dem ersten Kilometer lief ich eine 5:02 heraus – mein schnellster Jahreskilometer!

Dass man dieses Tempo bei meinem Formzustand nicht durchhält, lernt man eigentlich im Laufkurs. Das klassische „Eingehen“ war also vorprogrammiert:

  • Kilometer 2: 5:38 Minuten (Die Lunge brennt)
  • Kilometer 3: 5:25 Minuten(Die Lunge brennt weiterhin)

Und als Sahnehäubchen wartete auf den letzten 400 Metern die berüchtigte Rampe hoch zum Start- und Zielbereich. Ich war gerade noch so stolz, dass ich zwei Teams einsacken konnte, da zog an besagter Rampe ein Lauffreund eiskalt an mir vorbei. Er war wenigstens so nett und hat mich ein kleines Stück angeschoben. Was wir jedoch niemandem erzählen. Am Ende stand eine Zeit von 20:09 Minuten auf der Uhr. Die "Unter-20-Minuten-Marke" wurde mir also verwehrt.

Trotzdem: Was für eine geniale Erfahrung im Kreis unserer Lauf-Club-Freunde. Schön, dass es euch gibt und wir diese Gemeinschaft immer wieder so ausleben können!

#586
5km: 0:28:19 Std. / 87 Höhenmeter
#587
3,7km: 0:20:09 Std. / 30 Höhenmeter

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07.06.26
XXL-Laufwoche

8. Saarbrücker Firmenlauf
Hinter uns liegt eine vollgepackte Laufwoche, die von der Massenveranstaltung über saarländische Traditionen bis zur Pfälzer Premiere alles bot. Der Startschuss fiel am Dienstag beim 8. Saarbrücker Firmenlauf. Mein Arbeitgeber spendierte neue Trikots und einen Luxus-Stand auf den Saarwiesen, bevor es mit 100 Kollegen losging. Vom Lauf-Club waren auch Daniel und Katja dabei. Letztere wollte die 5 Kilometer unter 32 Minuten knacken, und ihre Kollegin Laura hängte sich direkt an uns ran. Aus dem Startblock mit über 10.000 Teilnehmern kamen wir super weg. Dank gigantischer Stimmung merkten die beiden im 6:10er-Schnitt gar nicht, wie schnell sie waren. Sogar auf dem Leinpfad nach 4 Kilometern wurde weiter durchgezogen. Das unfassbare Resultat: Finisher-Zeit nach 30:54 Minuten! Die Quittung gab es auf dem Rückweg zum Auto, als uns ein heftiges Unwetter komplett weichspülte und wir keinen Sprinterqualitäten mehr hatten.

33. Selbacher Freundschaftslauf
Nach einem kurzen Zwischenstopp am Mittwoch beim Tag des Laufens in Urexweiler(den epischen Bericht dazu gibt es auf lcfru.de), folgte am Freitag der 33. Freundschaftslauf in Selbach. Zusammen mit 131 Laufverrückten genossen Falko Müller, Denis Sims, Birgit Müller und ich die idyllischen Waldstrecken bei bestem Wetter. Gelaufen wurde eine Stunde in verschiedenen Leistungsgruppen. Vom Wandern, Walken bis Laufen war alles dabei.


Das tolle an den saarländischen Freundschaftsläufen – die es in dieser Form übrigens nur bei uns im Bundesland gibt – kommt ja bekanntlich nach dem Zielbanner: Der Abend klang gemütlich bei saarländischer Lyonerpfanne und bestem Kuchen aus. Wir sind stolz, einen Teil zum Erhalt dieser tollen Tradition beizutragen und sind auch in Zukunft garantiert wieder am Start!

335. Seewoog Parkrun
Am Samstag hieß es dann früh aufstehen für eine Premiere: den 335. Seewoog Parkrun in Ramstein. Wer es nicht kennt: Die Parkrun-Bewegung stammt aus England. Überall auf der Welt treffen sich samstags um 9 Uhr Menschen, um komplett kostenlos, rein ehrenamtlich organisiert 5 Kilometer zu laufen oder zu walken. Jenny entschied sich nach einer harten Woche für eine stramme Walking-Einheit. Ich wollte zügig durchziehen, was auf der knackigen Bergauf-Strecke im Naturschutzgebiet gar nicht so einfach war. Vorbei an quarkenden Fröschen ging es ab Kilometer 3 endlich bergab. Hier hieß es Bremsen lösen: Den letzten Kilometer lief ich in 5:10 Minuten – Punktlandung bei 29:29 Minuten! Danach joggte ich Jenny entgegen, die ihren allerersten Parkrun mit einem Dauergrinsen finishte.

Mein Fazit: Früher war ich skeptisch, heute bin ich begeistert! Der Parkrun ist ein herrlich unverkrampftes Laufen. Die Community in Ramstein war unglaublich offen, und durch die Airbase waren viele amerikanische Familien mit bester Motivation am Start. Ein Vergleich mit klassischen Volksläufen hinkt – man kann einfach beides mitnehmen. Wir hatten diese Woche jedenfalls Spaß im Überfluss und halten im nächsten Urlaub garantiert Ausschau nach dem nächsten Parkrun!

#584
5km: 0:30:54 Std. / 10 Höhenmeter
#585
5km: 0:29:29 Std. / 80 Höhenmeter


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30.05.26

18. Illinger Citylauf

Deja-vu in Illingen: Hitze, Hügel und Schnappatmung mit Panorama

Samstag. 18. Illinger Citylauf. Und was soll ich sagen? Petrus hat offensichtlich das Drehbuch vom letzten Jahr kopiert. Es war wieder einmal brütend heiß.

Ebenfalls unverändert: Die Streckenführung. Gelaufen wurde wieder auf der Ausweichstrecke am Hallenbad. Warum? Weil der eigentliche Dorfkern – Verzeihung, die City – von der Gemeinde immer noch nicht freigegeben wurde. Gut Ding will eben Weile haben, oder so ähnlich. Die LLG Wustweiler hat das Ganze wie gewohnt mit maximaler Routine und viel Herzblut organisiert. Von den Schülern über den Handicaplauf bis hin zu den 5- und 10-Kilometer-Runden war alles am Start.

Ein Rundkurs zum Genießen? Eher nicht.

Die Wahrheit ist: Der 2,5-Kilometer-Rundkurs ist und bleibt ein hartes Brett. Vom Hallenbad aus geht es hoch auf die Landstraße Richtung Steinertshaus. Klingt idyllisch, bedeutet aber rund 40 Höhenmeter auf einer Strecke von gerade mal 1,25 Kilometern. Wer jetzt mathematisch mitdenkt, merkt: Beim Rückweg geht es zwar bergab, aber kombiniert mit praller Sonneneinstrahlung und geschmeidigen 30 Grad im Schatten (den es dort kaum gab) war klar: Bestzeiten werden heute definitiv nicht im Saarland geschrieben.

Meine Vereinskollegen Falko, Birgit, Mandy und ich waren uns beim Start einig: Heute geht es rein ums Überleben und den "charakterbildenden Trainingseffekt".

Atmen wird völlig überbewertet

Der Hinweg zum ersten Wendepunkt lief noch verhältnismäßig flüssig. Wer eine blühende Fantasie besitzt, könnte den Rückweg als "Panoramalauf" bezeichnen – schließlich hat man von da oben einen wunderbaren Blick auf die sanft geschwungenen Höhenzüge des Nordsaarlands. Ich persönlich habe von dieser Schönheit der Natur allerdings genau gar nichts mitbekommen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, meine Atmung zu koordinieren, die sich – genau wie letzte Woche – irgendwo am oberen Anschlag festgebissen hatte. Sauerstoff? Mangelware.

Umso "schöner" fühlt sich dann die zweite Runde an. An diesem Punkt schickte ich ein Stoßgebet gen Himmel, dass ich mich nur für die 5-Kilometer-Distanz angemeldet hatte. Die Läuferinnen und Läufer, die zeitgleich auf die 10 Kilometer gestartet sind, taten mir im selben Moment wahnsinnig leid – während mein Respekt für sie ins Unermessliche stieg.

Das Fazit: Hauptsache unter 30!

An der Wende in Steinertshaus war mir die Uhr völlig egal. Mein einziges Ziel war es, den Puls nicht komplett in den roten Bereich zu jagen. Das war es an diesem Tag einfach nicht wert. Am Ende hat es dann doch noch für ein versöhnliches Finish gereicht: Mit 29:39 Minuten blieb der Schnitt unter 6:00 min/km und die magische 30-Minuten-Marke wurde erfolgreich unterboten. Ein kleiner Triumph für die Lunge!

Was bleibt hängen? Ich hoffe inständig für die LLG Wustweiler, dass der Citylauf bald wieder dorthin zurückdarf, wo er hingehört: Mitten ins Dorf. Die Veranstalter machen einen großartigen Job, aber wo gelaufen werden darf, entscheiden am Ende leider andere.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Man vergisst ja vor lauter Hitze fast, auf was für geschichtsträchtigem Asphalt man hier eigentlich unterwegs ist. Unser Citylauf blickt nämlich auf eine verdammt lange Tradition zurück. Er ist der älteste – oder sich zumindest dicht an dicht mit dem Saarbrücker Silvesterlauf um den Thron streitende – Lauf im gesamten Saarland! Bis einschließlich 2006 fand die Veranstaltung noch unter dem Namen Internationaler Saarland Volkslauf direkt in Wustweiler statt. Erst danach zog man weiter in die glorreiche "City" des Dorfes Illingen. Ein echter Klassiker stirbt eben nie, er wechselt nur die Kulisse.

Für mich heißt es jetzt: Beine hochlegen und regenerieren. Nächste Woche steht der Firmenlauf an! Wir sind mit sage und schreibe 100 Arbeitskolleginnen und -kollegen gemeldet – ich freue mich drauf.

Wir sehen uns beim Laufen in Saarbrücken!

#583
5km: 0:29:39 Std. / 80 Höhenmeter


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25.05.26

Südpfalzlauf

Hitze, Hunger und eine Dampfnudel, die keine ist: Unser 6. Südpfalzlauf in Rülzheim

Manche Menschen drehen sich sonntags um 6 Uhr morgens noch einmal gemütlich im Bett um. Jenny und ich? Wir saßen da schon im Auto Richtung Rülzheim. Das Ziel: Der Südpfalzlauf. Der Wetterbericht hatte für diesen Maitag bereits dezente 30 Grad angekündigt – und die Heizung im Auto konnten wir uns dank der hereinbrechenden Hitzewelle auch sparen.

Die Sache mit der Dampfnudel

Weil wir so unchristlich früh dran waren, ergatterten wir tatsächlich einen der ersten Parkplätze direkt an der „Dampfnudel“. Für alle Nicht-Pfälzer: Nein, das ist leider keine fluffige Süßspeise mit Vanillesauce (schade eigentlich, Hunger hatte ich später noch genug). Die Rülzheimer Dampfnudel ist eine Eventhalle, in der die LG Rülzheim die Startnummernausgabe und die Siegerehrung organisiert. Letztere sollte übrigens wohl oder übel ohne uns stattfinden. Dafür stimmte die Tagesform nicht – und seien wir ehrlich: Da standen wir sowieso noch nie auf dem Treppchen.

Zwei Pläne, viel Wald und die saarländische Uhr

Jenny hatte sich die 10 km vorgenommen, um mal wieder ins Wettkampftempo zu kommen – ganz ungezwungen nach Gefühl. Mein eigener Trainingsstand dieses Jahr? Sagen wir es so: Die 20-Kilometer-Marke hatte ich bis dato nur vom Hörensagen gekannt. Also meldete ich mich goldrichtig für den Halbmarathon an. Taktik: Reinfühlen, laufen, durchhalten.

Um 9:00 Uhr fiel für Jenny der Startschuss, 20 Minuten später durfte ich hinterher. Die Strecke verlief zum Glück größtenteils im schattigen Wald: ein Einführungsweg, zwei Waldrunden und wieder zurück.

Die ersten beiden 5-Kilometer-Abschnitte liefen unheimlich perfekt:

Erste 5 km: 31:20 Minuten

Zweite 5 km: 31:21 Minuten
 

Eine Sekunde Differenz! Ich dachte kurz, meine Uhr ist kaputt. Danach forderte die Realität aber ihr Recht. Die Strecke in Rülzheim ist zwar flach, aber die Waldwege und versteckten Wurzeln sind jetzt nicht unbedingt für Formel-1-Geschwindigkeiten gemacht.

Dazu kam das brutale Wetter. Es wurde von Minute zu Minute heißer. Der Lauf war zwar top organisiert und es gab reichlich Wasserstellen, aber feste Nahrung sucht man auf der Strecke vergebens. Kurz vor der letzten Wasserstelle passierte es dann: Mein innerer saarländischer Wecker schlug Alarm. Es war fast Punkt 12 Uhr. Und wenn der Saarländer mittags Hunger bekommt, dann schaltet der Körper auf Notbetrieb.

Ich zog mir also heldenhaft einen halben Riegel rein. Trocken wie Staub, aber mit einem großen Becher Wasser runtergespült, ging es irgendwie. Die letzten drei Kilometer hieß es nur noch: Tempo regulieren und überleben. Die Beine waren gar nicht so das Problem, aber die Kombination aus Hitze und Pollen machte das Atmen im Wald zäh. Wie machen das eigentlich die Profis, ohne zu ersticken?

Das furiose Finale

Kurz vor dem Waldausgang in Richtung der (immer noch ungenießbaren) Dampfnudel wartete Jenny schon auf mich. Und sie hatte allen Grund zu strahlen: Ohne ein einziges Mal auf die Uhr zu schauen, ist sie eine 1:07:53 gelaufen! Das ist ihre persönliche Bestzeit bei all unseren sechs Teilnahmen hier. Die Form für einen schnellen Asphalt-Lauf stimmt also absolut.

Bei mir blieb die Uhr im Ziel bei 2:18:50 stehen.

Fazit und Ausblick

Ehrlich? Damit kann ich super leben! Für den aktuellen Trainingsstand und die Sahara-Temperaturen war das ein absolut solider Trainingslauf.

Der Plan für die nächsten Wochen steht: An den Wochenenden wird jetzt mal wieder ein langer Lauf eingestreut. Dann klappt es im Herbst vielleicht auch wieder mit einem richtig schnellen Halbmarathon – Karlsruhe wäre mal wieder nett! Bis dahin freuen wir uns jetzt erst einmal auf die nächsten gemeinsamen Runden mit unseren Fun Runners.

#582
21,095km: 2:18:50 Std. / 40 Höhenmeter


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09. & 10.05.26

39. Schluchseelauf 2.0

Unser 13. Jubiläum im „Suppenküchen-Klima“

Der Schluchseelauf ist für Jenny und mich nicht einfach nur irgendein Wettkampf im Terminkalender. Er ist ganz persönlich unser Lauf – doch dazu später mehr. Dass die Veranstaltung nach der Pause im letzten Jahr unter neuer Regie der LG Hohenfels als „Schluchseelauf 2.0“ zurückkehrte, war für uns natürlich Grund genug, wieder in den Schwarzwald zu reisen.

Mein „Aufwärmprogramm“ mit Hindernissen

Den Anfang machte ich bereits am Samstag beim neu eingeführten 4,7 km Fun- und Firmenlauf. Die Strecke führte uns direkt durch den Ortskern von Schluchsee und zu Beginn durch den kleinen Park am Wiesengrund. Was auf dem Papier nach einem entspannten „Aufwärmen“ aussah, entpuppte sich als echtes Brett: Die Strecke besticht durch kleine, aber richtig giftige Anstiege, die sofort in die Beine gehen.

Erschwerend kam hinzu, dass Petrus kurz vor dem Start die Schleusen öffnete. Ein einstündiger Platzregen verwandelte die Luft in eine regelrechte Suppenküche. Spätestens nach zwei Kilometern war mir klar: Heute ist kein schnelles Laufen möglich – hier geht es nur noch um das Ankommen im „Dampfbad“. Mit meinen 25:41 Minuten war ich unter diesen Bedingungen zufrieden. Der Kopf war nun frei für den großen Tag am Sonntag.

18,4 Kilometer und ein ganz besonderes Foto

Am Sonntagmorgen ging es dann endlich gemeinsam mit Jenny los. Da für den Hauptlauf über 3.000 Läuferinnen und Läufer angekündigt waren, hatten wir ehrlicherweise etwas Sorge, überhaupt noch einen Parkplatz zu ergattern. Sicher ist sicher: Also standen wir bereits vor 8 Uhr auf dem ersten Parkplatz in der Nähe der Sporthalle und frühstückten erst einmal gemütlich im Auto.

Die Startzeit war erst für 10:15 Uhr angesetzt. Während wir also fröhlich in unserem fahrbaren Frühstückszimmer saßen, mussten wir schmunzelnd feststellen, dass wir uns das frühe Aufstehen auch hätten sparen können: Selbst um 9:30 Uhr waren in Hallennähe noch Parkplätze frei. Aber gut, so hatten wir zumindest keinen Stress!

Dann ging es auf die klassischen 18,4 km einmal rund um den größten Stausee des Schwarzwalds. Wir hatten uns vorgenommen, die Runde in einem gleichmäßigen Tempo zu genießen, was uns mit einer Finisher-Zeit von 2:16:44 Std. auch super gelungen ist. Dabei stellten wir fest: Bei all unseren bisherigen Teilnahmen hatten wir noch nie so gutes Laufwetter wie in diesem Jahr!

Ein kurzer Stopp bei Kilometer 13 musste trotzdem sein. Der Grund ist ganz einfach: Wir haben auf den Tag genau vor 13 Jahren am Schluchsee geheiratet und sind damals wie heute beim Schluchseelauf gestartet.

Ein kurzes Erinnerungsfoto an der Markierung war also Pflicht. Wir erinnerten uns dabei zurück an 2013: Einen Tag nach der Hochzeit liefen wir bei strömendem Regen und Eiseskälte um den See – da war das heutige Wetter fast schon ein Geschenk. Die Fotografin am Streckenrand schüttelte beim Knipsen nur schmunzelnd den Kopf und meinte trocken: „Was man als Läufer halt so macht...“ – Recht hat sie!

Unser Fazit: Ein lachendes und ein weinendes Auge

Insgesamt war dieses Wochenende ein echtes Geschenk. Wir hatten tolle Gastgeber in Breitnau, einer wirklich herrlichen Ecke im Schwarzwald, und konnten einen Lauf um den für uns schönsten Stausee mit unzähligen Erinnerungen genießen.

Dennoch wird uns der Schluchseelauf so schnell wohl nicht mehr sehen. Auch wenn die Organisation grundsätzlich klasse ist und wir einen Start in ferner Zukunft niemals ganz ausschließen würden: Das Preis-Leistungs-Verhältnis steht für uns leider in keinem gesunden Kontrast mehr zum Erlebnis. Das ist extrem schade für diesen wunderschönen Landschaftslauf, aber für uns passt es aktuell einfach nicht mehr zusammen. Dann suchen wir uns lieber einen kleineren Lauf im Schwarzwald.

Trotzdem nehmen wir die schönen Momente mit und freuen uns über ein emotionales Jubiläums-Wochenende!


Ein Besuch im Näbbe Duss ist Pflicht!!!

#580
4,7km: 0:25:42 Std. / 50 Höhenmeter
#581
18,4km: 2:16:46 Std. / 266 Höhenmeter


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Was liest du?

Normalerweise berichten wir hier von unseren Läufen, aber heute möchte ich mal über das Laufen „auf dem Sofa“ schreiben. Ich lese nämlich unheimlich gerne Bücher über unser Hobby – und zwar am liebsten die, die einfach Spaß machen!
Hier stelle ich euch ein paar meiner Favoriten vor. Das sind meistens keine dicken Wälzer, sondern richtig kurzweilige Bücher, die man locker in einem Rutsch durchlesen kann. Oft sind es schon etwas ältere Ausgaben, die es so gar nicht mehr neu im Laden gibt. Aber genau das macht sie so interessant: Es sind kleine Fundstücke, die zeigen, dass die Begeisterung fürs Laufen schon vor Jahren genauso groß war wie heute. Man muss zwar manchmal ein bisschen im Internet gebrauchten Exemplaren stöbern, aber für diese unterhaltsamen Geschichten lohnt sich das jedes Mal!


ISB: 978-3-92211-27-9

In seinem Buch "Nicht immer leichtfüßig – Mein erstes Leben" blickt Manfred Steffny auf seine beeindruckende Karriere als einer der besten deutschen Langstreckenläufer und Olympia-Teilnehmer zurück. Er beschreibt darin nicht nur seinen persönlichen Weg vom Hochleistungssportler zum erfolgreichen Trainer und Publizisten, sondern liefert auch einen spannenden Streifzug durch die Geschichte der modernen Laufbewegung und die Entwicklung der Trainingslehre. Angereichert mit Anekdoten über prominente Wegbegleiter und Einblicken in den Sportjournalismus, ist das Werk sowohl eine Autobiografie als auch eine wertvolle Expertise für Laufbegeisterte.


ISBN: 978-3-95645-294-9

In seinem Buch "Laufend was erlebt – Auf der Suche nach dem besonderen Lauf" nimmt Frank Pachura die Leser mit auf eine humorvolle Reise fernab der klassischen Stadtmarathons. Der leidenschaftliche Ultraläufer beschreibt darin seine Erlebnisse bei außergewöhnlichen Events – vom Marathon unter Tage in einem Salzbergwerk über Läufe in Gefängnissen bis hin zu skurrilen Selbstversuchen, wie etwa der Verpflegung mit Rotwein während eines Rennens. Pachura, der sich selbst als „Laufverrückten“ bezeichnet, teilt dabei nicht nur die Faszination für extreme Distanzen, sondern auch ganz menschliche Probleme wie Magenbeschwerden oder den Kampf mit den eigenen physischen Grenzen.


ISBN: 3-922011-23-3

In seinem Buch "Als 2000-Füßler durch fünf Kontinente" hält Manfred Steffny sein persönliches Laufjahr 2000 fest. Der Titel bezieht sich auf sein Ziel, im Millenniumsjahr insgesamt 2000 Kilometer zu laufen. Er beschreibt darin seine sportlichen Reisen und Begegnungen auf der ganzen Welt und zeigt, wie er das Laufen auf fünf verschiedenen Kontinenten erlebt hat. Es ist ein sehr persönliches Tagebuch, das die Freude an der Bewegung mit der Neugier auf fremde Orte verbindet.

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01.05.26
19. Bärenfels 1. Mai Trail

Der Bärenfels 1. Mai Trail der Familie Feller ist schlichtweg Kult – und wir waren nach einer Pause von stolzen 13 Jahren endlich mal wieder mittendrin. Das Besondere an diesem Lauf ist die totale Freiheit: Ob Laufen, Wandern oder Walken ist völlig egal, auch die Hunde dürfen mit auf die Strecke und am Ende wartet auf jeden Teilnehmer eine von Andrea Feller handgemalte Urkunde. Ein echtes Unikat eben.

Gemeinsam mit etlichen anderen LClern warteten wir geduldig auf den Start, der am Bärenfels traditionell eher als grobe Ansage zu verstehen ist. Wer hier startet, muss Zeit und Gelassenheit mitbringen, denn der familiäre Rahmen steht über der Stoppuhr. Robert füllte die Zeit bis zum Loslaufen mit einer humorvollen Ansprache, und sein Hinweis, dass man die Richtungspfeile im Wald gern mal übersieht, machte uns nur kurz stutzig.

Die Strecke fackelte nicht lange: Auf den ersten drei Kilometern Richtung Bärenhöhle ging es fast nur bergauf. Die Steigungen waren teilweise so knackig, dass unsere Uhren einen Schnitt von 15 Minuten pro Kilometer anzeigten. Jenny hat diese Passagen jedoch mit Bravour gemeistert, während ich die Kamera für ein paar Schnappschüsse der tollen Fernblicke in die Pfalz und den Hunsrück nutzte.

Ein besonderes Highlight war die Streckenführung, die immer wieder Teile des Heiligabendlaufs kreuzte. Während bei mir im Mai direkt die Vorfreude auf Weihnachten aufkam, war Jennys Empfangsbereitschaft für solche Reize eher gering – sie war voll und ganz mit dem Berg beschäftigt. Nach 1:39:22 Stunden erreichten wir schließlich die Zielwiese, standesgemäß empfangen von den Klängen der Rolling Stones.

Als Belohnung gab es die obligatorische Packung Haribo und ein beeindruckendes Ergebnis: Jenny sicherte sich den 8. Platz im Gesamtranking der Frauen. Für uns war dieser Ausflug die perfekte Generalprobe für die 18 Kilometer beim Schluchseelauf in der nächsten Woche.

Ein herzliches Dankeschön an die Familie Feller für die tolle Organisation! Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Heiligabendlauf – eigentlich stehen nur noch der Sommer und der Herbst zwischen uns und dem nächsten Bärenfels-Abenteuer.

#579
11km: 1:39:23 Std. / 350 Höhenmeter

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26.04.26
18. Globus Marathon St. Wendel

Heimspiel mit Überlänge: Mein Doppelpack beim Globus Marathon

Der Globus Marathon in St. Wendel ist für uns als Lauf-Club natürlich ein absolutes Heimspiel. Diesmal startete ich allerdings im „Single-Modus“, da meine bessere Hälfte Jenny erst am Mittag zur moralischen Unterstützung dazustieß. Der Plan für den Tag: Einmal 10 Kilometer zum Wachwerden und am Mittag noch der 5er als Zugabe. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Pünktlich um 9 Uhr ging es bei Kaiserwetter los. Mein Vorhaben, für Dennis den Tempomacher zu spielen, hatte sich eigentlich schon vor Wochen erledigt. Dennis kam Anfang des Jahres in unseren Einsteigerkurs und hat seitdem eine Entwicklung hingelegt, die mich fast ein bisschen sprachlos macht. Nach vier Monaten Training muss ich mittlerweile eher froh sein, dass er überhaupt noch mit mir zusammen an der Startlinie stehen will, ohne mich mitleidig anzulächeln.

Zum Glück war Daniela dabei. Als erfahrene Läuferin gab sie das Tempo vor, was ihr aber nach nicht mal zwei Kilometern schon zu gemütlich wurde. Dennis hängte sich kurzerhand an ihre Fersen und die beiden rauschten davon, während ich meine eigene Standortbestimmung suchte. Meine Beine sortierten sich irgendwo zwischen 5:30 und 5:37 Minuten pro Kilometer ein. Bis zum Wendepunkt in Urweiler lief es wie geschmiert, danach Richtung Bliesen wurde es an den kleinen „Buckeln“ der Strecke doch etwas zäher.

Bei exakt 10 Kilometern blieb die Uhr bei 56:30 Minuten stehen – Saisonbestzeit! Eigentlich ein Grund zum Feiern, wäre da nicht die kreative Streckenführung der Organisatoren gewesen. Die 100 Meter „Bonus“, die die Strecke zu lang war, kosteten mich die 56er-Zeit. Dank der genialen Stimmung in der Bahnhofstraße rettete ich mich aber mit einer Punktlandung nach genau 56:59 Minuten ins Ziel.

Die Zeit bis zum zweiten Start verging wie im Flug. In St. Wendel trifft man an jeder Ecke bekannte Gesichter, man quatscht, lacht und fachsimpelt. Schließlich zog ich mich mit Katja und Jenny in ein Café zurück, um der prallen Mittagssonne zu entfliehen. Wir waren so vertieft in unsere Gespräche, dass wir vor lauter „Schwätzen“ fast den Start des 5-Kilometer-Laufs verpasst hätten.

Mit leicht verbogenen Beinen und einer gewissen Grundspannung schleppte ich mich erneut an die Linie. Doch Überraschung: Der Motor sprang sofort wieder an! Mit einem Schnitt von knapp unter 6 Minuten pro Kilometer rollte es erstaunlich locker. Dass die 5-Kilometer-Strecke am Ende eher ein 5,5-Kilometer-Ausflug war, nahm ich mit Humor – in St. Wendel bekommt man eben einfach mehr für sein Startgeld. Mit 32:48 Minuten auf der Uhr und zwei gefinishten Läufen in den Knochen war ich am Ende mehr als zufrieden.

Ein toller Tag mit einer super Truppe vom LC.

Hier die Fotos von unserem Kurzurlaub in Pleisweiler bei Bad Bergzabern: 

 
Pfälzerwald

Wandern in Dörrenbach/Pfalz

Wandern 2

Die Belohnung

Klingenmünster

Im Pfälzerwald

Marathon St. Wendel

#577
10km: 0:56:59 Std. / 41 Höhenmeter
#578
5,5km: 0:32:48 Std. / 22 Höhenmeter

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17.04.26
36. Int. Volkslauf Rund um den Ohmbachsee

Treppen-Drama und Kuchen-Trost: Mein Ausflug zum Ohmbachsee

Am Freitagabend hieß es für mich: Ab nach Brücken zum 36. Int. Volkslauf „Rund um den Ohmbachsee“. Eigentlich bin ich ja eher Team „Frühläufer“, aber für die Pfälzer Gemütlichkeit macht man ja mal eine Ausnahme – auch wenn sich mein Körper beim Start am späten Abend kurz fragte, ob wir nicht eigentlich auf die Couch gehören.

Da ich aktuell an einem „flotten Zehner“ bastle (die Betonung liegt auf flott, die Realität noch auf Suche), entschied ich mich für die 5 km. Spoiler vorab: Die Schnelligkeit hat sich erfolgreich vor mir versteckt. Das wurde spätestens an der berüchtigten Treppenpassage klar. Während andere da vielleicht hochschweben, habe ich mich eher im Modus „alpines Wandern“ hochgearbeitet. Laufen? Bei meinem Leistungsniveau an dieser Stelle eher ein Gerücht.

Bis zur Treppe lief es mit einem Schnitt von knapp unter 5:30 min/km eigentlich solide, wenn auch deutlich gemütlicher als bei meiner letzten Teilnahme. Vielleicht lag es auch am dichten Gedränge in der Startstraße – gefühlt wollte die halbe Pfalz gleichzeitig losstürmen. Trotz brennender Lungen habe ich den Rest der Strecke dann aber ähnlich durchgezogen wie vor drei Jahren. Das Ergebnis: Mit 27:28 Min. fast eine Minute langsamer als 2023. Aber hey, Bestzeiten werden überbewertet, wenn das Ziel ein Kuchenbuffet ist!

Besonders gefreut hat mich, dass Alex vom Lauf-Club dabei war. Gemeinsam haben wir nach dem Duschen die Speicher in der Halle fachgerecht mit Kuchen aufgefüllt. Man muss die Form schließlich dort suchen, wo sie am wahrscheinlichsten liegt: in der Nähe von Kohlenhydraten.

Fazit: Ein herrlich stressfreier Volkslauf, wie man ihn in der Pfalz liebt. Ich nehme die Zeit jetzt einfach mal so hin, wie sie ist – die Form hat ja noch ein bisschen Zeit, mich bis zum nächsten 10er zu finden.

Nächstes Wochenende wird es dann ernst (und hoffentlich weniger treppenlastig): Heimspiel in St. Wendel beim Globus Marathon! Mit jeder Menge LCler im Schlepptau kann das eigentlich nur gut werden. Ich freue mich drauf! 

#576
5km: 0:27:28 Std. / 70 Höhenmeter

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12.04.26
1. Talsperre Nonnweiler Panoramalauf

Die Primstalsperre im nördlichen Saarland gehört definitiv zu unseren Lieblingsrevieren. Besonders im Herbst, wenn das Laub bunt leuchtet, drehen wir dort gerne unsere Runden. Doch auch ohne buntes Laub lockte uns an diesem Wochenende die Strecke, denn ein alter Klassiker feierte quasi Premiere.

Nachdem der vertraute Panoramalauf zwischen Bostalsee und Primstalsperre leider Geschichte ist, gibt es nun eine tolle Alternative: den 1. Talsperre Nonnweiler Panoramalauf. Da es heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist, dass solche Läufe überhaupt noch organisiert werden, waren wir vom Lauf-Club natürlich direkt mit einer kleinen Truppe am Start.

Birgit, Jenny und ich waren uns schnell einig: Die 10 Kilometer sollten es sein. Den angebotenen Halbmarathon haben wir dankend abgelehnt – und was war das für eine weise Entscheidung! Schon der Start an der Hunnenringhalle hatte es in sich. Wenn es gefühlt erst mal zwei Kilometer nur bergauf zum Sportplatz geht, weiß man direkt, was die Stunde geschlagen hat. Mein Motto für den Tag: Laufen nach Gefühl.

Bergab zur Talsperre lief es dann wie geschmiert, mein schnellster Kilometer mit 5:16 Minuten war das absolute Tageshighlight. Danach wurde es allerdings eher zum Durchbeißen. Am Züscher Hammer, einem eigentlich sehr idyllischen Industriedenkmal, fühlten sich die Beine dann auch passend zum Thema eisenhart an. Es sollten Kilometerabschnitte in nur noch knapp unter 6 Minuten folgen. Der Rückweg war eine echte Kraftausdauereinheit, vor allem als bei Kilometer 8,2 noch einmal der Anstieg zum Sportplatz wartete. Dass die Strecke am Ende stolze 10,5 Kilometer lang war, nahm ich es sportlich. Nach gut 61 Minuten blieb die Uhr stehen. Im Feld der 110 Teilnehmer landete ich damit in der ersten Hälfte – gar nicht mal so übel für eine "längere" Kurzstrecke.

Birgit und Jenny hielten wacker durch und kamen nach 74 Minuten ins Ziel. Als Vorbereitung für den Schluchseelauf im Mai war das eine ordentliche Einheit. Die anschließende Kucheneinheit in der Halle war zwar weniger gut für die Ausdauer, dafür aber hervorragend für die Gemeinschaft im Team.

#575
10km: 1:01:39 Std. / 140 Höhenmeter

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14. & 15.03.26
28. Nanstein Berglauf & 34. Naheland-Lauf

Manchmal läuft alles nach Plan, obwohl man vielleicht im Vorfeld skeptisch ist. Skepsis war angebracht, ob der Saisoneinstieg von Jenny gelingt, denn die letzten Wochen waren trainingstechnisch nur so halb gut. Deshalb gingen wir den Nanstein Berglauf gemeinsam an. Es ist einer unserer Lieblingsläufe in der erweiterten Region, wenn man so will. Der Lauf ist leicht erklärt. Er hat grob gesagt 3 Anstiege und 2 Bergabpassagen. Vor 14 Tagen sind wir die Strecke schon einmal abgelaufen. Der Lauf selbst hat nur knapp 300 Höhenmeter, bei einer Streckenlänge von 7,1km. Es ist somit ein eher schneller Berglauf.

Vom Start weg lief Jenny sehr konstant. Man merkte schon beim ersten Anstieg, dass heute was geht. Obwohl der Boden eher tief war nach dem Regen in dieser Woche. Hinzu kommt ein Kälteeinbruch. Wir haben ja noch immer erst Mitte März. Der Landstuhler Wald hielt zumindest den Wind etwas ab. Bergab konnte Jenny ein richtig schnelles Tempo anschlagen, was mich sogar auf Distanz brachte, ich wollte für den Sonntag, an dem ich noch einen 10er laufen will, nicht schon unter 5:00 Min./km laufen. Bergauf konnte ich dann wieder auflaufen, um Jenny etwas zu ziehen. Dies gelang so gut, dass wir nach 53:00 Minuten die beste Zeit seit über 11 Jahren beim Nanstein Berglauf erzielten. Auf dieser Form scheint in diesem Jahr noch einiges möglich zu sein.

Nun musste ich nachziehen, obwohl wir den Erfolg bei einem schönen Abendessen im „Journal“ bereits am Samstagabend feierten.

Am frühen Sonntagmorgen machte ich mich auf den Weg nach Bad Kreuznach. Beim Naheland-Lauf wollte ich sehen wo ich stehe. Waren es im Dezember doch nur noch eine hohe 57 über 10km. Der Ausgang war komplett offen, denn ein wirkliches Tempotraining war noch nicht möglich.

In Bad Kreuznach angekommen musste ich mich erst einmal durch den Stau kämpfen und einen Parkplatz finden. Im Salinental war verkehrstechnisch echt Chaos angesagt. Was unter anderem an einem sehr hohen Teilnehmerfeld lag. Obwohl das Salinental, eine große Parkanlage in Bad Kreuznach, wirklich groß ist, gab es gefühlt kaum Parkplätze. Am Ende parkte ich in einem verbotenen Parkbereich, was mir zumindest vom Kopf her die Einstellung gab heute schnell laufen zu müssen. Je kürzer ich dort parke, desto geringer das Risiko.


Ebenfalls am Start war Jürgen, unser Dauerstarter im Verein. Seine immer positiv gestimmte Art steckte wieder an und ließ den Anfahrtsstress vergessen. Selbst die überfüllten Lauffelder, die gerade auf den ersten beiden Kilometern das Laufen erschwerten, waren mir egal. Viel mehr fand ich die Landschaft um Bad Kreuznach erstaunlich. Die Felsenlandschaft wechselt sich mit dem Flußlauf der Nahe ab. Im eigentlichen Park befinden sich gigantische Gradierwerke, die ein gesundes Meeresklima erzeugen sollen. Wenn man so will läuft man permanent durch Meeresluft.

Zumindest wurde meine Luft nicht weniger. Selbst der 2 Rundenkurs empfand ich durch die Parkanlage sehr kurzweilig. Alle Kilometerabschnitte konnte ich zwischen 5:30 Min./km bis 5:45 Min./km durchziehen. Im Vergleich zum Dezember also eine gute Verbesserung. Am Ende blieb eine Nettolaufzeit von 56:48 Minuten. Eine Zeit, auf die sich aufbauen lässt. So 2 bis 3 Minuten könnte ich mich bis in den Sommer noch verbessern. So zumindest der Plan, welcher für Jenny und mich an diesem Wochenende aufging. 

#573
7,1km: 0:53:03 Std. / 300 Höhenmeter
#574
10km: 0:56:48 Std. / 35 Höhenmeter

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07.03.26
61. Eduard Steiner Crosslauf

Der Frühjahrs-Laufkurs ist erfolgreich abgeschlossen. Nun ist es Zeit für den eigenen Formaufbau. Die Standortbestimmung hierzu ist am nächsten Wochenende. Beim Nahelandlauf in Bad Kreuznach möchte ich über 10km schauen wo ich stehe. An diesem Samstagmittag ging es ganz in die Nähe von Bad Kreuznach, denn in Hahnenbach bei Kirn wurde der bereits 61. und somit älteste Crosslauf der Region ausgetragen.

Crosslauf ist relativ, denn die Strecke ist zwar schwer mit ihrem langen Anstieg, doch läuft man zu großen Teilen auf Asphalt. Nur das Bergablaufen findet in der Regel auf Wiesen-und Waldböden statt. Zudem war die Strecke am Samstag gut zu laufen durch die vorangegangenen trockenen Tage. Das Wetter selbst war bei 17°C und Sonnenschein ideal zum Laufen.

Mit meinem Doppelstart erhoffe ich mir einen ordentlichen Kraft-/Ausdauer-Booster für den 10er nächste Woche. Da ich in Coronazeiten schon zwei Mal in Hahnenbach war, wusste ich was auf mich zukommt. Trotzdem war ich mir nicht ganz sicher, ob ich wegen den wenigen Laufkilometern beide Distanzen finishen kann. So ging ich die Mittelstrecke über 3,8km eher verhalten an. Zumal man im Anstieg startet. Leider habe ich wegen der langen Anfahrt das Warmlaufen vernachlässigt, was mir sofort eine leichte Verkrampfung im Oberkörper beschwerte. Nach ca. 600m war der erste Anstieg zu Ende, was gleichzeitig mit einem Lockerwerden im Oberkörper verbunden war. So konnte ich das Bergabstück richtig flott laufen. Auch beim Einlauf nach Hahnenbach fühlten sich die Beine gut an. So ging es in die zweite Steigung nach Kilometer 2. Gleichmäßig zog ich die nun 800m den Berg hinauf, um auf dem Wiesenstück wieder anziehen zu können. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie gut die Mittelstrecke bis dahin ablief. Das letzte Stück durch den Ort zum Ziel am Rathaus verlief ebenfalls problemlos. Mit einer Zeit von 22:42 Minuten bin ich voll zufrieden, gerade weil mir die Wettkampfhärte fehlt bzw. heute das Ziel war diese aufzubauen.

Das Rathaus hinter dem Zielbereich, welches an der historischen Fußgängerbrücke liegt, ist das Streckenhighlight. Die Startpunkte sind alle versetzt. Das beginnt schon bei den Schülerläufen. Die Langstrecke von 7,8km liegt am Ortsrand und man läuft zuerst bis zum Rathaus und dort eine kleine Wende auf einem Wiesenstück. Dieses liegt hinter dem Rathaus. Somit kommt man am Ende auf eine länger Strecke und muss “nur“ drei Mal den langen Anstieg bewältigen. Bei diesem Unterfangen kann ich schon gleich vornweg nehmen, dass es ein ganz einsames Rennen für mich wurde. Vor mir und hinter mir war nichts mehr zu machen. Als Doppelstarter interessierte mich auf dem 3 Rundenkurs auch nur das Finishen in halbwegs zügigem Tempo. Schon nach der ersten Runde war mir klar, wenn ich mich nicht verletze, klappt das Finishen heute wieder, denn durch das viele Alternativtraining konnte ich zwar kein Lauftempo gewinnen, aber ich laufe sehr stabil, mit viel Kraft. Das gibt eine gutes Selbstvertrauen um die Form jetzt aufzubauen. Was am Ende der Zehner ist, bei dem ich die Jahresbestzeit für mich laufen will, weiß ich noch nicht. Das mache ich von meinem Testlauf nächste Woche abhängig.

Doch zurück zum Crosslauf von Hahnenbach. Der zweite und dritte Anstieg fielen natürlich jeweils schwerer aus, doch konnte ich genau wie bei der Mittelstrecke flüssig durchlaufen und bergab beschleunigen. Es blieb beim Zieleinlauf bei einem sicheren 6er Schnitt, was eine Endzeit von 50:15 Min. ergab. Spinnerei eines Läufers, erster Gedanke im Ziel…die 16 Sekunden hätte ich noch rauslaufen können. Stimmt, denn die Mittelstrecke war anstrengend, jedoch nicht am Limit. Ziel erreicht! Wir sehen uns beim Laufen an der Nahe nächste Woche…

#571
3,8km: 0:23:34 Std. / 79 Höhenmeter
#572
7,8km: 0:50:15 Std. / 180 Höhenmeter

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21. & 22.02.26
3. Margarethe Naumann Crosslauf & 17. Ferraro Gutsweiherlauf

Wiedereinstieg mit einem Doppelstart. Zuerst ging es mit Hanna zum Crosslauf nach Algenrodt. Der Margarethe Naumann Crosslauf ist Bestandteil der Nahe-Crosslaufserie. Für mich die ideale Kraft-/Ausdauereinheit für den eigentlichen Einstieg in die neue Laufsaison. So zumindest der Plan, denn bis heute war es eher schwierig qualifiziert zu trainieren. Seit Januar galt es unseren LC-Laufkurs und die anderen Trainingseinheiten des Vereins mit zu koordinieren.

Im Gegensatz zu früheren Starts bei der Crosslaufserie verzichtete ich auf einen Doppelstart, denn die 5,4km auf der Mittelstrecke deuteten schon auf eine gewisse Schwierigkeit hin, was sich gleich beim Eintreffen in Algenrodt, was übrigens bei Idar-Oberstein liegt, bestätigte. Der komplette Sportplatz, der als Start-/Zielgelände fungierte, stand bei den vielen Niederschlägen ordentlich unter Wasser. Auf der Zweirundenstrecke konnte dies nicht viel anders sein. Hinzu kommt, dass Algenrodt auf einer Anhöhe liegt, von daher war mit ordentlich Höhenmetern zu rechnen.

Einen Crosslauf dieser Art habe ich bisher noch nicht erlebt. Den Streckencharakter würde ich als eine Mischung aus Trail-/Wald-/Berglauf bezeichnen. Das Einzige was hier auf einen Cross hindeutet waren die Matschpassagen und die Rundstrecke. Was aber nicht schlecht war, denn den Trainingszweck erfüllte der Lauf. Der letzte Kilometer hatte einen Höhenzunahme von fast 80 Höhenmeter pro Runde(!). Somit kamen wir am Ende auf etwas weniger als die angegebenen 5,4km, dafür standen über 160 Höhenmeter auf der Uhr.

Machen wir es kurz zum Schluss. Nach 36:52 Minuten endete ein richtig anspruchsvoller Crosslauf für mich. Dank der Nichtteilnahme weiterer Läufer sprang sogar Platz 3 in meiner Altersklasse heraus. Hanna folgte rund eineinhalb Minuten später mit ihrem Zieleinlauf. Ich selbst war etwas überrascht, wie viel Kraft ich in den Beinen hatte. Zwar fehlt etwas qualifiziertes Training, doch die lange und steile Bergaufpassage konnte ich im großen und ganzen sehr gut durchlaufen, was nur den wenigsten gelang.

Ganz nette Geschichte am Rande, wie eben erwähnt liegt Algenrodt auf einer Anhöhe. Ich vermute aufgrund der Thermik trafen sich während des gesamten Crosslaufes über dem Ort ziehende Kranich-Gruppen. Sie vereinten sich und flogen dann in V-Form in Richtung Norden. Entweder haben sie sich beim Sammeln über uns kaputt gelacht oder sie feuerten uns mit ihrem Tröten an. Ein schönes Naturschauspiel, was uns bei einem harten Cross begleitete. So ähnlich hatten wir das einmal beim Rursee-Marathon vor wenigen Jahren.

Ein Tag später folgte das Highlight des Wochenendes. Unser Laufkurs, der am 3. Januar startete, ging beim 17. Ferraro Gutsweiherlauf auf der 5km-Jedermannsstrecke an den Start. Hier hatte ich den Job des Begleiters. Auf einer ähnlich tiefen Strecke wie am Vortag in der Pfalz ging es durch den Wald am Furpacher Gutsweiher. Von der Topographie einfach gestaltet ging es bis zu Streckenhälfte den Berg hinauf und dann wieder zurück zum Ziel am Weiher.

Klingt einfach, für einen Laufkurs jedoch eine ordentliche Herausforderung. Nachdem jeder seinen Laufpartner bzw. Laufpartnerin gefunden hatte, ging ich das Berganlaufen mit Heike an. Heike hat ein sehr gutes Laufgefühl und teilte sich mit einem 9er Schnitt richtig gut ein. Hier musste ich zu keiner Sekunde eingreifen. Vielleicht nur etwas reden, damit die Zeit etwas schneller vergeht. Oben angekommen zog sie ein, zwei Mal Luft und zog das Tempo flüssig bis ins Ziel an. Genauso wie mir ging es auch den anderen Betreuer/innen. Ein so disziplinierter Laufkurs ist wirklich ein Geschenk.

Wer den kompletten Rennbericht zum Gutsweiherlauf nachlesen möchte, kann dies unter lcfru.de tun. Heute steht der Fokus aber auf unseren neuen Fun Runnern  Heike, Katja, Dennis, Kevin, Désireé, Danijela und Silvia den Weg zu uns gefunden haben.

#569
5,4km: 0:36:52 Std. / 160 Höhenmeter
#570
5km: 0:41:03 Std. / 80 Höhenmeter

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18.01.26
18. Kaltenstein - Crosslauf

Die Crosslaufveranstaltungen im Saarland sind in den letzten 15 Jahren auf ein Minimum zusammen geschrumpft. Im aktuellen Frühjahr ist es nur noch der Kaltenstein – Cross der LTF Theeltal.

Zusammen mit Nick war der Plan, dass wir heute eine Kraftausdauer- und Koordinationseinheit auf der Mittelstrecke durchziehen. Hierbei gilt es 3 Runden durch den Lebacher Wald zu meistern. Auf jeder Runde ist ein giftiger Anstieg, der zum Teil auf Waldwegen und zum Teil auf Crosspfaden durch das Unterholz geht, zu meistern.

Leider gehen auch in Lebach die Teilnehmerzahlen zurück, dabei gibt sich der LTF Theeltal alle Mühe ein ordentliches Crossflair zu zaubern.  

Nick und ich gehen im kleinen Teilnehmerfeld von nur 28 Startern den Lauf vom Ende aus an. Spätestens nach der ersten Runde verteilt sich das Feld auf die Plätze, die am Ende herausspringen. Wenn man sich auf der ersten Runde die Bergab-Passage einprägt, dann kann man auf Runde 2 und 3 den Berg hinab etwas beschleunigen. Ob uns dies gelungen ist, kann ich nicht genau sagen, dann ich habe heute beim 568. Wettkampf zum dritten Mal die Laufuhr vergessen. Wie kann so etwas passieren? Auf der anderen Seite muss ich sagen, mein Laufgefühl war sehr gut. Es tat nichts weh und bei den kniffligen Passagen lief ich trittsicher durch. Für Nick war es nach 39:47 Min. ein etwas weniger anstrengender Crosslauf. Mein Patenkind hat mich seit dem letzten Sommer wieder deutlich von der Form her überholt. Da sieht man wie schnell sich gezieltes Training auswirkt, beim Firmenlauf in Saarbrücken hatte ich ihn noch deutlich im Griff.

Wahrscheinlich sehen wir uns jetzt erst wieder beim Laufen in der Pfalz, genauer beim finalen Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie über 20km.

 

#568
6km: 0:39:49 Std. / 180 Höhenmeter

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11.01.26
42. Rheinzaberner Winterlaufserie

Am Sonntag stand der 2. Teil der Winterlaufserie von Rheinzabern an. Es ging wieder gemeinsam mit Jenny, Sabrina und mir in die Südpfalz. Im Gegensatz zu unseren Breitengraden lag dort nur Schnee auf den Höhenlagen, weshalb wir eine sehr gut zu belaufende Strecke vorfanden.

Die liebe Jenny setzte heute aus, da sie ihren 15er schon in Werl eintütete und heute nichts riskieren wollte. Was die beste Entscheidung des Tages war, denn es war ungemütlich kalt beim 2. Lauf der Winterlaufserie über 15km. Beim 20er im Februar laufen wir dann wieder zu dritt.

Mit Sabrina lief ich nach dem Startschuss nur die ersten 2km. Dann musste ich sie wegschicken, denn sie ist aktuell viel schneller als ich. Gleichzeitig wollte ich den Lauf als eine Art Schwellentraining nutzen. Meine Schwelle liegt aktuell wohl nur knapp unter 6:00 Min./km. Bis Kilometer 8 bediene ich dieses Vorhaben perfekt. Bis Kilometer 10 muss ich dann etwas dagegenhalten, damit ich in exakt 59 Minuten durchgehe.

Von nun an wäre auslaufen angesagt. Mit immer um die 6:10 Min./km gelingt es mir trotz der Kälte gut durchzulaufen und nach 1:29:35 Std. ist der 2. Lauf von Rheinzabern für mich in einer zufriedenstellenden Zeit vorbei. Es bringt nichts an vor Jahren erzielten Zeiten zu hängen, wenn die Form nicht da ist und man zum Ende des letzten Jahres nur wenig Trainingskilometer laufen konnte. Umso mehr freut mich die heutige Zeit.

Die Zeit von Sabrina schlägt dann dem Fass den Boden aus, denn unsere schnelle Fun Runnerin beendete, nachdem sie 2 Kilometer am Start mit mir mitgejoggt ist, nach 1:23:26 Std. Dies ist 9(!) Minuten schneller als im letzten Jahr. Was ein halbes Jahr Training in unserer Gruppe 1 des Lauftreffs mit den schnellen Jungs so ausmacht! Mal schauen, wie ich mein Training bis zum 20km-Lauf im Februar optimieren kann. Stand heute wäre die reine Hochrechnungszeit zwischen 2:02 bis 2:05 Std.

Warten wir mal ab, viel mehr freut mich aktuell die Situation in unserem neuen Lauf-Club. Schaut doch gerne mal unter lcfru.de rein. Seit dem 3.1. Januar bieten wir nun unser volles Programm an Trainingsmöglichkeiten an.

#567
15km: 1:29:35 Std. / 55 Höhenmeter

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31.12.2025 & 03.01.26
44. & 35. Silverterlauf

Kaum zu glauben, aber unsere letzte Teilnahme beim deutschen Silvesterlauf-Klassiker von Werl nach Soest liegt schon 8 Jahre zurück. Zuvor waren wir sehr regelmäßig in Nordrhein-Westfahlen zum größten Silvesterlauf von  Deutschland. In der Regel laufen, walken und wandern bei diesem Lauf ca. 7.000 Menschen gemeinsamt zum Jahresende.

Der Hauptlauf hat die leider nur noch sehr selten gelaufene Distanz von 15km. Gelaufen wird über die ehemalige Bundesstraße 1 von Werl nach Soest. Die Strecke ist leicht wellig und verläuft durch die Orte Westönnen, Ostönnen und Ampen nach Soest. In Soest läuft man einen kleinen Schlenker im Außenbezirk, ehe es dann zum finalen Zieleinlauf auf dem mit Zuschauern dicht gedrängten Marktplatz kommt. Im Startort Werl und den Vororten stimmen die vielen Zuschauer sich mit Silvesterpartys auf den bevorstehenden Jahreswechsel ein. Wir hatten etwas Bedenken, dass die Stimmung nach Corona nicht mehr so ist wie wir sie zuletzt 2017 erleben durften. Doch waren die Bedenken unbegründet. Im Gegenteil! Wir hatten den Eindruck, dass sogar noch weitere Stimmungsnester hinzu gekommen sind. Gerade Stadtauswärts von Werl war die Hölle los.

Die  Hölle war der eiskalte Wind, der uns schon bei der Anfahrt zum Startort zusetzte. Aus diesem Grund blieben wir bis zum Startschuss in der Stadthalle, um möglichst lange warm zu bleiben. Die Startzeremonie im Startblock ist ebenfalls immer noch mitreißend. Der Moderator heizt die Stimmung ordentlich an, um uns mit den Worten “Wir sehen uns in 365 Tagen beim 45. Silvesterlauf“ auf die Strecke zu verabschieden. Zu diesem Zeitpunkt standen noch exakt 1:41:35 Stunden laufen bevor.

Die Kilometer 1 bis 3 nutzen wir um weiterhin die positive Stimmung zu genießen und erst einmal warm zu werden, was erstaunlich gut gelang. Dieser Lauf ist etwas besonderes für uns, weshalb wir ihn gemeinsam laufen wollten. Die nächsten Kilometer rollten unter dem Beifall des Publikums dahin. Zwischen den Ortschaften war genug Zeit um sich wieder zu ordnen.

Am Ende hatte Jenny sogar die Kraft, sich einfach anzuhängen. Ich beschleunigte das Tempo auf den letzten 3 Kilometern in Richtung 6:10 Min./km. Das ständige Überholen beflügelte meine Lauffrau und so stand im Ziel die bereits erwähnt tolle Zeit von 1:41:35! So ein Jahresausklang haben wir uns gewünscht. Ein Glück, dass unsere Unterkunft im Zielort so schnell zu erreichen war, denn schon nach wenigen Minuten kühlte der Wind wieder extrem aus.

 

35. Mitlosheimer Silvesterlauf

Wirklich Zeit für eine Laufpause zwischen den Jahren gab es nicht. Was auch nicht schlimm war, denn in den Monaten Oktober bis Dezember hatte ich meinen Laufumsatz so sehr wie seit 20 Jahren nicht mehr zurückgefahren.

Nachdem wir am Morgen unsere Laufkursteilnehmer/innen in Urexweiler begrüßten bzw. mit ihnen die erste Trainingsrunde im Urexweiler Wald durchzogen, ging es gemeinsam mit Nick nach Mitlosheim zum Silvesterlauf. Ebenfalls mit dabei für den LC Fun Run war Dieter. Auch in Mitlosheim hatte keiner wirklich Lust auf die Kälte, weshalb wir wieder in den Veranstaltungsräumen bis kurz vor dem Start abhingen.

Danach ging es jedoch in eine schöne Winterlandschaft um Mitlosheim. Die Strecke hat hier 7,3km. Vom Prinzip her läuft man aus Mitlosheim hinaus in Wald und Flur bis zur Streckenhälfte und dann wieder zurück. Bei der geschlossenen Schneedecke über 7,3km glich die Strecke heute eher einem harten Schnee-Crosslauf.

Bei mir waren schon nach dem Anstieg bis zum Fischweiher alle Körner verbraucht. So machte ich mir keine Illusionen. Ich verbuchte nach 4km den Lauf als sehr gute Kraftausdauereinheit und lief dann zum Ziel sehr kontrolliert den Berg hinab zurück nach Mitlosheim. Zudem wollte ich den Muskel-Sehnenapparat nicht zu sehr reizen, denn zur Monatsmitte würde ich gerne noch einen klassischen Crosslauf absolvieren. Am Ende standen auf der Zieluhr 45:47 Minuten für mich. Dies ist genau eine Minute pro Kilometer langsamer als im letzten Jahr. Beim Laufen auf Schnee kann ich damit sogar noch gut leben. Nick mit 43:37 Min. und Dieter mit 41:50 Min. waren ein gutes Stück schneller, was ich beiden gönne.

Nach einem ordentlichen Stück Kuchen ging es dann zurück nach Hause, wo für die nächste Woche weiterhin Schnee angesagt ist, das mich sehr freut.

 


#565
15km: 1:41:35 Std. / 40 Höhenmeter

#566
7,3km: 0:45:47 Std. / 139 Höhenmeter

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31.12.2025 & 03.01.26
44. & 35. Silverterlauf

Kaum zu glauben, aber unsere letzte Teilnahme beim deutschen Silvesterlauf-Klassiker von Werl nach Soest liegt schon 8 Jahre zurück. Zuvor waren wir sehr regelmäßig in Nordrhein-Westfahlen zum größten Silvesterlauf von  Deutschland. In der Regel laufen, walken und wandern bei diesem Lauf ca. 7.000 Menschen gemeinsamt zum Jahresende.

Der Hauptlauf hat die leider nur noch sehr selten gelaufene Distanz von 15km. Gelaufen wird über die ehemalige Bundesstraße 1 von Werl nach Soest. Die Strecke ist leicht wellig und verläuft durch die Orte Westönnen, Ostönnen und Ampen nach Soest. In Soest läuft man einen kleinen Schlenker im Außenbezirk, ehe es dann zum finalen Zieleinlauf auf dem mit Zuschauern dicht gedrängten Marktplatz kommt. Im Startort Werl und den Vororten stimmen die vielen Zuschauer sich mit Silvesterpartys auf den bevorstehenden Jahreswechsel ein. Wir hatten etwas Bedenken, dass die Stimmung nach Corona nicht mehr so ist wie wir sie zuletzt 2017 erleben durften. Doch waren die Bedenken unbegründet. Im Gegenteil! Wir hatten den Eindruck, dass sogar noch weitere Stimmungsnester hinzu gekommen sind. Gerade Stadtauswärts von Werl war die Hölle los.

Die  Hölle war der eiskalte Wind, der uns schon bei der Anfahrt zum Startort zusetzte. Aus diesem Grund blieben wir bis zum Startschuss in der Stadthalle, um möglichst lange warm zu bleiben. Die Startzeremonie im Startblock ist ebenfalls immer noch mitreißend. Der Moderator heizt die Stimmung ordentlich an, um uns mit den Worten “Wir sehen uns in 365 Tagen beim 45. Silvesterlauf“ auf die Strecke zu verabschieden. Zu diesem Zeitpunkt standen noch exakt 1:41:35 Stunden laufen bevor.

Die Kilometer 1 bis 3 nutzen wir um weiterhin die positive Stimmung zu genießen und erst einmal warm zu werden, was erstaunlich gut gelang. Dieser Lauf ist etwas besonderes für uns, weshalb wir ihn gemeinsam laufen wollten. Die nächsten Kilometer rollten unter dem Beifall des Publikums dahin. Zwischen den Ortschaften war genug Zeit um sich wieder zu ordnen.

Am Ende hatte Jenny sogar die Kraft, sich einfach anzuhängen. Ich beschleunigte das Tempo auf den letzten 3 Kilometern in Richtung 6:10 Min./km. Das ständige Überholen beflügelte meine Lauffrau und so stand im Ziel die bereits erwähnt tolle Zeit von 1:41:35! So ein Jahresausklang haben wir uns gewünscht. Ein Glück, dass unsere Unterkunft im Zielort so schnell zu erreichen war, denn schon nach wenigen Minuten kühlte der Wind wieder extrem aus.

 

35. Mitlosheimer Silvesterlauf

Wirklich Zeit für eine Laufpause zwischen den Jahren gab es nicht. Was auch nicht schlimm war, denn in den Monaten Oktober bis Dezember hatte ich meinen Laufumsatz so sehr wie seit 20 Jahren nicht mehr zurückgefahren.

Nachdem wir am Morgen unsere Laufkursteilnehmer/innen in Urexweiler begrüßten bzw. mit ihnen die erste Trainingsrunde im Urexweiler Wald durchzogen, ging es gemeinsam mit Nick nach Mitlosheim zum Silvesterlauf. Ebenfalls mit dabei für den LC Fun Run war Dieter. Auch in Mitlosheim hatte keiner wirklich Lust auf die Kälte, weshalb wir wieder in den Veranstaltungsräumen bis kurz vor dem Start abhingen.

Danach ging es jedoch in eine schöne Winterlandschaft um Mitlosheim. Die Strecke hat hier 7,3km. Vom Prinzip her läuft man aus Mitlosheim hinaus in Wald und Flur bis zur Streckenhälfte und dann wieder zurück. Bei der geschlossenen Schneedecke über 7,3km glich die Strecke heute eher einem harten Schnee-Crosslauf.

Bei mir waren schon nach dem Anstieg bis zum Fischweiher alle Körner verbraucht. So machte ich mir keine Illusionen. Ich verbuchte nach 4km den Lauf als sehr gute Kraftausdauereinheit und lief dann zum Ziel sehr kontrolliert den Berg hinab zurück nach Mitlosheim. Zudem wollte ich den Muskel-Sehnenapparat nicht zu sehr reizen, denn zur Monatsmitte würde ich gerne noch einen klassischen Crosslauf absolvieren. Am Ende standen auf der Zieluhr 45:47 Minuten für mich. Dies ist genau eine Minute pro Kilometer langsamer als im letzten Jahr. Beim Laufen auf Schnee kann ich damit sogar noch gut leben. Nick mit 43:37 Min. und Dieter mit 41:50 Min. waren ein gutes Stück schneller, was ich beiden gönne.

Nach einem ordentlichen Stück Kuchen ging es dann zurück nach Hause, wo für die nächste Woche weiterhin Schnee angesagt ist, das mich sehr freut.

 


#565
15km: 1:41:35 Std. / 40 Höhenmeter

#566
7,3km: 0:45:47 Std. / 139 Höhenmeter

Mayer
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